Auferstanden

Wie die Welt auf die Auferstehung Jesu reagiert

Die Geschichte eines Menschen, der den Tod überwindet, ist einfach zu unwahrscheinlich. Deshalb gibt es viele Erklärungen für den Vorfall, der sich rund um das Grab des Jesus von Nazareth abspielte. Zu viel hängt davon ab, ob diese Geschichte stimmt oder nicht. Deshalb ist die Geschichte vielfach abgewandelt und verharmlost worden.

Ein besonderer Coup, die Auferstehung Jesu als etwas in dieser Welt benutzbares und damit recht gewöhnliches hinzustellen, ist die Erklärung der Zeugen Jehovas, die besagt, Jesus sei nur geistig auferstanden. So verwandeln sie die Auferstehung Jesu zu dem bloßen Überleben einer guten Idee. Gleichzeitig entziehen sie sich der klaren Entscheidung für oder gegen Jesus, denn die Theorie von einer rein geistigen Auferstehung Jesu könnte genau so gut von einem Sciense-fiction-Autor stammen.

Die Abwandlung der Auferstehung Jesu, die die Überwindung des Todes ist, in das rein geistige Überleben eines Denkweges hat zwei grundlegende Zweckmäßigkeiten, die das Zentrum der Wachtturm-Lehre sind.

  • Erstens geht es der Wachtturm-Gesellschaft um die Verhinderung des Glaubens vieler an den auferstandenen Jesus, weil er nur noch eine rein theoretische Grundlage für sie sein soll
  • und zweitens setzt sich die Wachtturm-Gesellschaft lieber selbst an den Platz Jesu als Mittler zwischen Gott und den Menschen.

Diese beiden Faktoren erklären deutlich, wieso es allen Zeugen Jehovas verboten ist, Jesus zu verehren, ihn anzubeten und von ihm Rettung zu erhoffen. Sie sind das Produkt einer Bibelauslegung, die sich das ewige Leben im altbekannten irdischen Lebensraum vorstellt. Sie sind der von irdischen Herrschern gewählte Weg, um ihre irdische Herrschaft auszubauen und sich selbst auf den Thron zu setzen, der ihnen nicht bestimmt ist.

Deshalb muss die Wachtturm-Gesellschaft zugrunde gehen, weil sie zur Verwirklichung ganz eigener fleischlicher Ziele die göttliche Wirklichkeit Jesu mit der Verdrehung der Ereignisse in einen fast durchschnittlichen wundersamen Vorgang versetzt. Jesus ist dann nur noch Nebenfigur, nur noch eine Marionette Jehovas.

Aussichtsloser Kampf der Zeugen Jehovas

Dabei muss natürlich immer hochgehalten werden, dass die Menschen auf Jesus nicht hoffen dürfen. Seine Existenz ist für die Zeugen Jehovas nur eine Art geschichtliche Voraussetzung für ihren nicht endenden Kampf um das Wohlwollen Jehovas. So feiern sie das Abendmahl, indem sie durchweg Brot und Wein an sich vorübergehen lassen und Jesus damit nur ihre Trennung von ihm bezeugen. Doch als Beginner und Vollender des Glaubens scheidet Jesus für die Zeugen Jehovas aus. Denn diese Aufgabe hat der Zeitungsverlag aus Brooklyn übernommen.

Die Zeugen Jehovas sind zurückgegangen in einen monotheistischen Codex, der sich allein auf das Sehen mit menschlichen Augen gründet. Dies findet in ganz ähnlicher Weise bei den Moslems und den Juden statt. Dass die Existenz Gottes aber etwas ist, das Menschen niemals begreifen, sondern nur im Glauben annehmen können, ignorieren sie in ihrer irdischen Lust an den alten monotheistischen Religionen. Jesu Einladung zum Glauben beunruhigt sie dermaßen, dass sie sich in die alte Überlieferung fliehen, die sie auch noch nach allen Regeln der Kunst für ihre Zwecke missbrauchen.

Gesetzesglaube

Um diese Rückkehr zum reinen Gesetzesglauben zu bewerkstelligen, müssen sie den selben Fehler machen wie die damaligen Schriftgelehrten und die Vergebung, die Jesus anbietet, ganz praktisch ablehnen, indem sie den Kontakt mit dem Sohn des Menschen verweigern. Ihnen kann Jesus nicht ihre Sünden vergeben, weil er ja nicht Gott ist und weil er nur eine rein sachliche Frage der Vorbedingungen zum Gutsein vor Jehova darstellt. Zeugen Jehovas haben dafür eine Zwischenlösung gefunden: Die Lehre vom Loskaufsopfer, an das nur noch ganz theoretisch gedacht werden kann und muss. Den Rest besorgt die große Wachtturm-Theologie, die nichts anderes ist als die Rückkehr zum Gesetz und seiner tödlichen Wirkung.

Sie haben mit dem auferstandenen Jesus nichts zu tun als nur eine gewisse Erinnerung an sein Heldentum, Erinnerung an seine Funktion als ein kleinerer Gott unter vielen Göttern (ja, das behaupten Zeugen Jehovas allen Ernstes!), Erinnerung an seine übermenschliche Vollkommenheit, die genau entgegengesetzt zur Intention Jesu ist, Menschen durch Glauben zu retten. Sie betonen Faktoren, die allesamt von Jesus als dem Messias des Glaubens ablenken. Sie hängen ihre Überzeugung an alles, außer dass er Gott sein und persönlich retten könnte.

Zeugen Jehovas von Jesus getrennt

Zur Sterilisation des Glaubens an Jesus führt die Vermenschlichung, die Herabziehung Jesu ins irdische, ins mechanische, ins funktionelle Sein. Mit der Leugnung der Einladung Jesu "Wer an mich glaubt, wird gerettet werden", mit der Umwandlung dieses persönlichen Angebots Jesu in eine rein mechanische Tat des Für-wahr-Haltens halten die Zeugen Jehovas möglichst viele Menschen davon ab, sich Jesus persönlich anzuvertrauen und von ihm gerettet zu werden.

Das Verharren der Zeugen Jehovas in der eigenen Unvollkommenheit signalisiert der Welt, dass sie auf die für immer vervollkommnende Gnade Jesu verzichten können und wollen. Sie kennzeichnen sich selbst als solche, die die alte Aussichtslosigkeit gegenüber Jehova ohne die tägliche persönliche Hilfe Jesu überwinden wollen. Sie sind Jäger im dunklen Gesetzeswald, der vom Licht Jesu nichts kennt. Sie vertreiben die Möglichkeit, Jesus direkt als ihren Herrn anzunehmen, als Versuchung und Sünde.

Der Verrat Satans

Der Verrat, den Satan auf diese Weise an den Menschen verübt, ist die Verlockung der Zeugen Jehovas, den Glauben an Gott auf eine rein geschäftsmäßige Ebene zu bringen. Der Verrat Satans ist die Einbindung des irdisch gesinnten Menschen, der den geschäftlichen Weg zur Rettung nutzen will, als Zentrum der Bibelauslegung. Die Auslegung der Bibel durch die Wachtturm-Gesellschaft orientiert sich absolut und in voller Breite und Länge am irdischen, fleischlichen Menschen. Sie verspricht sich und den Menschen, Gottes Wort dem nicht zu Jesus bekehrten Geist zu erschließen.

Sie betrachten wie die Pharisäer den Gedanken, dass Jesus Gott sei, als Gotteslästerung. Die große Frage: Bist du der Sohn Gottes? wird nachträglich herabgeschraubt auf den Inhalt: Bist du ein engelsgleiches Geistgeschöpf? - Jesus stört die menschlich und irdisch Gesinnten nicht mehr. Satan hat die Rückkehr zum Gesetzesglauben erfolgreich installiert, damit der ihn störende Faktor Jesus eliminiert ist. Denn ein Jesus, der nur als Nebenfigur dastehen darf, kann nicht retten und nicht wirken.

So haben die Zeugen Jehovas endlich ihre innere Ruhe darüber gefunden, was dieser Jesus in Wirklichkeit sein könnte. Sie können sich wieder der alten gesetzlich bestimmten Religion der Pharisäer und Schriftgelehrten zuwenden und darin ihr Heil suchen. Dass sie damit sich selbst aus der Gnade Jesu ausschließen, obwohl sie sein Loskaufsopfer wertschätzen, wollen sie nicht wissen. Sie befleißigen sich angestrengter "Sündlosigkeit" und ignorieren, dass alle Menschen ohne Jesus der Sünde und ihren Folgen überantwortet sind. Schlimmer noch!

Sie zelebrieren ihre faktische Trennung von Jesus im Anti-Abendmahl, bei dem sie systematisch durchorganisiert Brot und Wein unberührt an sich vorübergehen lassen.


Kommentare

01
In rund 3 Monaten ist es wieder soweit: Dann zelebrieren die Zeugen Jehovas ihren Leichenschmaus nach altbekanntem jüdischen Kalender, sogar die Stunde wird gewählt, um Jesus feierlich - wie jedes Jahr einmal - mit Grabesansprache und -mine zu beerdigen! Einfältig, gedankenlos, stolz den Kelch weiterreichend, ein ernstes Gesicht aufsetzend, so lassen sie diesen Kelch an sich vorübergehen - so glauben sie. Denn sie sind ja auch keine Christen, Gesalbte, sie nennen sich selber stolz Zeugen Jehovas und zelebrieren das Alte Testament! So leiden sie Jahr für Jahr nicht wegen Christus und sind in ihm, sondern nur in ihrem eigenem Unglauben. Petrus sagte im 1. Brief 4, Vers 15/16: "Natürlich darf es nicht sein, dass jemand von euch als Verbrecher leidet, als Mörder oder Dieb oder Aufrührer. Aber wer einzig wegen Christus leidet, soll sich nicht schämen, sondern sich ohne Scheu zum Christennamen bekennen und Gott dadurch ehren."

Dadurch dass die Wachtturm-Gesellschaft die Riege der "Gesalbten" schuf, diese und nur diese von den "Symbolen" nehmen dürfen, hat sie aus dieser Riege noch ein Stück draufgesetzt: die leitende Körperschaft, den "treuen und verständigen Sklaven". Mit diesem hält sie die vielen (treuen? oder besser dummen) Schafe bei der Stange, in ihrem geistigen Gefängnis! Denn nur nach altem jüdischen Gesetz darf und kann sie schlagen!!! In Jesus lieben wäre ihr Todesurteil!

Rudolf [11.01.2008]
02
Sehr richtig Rudolf,

man reicht das Brot und den Wein weiter, als ob es etwas Verwerfliches ist! Jedes Jahr die selbe Ansprache, jedes Jahr das gleiche Prozedere, jedes Jahr nehmen nur die wenigen lebenden Leichen des "treuen und [un]verständigen Sklaven" von den "Symbolen", um ihre bessere Stellung und Hoffnung gegenüber den 08/15 Zeugen zu demonstrieren. Eine 2-Klassen-Beerdigung eben. Jesus starb für alle und sagt "... tut dies immer wieder zum Gedenken an mich!" und nicht nur die 144.000 (oder das, was davon übrig ist) sollen davon nehmen und die anderen sollen zugucken und nicht an dem Opfer teilhaben ...

Ich bin wirklich gespannt, was für eine elitäre Gruppe installiert wird, wenn der letzte der "Gesalbten" es endlich geschafft und hinter sich hat, ... und wie man dann das Abendmahl begeht und interpretiert. Vielleicht wird es ja auch abgeschafft, weil die, die ihren "Nutzen" daraus zogen ja nicht mehr da sind ...

Es dauert ja zum Glück nicht mehr lange, bis wir das sehen werden, denn die Zeit ist auf unserer Seite ;-)

Der Bekehrte aus Bayern [11.01.2008]
03
Diese Gruppe wird nie untergehen! Die Lehre von den Gesalbten wird so lange gebogen und geändert, so lange Zeugen Jehovas existieren werden!! Leider. Damit nehmen sie jedem Christen die Chance, an der Einladung Jesu teilzunehmen. Ich glaube, das ist der größte Erfolg der Zeugen! Die Menschen (Schafe) kommen zwar zur Einladung Jesu, nehmen sie aber nicht an, weil sie nicht Jesus nachfolgen, sondern einem Sklaven: Nur - sie werden es nicht verstehen und damit nageln sie Jesus ein zweites Mal an den Pfahl oder ans Kreuz! Welch ein Erfolg!

SWR [22.03.2008]
04
Ich hab mal eine Zeugin gefragt, was passiert, wenn der Letzte, der vom Brot und Wein nehmen darf, gestorben ist. Darauf hat man mir geantwortet: "Dann kommt Harmargedon." Für mich die totale Angstmacherei!

Die Antwort mit Harmagedon war eine menschliche und garantiert keine göttliche Aussage! Denn von keinem anderen Zeugen habe ich je solch eine Antwort erhalten.

Mein erstes und letztes Gedächtnismahl bei den Zeugen Jehovas war, glaube ich, 2004. Nach der Versammlung hab ich mich total lustig gemacht. Für mich war das totale Zeitverschwendung, da niemand an diesem Mahl teilnehmen durfte. In der Bibel steht ja allerdings etwas anderes. Leider bin ich noch nicht so bibelfest, deswegen mag man mir das verzeihen, dass ich hier nicht die Bibelstelle zum Abendmahl aufführen kann.

Suchende [10.04.2008]
05
Hallo Suchende,

die Annahme, dass von irgend einem Zeugen Jehovas etwas Göttliches kommen kann, ist ein Trugschluss in sich. Daher ist es vollkommen irrelevant, ob viele oder wenige Zeugen Jehovas etwas sagen. Es kommt immer etwas dabei heraus, das auf Irrtum beruhen muss. Denn der WTG-Jehova ist Satan, der Menschenopfer für sich fordert (zum Beispiel durch Verweigerung von Bluttransfusion).

Rudolf hat am 22. März am Gedächtnismahl der Zeugen Jehovas teilgenommen. Er nahm vom Brot und vom Wein und lobte laut hörbar Jesus dafür, dass er an diesem Abendmahl teilnehmen durfte. Das hätte ich mich als alter geprüfter Christ nicht getraut. Aber Rudolf hats gemacht. Er war bis vor kurzem auch Zeuge Jehovas. Ich bin so stolz auf diesen meinen Bruder Rudolf, der mir so viel voraus hat. Rudolf berichtete mir, was in ihm vorging. Ich erkannte diese Gefühle wieder. Auch ich hatte sie erlebt, wenn ich für Jesus ein Risiko einging.

Die anderen Leute in dieser Feier erstarrten zu lebenden Leichen, als Rudolf vom Brot und vom Wein nahm. Der Redner stammelte und konnte sich nur mit Mühe aus der Misere herauswinden.

Solange du an Jesus glaubst, kann dir nichts passieren. Bibelfestigkeit ist nicht das rettende Kriterium. Wenn du mal Bibelfestigkeit brauchst, wird Jesus dich dahin führen. Er ist der, der für dich die Verantwortung trägt.

Es gibt ne geile Webseite! www.bibelserver.com - die hat mir auch schon viel geholfen, wo ich stundenlang hätte suchen und blättern müssen.

Rüdiger [10.04.2008]
06
Jesus ist tatsächlich eine Person, die polarisiert. Da sind auf der einen Seite die, denen er sich offenbart hat und für die es keinen Zweifel an der Existenz des Erlösers und der niedergeschriebebenen Taten und Wunder gibt.

Auf der anderen Seite sind die, die massiv versuchen, den Bericht der Bibel zu diskreditieren und Jesus als eine Art "Guru" dastehen zu lassen, der sich verschiedene heute angeblich wissenschaftlich bewiesene Abnormalitäten zu Nutze gemacht hätte und der Rest aus anderen Kulten und Mythen entliehen ist.

Da wäre zunächst der Punkt der Jungfrauengeburt. Dieser würde, so Kirchenkritiker, schon bei den alten Ägyptern vorkommen. Isis sei von einem Gott als Jungfrau geschwängert worden. Dann das tolle Herabwürdigen des Wunders, als Jesus über das Wasser ging. Angeblich wäre es damals eine exterm kalte Periode gewesen und das Wasser unter Jesu Füßen wäre vereist gewesen. ... Das Wunder, Wasser in Wein zu verwandeln, sei aus der griechischen Mythologie entliehen. Die Auferstehung wird sogar so toll kaputtgeredet, indem man sagt, Jesus wäre durch die Einnahme von Allraune so schmerzunempfindlich und "zugedröhnt" gewesen, dass er vor seinem Ableben noch mal alle Kräfte mobilisierte und sich aus der Gruft schleppte, um dann irgendwo andrers zu sterben ...

Naja, und so könnte man die Verschmähungen und Zweifel, die Satan auf sehr fruchtbaren Boden warf, bis ins Uferlose aufführen. Aber letztlich gehört Glauben dazu und der Mut, Jesus direkt anzusprechen. Dann merkt man, dass er real ist und alles so ist, wie er es hat aufschreiben lassen. Er lässt uns ja selbst sagen, was der Glaube ist. Die Heilige schrift sagt: "Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Beweis von Wirklichkeit, obwohl man sie nicht sieht!"

Jetzt darüber zu diskutieren, als was man Jesus alles sehen könnte und wie sehr Satan da Zweifel und Unsicherheit streut, finde ich etwas unpassend. Ohne Jesus wäre ein solch umfassender "Schlag" gegen die WTG hier unmöglich. Man kämpft hier gegen den Teufel höchstpersönlich. Darum würde ich lieber den Blick auf die persönlich gemachten Erfahrungen richten, die eindeutig zeigen, dass Jesus auch heute existent und nah ist. Das in Kombinantion mit den Belegen aus der Heiligen Schrift ist ein beeindruckendes Zeugnis und auf Grundlage des puren Glaubens entbehrt Satans Kritik so jeder Grundlage. Was jeder Einzelne dann daraus macht, ist wieder eine andere Sache ...

Der Bekehrte aus Bayern [16.06.2008]

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Erstellungsdatum: 08.04.2007 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten