Jesus, ein ganz normaler Mensch

Wachtturm-Irrlehre: Jeder Mensch kann es schaffen

Jeder kann es schaffen, sagt der Wachtturm. Jesus, der normaler Mensch war, hat es geschafft. Also! Warum sollten nicht wenigstens einige von uns es nicht auch schaffen? Wenigstens so in etwa?

Der bedeutendste Tag in der Geschichte
... war der Tag, an dem Jesus Christus starb.
Wachtturm, 1. März 2009, Rückseite (alle weiteren Zitate von ebenda)

Für Satan war der Tag, an dem Jesus starb, tatsächlich der wichtigste Tag der Geschichte. Hatte er nicht einen Plan erwartet, den Gott durch diesen Jesus ausführen wollte? Ja, das hatte er. Und er hatte es geschafft, die Menschen so fest unter seinem Einfluss zu halten, dass sie für ihn den Plan Gottes endgültig niederschlugen. Während schon im Vorfeld kleinere Schlachten zu Satans Ungunsten ausgegangen waren (Kindermord in Bethlehem, Überredungsversuch in der Wüste), hatte er es am Ende doch geschafft, die große Ablehnung des Sohnes Gottes erfolgreich durchzuführen. Die Vernichtung Jesu war und ist der wichtigste der Vorsätze Satans und deswegen war tatsächlich für ihn der Tag, an dem Jesus starb, für ihn der wichtigste Tag der Geschichte.

Doch für die wahre Christenheit ist der Tag der wichtigste Tag der Geschichte und des ganzen Universums, als Jesus Christus sich das Leben zurücknahm. Ja, er nahm sich das Leben selbst zurück.

Johannes 10:17,18: "Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich´s wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater."

Für die auf den Tod ausgerichtete Irrlehre des Wachtturm ist der Tod Jesu das wichtigste, denn sie stellt den für kurze Zeit bestehenden Sieg Satans dar. Für die gesamte Menschheit ist aber die Auferstehung Jesu das wichtigste. Mit der Behauptung, der Todestag Jesu sei der wichtigste Tag in der Geschichte, versucht Satan nur davon abzulenken, dass Jesus Gott ist, der sich für uns hingab und sich selbst das Leben wieder zurücknahm. Er besiegte den Tod. Und der Tag dieses Sieges ist für alle Menschen der wichtigste Tag.

Jesu Treue bis in den Tod bewies, dass eigentlich jeder Mensch Gott treu bleiben kann.

Während das Opfer Jesu einerseits das Allergrößte für den Wachtturm zu sein scheint und der Sieg über den Tod nicht weiter der Ewähnung bedarf, wird schon im nächsten Gedanken vom treuen und verständigen Sklaven der Eindruck erweckt, als könnten die Menschen im Grunde alle das selbe zu Wege bringen wie Jesus. Motto: Jesus war auch nur einer von uns, wenn auch der "erste und größte Freimaurer" (Worte Russells). Das "folget dem Christus nach" ist für die Zeugen Jehovas nur eine Annäherung an Jesus im Sinne der Nachahmung. Eine Annäherung an Jesus im Sinne eines persönlichen Kontakts zu ihm ist für sie tabu. Sie nehmen Jesus nur als gutes Beispiel und als Beweis, dass "eigentlich jeder Mensch Gott treu bleiben kann". Doch Jesus sagt ausdrücklich, dass wir ohne ihn nichts tun können. Seine persönliche Unterstützung ist nach der Bibel vonnöten, damit wir überhaupt auch nur eine in den Augen Gottes gute Tat tun können. Das wird bei den Zeugen Jehovas zu 100 Prozent ausgeblendet, weil sonst der persönliche Kontakt zu Jesus die Folge wäre.

Durch Christi Tod erhielten einige Menschen die Gelegenheit, mit ihm im Himmel zu regieren; und vielen weiteren eröffnete sich die Aussicht auf ewiges Leben in einem Paradies auf der Erde.

Die mechanisierte Bibelauslegung der Wachtturm-Gesellschaft gibt den Zeugen Jehovas nur Rechte und Pflichten, Aufgabenstellungen und Erfüllungsrichtlinien, himmlische und irdische Hoffnung. Diese fleischlich gesinnte Bibelauslegung läuft in allen Punkten auf die Verwirklichung einer Neue-Welt-Planung hinaus, die sich Freimaurer nicht besser ausdenken konnten. Erst werden die Menschen veredelt, indem sie geschickt werden, einem großen Vorbild nachzueifern, danach wird das bestehende System gekippt und danach eine Weltherrschaft installiert, deren Initiatoren nicht definierbar sind, weil sie "im Himmel mit Jesus regieren".

Diese Planung stellt nicht die direkte Aversion Satans gegen Jesus dar, aber sie stellt die persönliche Erlösung des Menschen durch Jesus in eine abgewandelte Form, die ganz zufällig das Verbot zum Inhalt hat, mit Jesus persönlichen Kontakt durch Gebet zu pflegen. Auf diese raffinierte Weise wird die Einladung Jesu "Kommet her zu mir alle" in ein reines Weltveränderungsprogramm umgedreht, das nur noch ideologische Überzeugung aber nicht mehr den persönlichen Glauben erfordert. Deswegen sind die Zeugen Jehovas so "überlegen", weil sie mit einem echten Parteiprogramm ausgestattet sind und aus einer echten Parteidoktrin leben. Sie können gar nicht in Zweifel geraten, weil sie nicht den Herrn Jesus im Glauben suchen, sondern nur das Wissen, das ihnen von der Wachtturm-Gesellschaft eingetrichtert wird.

Das Gedenken an den Todestag Jesu macht Satan keine unangenehmen Gefühle. Es sind die Gefühle, die ein guter Schachspieler hat, wenn er an einen seiner beste Züge zurückdenkt. Doch die Auferstehung des Menschensohnes ist ihm ein Greuel und er legt alles daran, Gefolgschaften zu bilden, die den Tod verherrlichen (Katholische Reliqienanbetung, Wachtturm-gemäßes Verbluten-Lassen). Und er suggeriert den Menschen sehr gerne, dass sie es auch ohne die persönliche Unterstützung Jesu schaffen können, den Maßstäben Gottes zu genügen. Er sagt ihnen, man müsse einen "guten Stand" vor Jehova haben. Gleichzeitig leugnet er, dass Jesus jedem, der sich ihm anvertraut, den besten Stand vor Gott schenkt, den es überhaupt gibt. Das ist wie ein Bankkonto mit unendlichem Guthaben. Durch Jesus sind wir vollkommen (unendlich) angenommen und schöpfen aus dem vollen Leben. Wer diesem Bankkonto, das nie weniger als unendlich gefüllt sein kann, seine 5 Euro "guter Stand vor Jehova" hinzufügt, wird feststellen, dass diese Einlage nichts ausrichten kann und auch keinen Platz hat auf dem Gnadenkonto Jesu.

Die irdisch ausgerichtete Doktrin der Wachtturm-Gesellschaft dreht die Botschaft von der Erlösung der Menschen um in einen Ansporn, sich selbst zu retten. Man setze sich vor Gott in ein so gutes Licht wie möglich, so dass dieser nicht umhin kann, die glorreiche Weltleistung der Zeugen Jehovas nicht zu verurteilen. Unter Missachtung aller Bibelstellen, die den Menschen sagt, dass Gott sich selbst für uns einsetzte und für uns das absolute Opfer zur Befriedigung seiner absoluten Gerechtigkeit brachte, verlangt die Wachtturm-Gesellschaft von ihren Verführten jede mögliche Selbstaufgabe. Doch die Wahrheit ist: Die absolute Liebe Gottes sorgte dafür, dass er seine absolute Gerechtigkeit nicht gegen uns sondern gegen sich selbst richtete.

Wer Jesus nur als gutes Vorbild sieht, argumentiert wie der Teufel selbst.


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Erstellungsdatum: 06.04.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten