Man sollte es nicht für möglich halten, was all die selbst ernannten Bibelforscher, die Zeugen Jehovas, auf die Beine stellen, wenn sie ihrem menschlichen Geist und ihrer menschlichen Logik vertrauen. Sie nehmen geflissentlich und mit geschäftigem Eifer an, dass über ihre Gedanken nichts hinausreichen kann. Dass aber Gottes Gedanken so viel höher sind als ihre Gedanken wie die Höhen über den Tälern sind, das bleibt ihnen fremd. Denn sie sind sich ihrer Sache so sicher. Wie viele Stunden haben sie sich doch abgemüht, die Bibel fachmännisch zu zerlegen und sie dann wieder neu zusammenzubasteln!
Nach der Lehre der Zeugen Jehovas - den Heiligen Geist haben sie ja nicht - gibt es nach dem körperlichen Tod keine Existenz des Menschen mehr. Erst wenn ihr Spezialgott Jehova sein Wachtturm-Königreich aufrichtet, wird er - wie die Bibelzerleger annehmen - aus seiner Erinnerung all die Verstorbenen neu in die Existenz heraufholen. Die Zeugen Jehovas lehren, dass dann der Mensch genau so, wie er damals den Abgang machte, neu und alt zugleich die Arena des Lebens betreten werde. Sie nehmen an, dass der Mensch eine Art Gedanke Gottes sei. Damit versuchen sie letztendlich, den Menschen als eigene Existenz wegzudiskutieren, ihn seiner Verantwortung zu entheben, ihm das Gefühl zu vermitteln, er könne sowie so nichts dafür.
Ganz anders spricht Jesus über diese Zusammenhänge. Auf die Frage der Sadduzäer nach der Auferstehung reagiert er mit sehr einfachen und klaren Worten, die ganz nebenbei sämtliche Lehren der Zeugen Jehovas im Bezug auf das Leben oder Nichtleben nach dem Tod umwerfen, zermalmen, ad absurdum führen und als Lüge entlarven.
Lukas 20, 37 und 38: Dass aber die Toten auferweckt werden, hat auch Mose beim Dornbusch angedeutet, wenn er den Herrn "den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs" nennt. Er ist aber nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben alle.
Dieses schlichte Wort aus dem Munde Jesu Christi stellt klar, dass es für Gott keine Toten gibt. Für Menschen gibt es Tote. Das ist klar und das lässt sich nicht leugnen. Doch für Gott gibt es keine Toten, was impliziert, dass kein Mensch je in den Augen Gottes tot ist. Und da die Sicht Gottes die einzige Sicht ist, die wahr und verlässlich ist, müssen wir annehmen, dass unsere menschliche Sicht unvollkommen und unklar ist. Daher müssen wir aus den Worten Jesu zwingend schlussfolgern, dass der Mensch beim körperlichen Vergehen nicht verschwindet oder sich auflöst, sondern dass er in welchem Zustand auch immer weiterlebt.
Diese Schlussfolgerung wird gestützt von vielen, die Sterbende erlebt haben. Ob sie gläubig waren oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Zum Beispiel antwortete der Freund meines Vaters bei seiner letzten Dialyse auf die Frage seiner Tochter, warum er mit dem Zeigefinger nach oben zeige: "Nach Hause!" Kurz danach starb er! Der Mann meiner Freundin zeigte, als er starb, mit kreisenden Bewegungen seines Zeigefingers nach oben und drückte gleichzeitig mit der anderen Hand die Hand meiner Freundin. Damit wollte er ihr sagen: "Alles, was ihr über die Toten lehrt, ist falsch!" - Meine Freundin ist Zeugin Jehovas.
Zeugen Jehovas, lasst euch nicht blenden! Fragt Jesus Christus nach seinem Willen für euer Leben. Vertraut euch ihm an und folgt ihm. Er ist die Wahrheit. Und die Wahrheit ist Gott.
Und wenn Ihr argumentiert, Jesus könne man nicht fragen, weil das Gebet zu ihm verboten sei, dann antworte ich: Wieso hat Jesus sich vielfach als den Menschensohn bezeichnet? Wie kann er der Sohn des Menschen sein und gleichzeitig der Sohn Gottes? Er hat dies getan, damit Ihr nicht behaupten könnt, Jesus sei nicht Gott. Denn Jesus war Mensch und bezeichnete sich deswegen als Sohn des Menschen. Mit der Selbst-Bezeichnung Sohn Gottes sagt er uns aber analog folgernd, dass er Gott ist.