Braut und Bräutigam

Was muss das für eine Ehe sein, in der die Eheleute nicht miteinander reden!

In der Bibel wird mehrfach das Verhältnis zwischen Jesus und uns, die wir an ihn glauben, als eine Ehebeziehung dargestellt. Jesus ist der Bräutigam, die christliche Gemeinschaft seiner Jünger ist die Braut. Der mit diesem Vergleich verbundene natürlichste Impuls ist die angeregte Konversation, das Zwiegespräch zwischen den Eheleuten, der Gemeinde und dem Herrn Jesus. Nichts liegt näher als die innige Verbindung zwischen Gemeinde und Jesus und nichts liegt näher als das angeregte Gespräch zwischen beiden. Denn schon die fleischliche Erfahrung aller Menschen dieser Erde legt nahe, dass eine Ehe ohne Gespräch unweigerlich zerbrechen muss.

Doch die Ehe wird erst später geschlossen werden. Bisher sind wir nur Braut und Bräutigam. Gerade in der Zeit der Verlobung spielt sich alltäglich der Akt der Anbetung ab. Die Liebe der Braut bricht sich immerfort Bahn in der Anbetung ihres Liebsten und ihre Vorfreude auf die Ehe mit ihm macht sie immerfort mit ihm reden. Sie verehrt ihn, liebt ihn, betet ihn an.

Dieser biblische Vergleich, der uns das Verhältnis zwischen uns und Jesus Christus zu beschreiben sucht, verliert in der Wachtturmlehre jede Bedeutung. Denn für die Zeugen Jehovas ist es bei Todesstrafe (Harmagedon) verboten, mit Jesus zu sprechen und erst recht ihn anzubeten. Das Verhältnis der Zeugen Jehovas zu Jesus ist eher mit der Beziehung zwischen einem unerreichbaren Idol und seiner pubertierenden Verehrerin vergleichbar. Und selbst hier muss man im Gedächtnis behalten, dass sich die Begeisterung der Zeugen Jehovas für Jesus sehr in Grenzen hält. Denn ein wirkliches - eben persönliches Interesse haben sie an ihm nicht.

Jesus wird von ihnen eher nur als eine Art Steigbügelhalter in Kauf genommen. Wenn jener Jehova einen Rhesusaffen an Jesu Stelle hätte ans Kreuz nageln lassen, würde sogar das Idolhafte an Jesus wegfallen müssen. Daran ist erkennbar, was die Zeugen Jehovas wirklich von Jesus halten. Sie schätzen ihn nicht viel mehr Wert als jedes andere angenagelte Opfertier. Für sie stellt Jesus eine Art Rettungsvehikel dar, das jener Jehova angeblich geschaffen hat.

Doch wie soll sich eine Ehebeziehung zwischen einem Zeugen Jehovas und einem Opfertier gestalten? Hatten jemals die Israeliten im Sinn, mit ihren Opfertieren zu schmusen? Hatten sie jemals Liebe zu den Schlachtopfertieren? Hatten sie sich vorgenommen, eine innige Beziehung zu haben zu den Wesen, deren Blut zur Sühne vergossen worden war?

Indem Jesus sich selbst deutlich vom Opfertier abhebt und der Gemeinde die Ehe verspricht, findet ein harter Bruch statt zwischen dem Sühneopfer der Juden und ihm selbst. Er ist nicht nur das Opferlamm, das für unsere Sünden dahingegeben werden musste, sondern er ist Gott selbst, der in sich selbst zu uns eine unerschütterliche Verbindung des Glaubens aufbaut. Eben die Ehe. Jesus ist der Bräutigam und als solcher verehrungs- und anbetungswürdig. Wir Glaubenden lieben ihn. Daran können wir messen, ob wir zu ihm gehören oder nicht.

Die Zeugen Jehovas können Jesus nicht lieben, sondern sie können ihn nur wertschätzen. Sie bringen für Jesus nur mit Mühe eine gewisse Rest-Achtung heraus, aber können ihn nicht lieben. Was müsste das für eine Ehe werden, wenn sie wirklich mit ihm verlobt wären. Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass solche notvollen Wertschätzer niemals Jesu Verlobte sein können? Zeugen Jehovas können niemals die dem Jesus Verlobten sein. Denn sie lieben ihn nicht.

Der ganze Theorie-Aufbau des treuen und verständigen Sklaven verhindert eine Verbindung zwischen den Zeugen Jehovas und Christus. Er stellt Jesus nur als eine Instanz dar, die man in Kauf zu nehmen hat, aber die doch letztendlich keine so große Rolle im Leben spielt. Doch ist für eine Braut der Bräutigam immer das Größte, das Wundervollste, das Erstrebenswerteste und das Anbetungsobjekt. Die Braut richtet all ihre Sinne auf ihren Bräutigam, sonst wäre sie keine Braut. Bei den Zeugen Jehovas findet alles dies nicht statt, so dass man davon ausgehen muss, dass dieser biblische Vergleich für sie nicht gültig ist.

Der treue und verständige Sklave ist ja auch nur ein Schafstreiber, ein Viehhirte, der selbst an der Herde nutznießt. An der Bibel und ihren klaren Aussagen hat der treue und verständige Sklave kein Interesse. Sonst müsste er der Herde Jesus als Hirten und Bräutigam verkünden. Tut er aber nicht.


Kommentare
01
Die Verbindung Braut und Bräutigam in den Gleichnissen in der Bibel, zeigen mir nicht, dass wir mit Jesus kommunizieren sollen. Vielmehr ist Jesus das Vorbild von Ehemännern. Epheser 5: 21 - 25: Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben.

Jesus war liebevoll und mitfühlend, vor allem gegenüber den Unterdrückten. Matthäus 11:28-30: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Das Haupt Jesus ist Gott. Johannes 5:30: Ich kann nichts von mir aus tun. Wie ich höre, so richte ich und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Zu wem sollen wir beten? Philipper 4:6: Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

Dennoch ist Jesus der einzige Weg zu Gott, nur durch ihn kann man sich Gott im Gebet nahen. Johannes 14:6: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Johannes 15:16: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe.

Johannes 16:23,24: An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. Epheser 2:18: Denn durch ihn haben wir alle beide in "einem" Geist den Zugang zum Vater.

2. Mose 34:14: denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifernder Gott ist er.

5. Mose 4:24: Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.

Charm [25.08.2008]
02
Hallo Charm,

das ist aber eine arg einseitige Sichtweise, die Beziehung zwischen der Gemeinde und Christus lediglich als Vorbild für die Ehemänner zu verstehen. Die hohe Besonderheit dieser Beziehung spiegelt sich in allen Bibelstellen wider. (Beispiel: Es werden aber Tage kommen, und dann, wenn der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, in jenen Tagen werden sie fasten. Lukas 5, 35)

Dieser die Gesamtsituation der Christen und ihres Herrn umfassende Vergleich wird, wenn er nur auf die Vorbildfunktion für Ehemänner reduziert wird, ausgehöhlt und ausgetrocknet. Das sieht den Zeugen Jehovas ähnlich. Es wird immer nur das herausgedeutet, was der vorgefassten Lehre dient. Egal, was dabei verlorengeht und zerstört wird.

Und was den Gottessohn angeht: Ihr sagt, er sei nicht Gott. Wie kannst du dann aber zitieren: Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi? Müsste dir nicht das Gesicht herunterfallen bei diesem Zitat?

Rüdiger Hentschel [26.08.2008]

PS: In der Bibel steht irgendwo, dass Jesus Christus der Herr sei. Habt ihr eigentlich zwei Herren?
03
Ja, Charm, es ist schon so ein Ding, das mit dem Zeugendasein. Es steht geschrieben und unser Bruder Paulus hat es nicht ohne Grund so scharf formuliert: Verflucht sei der, der ein anderes Evangelium als das vom Kreuztod Jesu lehrt!

Dabei ist es egal, ob jemand aus Unkenntnis oder wider besseres Wissen dem Gegenspieler Jesu in die Hände spielt. Das solltest du bedenken, wenn du solche Aussagen hier losläßt.

Hier einige Verse, die sich nicht auf Bräute und Bräutigame im Fleische beziehen, sondern auf Jesus und seine Gemeinde hinweisen:

Jh 3;29 / Off 19;7 / Off 21;2 / Off 21;9 u. fg /

Verse, wo Jünger Christi ihren Herrn anrufen (und der von Jesus geschickte Helfer, der HG, ihnen antwortet):

Apg 9;14+ 22;16 / Rö 10;12, 14 / 1.Ko 1;2 / 2.Ti 2;22 / 1.Pt 1;17. Wie kannst du, Unwissender, behaupten, die Braut Christi solle nicht mit ihrem Bräutigam kommunizieren, wo doch der Allmächtige schon den Menschen, ihn und sie, fest zusammengefügt hat, so daß sie eins werden, wo er doch verlauten ließ, so wie der Vater eins ist mit dem Sohn, so sind die Kinder Gottes eins mit ihm.

Die Hohlheit deiner geistigen Ausführungen spiegeln deinen Herrn wider, die Wachtturm-Gesellschaft. Sie verbietet unter Ausschluß und damit "Tod in Harmagedon" ihren blinden Gefolgsleuten das Gebet zu Jesus, das Anrufen seiner Herrlichkeit, das vertraute Gespräch zu ihm, wohlwissend, daß andernfalls ihre Legitimation beendet wäre!

Ihr Blender! Ihr blendet die Menschen mit der Dunkelheit des Satans, ihr nehmt ihnen alle Chancen, zu Jesus zu gelangen. Aber es wird euch der Lohn ausgezahlt, den ihr verdient habt!

Möge der Herr Jesus, unser Gott und Heiland, noch vielen das Augenlicht wiedergeben, aber sein ist der Wille!

Amen!

Rudolf [29.08.2008]
04
Die katholische Kirche und die WTG sagen, dass sie die Braut Christi sind. Eine Frage an die Zeugen Jehovas: Wie kann die WTG die Braut Christi sein? Wie wird Jesus von der WTG behandelt? Er darf nur dienen, Lösegeld bezahlen, Gebete transportieren. Und das ohne Lohn der WTG. Ein Dienstleistender ohne Lohn ist ein Sklave. Die WTG hat Jesus zu einem Sklaven gemacht, nicht zu ihrem Bräutigam. Wessen Braut ist die WTG in Wahrheit?

Doris [24.07.2010]
05
Hallo Doris,

die Wachtturm-Gesellschaft ist Satans Braut. Was anderes wird man nicht finden, wenn man ehrlich ist; und die Fakten kennt!

Liebe Grüsse Ninjo, den sie betrogen haben. [27.07.2010]
06
Satan hat einige Bräute, weiß aber nicht wieviele.

Mit Betrug auf Erden muß man leben können. Es tut weh. Am besten nicht so ernst nehmen und nach vorne schauen. Außerdem gibt Satan damit Zeugnis, so wie Jesus gesagt hat: Dem Knecht geht es nicht besser als dem Herrn. Jesus hat auch unter Satan gelitten, hat ihn aber besiegt. Und wir haben Jesus auf unserer Seite. Er heilt unsere Wunden.

Grüsse Doris [27.07.2010]

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Erstellungsdatum: 25.08.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten