Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 96

Jehovas Zeugen Krawattenzwang - 04.06.2014

Wachtturm-Weltreich mit festen Regeln

Jehovas Zeugen in Wiesloch sind wohl mit neuen, alten Regeln des korrekten Verhaltens konfrontiert worden. Heute war Ruhe und keine Beleidigung. Noch nicht einmal hasserfüllte Gesichter oder offene Verachtung begegneten mir. Heute hielt sich die negative Reaktion in Grenzen. Einige Zeugen Jehovas zogen schon nach wenigen Minuten ab, andere stolzierten nur grinsend durch die Wieslocher Fußgängerzone, aber einer machte fast zwei Stunden Jehova-Werbung. Ein knallhart überzeugter Zeuge Jehovas, einer, dessen Krawatte nicht wirklich passte, wollte den Sieg über diesen Jehova-Werbungs-Verhinderer. Er hielt seine Jehova-Werbung durch, bis ich zwei DIN A4-Blätter nebeneinander hochhielt: "Jehovas Zeugen lassen Menschen für ihren Gott verbluten!" und "Wer eine Organisation vergöttert, ist Faschist!" Das hielt er nur wenige Minuten aus, denn beide Fakten passen zueinander und erklären sich ein Stück weit gegenseitig.

Meine Fahrt nach Wiesloch war von extremer innerer Unsicherheit geprägt. Ich hatte keine Motivation, keinen Mut und mir gingen nur Gedanken durch den Kopf, die sich darum drehten, was die Leute von mir denken und so weiter ... als ich vor den Zeugen Jehovas stand, kam ein Mann vorbei und fragte: "Ist das die Gegenposition zu den Zeugen Jehovas?" Als ich bejahte, sagte er: "Jesus ist Herr! Amen!" Ich sagte: "Amen!" und war erstaunt.

Menschen, die von der Bibel keine Ahnung haben, können natürlich nicht sofort den angeprangerten Gedankengängen folgen und schütteln nur den Kopf. Vielleicht kümmern sie sich aufgrund der Thesen einmal darum, sich durch die Bibel informieren zu lassen, vielleicht lassen sie sich nie auf die Bibel ein, aber sicher ist, dass die inhaltliche Konfrontation mit den Zeugen Jehovas nicht für jeden gestaltet werden kann. Dazu ist die Irrlehre der Wachtturm-Gesellschaft zu raffiniert, dass man in kurzen Sätzen Fakten noch klarer darstellen könnte. Die Menschen laufen tatsächlich mit ihren moralisch ethischen Werten durch die Gegend, ohne je den inneren Zusammenhang der christlichen Botschaft kennengelernt zu haben. Das ist die Frucht des Katholizismus und der evangelisch landeskirchlichen Gottlosigkeit. Diese produzieren uninformierte Menschen, die so weit wie möglich von Gott entfernt sind. Es sind Menschen, die ein moralisches Abstandspolster zu allem Christlichen haben und keinen Bedarf, sich in irgend einer Weise die Frage zu stellen, ob es einen Gott gibt oder nicht.

Der eisenharte Zeuge Jehovas mit Krawatte an kurzärmeligem Hemd holte nach seinem gescheiterten Sieg-Erringungsversuch seine Frau irgendwo ab und ging mit ihr wieder nach unten zur Bushaltestelle. Dort entledigte er sich seiner orange-farbenden Krawatte. Das Weltreich der Wachtturm-Gesellschaft hat Krawattenzwang. Wer keine Krawatte trägt, hat keinen Zutritt. Wer nicht jeden einzelnen, noch so irren Lehrpunkt der Leitenden Körperschaft freudig aufnimmt und in der ganzen Welt vertritt, dem hilft aber auch keine Krawatte mehr.

Die russische Variante der Demokratie ist eher Diktatur und Korruption. Das ist in Russland normal geworden und man stört sich nicht daran. Die jehovaistische Lebensart ist noch extremere Diktatur und gegenseitige Bespitzelung. Man kennt das nicht aus eigener Anschauung, man stört sich nicht dran. Der Normalbürger ist daran gewöhnt, superfromme Jehova-Werber links oder rechts im Augenwinkel zu sehen, er stört sich nicht dran. Wenn aber jemand klare Fakten bringt, die das Thema ernsthaft erkennbar machen, dann wird es aufregend, dann wird mit den Augen gerollt, der Mund schiefgezogen, der Kopf geschüttelt und dann fühlt man sich so überlegen in seiner aufgeklärten Egozentriertheit. Dies ist der Nährboden der Irrlehre. Besonders die Wachtturm-Doktrin ist für Menschen geschneidert, die von Haus aus schon mit einem meterdicken Stolz ausgestattet sind und keine Lust haben, sich der Bibel kontrovers zu stellen.

Komisch ist nur, dass viele dieser vor Stolz triefenden Leute sich so einen abgefahrenen Bären aufbinden lassen und Zeugen Jehovas werden. Die einzige Erklärung ist: Sie bekommen für ihren natürlichen Stolz ein Ziel geliefert. Sie sind Hamster, denen man einen leichten Widerstand ins Laufrad einbaut. Das gibt dem Hamster-Leben einen spürbaren Sinn.


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