Zeugen Jehovas - betonierte Nichtchristen

Der Wachtturm erzeugt einen Gott mit lauter guten Vorsätzen. Das klingt so, als hätte zu Sylvester sich jemand an die Brust geschlagen und sich gesagt: Nein, ich muss jetzt endlich mal was tun. So schafft der Wachtturm in den Zeugen Jehovas das Gefühl, dass sie nur warten müssen, dass dieser zu Sylvester Bekehrte endlich irgendwann mal seine guten Vorsätze umsetzt.

Dabei hat Gott sein Vorhaben schon lange durchgezogen und den Menschen in der Person Jesu Christi zur Entscheidung vorgelegt. Von Anfang an stand fest, dass Gott den Menschen in Jesus begegnen musste und wollte, um ihren freien Willen nicht zu brechen. Denn von einem Menschen mit einem gebrochenen Willen hat Gott nichts außer Frust. Denn er ist der Gott der Liebe, der sich ersehnt, dass wir ihm in Liebe begegnen.

Die Möglichkeit dazu ist in Jesus geschaffen und läd uns dazu ein. Wer sein Leben auf Jesus wirft, wird sein Leben lang in der Führung Jesu sein und ihn dafür lieben. Der Christ liebt Jesus, weil er uns nicht von außen erzieht, sondern aufbaut. Von innen heraus.

Lange Zeit bin ich unter den Zeugen Jehovas als einer gewesen, der diese Zeugen Jehovas quasi als Fast-Christen angesehen hat. Die Bibelkenntnis, das Führen des Namen Jesu in ihrem Munde, das Abgehobene von der Welt ... all das verführte mich dazu, Zeugen Jehovas wie meine Geschwister einzustufen, die nur noch nicht den Draht zu Jesus in rechter Weise gebrauchten.

Doch ist mir in diesen Tagen klar geworden, dass die Zeugen Jehovas professionell auf eine antichristliche Schiene gesetzt sind. Und da rasen sie immer unter Volldampf in der Runde, dass die Modelleisenbahn vibriert und wackelt und Mama aus dem Wohnzimmer ruft: Muss das denn immer so laut sein? Sie sind wie aufgezogene Spieluhren, die ohne ihre Herrin aus Amerika, ohne die geistigen Peitschenhiebe aus der Wachtturm-Presse irgendwann unweigerlich aufhören zu tanzen und mit den Topfdeckeln zu schlagen.

Dagegen ist das Leben mit Jesus so anders. Ich selbst habe mich über ein Jahrzehnt von Jesus ferngehalten und er hat mich in Ruhe gelassen. Da war kein Druck, keine Panik, kein Psychoterror. Er hat mich gehen lassen! Er ist der Hirte, der seine Schafe nicht mit Stacheldraht und Maschinengewehr bewacht, sondern sich auf die Suche macht, wenn eins seiner Schafe unter dem Eindruck der großen Freiheit hinter einer Düne verschwunden ist. Er trägt mich, nachdem er mich wieder gefunden hat, auf seiner Schulter zurück zur Herde und ist glücklich, dass ich noch lebe. Er scheut keine Mühe, das Schaf, das in die Irre gegangen ist, mit Liebe und Vertrauen wieder nach Hause zu holen in die geistliche Heimat derer, die sein sind.

Auf diese Liebe müssen die Zeugen Jehovas verzichten. Sie sind dazu erzogen, niemals zu Jesus beten zu dürfen. Sie sind unter militärischem Drill an die Legion der Predigtdienstler gebunden und verlieren mit jedem Fehltritt den Rückhalt in der Zweckgemeinschaft des Kirchen-Nachbaus Wachtturm-Gesellschaft. Sie sind darauf gedrillt, strikt an Jesus vorbei zu schauen und haben infolgedessen noch nicht einmal die Hoffnung, dass sie ihn einst nach ihrem Tode kennenlernen werden. Sie haben sich in der Wachtturmlehre darauf eingestellt, auf ewig in diesem unwissenden Zustand zu bleiben, in dem sie sich jetzt befinden. Sie hoffen auf eine körperlich unversehrte Existenz auf der Erde unter der Regentschaft der Wachtturm-Gesellschaft.

Der Unterschied zwischen einem Zeugen Jehovas und einem Christen könnte größer nicht sein. Der Christ erlebt schon in diesem Leben, wie Jesus an ihm arbeitet und ihn auf die Ewigkeit vorbereitet. Der Zeuge Jehovas bekommt im Grunde schon ganz am Anfang gesagt: Hey, du bleibst so wie du bist, es sei denn, du änderst dich.

Der Christ lebt unter der andauernden Gewissheit, dass er Jesus nicht verlieren kann. Der Zeuge Jehovas lebt unter der andauernden Angst, die Gunst des Treuen und Verständigen Sklaven zu verlieren. Der Christ lebt in dem Genuss, dass sich Erkenntnis und Schauen ihm durch die Hand Jesu wie von selbst nähern. Der Zeuge Jehovas ist vier oder fünf Mal die Woche unter dem Stress, sich wieder auf Linie bügeln lassen zu müssen.

Wachtturm kettet, Jesus rettet

Die hochgestapelte Bibelkenntnis der Zeugen Jehovas rettet sie nicht. Es ist noch niemand geflogen, weil er sich so leicht hungerte, dass er durch den nächsten Windhauch sich über andere erheben konnte. Erst wenn man sich ins Stadium des Staubes gehungert hat, kann man davonfliegen. Aber dann nicht aus eigener Kraft und nicht zum Leben. So entbehren die Zeugen Jehovas die Kraft Jesu und meinen, aus eigener Bibelkenntnis-Leistung den Überflieger machen zu müssen. Dass Jesus derjenige ist, der schon in diesem Leben tatsächlich Flügel verleiht, nein schenkt, das können und dürfen sie nicht wissen. Da steht der Treue und Verständige Sklave davor.

Dieser Treue und Verständige Sklave ist treu und verständig. Aber er ist nicht gut. Er ist der Sklave Satans, der möglichst viele Suchende von Jesus fernhalten will. Er tut treu und verständig seine Pflicht.


Kommentare
01
Ich versteh das mit dem ganzen Zeugen Jehovas nicht und ich muss nen referat drüber halten ...

Selina [02.11.2010]
02
Ruf doch mal den Rüdiger an, der wird dir sicher Auskunft geben, wie und was durch wen und wo ...

Grüße,

Rudolf, der von Jesus sanft an den Haaren Herausgezogene ;-) [02.11.2010]
03
Na, ich weiß nicht. Für ein Referat braucht man wirklich nicht die dezidierten Detailansichten, die hier auf der Seite ausgebreitet werden. Für ein Referat reicht eher eine ziemlich oberflächliche Informationssammlung aus dem Internet. Allerdings geht man als Referierender dann schnell das Risiko ein, typische Zeugen-Jehovas-Lügen zu verbreiten. Das ist schlimm.

Aber um der Sache auf den Grund zu gehen, muss man mehr tun als ein Referat halten. Es ist und bleibt nunmal eine existentielle Angelegenheit, die nicht mit 30 Seiten Abhandlung zu erschlagen ist. Wenn sie mich anruft, werde ich ihr eher schaden durch zu differenzierte Informationen.

Einen gewissen Überblick über unsere Haltung hat sie ja schon mit dieser Seite zur Verfügung. Viel tiefer als einen groben Überblick zu versuchen, würde ich nicht gehen - für ein Referat. Das ist ja die Aufgabe: Grob etwas zusammenfassen und den Zuhörern unterm Strich die ein oder andere Neuigkeit zu vermitteln.

Das einzige, was ich Dir, Selina, direkt klar sagen kann, ist: Wir haben das Glück und die Freude, die Irrlehre der Wachtturm-Gesellschaft dezidiert anhand der Bibel widerlegt zu haben. Dieser Punkt ist wichtig. Erwähnt werden kann in diesem Zusammenhang auch, dass es spannend sein wird, wie in den nächsten Jahren die Wachtturm-Gesellschaft zusammenschrumpfen wird. Denn es ist kaum vorstellbar, dass das Weltbild der Zeugen Jehovas nach Offenlegung der darin befndlichen Risse noch viele Menschen anziehen kann. Und wenn! Dann werden sie sich im Internet informieren und schnell bemerken, auf welches Glatteis sie geführt werden sollen.

Rüdiger [03.11.2010]
04
Wenn Jesus zu Nikodemus sprach: "Wahrlich, wahrlich ich sage dir.....!" Dann brauch ich die Zeugen Jehovas und ihren Wachtturm überhaupt nicht.

Hennig [04.09.2016]
05
Hallo Henning,

Zeugen Jehovas können leider nichts mit dieser Bibelstelle in Joh. 3:3 anfangen. Der Wachtturm-Jehova hindert Z.J. daran, von neuem geboren zu werden, und deshalb können Z.J. auch nicht das Reich Gottes sehen. Dann bleibt nur noch das Gericht.

Der Wachtturm-Jehova führt Menschen in den Tod. Jesus bringt Menschen ewiges Leben.

Johannes 11:25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt

Meine Mutter ist seit über vierzig Jahren schon bei den Z.J., mein Vater war auch Zeuge Jehovas. Er ist im Krankenhaus verblutet. Zuvor hat er eine Bluttransfusion abgelehnt.

Ich mache mir wirklich Sorgen um das Seelenheil meiner Eltern.

Jürgen [07.09.2016]

Fotos für Tablet oder Handy



Kommentar schreiben:
Name:   E-Mail: 
Bitte aktivieren Sie zum Absenden diese Checkbox und warten Sie einige Sekunden, bevor Sie auf "senden" klicken:
Ihr Kommentar erscheint auf dieser Seite spätestens nach 24 Stunden.
Warum werden nicht alle Kommentare veröffentlicht?
Erstellungsdatum: 28.11.2007 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten