Jesu Opfer - Wie betrachten?

von "Unbekannt"

Zu denen, die Euch ein schlechtes Gewissen einreden und mit einem rachesüchtigen vernichtenden Gott drohen: Spr. 29 ;25 (sich vor Menschen fürchten bringt Gefahr; auf den Herrn vertrauen bringt Sicherheit.)

Zu denen, die Euch Lasten aufbürden, Werke als Muss für die Rettung fordern mit Berichtzetteln, Predigtstunden und Zeitschriften: Mat. 15; 9 (lhr ganzer Gottesdienst ist sinnlos, denn sie lehren nur Gebote, die sich Menschen ausgedacht haben.)

Also hören wir Jesus zu wie Paulus: 2. Kor. 12; 9 (Aber der Herr hat zu mir gesagt: "Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft" ...

Wenn man mit einem Zeugen Jehovas die Rettung aus Gnade durch den Glauben an das Opfer Jesu besprechen will, wirkt er häufig wie betroffen, und es kommt unweigerlich der Einwand: Glaube ohne Werke ist tot! Grundsätzlich ist gegen dieses Wort aus Jakobus 2:26 nichts einzuwenden. Jakobus befindet sich mit diesem Gedanken und mit seinen Erläuterungen (2:14-26) durchaus im Einklang mit den Worten Jesu und den Aussagen der Apostel.

Auch ein Paulus schreibt, dass gläubige Christen Gott Frucht bringen (Römer 7:4); er spricht von der Frucht des Geistes (Galater 5:22), erwähnt die Frucht der Güte (Epheser 5:9) und betont, dass Christen zu guten Werken geschaffen sind (Epheser 2:10; Galater 5:6; 6:10), in denen wir wandeln sollen.

Jesus selbst sagte ja, dass man seine Nachfolger an ihren Früchten erkennen würde (Matthäus 7:16+20). Und in einem Gleichnis spricht er von seinen Nachfolgern als von Reben, die nur in Verbindung mit ihm viel Frucht bringen würden (Johannes 15:5). Das Wort des Jakobus steht also keineswegs isoliert da oder etwa gar gegen die anderen Aussagen der Schrift.

Auch bei Jakobus - wie bei Jesus und den Aposteln - kommt zuerst der Glaube, der dann Früchte bringt. Der Glaube kommt zuerst, dann die Werke, welche diesen Glauben offenkundig machen, ihn kundtun und bestätigen. Diese Werke stehen nicht neben dem Glauben, sondern sind eine Folge des Glaubens, insoweit sogar Bestandteil des Glaubens.

Auch für Jakobus ist der Glaube das Entscheidende; um ihn geht es ihm! Aber es geht ihm um einen lebendigen, fruchtbaren Glauben! Dieser Glaube soll sich im Alltag des Lebens bewähren. Ein Glaube, der nicht zum aktiven Gehorsam gegen Gott fuhrt, ist nach Jakobus tot, so wie gemäß Johannes 15:6 eine Rebe, die nicht im Weinstock Christus bleibt, eine fruchtlose, verdorrte, ja tote Rebe ist.

Doch eine Rebe, die im Weinstock bleibt, wird Frucht bringen nach ihren Möglichkeiten, ganz ohne Druck oder Zwang, genau so, wie ein volles Herz nicht zum Überlaufen, zum Reden gezwungen werden muss (Lukas 6:45).

Ich habe an anderer Stelle einmal das Beispiel eines Barometers angeführt: Es wird nicht schönes Wetter, weil das Barometer steigt, sondern das Barometer steigt, weil das Wetter schön wird. Das Wetter ist das Erste, das steigende Barometer das Zweite. So machen nicht die Werke den Giauben und gute Werke machen noch lange keinen guten Glauben, aber aus dem Glauben kommen gute Werke, wenn er lebendig ist und nicht nur aus Lippenbekenntnissen besteht.


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Erstellungsdatum: 08.01.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten