Jehovas Stasi

Gibt es in christlichen Gemeinden Gedankenkontrolle?

Nein. In christlichen Gemeinden kann niemals der Stand des Christen vor Gott überprüft werden, ohne dass dieser Christ sich offen bekennt. Dies ist eine Spiegelung der Realität, dass jeder Mensch allein für sich vor Gott verantwortlich ist und nicht in einer kollektivistischen Art und Weise mitgeschleift werden kann. Aber wie können sich Christen dann untereinander helfen und stützen? Dies geschieht allein im gegenseitigen offenen Bekenntnis. Nur der Christ, der sich mit seinen Ansichten und Erkenntnissen an seine Geschwister wendet, wird ein Feedback erhalten, das ihm helfen kann, sich selbst und die Haltung der anderen zu überprüfen.

Gibt es in politischen Organisationen Gedankenkontrolle?

Ja. Eine politische Organisation kann Gedankenkontrolle ausüben. Es gibt in jeder politischen Organisation einen gewissen Rahmen, in dem sich ihre Mitglieder bewegen müssen, um rechtmäßig zu dieser Organisation gehören zu können. Politische Organisationen, die diese Gedankenkontrolle verdeckt ausführen und ihre Mitglieder zur gegenseitigen Bespitzelung benutzen, sind in der Menschenführung unmenschlich und diktatorisch. Die geplante Einrichtung und Pflege eines eigenen Bespitzelungssystems ist die Kennzeichnung politischer Organisationen, die das Kollektiv höher einstufen als das Individuum. Innerhalb dieses kollektiven Systems steht nichts höher als die Geschlossenheit der Gemeinschaft gegenüber der Außenwelt. Beispiele für diese kollektive Abschottung und gnadenlosen Kontrolle des einzelnen sind die NSDAP Hitlers, die SED der ehemaligen DDR und - die Wachtturm-Gesellschaft.

DER WACHTTURM (Studienausgabe) 15. MAI 2011, Seite 13, Absatz 10
Schon kleine Ziele, die so gut wie jeder in der Familie schaffen kann, können alle ein großes Stück weiterbringen. Man könnte sich zum Beispiel vornehmen, jeden Tag miteinander den Tagestext anzuschauen. Durch das, was der Einzelne dazu beisteuert, kann sich der Familienvater ein Bild davon machen, wie jeder für die Wahrheit und Jehova empfindet.

Da befindet sich die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas in übler Gesellschaft. Schon in der kleinsten Zelle des menschlichen Zusammenlebens - in der Familie - hat nach den Vorstellungen der Leitenden Körperschaft aus Brooklyn die regelmäßige Gedankenkontrolle stattzufinden. Und zwar nicht in offener Weise, indem man sich gegenseitig offen befragt, sondern in einer versteckten Weise, die den anderen im Ungewissen lässt, was überhaupt hinter der jeweiligen Aktion steckt und welche Ziele damit verbunden sind. Die Bespitzelung der eigenen Kinder wird zu einer wichtigen Aufgabe des Familienvaters erhoben, die er ausführen muss, um "Auf Ziele im Dienst für Jehova hinarbeiten" zu können. Unter dieser Überschrift residiert der freundliche Anstoß zur gegenseitigen Spionage, wie sie die Führung der politischen Organisation Wachtturm-Gesellschaft empfiehlt.

Durch Werke und Handlungen erkennbar

Matthäus 7,16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?

Wohin Gedankenkontrolle führt, wenn sie die Betroffenen im Unklaren lässt, ist vielfach in der Welt vorexerziert worden. Der Untergang solcher politischer Organisationen war zuerst begleitet von ständiger gegenseitiger Bespitzelung ihrer Mitglieder und später von dem Zusammenbruch des gesamten Systems, denn die Menschen erkennen irgendwann gerade in ihrer Individualität das Böse in einem System, das den einzelnen bespitzeln lässt. Das gegenseitige Bespitzeln kann sicherlich für eine Zeit lang ein rigides Führungssystem stabilisieren und sein Überleben verlängern, doch wird gerade diese Bespitzelungsmethode am Ende dazu führen, dass das System unwiderruflich zugrunde geht.

Echtes Christsein hat sich niemals auf solche Methoden eingelassen und kann dies auch niemals tun. Ob es das heimliche gegenseitige Aushorchen wie bei den einschlägigen Parteien ist oder ob es die verdeckte Gedankenkontrolle ist, wie sie bei Jehovas Zeugen geübt wird, Gedankenkontrolle ist der giftige Nagel im Fleisch einer Organisation und führt unweigerlich zu einem blamablen Ende wie dem der NSDAP und der SED. Unter Christen kann eine solche "gemeinschaftsstützende" Maßnahme niemals vorkommen, denn ein solches Vorgehen birgt in sich schon den Betrug am Nächsten. Bei Jehovas Zeugen gibt es in jeder Versammlung Beispiele für diesen gegenseitigen Betrug, der aus der Gedankenkontrolle erwächst. Dort lernen die Menschen systematisch, sich hinter einer frommen Fassade zu verstecken und ihre wahren Gedanken tief in sich zu vergraben, um die Gemeinschaft nicht zu verlieren. In jeder Versammlung der Zeugen Jehovas gibt es eine bestimmte Schicht, die sich zu der Aufgabe berufen fühlt, die anderen zu bespitzeln. Der gegenseitige Verrat ist ihr Programm und sie werden durch ihren "besonderen Dienst für Jehova" aufrecht gehalten.

Die Konsequenzen aus der alltäglichen Bespitzelungspraxis

Menschen, die in ihrem normalen Alltag daran gewöhnt sind, andere zu bespitzeln, haben keine Hemmungen, ihre Fähigkeiten auch dann der übergeordneten Instanz Jehovas zur Verfügung zu stellen, wenn Unbeteiligte oder Gegner und Kritiker der Religionsgemeinschaft Jehovas betroffen sind. Der Kontroll-Apparat der Leitenden Körperschaft aus Brooklyn mag für Außenstehende träge und bisweilen wie eine unerreichbare fremdartige Machtzentrale erscheinen, doch übt dieser Apparat seine Macht weltweit aus und hat sein Augenmerk auf vieles, von dem die unbeteiligten Menschen nicht das Geringste ahnen. Das gesamte System der Wachtturm-Religion läuft in die Richtung:

  • Datenerfassung ihrer Mitglieder
  • Datenerfassung ihrer Gegner
  • die systematische Aufzeichnung unbeteiligter Personen, die von Jehovas Zeugen besucht wurden
  • Bespitzelung der eigenen Klientel
  • Bespitzelung der Kritiker

Eine "Religion", die sich der Hilfsmittel politischer Organisationen bedient, ist keine Religion und ganz sicher keine christliche Gemeinschaft. Die durchorganisierte Gesellschaft der Jehovaisten birgt ein überdimensionales Potential an Umsturz-Sehnsucht und Demokratiefeindlichkeit. Das formelle Bekenntnis dieser besonderen Gesellschaft zu dem von ihr erhofften "Ende des Systems aller Dinge" wird gemeinhin als Utopie abgetan. Doch sind alle äußeren und inneren Merkmale dieser Gesellschaft zusammengenommen der schlagende Beweis dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft am Niedergang des friedlichen Zusammenlebens der Menschen arbeitet. Nur unter der Führung der Wachtturm-Gesellschaft soll ein solches friedliches Zusammenleben der Menschen möglich sein. Deshalb muss sie zwangsläufig an der Zerstörung und Bekämpfung aller nicht-jehovaistischen Strukturen interessiert sein. Dass der große Konflikt in Harmageddon von einem blutrünstigen Monstergott ausgeführt werden soll, ändert nichts an den von langer Hand vorbereiteten Vorkehrungen, die die Leitende Körperschaft zur Vollendung des jehovaistischen Königreiches trifft bzw. getroffen hat.

Die Doktrin der Wachtturm-Gesellschaft ist den Ideologien der NSDAP und der SED strukturell und in der Zielsetzung ähnlich und findet ihre Entsprechungen im Familienalltag der einzelnen Zeugen Jehovas. Die Mutter verrät ihre Tochter, die Frau eines Ältesten heuchelt eine regelrechte Affenliebe zu einer schwarzen Zeugin, um sie "besser kennenzulernen", der Älteste macht Meldung ans Zweigbüro und der Familienvater "kann sich ein Bild davon machen, wie jeder für die Wahrheit und Jehova empfindet."

Die Herrschaft Jesu im Vergleich zur Herrschaft Jehovas ist das genaue Gegenteil. Jesus bezieht sich nur auf den einzelnen Menschen und steht mit dem Gläubigen direkt in Kontakt. Jede "christliche" Gemeinschaft, die diese Individualität des Glaubens an Jesus verletzt oder untergräbt, indem sie Praktiken politischer Organisationen verfolgt, hat ihre Christlichkeit verloren. Das Praktizieren politischer Organisationsmethoden unter dem christlichen Deckmantel ist eng verwandt mit der geistlichen Hurerei, von der geschrieben steht:

Offenbarung 17,4 Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräuel und Unreinheit ihrer Hurerei, ...

Es ist der Ersatz der Herrschaft Jesu durch eine menschliche Herrschaft. Wo diese Vermischung stattfindet, kann kein Christ zu Hause sein. Er wird sich mit Grausen abwenden und sich in die Obhut Jesu begeben. Hoffentlich erkennen viele Zeugen Jehovas das Verderben, in dem sie sich befinden, und nehmen endlich Jesus beim Wort.

Jesus sagt:

Matthäus 11,28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.


Kommentare
01
Das ist ein schöner Artikel, trifft er doch die Wirklichkeit sehr genau! Der Vergleich mit den politischen Systemen müßte eigentlich auch den "Insassen" der Zeugenbande einleuchtend sein--aber sie sind mit Blindheit geschlagen und wiegen sich noch großtuerich im Licht!!

Kasa [28.04.2011]
02
So herrschen bereits in der Familie der ZJ Angst und Misstrauen, wo eigentlich Zutrauen und Sicherheit wohnen sollten. Verraten durch die Eltern oder den Partner!

Verkauft wird es den Betroffenen als "schützende" und "treusorgende" Hand des t.u.v. Sklaven.

Ich frage mich, wie weit diese Bespitzelung geht?

Da wird doch sicher auch die Schweigepflicht z.B. bei Patientenakten nicht eingehalten. Wenn heimlich eine Bluttransfusion durchgeführt wurde und einer der "Brüder" oder "Schwestern" das in den Akten gelesen hat. Oh weh - wenn das mal nicht dem Ältesten gesagt werden muss! Es geht doch nichts über den guten Ruf der Organisation!

BBiB (Big Brother in Brooklyn) is watching you! Armer ZJ

G.H. [28.04.2011]
03

Wir lesen in jedem Wachtturm:

Diese Zeitschrift, die von Jehovas Zeugen herausgegeben wird und seit 1879 regelmäßig erscheint, ist unpolitisch ...

Wenn der Wachtturm unpolitisch wäre, dürfte sich sein Herausgeber nicht aller üblen politischen Mittel und Techniken bedienen, um seine Organisation in die von ihm vorgesehene Richtung zu striegeln. Eine Organisation, die von ihren feinsten Fasern bis hinab in die groben Strukturen eine politisch tätige Vereinigung ist (Predigtdienst ist wie der Wahlkampf einer Partei), kann gar keine unpolitische Zeitschrift herausgeben, ohne zu lügen.

Rüdiger [29.04.2011]

04

Mich hat meine eigene Ehefrau bei den Aeltesten verpfiffen, dass ich Buecher von Engeln lese,-natuerlich nicht vom Freemason Wt Praesident genehmigt....so dass ich rausgekantet wurde.....Die Aeltesten Kommitte Sitzung ist Stasi Verhoeren identisch,- kein Verteidiger zugelassen, natuerlich unter Ausschlusses der Versammlungsmitbrueder....so wurde ich nach 40Jahren in den Arsch getreten....keiner meiner bis dahin lieben ,lieben Mitbrueder darf noch Kontakt mit mir pflegen, sonst werden sie selbst rausgekanntet.....wenn es gesetzlich erlaubt gewesen waere, dann waere auch Hexenverbrennung in Frage gekommen,-aber man muss dem Caesar ja geborchen.....Ufos gibt es auch nicht....das ist alles nur Teufelswerk.....(Erwachet) ich finde der so gut versteckte Freemason President der Wt-org (Pyramide als Wt Symbol bis in 1960 er Jahre) sollte sich doch mal oeffentlich zeigen,-ich verwette meinen Arsch darauf,- er macht die Merkel Raute....

herimedes [30.04.2017]

PS: Nach 40 Jahren Wt org habe ich endlich kapiert,warum die Freemason Leitende Koerperschaft nicht will, dass Weihnachten,Geburtstage,und Ostern nicht gefeiert werden dürfen,- weil man dann mit seinen oftmals nichtgewünschten Verwandten zusammen wuerde und eventuell ueber JW Org Kritik zu hoeren bekaeme.....gerade an den Wochenenden sollt ihr nicht feiern, sondern die Freemason Blaettchen verteilen ENERGIE-ABSORPTION........alle Freizeit NUR mit ZJ verbringen.....und die Harmagedon Bratwurst vor das Maul des Esels halten,damit er schön weiterlaeuft und ja nicht links oder rechts guckt...Erwachet !!!!

05

Hallo hermides, du hast Recht, vor allen Dingen geht es der Wachtturmgesellschaft darum, so viele Menschen wie möglich von Jesus fernzuhalten.

Das bringt die ORG jedes Jahr zum Ausdruck in ihrer antichristlichen Abendmahlsfeier, bei der Jehovas Zeugen ihr Getrenntsein von Jesus Gott und der Welt symbolisieren.

Jürgen [01.05.2017]

06

Hallo, lieber Jürgen,

auch ich freue mich immer über deine schönen, logischen und liebevollen Beiträge. Ja, man spürt in deinen Texten deine Liebe zu Jesus. Das macht dich so glaubwürdig. Danke dafür.

Heute habe ich vergeblich auf die versprochene "Wiederkunft" zweier Zeugen Jehovas vor 2 Wochen gewartet. Nichts! Ob die sich nur meine "Daten" aufgemalt haben, damit sie meiner Schwester über mich berichten können? Die hat bis heute nicht gewußt, wo ich wohne... Na, da wird sie sich wundern, wenn sie nun meine Adresse hat und unser schönes Haus sieht. Weil.., sie und ihre Familie sind arm wie Kirchenmäuse. Vielleicht kommen die beiden ZJ's deshalb nicht, weil wir ja "Abtrünnige" sind, was ich den beiden natürlich gesagt habe. Ein wenig flau ist mir schon, wenn ich daran denke, dass die ZJ's mich jetzt bespitzeln und uns hier irgendwas passiert.

Vielleicht kommen sie ja doch noch, dann werde ich über unseren Jesus reden, aber kräftig und lange.

Liebe Grüße von Karin aus der Lüneburger Heide. [01.05.2017]

07

Hallo Karin,

ihr steht unter dem Schirm des Höchsten. Nichts passiert, was Gott nicht zulässt. Seine Wege sind für uns oft nicht erklärbar, aber der Herr meint es gut mit uns und alles soll ja zu unserem besten sein.

Die kommen evtl. deshalb nicht wieder, weil sie erkannt haben, dass sie mit ihrem Glauben daneben liegen. Und um nicht in Gefahr zu geraten, halten sie sich von dir und deinem Mann fern. Als ich damals von Jesus erzählte und auf die dämonischen Fratzen in den Heften hinwies, wurde der Kontakt leider auch sofort abgebrochen. Wenn sie keine Antwort parat haben, sagen sie, sie kommen wieder, weil sie sich erst aus ihren Heften schlau machen müssen. Ist dies geschehen und sie haben eine Antwort gefunden, kommen sie. Ich hatte damals viele Fragen, die wenigstens konnten direkt anhand der Bibel von denen oder gemeinsam mit ihnen erarbeitet werden.

In den Heften sind die Antworten ja schon vorgegeben. Selber denken ist nicht!

Diese Menschen sind der Organsiation auf den Leim gegangen und kommen nicht mehr los, wie die Fliegen auf dem Fliegenfänger. Es ist sehr traurig mit anzusehen.

Anle [02.05.2017]

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Erstellungsdatum: 27.04.2011 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten