Die Gefangenschaft der Zeugen Jehovas

Die geistige Gefangenschaft der Zeugen Jehovas ist unermesslich. Auf der Basis eines Treue- Und Freundschaftsversprechens, das die Wachtturm-Gesellschaft jedem einzelnen Zeugen gegenüber einem gewissen Jehova abnimmt, erlebt der Zeuge eine Art Geheim-Pakt. Dieser Geheim-Pakt ist ein gegenseitiges Dreierversprechen, dessen Akteure der Zeuge Jehovas, die Wachtturm-Gesellschaft und ein von ihr konstruierter Gott ist, den sie nach einem Übertragungsfehler Jehova nennt.

Geheimpakt der Drei: Zeugen Jehovas, Wachtturm-Gesellschaft und ihr Ersatzgott

Durch diesen Wachtturm-Geheim-Pakt gerät der Zeuge Jehovas in eine Sonderstellung. Die Bestandteile dieser Sonderstellung ist auf die Dauer von über hundert Jahren von der Wachtturm-Gesellschaft konstruiert und immer weiter verfeinert worden. Das hervorstechendste Merkmal dieser Sonderstellung ist eine Doppelbindung. Zwei miteinander korrespondierende Faktoren greifen wie Zahnräder ineinander: Der Zeuge Jehovas bekommt die Möglichkeit, die große Weltübernahmeschlacht Harmagedon zu überleben, ist aber verpflichtet, sich für die Aufrechterhaltung dieser Möglichkeit sein Leben lang von der Wachtturm-Gesellschaft ausbeuten zu lassen.

Nach der Devise, was teuer ist, muss auch gut sein, wird den Zeugen Jehovas das normale Leben weitgehend genommen. Sie sind stigmatisiert und tragen diese Stigmatisierung mit einem andauernden "Hurra", fast so, wie die, die mit Hurra in den ersten Weltkrieg gezogen sind. Sie zahlen einen möglichst hohen Preis für den Ausweg, den die Wachtturm-Gesellschaft konstruiert hat, denn sonst können sie nicht glauben, dass an dieser Wachtturm-Billiglogik wirklich etwas dran ist. Sie müssen sich Tag für Tag selbst in die ideologische Zucht nehmen, müssen ihre Arbeits- und ihre Lebenskraft auf den Predigtdienst anwenden, um sich selbst darin zu versichern, dass die billige Menschen-Logik des Wachtturm tatsächlich als rettende Weisheit in Frage kommt.

Dieser permanente Selbstbetrug ist auch nötig! Denn die Erlösung in Jesus, die nur auf Glauben beruht und eine vollkommene Erlösung ist, ist den Zeugen Jehovas ein Greuel. Sie können nicht begreifen, dass Gott in Jesus Mensch geworden ist, um aufgrund des Glaubens zu retten, die Jesus annehmen. Um aus dieser Entscheidungsnot, sich ohne Bedingungen an Jesus zu binden, entrinnen zu können, gehen die Zeugen Jehovas lieber in ein inneres Gefängnis, das aus rein theoretischen Leistungsprinzipien besteht.

Dieses geistige Korsett der Wachtturm-Leistungsprinzipien ist ohne Glauben auf rein fleischlicher Basis begreifbar und deshalb so attraktiv für Menschen, denen der Glaube an Jesus suspekt ist. Denn an Jesus glauben, heißt nichts anderes, als Jesu Zusagen und Verheißungen zu vertrauen, auch wenn keine weltliche Institution mich in Ketten nimmt und mit der Peitsche vorantreibt. Jesus sagt: Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei. Diese Freiheit ist aber auch gefährlich und birgt die bange Spannung, wozu wir durch Jesus tatsächlich frei gemacht worden sind. Das kann der fleischliche Mensch nicht ertragen.

Lieber erfüllen sie eine große Liste an Verpflichtungen, um mit dem Gefühl zu leben, sie hätten das Notwendige getan, um in Harmagedon zu überleben. Sie haben sich darauf spezialisiert, mit einem möglichst großen und angestrengten Aufwand sich selbst zu retten. Damit rufen sie Jesus im Grunde zu: "Wir brauchen dich nicht. Falls aber doch, dann schau auf unsere fleißigen Werke, die wir im Namen Jehovas getan haben."

Charles Taze Russell
Hängen Sie da irgendwas drüber!

