Irgendwann habe ich aufgehört, auf sie einzureden. Am liebsten hätte ich die Blutkonserven direkt an ihren Tropf gehängt! Ich habe versucht, sie zu überreden, immer wieder gesagt: Du kriegst mein Blut! Aber sie hat sich geweigert. Ich bin kein Zeuge Jehovas. Oft haben wir zu Hause über Bluttransfusionen diskutiert. Ich bin Krankenpfleger, für mich ist Blut ein Medikament wie Antibiotikum. Deswegen habe ich nie verstanden, warum Marina eine Spende als Sünde ansah. Meine Frau war der beste Mensch, den ich kannte, lieb und hilfsbereit, redete nie schlecht über andere Menschen. Sie hatte für sich die Entscheidung getroffen, vor Gott ein gerechtes Leben zu führen. Deswegen habe ich irgendwann aufgehört, auf sie einzureden, ihren Willen akzeptiert, sie respektiert.
Ich wollte sie nicht enttäuschen, indem ich etwas tue, was sie nicht will. Vor allem nicht, weil sie sich nicht hätte wehren können. Schlimm ist für mich, dass ich nun öffentlich angegriffen werde. Deshalb habe ich in einem Internetforum meine Sicht geschildert. Meine Frau ist tot, das Haus furchtbar leer. Wir wollten noch ein Kind, gemeinsam alt werden. Mein Leben liegt in Trümmern, aber ich muss versuchen, zu funktionieren. Für unsere Tochter. Sie ist alles, was ich noch habe.
Witwer Andre J.
Quelle: www.bild.de
Ein kleines Mädchen trauert um seine Mutter. Marina J. (29) aus dem hessischen Wetzlar starb, weil sie im Krankenhaus eine rettende Bluttransfusion verweigerte. Sie hatte ein offenes, freundliches Lachen. Warum wollte die Mutter lieber sterben, als bei ihrer Tochter auf Erden zu bleiben? Marina war Mitglied der Zeugen Jehovas - die Glaubensgemeinschaft betrachtet Blutaustausch als Sünde. In BILD sprechen ihr Mann, ihre Mutter und der Klinik-Chef, die ihr Sterben hilflos miterleben mussten.
Es ist die Nacht zum 5. Juli 2008. Marina J. liegt in einem Krankenhaus in Lich (Hessen). Im vierten Monat hat die 29-jährige Hausfrau ihr zweites Kind verloren. Schon seit Stunden blutet sie. Die Ärzte entscheiden, ihr eine Transfusion zu geben, doch Marina J. lehnt ab. Sie hat eine Patientenverfügung: Keine Blutspende! Nichts kann die Zeugin Jehovas von ihrer Überzeugung abbringen, dass dies einer Sünde gleichkäme.
Auch die Gewissheit, dass ihre sechsjährige Tochter Nadja ohne Mutter aufwachsen muss, ihr Ehemann Andrej (31) zum Witwer wird, stimmt Marina J. nicht um. Sie ist ihrem Glauben treu, bis in den Tod. Am frühen Samstagmorgen um 4.04 Uhr verlässt Marina J. das Leben - und das Leben sie. Zurückbleibt ein kleines Mädchen, das mit gefalteten Händen vor der Urne ihrer toten Mutter steht und lautlos fragt: "Mama, warum"?
Quelle: www.bild.de
Das Auftreten Jesu war für die Juden befremdlich und ist heute noch für die meisten Menschen befremdlich und Jesus ist für die Zeugen Jehovas ganz besonders befremdlich. Jesus ist nach seinen Worten nicht gekommen, das Gesetz aufzulösen, sondern es zu erfüllen. In der Überlieferung der Bergpredigt (Matthäus 5) erscheint Jesus als furchtbarer Verschärfer des Gesetzes. Seine Forderungen sind so hart, dass wir alle sofort erkennen: Oh Mann, das kann ich niemals erfüllen. Dieser Jesus, der zum Beispiel den Ehebruch vom traditionellen Gesetz der Tat weg, hinein in den Kopf verlagert, tritt an uns mit Aussagen heran, die uns alle erschaudern lassen müssen. Seine Vorgaben sind so übergroß und rein, dass wir schnell merken: Ich gehöre nicht wirklich zu denen, die diese Forderungen erfüllen könnten.
Um wieviel mehr müssen Jesu Worte für uns Erlösung sein, wenn er sagt: Nicht das, was in den Körper gelangt, macht uns unrein, sondern das, was von uns ausgeht.
Dieser Jesus, der einerseits mit höchst unerfüllbaren Forderungen an uns herantritt, erlöst uns komplett von jedem jüdischen traditionellen Gebot der Speisenauswahl. Plötzlich ist alles, was wir überhaupt zu uns nehmen können, rein. Paulus sagt an einer Stelle das selbe: Dem Reinen ist alles rein. Es gibt nach Jesus und Paulus keine Verbote für Christen, was Stoffe angeht, die in unseren Körper gelangen könnten.
Doch dies gilt nur für den, der Jesus ernstnimmt. Wer Jesu Worte nicht als die Worte des Höchsten einstuft (immerhin sagt Jesus: Ich aber sage euch ...), kann aus der Bibel so ziemlich alles heraussaugen und als Gesetz verkaufen, wonach ihm gerade der Sinn steht. Festzuhalten bleibt jedoch: Jesus hat mit diesen Dingen aufgeräumt.
Die Wachtturmgesellschaft spricht sehr oft und gerne von den "tiefen Dingen Jehovas". Man müsse sie kennenlernen, sie verinnerlichen, sie studieren. Jesus spricht in Offenbarung 2 zu der Gemeinde in Thyatira:
Der Begriff "die tiefen Dinge Satans" kommt nur einmal in der gesamten Bibel vor. Mit diesen tiefen Dingen Satans ist eine Sonderlehre verbunden, die in der Gemeinde in Thyatira Anklang fand. Menschen, die diese Sonderlehre annahmen, werden von Jesus als Menschen bezeichnet, "welche Ehebruch mit ihr treiben" (Offenbarung 2, 22).
Die Lehre der Zeugen Jehovas, die Christus als Gott leugnet, die Gesetze hochhält, welche lediglich aufgrund einer sexuellen Unart ihres Gründers Charles T. Russell entstanden sind, diese Lehre, die Menschenopfer provoziert und eine biblisch nicht begründbare Enthaltsamkeit von der Politik propagiert, diese Lehre der Wachtturmgesellschaft ist aufs Engste mit den tiefen Dingen Jehovas verbunden. Der Sondergott, der den Menschen den direkten Draht zu Jesus kategorisch verbietet, muss Satan sein. So ist die Entsprechung (die tiefen Dinge Satans/Jehovas) zwischen den Worten Jesu in Offenbarung 2 und der Sonderreligion der Zeugen Jehovas näherliegend als es die Leitende Körperschaft den Menschen eingesteht.
Den Gläubigen von Thyatira, die sich dieser Sonderlehre nicht hingaben, werden mit keinen weiteren Vorschriften versehen. Jesus sagt simpel und klar: Ich werfe keine andere Last auf euch. Doch was ihr habt, haltet fest, bis ich komme! Daraus erkennen wir ein weiteres Mal, dass Christen in Jesus vollkommen befreit sind von Riten, Vorschriften, Menschengesetzen, Traditionen und vielem mehr. Ein Christ ist frei.
Doch diejenigen, die in dieser Sonderlehre sind, werden nach ihren eigenen Gelüsten weiterhin unter den Lasten ihrer eigenen Vorschriften ächzen müssen. Die Mutter der Sonderlehre "Isebel, die sich eine Prophetin nennt und meine (Jesu) Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen", wird weiterhin dafür sorgen, dass den Menschen Lasten auferlegt werden, die mit der Bibel nicht das Geringste zu tun haben. "Unzucht treiben" entspricht in der Wachtturmgesellschaft: Jehova, dem Gegengott, folgen. "Götzenopfer essen" entspricht in der Wachtturmgesellschaft: Glaube an die heilsbewirkende Kraft des Predigtdienstes und des Befolgens der vielen Sondergesetze. Die Ablehnung einer Bluttransfusion ist auf diese Weise das reine Götzenopfermahl. Man führt seinem Bewusstsein den Trost zu, durch solche Maßnahmen Gott näher zu sein. Doch ignoriert man dabei konsequent, dass man nur durch Jesus Gott näher kommen kann.
Die Argumentation der Wachtturm-Gesellschaft bindet sich an eine Bibelstelle in der Apostelgeschichte, wo die Gemeinde eine Debatte darüber austrägt, ob den Jesus-Gläubigen aus den Reihen der Nichtjuden die Beschneidung befohlen werden sollte oder nicht. Innerhalb dieser Debatte kam es dazu, dass nach dem Zeugnis des Paulus und des Barnabas über die Wunder und Zeichen unter den Heiden und darüber, dass Gott ihnen den Heiligen Geist gegeben hatte, ein Schweigen eintrat. Dieses Schweigen wird von Jakobus unterbrochen. Dieser Jakobus sagt: "Deshalb urteile ich ..." (im Jüdischen Neuen Testament von David H. Stern wird es noch klarer übersetzt) "Deshalb ist meine Meinung, dass ..."! Die Debatte gipfelt also in dem Zeugnis des Paulus und Barnabas und wird beendet von der Meinung des Jakobus. Das Urteil eines jüdischen Christen führt also dazu, dass den Heidenchristen die Faustregeln übermittelt werden, die heute dazu führen, dass die Zeugen Jehovas ein riesiges Theater um das Blut machen.
Nicht die Worte Jesu spielen für die Wachtturmgesellschaft in der Blutfrage eine Rolle, nicht die Worte des Heiligen Geistes und nicht die Worte des Vaters spielen für die Wachtturmgesellschaft in der Blutfrage eine Rolle, sondern ausgerechnet die Meinung eines Judenchristen, der lediglich einen Kompromiss vorschlug! So lieb und teuer der Jakobus auch der Gemeinde gewesen sein mag, er äußerte lediglich seine persönliche Meinung! Und diese Menschenworte, die nicht mehr und nicht weniger sind als ein Kompromiss in einer Debatte, diese Meinung, ein Urteil eines Menschen, der auch noch so ehrlich war, es wirklich und explizit als sein eigenes Urteil zu bezeichnen, diese Menschenmeinung missbraucht heute die Wachtturmgesellschaft dazu, weltweit immer wieder Menschen dem frühen Tode zuzuführen, Familien zu zerstören, Kinder zu Waisen zu machen, Frauen zu Witwen und Männer zu Witwern. Was muss das für eine Weltorganisation sein, dass sie die Meinung eines Menschen über die Worte Jesu stellt!
Das Schaudern, das den Leser befällt, wenn er Meldungen liest, dass wieder einmal jemand bewusst verblutet ist, dass wieder ein junger Mensch, ein Kind, eine Ehefrau, ein Vater, eine Mutter, ein Ehemann viel zu früh aus dem Leben geschieden ist, weil die tiefen Dinge Jehovas (der Wachtturm spricht auch sehr gern von den Vorsätzen Jehovas) den Zwang dazu ausübten, - dieses Schaudern entspricht der Situation vollkommen und ist mehr als angebracht. Es ist das Schaudern, das Menschen fühlen, wenn der Teufel selbst seinen Spaß daran hat, jemanden über die Klinge springen zu lassen. Es ist das Schaudern, das uns befällt, wenn die Übermacht einer Sonderreligion Menschen genussvoll vernichtet. Ob es Dokumentationssendungen über die Menschenopfer der Majas sind oder die Meldungen zu den Menschenopfer unter den Zeugen Jehovas - das Schaudern schüttelt uns. Gott will so etwas nicht! Nur Satan hat seinen Spaß daran.
Die Bibel wird von der Wachtturmgesellschaft in absoluter Weise missbraucht und falsch ausgelegt. Der Gipfel des offenen Menschenhasses dieser Gesellschaft ist die Gesetzgebung über das Blut. Die schnelle Vernichtung der Zeugen Jehovas im falschen Glauben ist das oberste und schönste Ziel der Wachtturmgesellschaft und damit entspricht sie voll und ganz ihrem Herrn.
Die innere Lust der Lehre der Zeugen Jehovas am schnellen Untergang der Menschen (baldige Vernichtung alles Bösen) äußerst sich zum Beispiel auch sehr anschaulich in jehovaistischen Suizidforen, in denen ein Wolfgang M. konkret dafür argumentiert, sich gerade als Zeuge Jehovas schnell und schmerzlos selbst zu töten.
Wenn es Menschen geben sollte, die vor den Selbstvernichtungsorgien der Zeugen Jehovas den Hut ziehen, denen sei gesagt: Ihr macht euch mitschuldig!
Römer 14,14: Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein.