Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 232

Speyer: Jehovas Zeugen ohne Kontakt zu Menschen - 07.05.2016

Geistige Brache und soziale Abschottung

Zunächst konnte gegen 10:00 Uhr der Eindruck entstehen, als würde heute in Speyer der Tanz der Vampire ausfallen. Doch pünktlich um 10:00 Uhr kamen aus allen Himmelsrichtungen Zeugen Jehovas und erfüllten ihren Werbeauftrag. Nicht in dem Sinne, dass es um Menschen ginge, sondern allein in dem Sinn, dass Stunden abgeleistet wurden, die ihnen zum Überleben im nahe bevorstehenden Harmageddon dienen sollen. Als ich in gebührendem Abstand (nicht 250 Meter) neben Jehovas Zeugen her ging und meine Schilder hochhielt, sprach mich eine alte Dame an, die auf der Bank einer Bushaltestelle saß. Ihre Rede war ein einziges großes enttäuschtes Abwinken. Sie hatte alle Wachtturm-Entwicklungen mitgemacht.

Das Auftreten der Zeugen Jehovas in Speyer war heute ein richtiger Großangriff nach aktuellem und doch Jahrzehnte altem Muster. Kein Mensch sprach mit Jehovas Zeugen und die Show lief ab, als gäbe es außer Jehovas Zeugen niemanden mehr in Speyer. Auch ich wurde vollkommen ignoriert, selbst wenn ich Jehovas Zeugen fotografierte oder ein paar informative Sätze an sie richtete.

Mehrere Male fuhr ein Streifenwagen vorbei und ich gewann den Eindruck, dass die Beamten staunten, wie lange der Typ mit den Schildern noch da stand. Knapp drei Stunden hielt ich durch bei besten Warnungsbedingungen. Die Leute nahmen die Sachlage zur Kenntnis und nur eine alte Frau keifte mich an. Sie meinte, ich solle einmal den März-Wachtturm lesen, dann würde ich das Schild nicht mehr hochhalten: "Jehovas Zeugen lassen verbluten".

Jehovas Zeugen saßen gelangweilt in ihren Stühlen, die sie mitgebracht hatten, oder standen nur herum. Wenn mal jemand in ihre Nähe kam, gestikulierten sie einladend herum, aber niemand ging auf sie ein. Selbst der alte Zeuge Jehovas, den ich am Anfang ohne Wachtturm und nur mit leerer Predigtdienstmappe gesehen hatte, tauchte nicht mehr auf und ließ die anderen die ganze Steherei alleine machen. Scheinbar war ich der einzige, der einen unterhaltsamen Vormittag hatte. Wenn man solche brutalen Fakten hochhält wie "Jehovas Zeugen enthaupten nicht, Jehovas Zeugen lassen verbluten", dann wird es nicht langweilig.

Unterm Strich jedoch geschah außer Menschen vor der Wachtturm-Irrlehre warnen nichts von Bedeutung. Jehovas Zeugen bildeten willig die Kulisse zu meiner eindringlichen Warnung und das Wetter war schön. Das einzige Ergebnis, das für Jehovas Zeugen relevant ist, sind ein paar notierte Stunden, die dann aber in der großen Statistik untergehen. Einzig die Renaissance des jehovaistischen Bücherstandes in Speyer reicht gerade dazu aus, um eine Jacke an ihm aufzuhängen. Schwach. Ganz schwach.

Mit ein bisschen Phantasie lässt sich vielleicht noch konstruieren, wie staubtrockene Älteste mit Schlips zusammen sitzen und darüber beraten, wie sie die Konfrontation mit der Wahrheit endlich beenden können. Einer sagt: Wir müssen ihn zu Tode langweilen! Alle stimmen zu und es wird so beschlossen. Doch das Warnen vor der Wachtturm-Irrlehre wird niemals langweilig, weil das Warnen der Menschen eine eigene Größe ist, die überhaupt nicht von den Nicht-Aktionen der Zeugen Jehovas abhängig ist.

Traurig ist nur die Penetration, mit der Jehovas Zeugen immer wieder auf Linie gebracht werden, um sich der öffentlichen Blamage immer wieder zu stellen. Die niederdrückende Gehirnwäsche innerhalb der freimaurerisch angehauchten Wachtturm-Organisation tötet das eigene Denken. Gott sei dank kann man noch die Menschen warnen, die noch nicht der Wachtturm-Religion verfallen sind.


Kommentare
01
Toll, Rüdiger, Du hast wirklich journalistische Talente und Deine präzise Wortwahl ist einfach super. Mir imponiert sehr, dass Du nie beleidigend, sondern eher humorvoll sprichst und immer auf den Punkt kommst.

Danke auch für Deine persönliche Resonanz auf meinen kurzen Bericht. Aber hier sieht man anhand von Bildern, wie öde und armselig die Ausstrahlung der Zeugen Jehovas ist. Wäre das Gottes Engagement, würde alles strahlen, vielleicht lustig und vor allem erfreulich sein. Solche Typen braucht Gott nicht, im Gegenteil, die machen Gott lächerlich, so wie sie selbst sind.
Naja, wen braucht Gott? Wir wissen, dass Gott auch die Zeugen Jehovas liebt. [RH]
Man erkennt, wie stark Satan ist. Die Zeugen haben wirklich Mut - ich könnte das nicht durchstehen in der Fußgängerzone -, wenn das in die richtige Richtung ginge, wär' das schon schön....
Jehovas Zeugen werden massiv psychisch zu der öffentlichen Tätigkeit gezwungen, besonders die "Hineingeborenen". Da wo Mut gesehen werden könnte, ist die Motivation der Zeugen Jehovas meist ein starkes Überlegenheitsgefühl. Sie laufen im Elite-Kader mit. Und die Oberen rekrutieren ihren "Mut" aus ihrer Machtposition innerhalb der Wachtturm-Gesellschaft. Das Wachtturm-System beruht nicht auf Mut oder Engagement. Wenn so ein Unterdrückungssystem etwas Gutem dienen würde, wie lange wäre das sogenannte Gute dann noch gut? [RH]
Irgendwie glaube ich nicht daran, dass Dein toller, aufrichtiger Einsatz etwas bringt, denn die sind ja so verbohrt.
Der Einsatz bringt einiges. Mindestens die ernste Warnung anderer Menschen springt dabei heraus. Dass natürlich die Zeugen Jehovas die Zähne zusammenbeißen, sehe ich auch. Aber dennoch haben sie die Informaiton mitbekommen. Das ist wichtig. [RH]
Ich kann mit Zeugen Jehovas nicht reden, das klappt nicht. Die antworten immer auf Fragen, die man gar nicht stellt. Wie ist das doch schade und sowas von hartherzig und menschenunwürdig. Aber die haben sich selbst entschieden und damit selber Schuld an der Misere.

Liebe Grüße sendet Dir

Karin B. aus B. [11.05.2016]

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