Die Ketten, mit denen die Zeugen Jehovas gebunden sind, beruhen auf einer rein mathematisch technischen Auslegung der Bibel. Der Menschengeist vergeht sich am Wort Gottes und versucht nach den Regeln des Freimaurers Charles T. Russell die Bibel "auf die Reihe zu kriegen". Das Ergebnis dieses geistigen Turmbaus zu Brooklyn ist ein Verhaltensregel-Korsett, das mit göttlichem Geist, mit göttlicher Gnade und mit göttlicher Führung nichts mehr zu tun hat.

Sämtliche üblen Werke der Zeugen Jehovas können in ihrer eigenen Wahrnehmung versteckt werden.

Mit der Ausgrenzung, die sich die Zeugen Jehovas selbst mit Begeisterung antun, um etwas besseres zu sein, das eventuell doch noch in Harmagedon überlebt, werden alle Versuche, an ihnen Kritik zu üben ad absurdum geführt. Jede Kritik, auch die, die allerschlimmste Zustände in den Kreisen der Wachtturm-Gesellschaft aufzeigt, gereicht den Zeugen Jehovas zur Bestätigung ihrer Entscheidung, nicht auf Jesus, sondern auf den Wachtturm zu hoffen. Deshalb sind Webseiten, die gut gemeint und in aller Offenheit die üblen Auswirkungen der Wachtturmgesellscahft öffentlich anprangern, durchaus nicht dazu geeignet, einen Zeugen Jehovas wirklich zu berühren. Denn solange sein eigenes Kind nicht missbraucht wurde, glaubt er fest an die Aussage des Wachtturm, unter Zeugen Jehovas sei dies unmöglich.

Vielmehr kann nur das Rettungsangebot Jesu einem Zeugen Jehovas wirklich weiterhelfen, wenn er es annimmt. Denn ohne Jesus fällt er aus seinem hochstilisierten geistigen Knast herunter auf den weltlichen Ungeist, der mit dem allerblödesten Schwachsinn wie Weihnachtsmann und Evolutionstheorie um sich wirft. Der weltliche Geist argumentiert tatsächlich mit Vögeln, die aus kleinen Flugsauriern entstanden sind. Solche Idiotie wird den Menschen täglich ins Hirn gehämmert, um die Existenz dieses rettenden Jesus so unwahrscheinlich wie möglich erscheinen zu lassen.

Aus dem Wachtturm-Gefängnis, das sich nach der Wahrnehmung der Zeugen Jehovas weit weit oberhalb der Erdoberfläche befindet, ist deshalb kein Entrinnen. Den Abstieg ins weltliche Szenario der Unsinnigkeit und der menschlichen Eitelkeiten schaffen nur die Allermutigsten aus ihren Reihen. Doch bleibt auch diesen der Weg zu Jesus verschlossen, weil sie die alten Thesen und Argumente der Wachtturm-Gesellschaft wie dicke festgekettete Eisenkugeln mit sich mitschleifen müssen.

Gott möchte den Zeugen Jehovas und allen Menschen ans Herz legen, dass Jesus bedingungslos rettet. Er bindet sich nicht an eine weltliche Organisationen und hat auch keinen Treuen und verständigen Sklaven, durch den er sich vertreten lässt. Seine Erlösung ist vollkommen und wirkt auch dann, wenn der Mensch fehlt. Jesus ist der menschgewordene Retter. Sein Wort gilt. Jeder Mensch darf im Glauben an ihn seine Rettung in Anspruch nehmen.

Doch der Mensch gefällt sich besser darin, per Dauerauftrag und per Dauereinsatz als Wachtturm-Sklave sich selbst zu retten. Dann kann er sich seine Unterlagen über seine guten Taten unters Kopfkissen legen. Damit ist er allemal besser dran als andere und kann eine Hoffnung aufbauen, deren Grundlage nicht der Glaube an Jesus ist, sondern ein menschlich durchschaubarer und berechenbarer Nachweis auf dem Stundenerfüllungsformular der Wachtturm-Gesellschaft. Er bastelt sich eine eigene Rettung. Er kann einen schriftlichen Nachweis führen über seinen Einsatz.

Dass der Mensch damit aber den Willen Gottes total verfehlt, das lehrt der Wachtturm nicht.


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Erstellungsdatum: 23.12.2007 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten