Es hat Klick gemacht

Hallo Rüdiger, hallo Friedrich,

ich glaube, heute Nacht (07.12.2007) ist es passiert! Es hat Klick gemacht und ich kann folgendes sagen:

Ich hab endlich wirklich Jesus gefunden!

Es kam mir, als ich auf die Kommentare im Forum von d.S. geantwortet hab. Es hat innerlich irgendwie Peng gemacht und ich habe voller Scham und Demut erkennen müssen, nein dürfen, Jesus ist tatsächlich Gott und ja, trotz meiner ZJ-Vergangenheit liebt er mich und will mir helfen!

Ich habe, wie Rüdiger mir geraten hat, ihm gesagt, was ich von ihm möchte - nämlich dass er mein Leben führt, dass ich mich ihm vollständig überantworte, um ihm in seiner Herde beizuwohnen. Ich konnte ebenfalls zweifelsfrei einsehen - ohne irgendwelche Gedankenhürden - Jesus ist Gott und die Dreieinigkeit ist die einzig richtige Definition für die 3! Nur so können sie als universelle Souveränität wirken! Alles andere ist sinnlos!

Jesus ist die Wahrheit, das Leben und das Licht und endlich habe auch ich es finden dürfen!

Jesus ist real, er existiert und hat Interesse an jedem! Das ist ein unbeschreibliches Gefühl!

Danke, wer auch immer das bewirkt hat!

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NACHTRAG:

Ich wurde jetzt ein paar Mal gefragt, wie sich diese neue Besinnung geäußert hat, was ich dabei für ein Gefühl hatte. Nun, ich möchte versuchen es zu beschreiben:

Ich habe mich noch aus rein atheistischer Perspektive ran gemacht, die besagten Kommentare zu verfassen. Als ich dann gezwungen war, über das Thema Jesus im Ganzen nachzudenken, ist innerlich plötzlich ein Knoten geplatzt. Es war als hätte jemand was in mir zum Leben erweckt - und es war ja auch tatsächlich so.

Ich konnte endlich mit dem Herzen glauben und nicht mehr mit meinem Verstand, wie ich es aus ZJ-Zeiten gewöhnt war. Daraufhin war die Sache klar: Ich habe Jesus gefunden, den Weg zu ihm und ich spüre es. In jeder Sekunde. Ich sehe Dinge, die mir früher als - pardon - pervers im Glauben schienen, aus einer anderen Sicht, sie sind real und stimmig. Das habe ich akzeptieren und einsehen dürfen. Ich brauche keine bunten Bilder mehr, die mir zeigen, was ich mir vorstellen muss, nein, ich habe das geistige Paradies entdeckt und es ist in meinem Herzen! Jesus ist der Ursprung, die Quelle aller Erkenntnis, und wenn man gewillt ist, sich ihm vollständig auszuliefern und loszulassen, dann, ja dann kann man diese Erfahrung machen.

Gerade als Zeuge Jehovas, wo Glauben gleich Bibelstudium ist, ist diese Erfahrung ungleich wertvoller, nein extremer, als bei einem "normalen" Menschen. Jesu Einladung, ihm nachzufolgen, bekommt so einen neuen, ja ganzheitlichen Eindruck, der jeden, der es zulässt, übermannt und einen auf den richtigen und einzig wahren Weg führt! Anders kann ich das nicht beschreiben!

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Nun, da ich hier ja ein öffentliches Bekenntnis zu meinem Glauben abgelegt habe, möchte ich noch ein paar Worte an die Zeugen Jehovas unter den Lesern richten:

Mir ist bewusst, dass ihr als Gefangene dieser Bunte-Bilder-Religion mit Hau-Drauf-Mentatlität und totalitärem Anspruch eine solche Wandlung vom Aufseher zum echten, wahren und erfüllten Glauben nicht erfassen und begreifen könnt (steht ja nicht im Wachtturm, wie das geht), aber dennoch ermuntere ich die unter euch, die Zweifel hegen an der Doktrin der WTG, einmal ganz unabhängig und jenseits aller verwurzelten Thesen sich selbst zu prüfen.

  • Ist es denn so unwahrscheinlich, dass ihr auf dem falschen Weg seid?
  • Ist es so unwahrscheinlich, dass die WTG doch nicht Recht hat und nur ihren eigenen Vorteil sucht?
  • Ist es so unwahrscheinlich, dass Jesus doch eine andere gewichtigere Rolle inne hat als die, die der Wachtturm verkündet?
  • Ist es so unwahrscheinlich, dass der Weg zum Glauben in und nicht durch Jesus ist?

So könnte ich den Fragenkatalog unendlich fortsetzen, doch bitte betrachtet euren Glauben einmal außerhalb der WTG, ohne Wachtturm, ohne Einsichtenbuch - nur mit dem Herzen (nicht mit dem WTG-gezüchteten Verstand!!!) und fragt euch, wie sieht Jesus mich? Bin ich auf dem richtigen Weg?

Könnt ihr die Fragen alle binnen kürzester Zeit und zu Gunsten der WTG beantworten, ist euch erstmal nicht zu helfen. Wenn ihr aber - und sei es auch nur bei einer einzigen Frage - strauchelt, dann kommt und setzt euch mit uns auseinander! Gerne auch anonym.

Wer Hemmungen hat, direkt mit mir zu sprechen - ich bin schließlich ein EX-ZJ -, der darf gerne mit den beiden Kollegen Rüdiger oder Friedrich Kontakt aufnehmen, um seine Situation zu erklären.

Wir laden jeden Zeugen ein, hier auch gerne Stellung zu nehmen, aber auch um aktive Hilfe zu bekommen, diese WTG-Zucht verlassen zu können, ohne vor dem Nichts zu stehen.

Wir vertrauen hier alle auf Jesus und er wird alles lenken und leiten!

So hoffe ich auf seinen Segen und auf eure, ja liebe Zeugen Jehovas, auf eure Interaktion!

Der Bekehrte aus Bayern


Kommentare

01
Hallo Der Bekehrte aus Bayern,

es ist ein vollkommen unverdienter und geschenkter Segen, wenn Jesus es zulässt, dass wir die Frucht, die wir in seiner Kraft hervorbringen, selber sehen dürfen. Damit hat er mich getröstet, der ich doch nur wegen Kathi diese Seite gemacht habe. Durch dich bin ich mit der Nase darauf gestoßen worden, dass er seine Pläne durchzieht und uns dabei nach seinem Gutdünken segnet. Dass sein Gutdünken die vollkommene Liebe ist, kann in unserer Wahrnehmung mitunter verloren gehen. Aber es ist seine Liebe, die uns Stück für Stück durch den Alltag bringt.

Und so wird er Kathis Willen nicht mit menschlicher Weisheit und menschlicher Überredung beeinflussen, sondern wünscht sich von ihr, wie damals von uns, dass wir ihn aus freien Stücken in unser Herz einladen.

So wirst du unter der Last, die er dir aufs Herz legt, noch viel leiden müssen. Denn nichts, was Jesus uns schenken will, kann im Menschen erzwungen oder herbeiargumentiert werden. Die Zeugen Jehovas werden für dich noch viel Trauer und Beschwernis sein. Aber denke daran. Das ist schon der Teil, den du erfüllen kannst. Die wirkliche Arbeit macht Jesus. Und dafür lobe und preise ich ihn. Denn unsere Rettungsversuche können ihn und sein Wirken nicht ersetzen.

Deswegen sei immer cool und warte auf ihn. Er macht das Wunder.

Dein Bruder in Jesus Christus [11.12.2007]
02
Lieber Rüdiger, lieber Friedrich,

was wäre ich froh gewesen, euch vor 13 Jahren gekannt zu haben. In meiner Kur, wo ich diesem Kurschatten begegnet bin, worüber ich im Forum schreibe, hätte ich so dringend diese Hilfe gebraucht. Und ich konnte damals mit niemandem so richtig darüber reden, was ich erlebt habe. Rüdiger, ich bete, ich flehe und ringe vor Gott und Jesus Christus um Kathi Ich wäre froh, könnte ich noch einmal mit meinem Kurschatten und Zeugin Jehovas reden. Bei mir ist ein wichtiger Unterschied zu dir, Rüdiger: Mein Kurschatten hatte einen festen Freund, sie wollte ihn verlassen, wenn ich ZJ werden würde. Mein Kurschatten war emotional haltlos, die Suche nach einem ZJ-Mann war gepaart mit ständigem Fremdgehen und Ausflügen in die Esotherik und Astrologie. Daher wäre meine Aufgabe für sie nur, dass ich ihr zeige, wie sie eine ZEUGIN JESU CHRISTI wird, also Jesus Christus an ihr arbeiten zu lassen. Ein Zusammenkommen mit ihr ist wegen ihrer eheähnlichen Beziehung zu ihrem Freund unmöglich. Das ist aber genau das, was ich für Kathi mit dir erflehe, erbitte und erhoffe: dass sie, weil sie dich liebt, die Kraft findet, JESUS CHRISTUS an sich arbeiten zu lassen (- die Schwachheit in sich zu erkennen - vereinfacht ausgedrückt). Dass sie die erste Liebe zu JESUS CHRISTUS an und in dir liebt. Das ist mein Gebet. Ich scheue mich nicht, den Herrn um ein Wunder zu bitten, aber nicht um ein Schauwunder, sondern um ein Zeichenwunder.

christosamaj [15.03.2008]
03
Lieber christosamaj,

danke für die Fürbitte. Ich selbst habe diese Problematik abgeben dürfen. Für mich stellt sich die Sache eher so dar, dass gerade unsere menschliche Liebe im Weg war. Möglicherweise. Es kann auch sein, dass Kathi noch ein paar Jahre braucht. Ich weiß es nicht. Jedenfalls hat sie die nötigen Informationen erhalten. Darüber hinaus kann nur Jesus selbst wirken. Dafür ist unser Gebet wichtig. Ich werde auch wieder verstärkt darum bitten.

Rüdiger [15.03.2008]
04
Hallo Rüdiger,
hallo christosamaj,

ich habe von dem "Kurschatten" jetzt eine ganze Menge gelesen - hier wie im Chat und, ohne da jetzt irgendjemandem zu nahe treten zu wollen, aber irgendwo ist da was faul!

Christosamaj, bist du sicher, dass es eine ZJ war? Deine Schilderung über ständiges Fremdgehen, Ausflüge in die Esoterik und die "eheähnliche" Beziehung mit einem Mann sind absolute Tabus bei den ZJ und in der Gemeinschaft auch nicht zu verstecken. Die WT-Spionage funktioniert gerade in diesen Bereichen mehr wie gut ...

Es ist gerade in diesen Bereichen, wie gesagt, bei den ZJ extrem ultrakonservativ. Und ein Verstoß dagegen hat eine Konsequenz zur Folge, die kein aktiver ZJ riskieren will und wird ...

Da eben hast du das Beispiel Kathi hier auf der Seite, die sich zwar mit euch "Weltlichen" (ihr seid potenzielle "Opfer", die es zu bekehren gilt!) eingehend befasst, aber mit mir als Ehemaligen ZJ nicht, denn das steht bei den ZJ unter Strafe ...

Daher kann ich Deine Schilderung nicht nachvollziehen, bzw. wenn die Dame sich als ZJ tatsächlich so verhalten hat, dann sei gewiss, sie ist keine mehr!

Viele Grüße

Der Bekehrte aus Bayern [16.03.2008]
05
Hallo Der Bekehrte aus Bayern,

mein Schatten führte ein raffiniertes Doppelleben, darin war sie echt gerissen. Ich hoffe, ich höre noch einmal von ihr. Ich hoffe, dass genau dieses Doppelleben sie einmal herausbefördert aus den Z.J.. Sie konnte dieses andere Leben wirklich gut vor den Z.J. verstecken. Ich habe sie einmal erlebt, wie sie mich vom Bahnhof abholte und vorher am Bahnhof mit dem Wachtturm gestanden hatte. Ihre Wohnung war voll mit Wachtturmliteratur. Gleichzeitig kleidete sie sich in ihrer Wohnung nicht Z.J. gemäß, um mich in eine Beziehung zu ihr zu bringen oder besser gesagt mich hineinzuziehen. Sie schrieb mir Liebesbriefe und machte mir einen Heiratsantrag. Sie wollte unbedingt, dass ich 1995 an Pfingsten auf die Regional- und Bezirkskongresse mitkomme. Zuckerbrot und Peitsche ... zwitschern wie ein Vögelchen und schmollen, wenn ich mich nicht genügend für die "Sache" der WTG "einsetzte" oder mich interessierte. Ich bin froh, dass ich endlich einmal mit Gleichgesinnten darüber reden kann. Könnte noch viel mehr darüber schreiben, aber das alles WÜHLT mich zu sehr auf, ich DARF NICHT zuviel in diese Erinnerungen hineingehen ...

Übrigens am 19.03.2008 ist es genau 13 Jahre her, wo mein Schatten in mein Leben trat ...

Viele Grüße

christosamaj [16.03.2008]
06

Der Bekehrte aus Bayern outete sich ein Jahr nach seiner "Klick"-Bekehrung wieder als Zeuge Jehovas und schrieb in seiner Abschiedsmail: "Wir sind euch millionenfach überlegen!"

Rüdiger [11.02.2017]

07

Das darf doch nicht wahr sein. Ich hatte mich so gefreut, dass der Bekehrte aus Bayern zu Jesus fand. Anscheinend war das keine richtige Bekehrung gewesen, denn sonst wäre er nicht wieder zu den Zeugen Jehovas zurückgekehrt.

Ja, der war nie Christ, sondern hat das nur vorgetäuscht, um hier seine Irritierungen unterbringen zu können. Im Laufe der Zeit bin ich etlichen von diesen Leuten begegnet, die angbelich keine Zeugen Jehovas mehr waren. Und keiner von diesen Typen hat mich nicht belastet. Das wäre ein Thema für einen gemütlichen Abend vor dem Kamin. [RH]

Jesus sagt: „und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ ‭‭Johannes‬ ‭10:28

‬ ‭

Ein Mensch der zu Jesus gehört, kann unmöglich Zeuge Jehovas werden. Wer Jesus wirklich angenommen hat, bleibt in Jesus und Jesus in ihm. Die Bibel sagt aber auch, dass die Möglichleit besteht, nicht in Jesus zu bleiben. „Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.“ ‭‭Johannes‬ ‭15:6

Jürgen [11.02.2017]

PS: Ich kenne eine ehemals getaufte Zeugin Jehovas, die sich nach ihrem Ausstieg mehreren Gemeinden der Charismatischen Bewegung und dann der Pfingstbewegung angeschlossen hat. Jedesmal ließ sie sich erneut taufen. Mittlerweile hat diese Frau sich schon insgesamt viermal taufen lassen in ihrem Leben. Nach einer Weile glaubte sie aber, dass der wahre Glaube in der katholischen Kirche zu finden sei. Der Pastor der Pfingstgemeinde versuchte ihr das auszureden. Ich weiß nicht, was daraus geworden ist, da ich keinen Kontakt mehr zur Pfingstgemeinde habe. - Die Frau ist ein klassisches Beispiel dafür, dass es viele Menschen gibt, die aus Unzufriedenheit, ständig auf der Suche sind und sich nicht wirklich auf Jesus einlassen können. Wer sich von Jesus finden lässt, braucht nicht mehr zu suchen und der Frieden Gottes kehrt ein. - Wiederum habe ich auch oft schon von Leuten gehört, dass sie aufgehört haben zu suchen, weil sie so ziemlich alles durch hatten und zu der Erkenntnis gekommen sind, dass es die perfekte Gemeinde nicht gibt. Was bedeutet das aber für jemanden, der es aufgegeben hat zu suchen? Wenn jemand aufgehört hat zu suchen, dann heißt das noch lange nicht, dass er sich hat finden lassen von Jesus. Bei der Suche nach der perfekten Gemeinde wird es natürlich mit der Zeit auch immer problematischer, mit der Entfernung und den Kosten u.s.w. Ich habe Leute kennen gelernt, die gut und gerne jedes Wochende über 200 Kilometer in den Gottesdienst gefahren sind. In der charismatischen Bewegung ist das keine Seltenheit. Das kann sich nicht jeder leisten.

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Erstellungsdatum: 10.12.2007 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten