Johannes 5,23: ... damit alle den Sohn ehren mögen, wie sie den Vater ehren. Wer versäumt, den Sohn zu ehren, ehrt den Vater nicht, der ihn sandte. (Der Vater wird angebetet! Also muss nach Jesu Worten auch der Sohn angebetet werden!)

Feedback vom 16. Mai 2013

... habe ich herausgefunden, dass er ZJ ist

Hallo Herr Hentschel,

ich bin auf Ihre Seite gestossen, weil ich mich gerade über die ZJ informiere. Ich tue dies aus dem Grund, weil ich einen Menschen kennengelernt habe, der mir sehr am Herzen liegt, der sich mir gegenüber aber von Anfang an sehr zwiespältig verhalten hat. Extreme Kurzfassung: Einmal richtige Begeisterung wenn er mich sah, das nächste mal wieder erschrockene Blicke, Rumgestammel und ich habs eilig! Kam mir schon strange vor, und wenn ich nicht in seinen Blicken neben sowas wie Hingezogenheit auch hätte Angst erkennen können, hätte ich ihn wohl einfach nur für bekloppt erklärt aufgrund seines Verhaltens. Es hat lange gedauert, aber nun habe ich herausgefunden, dass er ZJ ist. Habe mich also mit dem Thema befasst und bin wahnsinnig erschrocken, welche Ängste Menschen eingeflösst werden und wie in das Privatleben der Menschen eingegriffen wird. Finde den Satz mit Jehova "Gott" ist Satan, er verbietet den Kontakt zu Jesus, super. Den kann ich ihm denke ich nur leider nicht zukommen lassen (vielleicht irgendwann mal anonym). Naja komm nicht weit weg von Ihnen und bin auch öfter in Heidelberg bzw. Speyer. Macht es denn Sinn, wenn ich zu dem Zeugen einfach sage: "Ich möchte Ihnen nichts böses, ganz sicher nicht, aber denken Sie bitte einmal über diesen Satz nach: Jehova Gott ist Satan, er verbietet den Konzakt zu Jesus. Wünsche noch einen schönen Tag". Dann würde ich weitergehen, weil ich ehrlich gesagt nicht so bibelfest bin, um mich auf eine Diskussion einzulassen. Kann ich den Menschen damit helfen? Oder würde ich eher Schaden anrichten und soll dann lieber nix sagen, wenn ich mich auf eine Diskussion nicht einlassen kann?

Mit freundlichen Grüßen

Sabine

Hallo Sabine,

Die einzelnen Fakten, die man aus der Wachtturm-Lehre herausfiltern kann, um sie unverblümt zu präsentieren, helfen in jedem Fall den Betroffenen und auch den Nichtbetroffenen, mehr als üblich darüber nachzudenken. Die Taktik der Wachtturm-Gesellschaft ist jedoch sehr erfolgreich, wo es darum geht, jemanden stur auf Linie zu halten. Daher ist es eine Frage der Geduld und des Glaubens, ob sich der Betroffene dazu durchringen kann, gegenüber sich selbst, den Menschen und Gott ehrlich zu sein.

Zwei Fakten kennen Christen:

  1. Das Verstehen der christlichen Lehre, also das Erkennen Jesu Christi, ist abhängig vom Heiligen Geist. Hört sich komisch an, ist aber so. Allein aufgrund aufrüttelnder Sprüche lässt sich kein Mensch retten. Es kommt in jedem Fall darauf an, ob der Mensch sich vom Geist Gottes ansprechen lässt oder ob er stur seine eigenen Gedanken vergöttert.
  2. In Bedrängnis, also zum Beispiel innerhalb einer Diskussion, ist Bibelkenntnis nicht der Maßstab aller Dinge, sondern auch wieder der Heilige Geist. Nehmen wir an, Sie haben den Glauben an Jesus, dann wird er Sie in allen Lebenslagen leiten. Das heißt, dass Sie keine Angst haben müssen und keiner Diskussion ausweichen müssen.

Ich bringe hier einen Bibelvers, dessen Wahrheit ich selbst mehrfach erlebt habe, als ich noch so gut wie nichts von der christlichen Lehre wusste, sondern nur zu Jesus ja gesagt hatte:

Markus 13,11 Wenn sie euch aber wegführen und ausliefern werden, so sorgt nicht im voraus, was ihr reden sollt und überlegt es nicht vorher, sondern was euch zu jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Heilige Geist.

Das ist so krass, dass ich heute immer wieder meine Kenntnisse (Bibelwissen) und Überzeugungen zurücknehme, wenn ich in Konfrontation stehe. Solange ich nur mein Bibelwissen anwende, lasse ich den Heiligen Geist nicht zu Wort kommen. Die Frage ist: Rede ich meine Worte oder verlasse ich mich auf den, der mir zur Rettung geworden ist? Es ist ein wahres Wunder, was der Geist Gottes in einem bewirkt, wenn man ihn wirken lässt, wenn man sich selbst also nicht in den Weg stellt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer nur sein eigenes Ding, seine eigene Taktik durchzieht, ist im Grunde nur einer, der wie ein Politiker Menschen bequatscht. Wer aber das Vertrauen auf Jesus hat, kann sich in alle Situationen begeben, ohne Angst haben zu müssen zu versagen. Selbst wenn er eine subjektiv empfundene Niederlage erlebt, macht Jesus daraus das, was nötig ist. Danach kommt es nur noch darauf an, ob die angesprochene Person sich von Jesus erreichen lassen will oder nicht.

In der Konfrontation mit Zeugen Jehovas ist es also nicht angebracht, sich besondere Sorgen zu machen, ob man ihrer Redegewandtheit widerstehen kann oder nicht. Vielmehr kommt es darauf an, ob man nur menschlich taktisch agiert oder man sich auf Jesus verlässt. Auf der rein menschlichen Ebene ist die Auseinandersetzung schnell verloren, wie die Millionen Zeugen Jehovas beweisen. Sie alle haben sich auf das Thema eingelassen und sind den menschlich logischen Sprüchen der Wachtturm-Gesellschaft auf den Leim gegangen.

Auf der anderen Seite benutzt und belohnt Jesus schon den kleinsten Hauch des Vertrauens auf ihn. Wenn Du Jesus nicht kategorisch ablehnst, sondern ihm zutraust, dass Du mit ihm eventuell etwas erleben kannst, kannst Du Dich in die Gefahr begeben. Solange Jesus für Dich aber nur eine ideologische Figur ist, wirst Du Schiffbruch erleiden.

Ich weiß nicht, ob ich Dir helfen konnte, möchte aber auch hierin mein Vertrauen in Jesus setzen. Er ist derjenige, der Menschen bewegt. Nicht wir.

Viele Grüße,
Rüdiger


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Erstellungsdatum: 17.05.2013 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten