Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 97

Jehovas Zeugen Aktivismus - 05.06.2014

Jehovas Agenten agieren agitativ!

Wenn Jehova nicht kann, hilft vielleicht Aktivismus. Zumindest hilft der Aktivismus über das Gefühl hinweg, dass dieser Jehova gar nicht existiert. Die gesamte Struktur der Wachtturm-Gesellschaft ist ja auf menschlichen Aktivismus aufgebaut. Jehovas Zeugen müssen durch ihre Anstrengungen den Gott Jehova gegenüber Satan rechtfertigen und die universelle Streitfrage, ob dieser Jehova überhaupt herrschen darf, entscheiden. Jehovas Zeugen sind der Schuhanzieher Gottes und wenn Jehovas Zeugen nicht aktiv sind, schaut ihr Jehova "Gott" in die Röhre. Eine solche menschenzentrierte Theologie muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ohne diese Gott abweisende Theologie wäre die Vermittler-Rolle der Wachtturm-Gesellschaft gar nicht denkbar. Ebenso funktioniert die Katholische Kirche.

Direkt nach 40 Schritten vom Motorrad weg hörte ich eine Zeugin an einer Tür druckvoll und fordernd argumentieren. Den Gesprächsinhalt hörte ich nicht, aber ich konnte erkennen, dass dort von ihr richtig Druck gemacht wurde. Ging es nur um Mietprobleme oder um ein defektes Auto, dass sie gekauft hatte?

Ein paar Schritte weiter ließ sich an der Schlecker-Ruine der nächste Zaunpfahl der Jehova-Religion ausmachen. Ein Ältester, der Mann jener druckvollen Türsteherin, gab zwei ziemlich hilflos erscheinenden Zeuginnen Jehovas Instruktionen.

Die Wieslocher Fußgängerzone aufwärts gesehen war in Höhe Volksbank gespickt mit Jehovas Zeuginnen, die wie ein Empfangskomitee drappiert waren. Die Lage war hoffnungslos, aber nicht ernst. Ich ging in die Bäckerei und holte mir ein Ei-Brötchen. Mit dem Ei-Brötchen setzte ich mich dann auf die Bank gegenüber der Schlecker-Ruinen-Zeuginnen Jehovas, die ich ebenfalls noch niemals in Wiesloch gesehen hatte. Die beiden armen Zeuginnen Jehovas verschwanden vor meinen Augen, obwohl ich nur ein Ei-Brötchen aß.

Der ganze Budenzauber reduzierte sich auf zwei alte Zeuginnen Jehovas, die vor der Volksbank ihren Predigtdienst ableisteten. Die Beleidigerin und ihre Kollegin, die sich bisher noch nicht dazu hinreißen ließ, Beleidigungen auszustoßen. Diese Zeugin Jehovas, die noch nicht beleidigend geworden ist, wächst mir zusehends ans Herz. Die ist bisher die einzige, die keinen Hass und keine schnodderige Ignoranz an den Tag gelegt hat. Sie strahlt zwar auch nur das aus, was Jehovas Zeugen für Weltmenschen übrig haben, doch hält sie sich so gut, dass ich sagen muss, sie ist die Beste unter allen denen, die sich vor der Wahrheit drücken.

Ich stand beidhändig bewaffnet da: "Jehovas Zeugen lassen Menschen für ihren Gott verbluten!" und "Wer eine Organisation vergöttert, ist Faschist". Viele Leute ermutigten mich, während die beiden Zeuginnen so taten, als würde die ganze Fußgängerzone um sie herum gar nicht existieren. Hier ist eine Entsprechung zur Jehova-Religion. Diese Religion ist eine Parallelwelt, die sehr gerne auf die Realität verzichten kann.

Eine Minute vor den Kirchenglocken, die 11:00 Uhr bimmelten, packten die beiden Botschafterinnen des Weltreichs Jehovas ihre Sachen zusammen und gingen. Die Beleidigerin in die Volksbank, die Korrekte in Richtung Schlecker-Ruine. Vier südländische Typen kamen auf mich zu, ich packte gerade meine DIN A4-Blätter weg. Einer von ihnen rief: "Guck mal! Ein Salafist! Die sind heute ohne Bärte! Du bist ein Salafist!" Ich lachte: "Ich bin simpler Christ!" Er: "Salafist!" Ich: "Simpler Christ!" - So ging das noch ein paarmal hin und her und wir hatten unseren Spaß daran.

Und die Moral von der Geschicht': Werd' Jehovas Zeuge nicht! Denn diese Tretmühle ist so unschön abgefressen und zerfasert, dass deine Erscheinung daran nichts mehr reparieren oder retten kann. Jede menschliche Investition in diesen Un-Kult ist direktes Versagen, direkter Betrug, direkte Fehlinvestition, direkte Anbetung von acht raffinierten, selbstherrlichen Männern in Amerika. Geh' lieber zu den Freimaurern, dann verstehst du den Aufbau der Jehova-Religion. Du bist dann dieser Religion geistig übergeordnet, aber immer noch gottlos bis zum Anschlag.


Kommentare

01
Also Rüdiger, das alte vor den Zeuginnen, hättest du aber weglassen können, denn der jüngste bist'e ja auch nicht mehr, oder?

Kornelia [06.06.2014]
Manchmal denke ich, dass die Versammlung Wiesloch nur noch aus bockigen, alten Rentnern besteht, deren Möglichkeiten nachzudenken aufgrund ihrer kurzen verbleibenden Verweildauer ziemlich stark eingeschränkt ist. Stell dir vor, du hast deine Hoffnung auf so eine menschlich-politische Weltreichsklamotte gesetzt und jede Menge Zeit, Geld und Geist investiert und daran verloren. Du kannst nach all den Jahren gar nicht mehr anders, sonst musst du dir eingestehen, dass du dein Leben komplett verwirkt hast. Die Zeugen und Zeuginnen Jehovas, die in Wiesloch dem Jehova "Gott" die Stange halten, trotzen zwar dem treuen und verständigen Sklaven durch Schnurrbärte hier und da noch etwas Individualität ab, aber insgesamt sind sie eine geistlich tote Ansammlung von Rentnern. [RH]
02
Das ist ja das Problem der Zeugen Jehovas, die jungen Leute sind für diese Lehre nicht mehr offen. Kinder sind auch nicht gewünscht, also kommt nichts junges nach.

Wer will sich denn auch mit undurchsichtigen, verdichteten Lehren befassen. Die Menschen möchten frei sein und sich nicht in einem geistigen Korsett aufhalten.

(Die Bilder von Spayer sind klasse!)

LG

Gunhild [11.06.2014]
Hallo Gunhild, gerade das geistige Stützkorsett mit all seiner Unfreiheit gibt den Leuten ja den Halt, den sie brauchen. Sie sind nicht an Jesus gebunden, der übrigens die verdichtetste Lehre überhaupt aufgestellt hat auf der Welt und zu allen Zeiten, sondern sie sind gebunden an ein freimaurerisch begründetes Religionssystem, das darauf basiert, jede einzelne Tatsache umzubiegen durch fromme schlaue Worte. Die Wachtturm-Irrlehre ist einleuchtend aufgebaut, während Jesus nur Glauben verlangt und den Rest aus seiner Kraft schenkt. Die verdichtetste Lehre der Welt lautet:

Johannes 6,56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.

Damals liefen ihm verständlicherweise die meisten Leute weg. Um "undurchsichtige, verdichtete Lehre" kann es also nicht gehen.

Das Rentner-Problem der Wieslocher Zeugen Jehovas ist meiner Meinung nach ein rein lokales Problem. Dieser penetrante Kampf um die Oberherrschaft in Wiesloch könnte sich eine lebendige Gemeinde gar nicht leisten und müsste es auch nicht. Christen legen keinen Wert auf Dominanz in einer Region. Das findet man nur beim Katholizismus, bei der Wachtturm-Religion und bei anderen, die nicht mehr Jesus als Zentrum haben. [RH]

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