Einmal zugegeben - eine Begegnung mit Zeugen Jehovas

Fred Foster

In den 1990er Jahren kamen die Zeugen Jehovas mehrmals zu uns an die Haustür, als wir in der Hauptstraße in Steinsfurt gewohnt haben. Aus vielen, oft hitzigen, Diskussionen zuvor auf zwei Kontinenten seit meiner Bekehrung mit 15 Jahren habe ich gelernt und bin nicht mehr auf Streitgespräche eingestellt. Jetzt sage ich höflich und freundlich immer gleich vorne weg, dass ich an Jesus Christus als den ewigen Sohn Gottes glaube und dass ich weiß, dass die Zeugen Jehovas diese Lehre ablehnen, und dass es daher sinnlos ist, sich auf endlose Diskussionen einzulassen.

Einmal haben zwei junge Zeugen Jehovas, die bei uns an der Haustür geklingelt haben, mein Angebot an Literatur im Tausch mit ihrem Angebot abgelehnt, da sie „nichts von Abtrünnigen annehmen.“ (Es dreht sich um ein Traktat von einem ehemaligen Zeugen Jehovas in Kalifornien, der durch die Fehlprophetie von der Wiederkunft Jesu 1975 zum Nachdenken kam).

Der Wortführer wollte mich gleich von 2. Petrus 3 überzeugen, dass Gott nur die Weltsysteme zerstören wird und die Naturgestalt der Erde so belasse, wie sie heute ist. Er behauptete, dass der griechische Urtext diese Aussage bekräftige. Die „Elemente“ seien nur Grundsätze der Menschheit, die in Rebellion zu Gott stehen. Nur diese würden „verbrannt.“

Als Schüler des griechischen Neuen Testaments seit 1974 fand ich diese Behauptung merkwürdig. Ich holte meine griechische Ausgabe und zeigte den Männern die Stelle in 2. Petrus 3, ob sie mir das Wort zeigen und weitere Ausführungen diesbezüglich machen könnten. Sie gaben zu, dass sie Griechisch nicht lesen konnten. Daraufhin legte ich ihnen die Bedeutung von stoixeia in diesem Zusammenhang nahe als den eindeutigen Bezug auf die physikalische Welt. - Dass nicht nur die Erde (ge), sondern auch die Himmel (ouranoi) vor hitziger Glut zergehen werden. Das Vorbild zum Weltuntergang ist die Sintflut (Verse 5-6), ein geologisches, nicht ein kulturelles Ereignis. Die Elemente hier sind nicht die religiösen Gebote von Menschen, so wie im Kolosserbrief 2,8 das Wort verwendet wird - nicht Elemente des Kosmos als Gesellschaft, sondern Elemente der Raumzeit (s. 2. Petrus 3,7-13). Es soll eine neue Schöpfung von anderer Art entstehen (Vers 13). Natürlich bedeutet wie bei der Sintflut die physikalische Zerstörung zugleich das Ende aller Menschenwerke.

Zu meinem Erstaunen hat damals zum ersten und bis heute einzigen Mal ein Zeuge Jehovas mir bei einer Schriftauslegung recht gegeben. „Das macht ja doch Sinn“, erwiderte der Wortführer. Daraufhin konnte ich den Männern mehr erklären. Dem Neuling, der dabeistand, wurde es ersichtlich unbequem, denn diese Kehrtwendung gefährdete ja die zentrale Endzeitlehre der Gruppe. Er packte seinen Kollegen ganz energisch an den Ärmel und bewegte ihren raschen Fortgang.

Mein aufrichtiges Gebet damals wie heute für diese Leute ist, dass sie nicht nur die biblische Lehre von der Endzeit korrekter begreifen und annehmen, sondern auch den als ihren einzigen Retter annehmen, der sie unendlich liebt und für sie am Kreuz zur Tilgung ihrer Sündenschuld ein für allemal gestorben ist und für ein neues Leben mit Gott für sie auferstanden ist.

Für Jesus,

Fred Foster, Februar 2013, Sinsheim


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Erstellungsdatum: 10.02.2013 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten