Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 255

Jehova in Wiesloch winzig klein - 26.08.2016

Keine Konflikte, keine Störung, kein Attentat

Die Wachtturm-Gesellschaft hat schon sehr früh den Verkauf (heute das Verschenken) ihrer Literatur als Religionsausübung etabliert, um vom Staat polizeilichen Schutz zu erhalten. Die Rechtssysteme der meisten Staaten haben dies im Zuge des ideologischen Humanismus auch brav geschluckt und verdaut, so dass noch heute in den Köpfen der Zeugen Jehovas eine übergroße Idee herumspukt: Der jehovaistische Predigtdienst ist Religionsausübung und unterliegt der Religionsfreiheit. Predigtdienst ist polizeilich zu schützen und Kritiker haben einen Mindesabstand von bis zu 250 Metern einzuhalten. Das Anwerben weiterer Opfer sei die "wahre Anbetung".

So reagieren Jehovas Zeugen sehr eindeutig, wenn ihnen Fakten aus ihrer Religion auf laminierten DIN A4-Blättern vorgehalten werden. Sie werden zornig, weil sie sich in ihrer Religionsausübung behindert sehen, und holten früher oft die Polizei. Dabei mach(t)e ich nur genau das, was Jehovas Zeugen tun. Ich hielt/halte etwas hoch, so dass jeder es sehen kann, allerdings nicht, um Opfer anzuwerben, sondern um über die Lügen der Wachtturm-Religion aufzuklären.

So trat in Wiesloch einmal ein wütender Zeuge Jehovas einige Schritte vor, als ein Polizist vorbeiging, und fragte hochrot zornig: "Muss der nicht einen bestimmten Abstand einhalten?" Der Polizist fragte: "Haben Sie eine Verfügung?" Der Zeuge Jehovas wiederholte die Frage und der Polizist wiederholte seine Gegenfrage ebenfalls, nur etwas lauter als vorher. Der Zeuge Jehovas war davon ausgegangen, dass ich mich ungesetzlich verhielt, als ich in einigen Metern Entfernung mit meinen Schildern stand.

Genau dieselbe Situation ist in der Frage gegeben, ob man Zeugen Jehovas fotografieren darf oder nicht. Lange hielt sich die von der Wachtturm-Gesellschaft gestreute falsche Information, dass man Zeugen Jehovas nicht fotografieren dürfe, und auch die Polizei wusste nichts genaues. Doch in Wiesloch hat sich die Lage geändert. Wir wissen nicht, ob die Polizei mit Vertretern der Zeugen Jehovas eine Besprechung abgehalten hat oder nicht. Jedenfalls lassen sich Jehovas Zeugen in Wiesloch inzwischen fast friedlich fotografieren. Okay, die Blicke sind tödlich und einige Vollgummi-Zeugen Jehovas poltern immer noch herum. Aber sie rufen mittlerweile nicht mehr die Polizei.

Zwei Faktoren sind durch die bisherige Konfrontation der Zeugen Jehovas mit laminierten DIN A4-Blättern erreicht worden. Erstens: Jehovas Zeugen dürfen fotografiert werden, denn sie gehen extra an die Öffentlichkeit, um gesehen zu werden und ihre Ziele zu erreichen. Zweitens: Der Schutz durch die Religionsfreiheit geht nicht so weit, dass Kritiker automatisch verboten sind und einen bestimmten Abstand einhalten müssen.

Diese beiden Fakten tragen dazu bei, Jehovas Zeugen langfristig von ihrem eingebildeten Sockel herunter zu holen und ihnen zu helfen, die ganz normale Realität wieder etwas näher an sich heran zu lassen. So ist durch die Konfrontation der Zeugen Jehovas mit der Aufklärung - über den Kopf der Wachtturm-Gesellschaft hinweg - etwas mit Jehovas Zeugen geschehen, das von einem Christen erzwungen wurde und dem sich die Neue Welt-Gesellschaft nicht entziehen kann. Die Macht der Wachtturm-Organisation konnte es nicht verhindern, dass die Konfrontation mit auf DIN A4-Blättern hochgehaltenen Fakten aus der Wachtturm-Religion die schon lange bestehenden Verhaltensmuster vieler Zeugen Jehovas geändert hat. Die Wachtturm-Gesellschaft musste den Betrug der Zeugen Jehovas in zwei Punkten aufgeben: Fotoverbot und polizeilicher Schutz vor Kritik.

In diesen zwei Punkten ist die Macht der Wachtturm-Fürsten über die hiesigen Zeugen Jehovas tatsächlich geschrumpft und dies äußert sich deutlich. Jehovas Zeugen, die früher vor heiliger Empörung platzten, wenn sie fotografiert wurden, halten heute - nach Jahren endlich - still und beherrschen sich. Auch machen sie keine Vorschriften mehr, welcher Abstand einzuhalten sei und holen nicht mehr so schnell die Polizei, wenn sie ihre religiöse Oberhoheit nicht mehr spüren. Ob sich diese Änderungen nur auf den hiesigen Raum beschränken, wäre interessant zu erfahren. Womöglich reagieren Jehovas Zeugen in anderen Regionen noch immer so, wie die hiesigen bisher.

Am Bahnhof Walldorf/Wiesloch waren überhaupt keine Zeugen Jehovas zu sehen. In der Wieslocher Fußgängerzone stellte sich eine Zeugin Jehovas gerade mal für 11 Minuten vor die Volksbank. Einige weitere Zeugen Jehovas gingen in regelmäßigen Abständen vorbei, um die Lage zu inspizieren. Keiner von ihnen blieb. Alle Zeugen Jehovas gingen einfach weiter, als wenn nichts wäre und sie gar nicht den Wachtturm dabei hätten.

Es ist ein gutes Gefühl, so einem Lügenmoloch wie der Wachtturm-Gesellschaft durch Beharrlichkeit (die gar nicht meine Charakterstärke ist und meinem Ermessen nach von Jesus kommt) in Sachen Wahrheit zumindest regional begrenzt einmal auf die Sprünge geholfen zu haben. Die aufklärerisch motivierte Konfrontation der Zeugen Jehovas mit vielen Fakten aus ihrer eigenen Religion hat dazu geführt, dass die Org, die mir noch vor einem Jahr ein Wer-hat-die-Macht-Traktat durch zwei zugereiste Spezialzeugen Jehovas überreichen ließ, ihre Niederlage zähneknirschend hinnehmen muss, wie es ein Lügner tut. Sie schweigt und betreibt Schadensbegrenzung, so gut es gerade geht.

Es bleibt zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln, und dafür ist es gut, jeden einzelnen Wachtturm-Lügen-Aufklärung öffentlich dokumentiert zu haben. Auch schützen diese Berichte vor Lügen und Unterstellungen.


Kommentare
01
Zum Fotografieren fällt mir gerade etwas ein.

Im Königreichssaal in P. wurde an einem Sonntag ein Gruppenfoto gemacht. Jeder musste sich mit dazustellen. Interessant war, als ich nach dem Foto fragte, es hieß, es dauert noch etwas. Einige Personen lassen sich wegretuschieren.

Ja wo gibt's denn so etwas??

Und tatsächlich, als ich es endlich bekam, sah man die freien Stellen, an denen vorher Personen standen. Denn wie üblich bei Gruppenfotos steht man ja dicht gedrängt, damit auch jeder draufpasst.

Anle [26.08.2016]
Hallo Anle, das würde bei Christen nie passieren. Wenn da jemand nicht dabei sein wollte, würde niemand etwas dagegen haben, wenn er sich nicht dazustellt. Das deutet darauf hin, dass Jehovas Zeugen ein Foto von allen machen, um es zu den berühmten Wachtturm-Akten legen zu können. Und wer sich wegretuschieren lässt, ist für die da oben dann auch sicherlich nicht uninteressant. Ist schon komisch, wenn Menschen nur einer Ideologie hörig sind. Christen gehören zu Jesus. Christen lassen sich nicht wegretuschieren. [RH]
02
Genau. Als Christ stehe ich auch in der Öffentlichkeit zu meinem Glauben. Christ ist man rund um die Uhr. Wer in der Nachfolge Jesu Christi steht, gibt Zeugnis, dazu zählt auch ein evtl. Gruppenfoto, auf dem man in Gemeinschaft mit anderen Gläubigen zu sehen ist. Ein Christ braucht sich wegen seines Glaubens nicht zu schämen.

Matthäus 10,32-33 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.

Anle [27.08.2016]
Und wen bekennen die Zeugen Jehovas? Immer nur die Wachtturm-Gesellschaft und sich selbst. Die Wachtturm-Gesellschaft und die Zeugen Jehovas haben immer Recht! Das ist das Bekenntnis der Zeugen Jehovas. [RH]

Fotos für Tablet oder Handy



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