Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 151

Berühmtester Zeuge Jehovas von Speyer gibt auf - 14.03.2015

Der Irrtum geht weiter

Bruchsal

Es zieht mich natürlich zuerst mal nach Bruchsal. Dort haben die Zeugen Jehovas einen längeren Atem als die Zeugen Jehovas aus Speyer. Doch heute waren in Bruchsal keine Zeugen Jehovas zu sehen. Es muss schon schön sein, angesichts der weltweiten Bedrohung durch Harmagedon einfach mal zu Hause bleiben zu können. Der Predigtdienst ist ja von oben gut organisiert und so braucht der einzelne sich nicht so extrem zu engagieren. Man trottet hinter den anderen Zeugen Jehovas her und bringt am Ende die Zeit doch irgendwie hinter sich.

Gestern sah ich in Tairnbach einen dunkelhaarigen wuscheligen Zeugen Jehovas mit seinem Sohn durch die Kälte gehen. Er machte sich Notizen. Sein Sohn trottete hinter seinem Vater her wie ein Kalb mit schaukelndem Kopf. Ein Bild für die Götter. Was ist das nur für ein Christsein, in dem hauptsächlich die Werbung für Illustrierte zählt! Diese Menschen machen den traurigsten Vertreterjob, den jemand machen kann.

Speyer

Weil in Bruchsal nichts zu tun war, fuhr ich nach Speyer und traf dort wie abgesprochen auf den berühmtesten Zeugen Jehovas von Speyer. Ein Mann mit breitem Rücken, der oft breitbeinig und mit verschränkten Armen wie ein Aufsichtsbediensteter neben dem Wachtturm-Büchertisch stand. Ein Fels in der Fußgängerbrandung! Dieser Superzeuge Jehovas hält trotz aller Blamagen weiter durch. Der Mann erlebt immer wieder mal in losen Abständen sein persönliches Waterloo, wenn wir uns in der Fußgängerzone gegenüberstehen und dennoch hält er durch und hält durch und hält durch. Er hört, wie die Leute meine klaren Sprüche kommentieren, und er lächelt milde wie einer, der sagen will: Tut ja gar nicht weh!

Wir trafen uns Mitte der Fußgängerzone von Speyer und wir grüßten uns. Der eine leicht gequält, der andere freundlich. Ich wartete eine Minute und ging dann in seine Richtung weiter, hatte aber nicht vor, mich ihm gegenüber aufzustellen. Irgendwie hatte ich das bestimmte Gefühl, dass er heute auf eine Konfrontation verzichten würde. Doch ich traf den Mann vor der Einhorn-Apotheke wieder, aber noch ohne ausgeklappte Wachtturm-Ausrüstung. Diverse ältere Herren gingen freudig auf ihn zu, grüßten ihn per Handschlag und holten sich wie disziplinierte Schuljungen jeweils ein Faltblatt ab. Irgendwann entfaltete der Zeuge Jehovas sein Erkennungszeichen, die selbst bezahlte Werbehilfe, eine simple Mappe, in der man Wachtturm und ERWACHET! wetterfest und für Passanten sichtbar unterbringen kann. Doch immer wenn er durch Erklärungen zum Faltblatt Gelegenheit dazu hatte, klappte er die Mappe zu und trug sie unauffällig am Körper, als wollte er den Zeugen-Jehovas-Bezug, der durch meinen Spruch wirkte, wenigstens zeitweise von sich abwenden. Seine Körpersprache drückte Schwäche und so etwas wie Lethargie aus. Die Hauptbotschaft, die der Superzeuge Jehovas vermittelte, war: Könnte ja sein! Der Mann wirkte wie einer, der von seinem beworbenen Produkt nicht mehr wirklich überzeugt ist.

