Der Glaube ist die Voraussetzung zum Wissen

Der Wachtturm badet sich darin, der beste Kenner der Bibel zu sein. Seine Wasserträger sind aufs Feinste beeindruckt von seinen Lehren. Sie pilgern nach den Anweisungen des Wachtturm eisern von Haus zu Haus, um ihre besten Kenntnisse der Bibel an den Mann zu bringen. Bestes Know-how, beste Show, bestes Management, beste Umsätze.

Doch worauf basiert das Wissen der Wachtturm-Gesellschaft? Es ist menschliche Systematik. Der Wachtturm schimpft auf das menschliche System (System der Dinge), gibt sich aber selbst unablässig daran, die Bibel mit dem menschlichen Verstand verstehen und auslegen zu wollen. Der Wachtturm jubelt sich hoch zu einer Wissensinstanz, die weit über allen anderen steht. Der Wachtturm postuliert für sich das Monopol des Bibelwissens und macht sich so zum Retter.

Der Wachtturm agiert mit Technik. - Originaltext WTG: "Mit 18 Jahren rief C. T. Russell einen Bibelkreis ins Leben und entwickelte ein methodisches Bibelstudium. A. H. Macmillan, der gemeinsam mit Russell in der Bibel forschte, beschrieb die Methode wie folgt: "Jemand stellte eine Frage. Man besprach sie. Alle damit in Beziehung stehenden Bibelstellen wurden nachgeschlagen, und wenn man dann von der Übereinstimmung dieser Texte überzeugt war, legte man dar, zu welchem Schluss man gekommen war." Russell war überzeugt, dass die Bibel in ihrer Gesamtheit eine harmonische, in sich stimmige Botschaft erkennen lässt, die auch mit dem Wesen ihres Urhebers - Gott - übereinstimmt. Schwer verständliche Textstellen würden durch andere Bibelpassagen erhellt und ausgelegt."

Mit dieser Methodik, die zu hundert Prozent an den menschlichen Verstand gebunden ist, versucht die Wachtturm-Gesellschaft seit ungefähr hundert Jahren die Menschheit zu retten. Dabei gerät sie - nicht gegen ihren eigenen Willen - in die Rolle des Messias, der aber nur Jesus sein kann, wenn man der Bibel glaubend folgt. Der Wachtturm beugt sich nicht unter den Willen Gottes, sondern legt auf das Wort Gottes die Schablone des menschlichen Geistes. Mit dieser Primitivtechnik produziert der Wachtturm Thesen, die aufgrund dessen, dass sie durch ganz menschliche Technik erbracht werden, nichts mit Gott zu tun haben.

Die Wachtturmkundschaft ist dementsprechend grundsätzlich mit Wissen befrachtet ohne Glauben. Sie glauben zwar, sie würden glauben. Aber sie haben nur gefressen, was der Wachtturm an ganz menschlichen (die Bibel formuliert: fleischlichen) Lehren herausdrückt. Dass dieser Krampf an Gott meilenweit vorbeigehen muss, versteht sogar ein Ungläubiger, wenn er die These voraussetzt, dass Gott nicht durch menschliches Wissen und Studium rettet, sondern durch Glauben.

Gibt die Bibel uns einen Hinweis darauf, dass Gott entschieden hat, menschliches Tun und menschliches Wissen aus seinem Rettungskonzept herauszuhalten?

Lesen wir 1. Korinther 1, 17 folgende:

"Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen: nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht werde.

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.

Denn es steht geschrieben: "Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen."

Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten.

Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus als gekreuzigt, den Juden ein Ärgernis und den Nationen eine Torheit; den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.

Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, dass sich vor Gott kein Fleisch rühme.

Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung; damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«"

 

Das Wichtigste

Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten.

und

Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.

Lassen Sie sich bitte diese Worte auf der Zunge zergehen. Nichts auf dieser Welt - und sei es noch so raffiniert und wissend eingefädelt - wird je an das Allerprimitivste Gottes heranreichen. Mit dem, was uns Menschen an Mitteln zur Verfügung steht, werden wir immer in der absoluten Leere landen, wenn wir nicht akzeptieren, dass Gott die Weisheit dieser Welt zunichte gemacht hat. Mit dieser Wahrheit, dass Gott will, dass wir glauben und uns dadurch ihm öffnen, damit wir aus seiner Hand sein Wissen bekommen können, ist der Weg ein für allemal bestimmt, dass uns der Weg nur im Glauben geöffnet werden kann.

Jesus sagt, er sei dieser Weg. Jesus sagt, wir sollen in ihm sein. Jesus sagt, er werde uns in alle Wahrheit führen.

Der Wachtturm schlägt genau den entgegengesetzten Weg ein und baut auf die menschliche Intelligenz. Die Annahme des Wachtturm, die Bibel als Offenbarung Gottes auf ganz menschliche Weise nutzen zu können, nämlich durch die Anwendung menschlicher Intelligenz, muss ihn zwangsläufig zu der Erkenntnis bringen, dass Jesus nichts sei. So proklamiert er viele Thesen, die Jesus als Engel erscheinen lassen, als Erfüllungsgehilfen, als Mittel zum Zweck. Dass Jesus aber in dieser Situation des Willens Gottes, durch reinen Glauben zu retten, der Schlüssel, der Eckstein ist, kann der Wachtturm nicht begreifen.

Dass Gott die Weisheit der Menschen zunichte gemacht hat, lässt sich gerade am Wachtturm anschaulich erleben. Die Menschen, die sich in diesem Dunstkreis der Selbstinformation durch Bibelstudium befinden, werfen ein Bild ab, das schaudern macht. Denn sie pochen auf ihre menschlichen Logikschlüsse und geben sich lieber die Kugel als auf Jesus zu vertrauen. Sie haben das Gespräch mit Jesus tabuisiert und haben zu ihm keinen Zugang mehr.

Doch in der Bibel steht eiskalt, dass die Torheit der Predigt die Glaubenden rettet. Es handelt sich um die Torheit des Kreuzestodes Jesu und seiner Auferstehung im Fleisch. Diese von Gott gewollte Erniedrigung Jesu ins bodenlos Törichte ist der Weg, wenn wir glauben. Gott hat das Mindesmaß beschlossen, damit alle gerettet werden können. Er beschloss den Wahnsinn des Glaubens als einzigen Weg zu erheben, um ihn zu erkennen.

Die Sache ist simpel!

Wer meint, er könne sich eine Wissensleiter zu Gott basteln, scheitert noch nicht einmal daran, dass er vielleicht von dieser Leiter gestoßen wird, sondern er scheitert daran, dass diese Leiter ins Nichts führt. Denn menschliches Wissen führt zumindest in Gottesdingen ins Nichts. Wenn auch die Menschen sich tolle Autos machen oder wilde Weltherrschaftstheorien wie der Wachtturm basteln können, sie werden immer daran scheitern, dass sie sich auf den eigenen Verstand verlassen haben. Denn der eigene Verstand ist menschlich und damit so weit von Gott entfernt wie die Null von der Zahl "Unendlich".

Zeugen Jehovas! Seht euch ganz ohne Hintergedanken 1. Korinther 1 an. Lest, betet, lest, betet.

Der einzige Weg ist die glaubende Annahme Jesu. Er ist der Wille Gottes, das Gesetz Gottes, der neue Bund, den wir genießen dürfen. Lobe den Herrn!


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Erstellungsdatum: 29.10.2007 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten