Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 310

Speyer: Der Fuchs im Hühnerstall

Jehovas Federvieh in Panik

Früh losgefahren, schnell angekommen, guten Parkplatz gefunden, mit dem Klapprad ...ssst... zum Altpörtel. Schild "Jehovas Zeugen lassen verbluten" aus der Tasche gezogen und auf der Bank Platz genommen. Und hinten ging die Sonne auf. Na gut. Sie war schon aufgegangen, es war kurz nach acht.

Da kam von links einer, der so aussah wie der Zeuge Jehovas, der immer so schnell abzieht, wenn ich ihn fotografiere. Er ging einfach weiter. Ich hatte seinen angestammten Menschenverführungsplatz besetzt und zum Menschenaufklärungsplatz gemacht. Der arme Mann musste einen Umweg nach Hause nehmen. Monopoly: "Gehen Sie ins Gefängnis! Gehen Sie nicht über Los und ziehen Sie keine 4.000 DM ein!"

An den Blicken und Reaktionen der Passanten konnte ich erkennen, dass fast alle den Zusammenhang sofort erkannten. Autofahrer erklärten ihren Beifahrern, dass sonst hier Jehovas Wachtturmisten stehen. Vorbeigehende grinsten und zeigten auf die Stelle, wo sonst der Zeuge Jehovas steht. Und später hörte ich, dass dieser Zeuge Jehovas jeden Tag an dieser Stelle steht. Das war für mich Grund genug, von 8 bis 12 Uhr auf dieser Bank sitzen zu bleiben und das Schild "Jehovas Zeugen lassen verbluten" vorzuzeigen. Viermal fuhr ein Streifenwagen vorbei, zwei blonde Ordnungskräfte, die mir vor längerer Zeit das Hochhalten der Schilder verbieten wollten, zogen nach einer Bedenkzeit von drei Minuten ab.

Eine Situationskomik jagte die andere. Das jehovaistische Federvieh war in Panik. Italienische Straßenkämpfer Jehovas zeigten sich schockiert und mehrere Male gingen ihre blonden Frauen ganz nah an mir vorbei, um die Lage zu inspizieren. Ein alter Jehova-Mann machte die Scheibenwischerbewegung. Mehr Argumente hatte er nicht. Mein Sitzplatz und das Schild "Jehovas Zeugen lassen verbluten" brachten die ganze Wachtturm-Szene von Speyer durcheinander. Das Spektakel bestand aus dem Stoff: Endlich wird die heile Welt der Speyerer Zeugen Jehovas entlarvt.

Mir wurde klar, dass ich mit dieser (sehr bequemen) Aktion richtig tief ins Wespennest gestochen hatte und mehr erreicht hatte als so mancher Performance-Künstler. Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass ich an diesem eingefleischten Wachtturm-Propaganda-Ort häufiger die Zeit genießen werde. Für die Truppen Jehovas war es die pure Frustration und eine Art Waterloo, wie sie es sich niemals ausgemalt hatten. Und Leute, die mehrmals vorbeikamen, ließen erkennen, dass sie die Aktion gut fanden.

Ich genoss die Zeit wirklich. Ich befand mich nicht im Zentrum und durfte dennoch feststellen, dass diese vier Worte "Jehovas Zeugen lassen verbluten" mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als irgendwelche üblichen Attraktionen in Fußgängerzonen.

Nur eine Gruppe war blind für das Schild: die Nonnen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs - sie sahen nichts, merkten nichts und verfolgten nur ihre persönlichen Ziele. Papst anbeten oder Möhren kaufen. Kein Ahnung.

Wenn die ortsansässige Mafia nicht mit Waffengewalt gegen mich vorgeht, werde ich diesen Wachtturm-verseuchten Ort noch oft besuchen und alle Einflüsse Jehovas dort tilgen. Denn der Budenzauber der Einbürgerung, den die Wachtturm-Gesellschaft so liebt, hat dort Wurzeln geschlagen, die es abzuhacken gilt. Es wird spannend, wie vier Worte zig Wachtturm-Mitläufer Jehovas besiegen.

Hoffentlich kommt in der nächsten Zeit keine europäische Direktive heraus, die Aufklärung in Fußgängerzonen verbietet.


Kommentare
01

Oh, nun müssen die ZJ's aber früh aufstehen, um vor 8.00 Uhr ihren "angestammten Platz" einnehmen zu können. Du bist aber auch einer :-)😚

Wer hat denn das tolle Bild von dir gemacht? Dein Bericht ist wieder klasse! Du bewirkst wirklich was mit deiner Aktion. Aber wenn du so weiter machst, trauen die Zeugen Jehovas sich nicht mehr in die Fußgängerzonen. Übrigens, "meine" Zeugen waren auch nicht mehr gekommen, aber ich habe die Situation nochmal durchdacht: Ich habe sie gefragt, wer denn ihr Herr ist? Na Jehova natürlich. Und warum sie sich die Mühe machen, den Tod Jesu zu feiern, wenn der keine Rolle spielt? Keine Antwort natürlich! Warum sie sich die Liebe und Errettung so mühsam erkaufen und erarbeiten müssen und wo das in der Bibel steht? Naja, sie wollten wiederkommen.......! Einen interessierteren Zuhörer hätten die gar nicht haben können, aber ich glaube, ich habe auch gezeigt, dass sie wohl falsch liegen.

Ich hoffe weiter auf die Möglichkeit des Zeugnisgebens.

Liebe Grüße von Karin [06.05.2017]

02

Hallo Karin,

Du hast schon Zeugnis gegeben. Die nächste Gelegenheit wird kommen. Versteif Dich nur nicht drauf.

Das Foto hat ein junger Mann gemacht, der neben mir gesessen hatte. Übrigens wird die Uhrzeit keine Rolle spielen, denn dieser Zeuge Jehovas haut immer sofort ab, wenn ich auftauche. Ich wollte heute nur sehen, wie er reagiert, wenn ich schon da sitze. Es war wunderschön. Der Mann ging wortlos vorbei. Früher bin ich nach seinem Verschwinden immer selber auch gegangen. Doch heute habe ich erfahren, dass die Ecke dort dermaßen als Soldaten-Jehovas-Schauplatz bekannt ist, dass das bloße Dasitzen mit dem Schild sehr mächtig ist.

Viele Grüße,

Rüdiger [06.05.2017]

03

Hallo Karin, dein Zeugnis hat mir gefallen. Rüdiger hat Recht, versteif dich nicht darauf, Gelegenheiten ergeben sich von selbst und immer wieder. Man muss auch nicht jede Gelegenheit unbedingt nutzen um des Erfolgswillen oder so. Das wäre ja zwanghaft und würde wieder in Richtung Religion laufen.

Ich treffe öfter mal Z.J., meist beim Einkaufen. Die stehen bei uns in Dieburg an einer Bushaltestelle vorm Parkplatz beim Penny oder in der Fußgängerzone in der Altstadt. Manchmal gehe ich hin und sage ein paar Worte und manchmal nicht.

Ich war ein paar Mal mit Rüdiger unterwegs und habe die Erfahrung gemacht, dass es effektiver ist, Schilder hoch zu halten, weil man damit mehr Menschen erreichen kann und sich daraus auch Gespräche ergeben. Natürlich ist das nicht jedermanns Sache. Es erfordert schon ein wenig Mut. Immerhin steht man in der Schusslinie der Öffentlichkeit und da kann alles Mögliche passieren, was wiederum sehr aufregend ist. Manche regen sich auf, manche ignorieren es einfach, einige fragen sich, was das soll, weil sie den Zusammenhang nicht erkennen, aber die meisten Leute, so meine Erfahrung, finden die Aktion richtig gut und verstehen die Botschaft. Es gibt viele Leute, die das richtig nervt, dass da ständig Z.J. rumstehen mit ihren Trollis und Wachttürmen vor den Geschäften. Ich erinnere mich, einmal kam ein Geschäftsführer selbst aus seinem Laden raus, auf mich zu und bedankte sich herzlich bei uns, dass wir Schilder hochhalten und damit die Z.J. vertreiben.

Z.J. werden in der Regel grundsätzlich nicht gern gesehen, aber niemand traut sich, das öffentlich zu sagen. Unsere sogenannte tolerante Gesellschaft verbietet es, Kritik zu üben. Religionsfreiheit und Toleranz sind Bausteine zur Ignoranz, so kann jeder machen, was er will, und keiner interessiert sich dafür, was Gott will. Wer nach seinem eigenem Willen lebt, macht sich selbst zu Gott. Wir Christen dürfen nicht alles wortlos hinnehmen, sondern sagen, was richtig und falsch ist. Das sind unsere Waffen. Wir sollten bereit sein, das Wort, die Wahrheit, die Gerechtigkeit und das Heil in Jesus Christus durch unseren Glauben mit all unseren Früchten des Geistes zu vertreten. Egal wo und wann. So wie die Kinder, die das sagen, was sie denken. Das ist nicht einfach, besonders wenn man Angst hat, kritisiert, verspottet oder gar körperlich angegriffen zu werden. In anderen Ländern ist es ja noch viel schlimmer. Wenn man bedenkt, dass in über 50 Ländern Christen massiv verfolgt werden, sind wir hier in Deutschland noch relativ gut dran, was die Meinungsfreiheit angeht. Komischerweise trauen sich die Christen in den unterdrückten Ländern mehr als die in unserem Land. Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Wir haben hier in Deutschland noch etwas mehr Spielraum im Gegensatz zu anderen Ländern. Diesen Spielraum sollten wir nutzen, solange es noch möglich ist.

Jürgen [07.05.2017]

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