Überpünktlich ging dann auch sein "Predigtdienst" in Brezelessen über und der vorerst letzte Zeuge Jehovas von Speyer verschwand. Der Spruch "Wer Menschen für eine Religion verbluten lässt, ist ein Mörder!" hatte nicht nur ihn beeindruckt. Manchmal standen fünf bis zehn Leute mit dem Blick auf den Spruch gerichtet vor mir und ich begriff, dass es die Fakten sind, die zählen, und nicht, wie breit gefächert ich die Infos hochhalte. (In Wiesloch hatte ja jemand wegen angeblicher Aggressivität die Polizei auf mich gehetzt.) Ich erkannte, dass das Schild - einfach vorm Bauch hochgehalten - seine Wirkung verbreitet, ohne dass ich dem in irgendeiner Weise Nachdruck verleihen muss.

Die Schockwirkung bei den Lesern meiner Schilder ist auch von dem Zeugen Jehovas deutlich zu erkennen. Er zeigt wie ein Messgerät den Grad der Überraschung der Menschen an. Er sieht den Vorgang als Zuschauer von hinten und erkennt seinerseits an der Körperhaltung der Menschen, wie angespannt sie nachdenken. Es ist ja klar, dass selbst der beste Schauspieler auf seine Umgebung noch irgendwie erkennbar reagiert. Und das Bild, das sich aus der Reaktion der Leser und des Zeugen Jehovas ergibt, ist immer eine wechselseitige Entsprechung. Man muss sich das vereinfacht so vorstellen: Haut der Kasperl den Seppel, dann schreien die Kinder. Ansonsten ist es ruhig im Saal. Die Reaktion der Menschen korreliert natürlich mit der Reaktion des Zeugen Jehovas.

Heute machte der Meisterzeuge Jehovas von Speyer den Eindruck, als hätte er seinen Zenit erreicht und als hätte er heute den freien Fall begonnen. Die Elite-Krone, die der Mann bisher trug, scheint ihm verloren gegangen zu sein. Scheinbar sickert doch in sein Gewissen, dass die Wachtturm-Religion bewusst Tote produziert. Fehlt nur noch, dass dieser Zeuge Jehovas sich die Gewissenfrage stellt, ob Jesus jemals einen Menschen für eine religiöse Vorschrift über die Klinge hat springen lassen.


Kommentare
01
Hallo Rüdiger,

was wirklich in den Köpfen der ZJ vorgeht, kann man nur erahnen, zu viel hängt bei ihnen davon ab, selbst wenn einer aus dem Familienclan wach wird, geht er allein oder es dauert Jahre, Jahre der Quälerei, Psychoterror, um die Familienangehörigen überzeugen zu können. David gegen Goliath. Die WTG wird immer dagegenhalten, die impfen den Tod von Jesus in die Köpfe der ZJ, er wurde ja hingerichtet mit Verbrechern. Also muß man sich ja des Blutes enthalten, man verblutet doch nicht und von einem Opfer kann hier auch nicht die Rede sein.

Gruß

K [15.03.2015]
Hallo K, sie lassen sich und andere ja verbluten und meinen, so ein besonderes Opfer zu bringen. Dass dieses Opfer aber ein Greuel in Gottes Augen ist, realisieren sie nicht. Jesus will nicht, dass für religiöse Vorschriften Menschen getötet werden. Noch schlimmer als der Verblutungswahn ist die Lehre der Zeugen Jehovas, Jesus sei nicht Gott. Damit bestätigen sie den Richterspruch, den die Menschen über Jesus verhängt haben. - Er macht sich selbst zu Gott! - Wer behauptet, Jesus sei nicht Gott, wiederholt das Todesurteil, das an Jesus vollzogen wurde. Der Effekt davon ist dann tatsächlich die Beseitigung der Erlösung, die durch den Opfertod Jesu bewirkt ist, denn wer nach Recht und Gesetz hingerichtet wurde, kann keine Erlösung bewirken. Daher existiert in der Lehre der Wachtturm-Gesellschaft das Opfer Jesu erst gar nicht und Jesus wird herabgezogen auf den Level einer bekannten Religion, die Menschen für Vorschriften umbringt. [RH]

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