Die Frau und das Tier (Teil 2)

Der Wortlaut:

Das letzte Buch der Bibel beinhaltet Dutzende von noch ausstehenden Prophetien, die der Apostel Johannes in einer Reihe von Visionen sah. Es gibt drei Visionen im Bezug auf das vierte Tier, welches Satan, den Antichristen und das wiederbelebte Römische Reich, über das er herrschen wird, darstellen. Es gibt aber noch eine andere interessante Gestalt, welche detaillierter beschrieben wird als das Tier. Eine geheimnisvolle Frau. In der dritten Vision des Johannes über das Tier mit den sieben Köpfen und Hörnern reitet eine Frau auf diesem Tier. Nicht wie in einem Rodeo, wo das Tier versucht, sie abzuwerfen, sondern sie sitzt entspannt und gemütlich. Offensichtlich ist sie eine der Hauptfiguren im Schauspiel der Herrschaft des Antichristen über das wiederbelebte Römische Reich. Wer ist diese Frau? Die Vision des Johannes nennt uns ihre Identität. Zuerst einmal ist sie eine Stadt, welche auf sieben Hügeln errichtet wurde. Die Köpfe des Tieres sind sieben Berge oder Hügel, auf welchen die Frau sitzt.

Es gibt einige Städte, die auf sieben Hügeln errichtet wurden. Aber die Vision des Johannes schließt alle bis auf eine aus. Auf ihrer Stirn steht geschrieben: Geheimes Babylon. Saddam Hussein hat im Irak das Babylon der Antike wieder aufgebaut. Die Hauptstadt des ersten Weltreiches. Könnte die Frau also dieses Babylon sein, welches für den Antichristen wieder aufgebaut wird? Aber es ist das vierte Weltreich und nicht das babylonische Reich, welches wiederbelebt werden wird, und seine Hauptstadt ist Rom. Auch ist Babylon nicht auf sieben Hügeln erbaut worden. Doch Rom ist weltweit als die Stadt auf den sieben Hügeln bekannt. Die Catholic Encyclopedia schreibt: Das gesamte Gebiet des Vatikanstaates befindet sich innerhalb Roms, der Stadt der sieben Hügel.

Interessanterweise war Rom auch als Babylon bekannt. Der katholische Apologet Kartiding identifiziert die Frau mit Babylon. Er schreibt: "Babylon wird sechs Mal im letzten Buch der Bibel sowie in außerbiblischen Schriften wie den sybillinischen Orakeln, der Apokalypse des Baruch und Esdras als Codewort für Rom benutzt. Eusibius Pamphilius bemerkte in seinen Schriften um 303 nach Christus, dass Petrus Rom bildsprachlich als Babylon bezeichnete."

Könnte also Rom die Frau auf dem Tier sein? Dies würde Sinn machen, denn das Tier, auf dem sie reitet, ist das wiederbelebte Römische Reich. Die Frau wird auch als die große Hure bezeichnet, mit der die Könige der Erde Unzucht treiben. Offensichtlich ist sprichwörtliche Hurerei und Unzucht für eine Stadt unmöglich, doch geistliche Unzucht ist denkbar, wenn die Stadt eine geistliche Einheit darstellt. Jerusalem stellt eine solche Einheit dar. Sie wird als die Heilige Stadt bezeichnet, als die Stadt Gottes und als die von Gott auserwählte Stadt, um ihn vor den Nationen zu repräsentieren. Tragischerweise missachtete Jerusalem diese Beziehung und wurde von Gottes Propheten wiederholt der geistlichen Hurerei und des Ehebruchs angeklagt. Jesaja schrieb über Jerusalem: "Wie geht es zu, dass die treue Stadt zur Hure geworden ist? Gerechtigkeit wohnte darin, nun aber - Mörder. (Jesaja 1, 21)

Doch Jerusalem kann nicht die Frau sein, denn es wurde nicht auf sieben Hügeln erbaut. Noch erfüllt es irgend welche der anderen Eigenschaften in der Vision des Johannes. Doch es gibt noch eine andere Stadt, welche eine geistliche Einheit darstellt und deshalb geistliche Unzucht mit den Königen der Erde begehen könnte. Diese Stadt ist auf sieben Hügeln gebaut. Diese Stadt ist Rom, der Hauptsitz der Römisch Katholischen Kirche, welche behauptet, das wahre Christentum zu repräsentieren. Der Papst sieht sich als Stellvertreter Christi auf Erden. Des Weiteren lehrt die Römische Kirche, dass ihre Mitglieder die Stellung Israels als Volkes Gottes übernommen haben und Rom damit das neue Jerusalem ist.

Das katholische Rom nimmt damit die Titel, welche Gott Jerusalem gegeben hat, für sich in Anspruch. Die Stadt Gottes, die Heilige Stadt, die ewige Stadt.

Ich möchte einen Augenblick innehalten, um ausdrücklich zu sagen, dass es nicht meine Absicht ist, Katholiken anzugreifen. Ich liebe die Menschen in der Katholischen Kirche und ich möchte, dass sie die Wahrheit erkennen. Vielmehr beinhalten die Beschlüsse des Konzils von Trient, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil bestätigt wurden, mehr als einhundert Anathemas, welche mich und jeden evangelikalen Christen wegen unserer Überzeugung und unserer Weigerung, katholische Dogmen als Autorität anzuerkennen, verdammen. Die Frage ist also, wer wen angreift.

Stellen wir uns also offen den Tatsachen der Geschichte und der Bibel, was immer sie auch sein mögen. Wir haben bereits vier Kriterien aus der Vision des Johannes gesehen. Eine Stadt, bekannt als Babylon auf sieben Hügeln erbaut, die Unzucht mit den Herrschern dieser Welt getrieben hat. Dies schließt alle anderen Städte bis auf Rom aus. Ich spreche hier natürlich nicht vom politischen und bürgerlichen Rom, sondern vom religiösen Rom oder genauer gesagt dem Vatikan und der Römisch Katholischen Kirche. Der Papst führt im Moment die größte ökumenische Bewegung der Geschichte an, um die Weltreligionen unter der Führung Roms zu vereinen. 1986 versammelte Johannes Paul II die Führer der größten Religionen im italienischen Assisi, um für Frieden zu beten. Dort waren Schlangen- und Feueranbeter, Spiritisten, Animisten, Buddhisten, Moslems, Hindus und indianische Medizinmänner zugegen. Gemeinsam gingen sie zum Mikrofon, um zu beten.

Der Papst erklärte, dass sie alle zu dem gleichen Gott beten würden und dass ihre Gebete eine geistliche Energie erzeugen, die eine Atmosphäre des Friedens hervorruft. Johannes Paul II erlaubte seinem Freund, dem Dalai Lama, eine Buddha-Statue auf den Altar der St-Peters-Kirche in Assisi zu stellen und dort zusammen mit seinen Mönchen eine buddhistische Zeremonie zu zelebrieren, während Schintuisten draußen sangen und ihre Schellen läuten ließen. Vor unseren Augen bildet sich eine vorausgesagte Welt-Einheitsreligion und der Vatikan ist das Zentrum dieser Bewegung. Ist dies keine geistliche Unzucht?

Natürlich lautet der Einwand, dass der Vatikanstaat nur einen kleinen Teil Roms vereinnahmt und nicht auf sieben Hügeln gebaut ist. Geschichtlich gesehen jedoch herrschten die Päpste als Könige über ganz Rom, die umliegenden Gegenden und weite Gebiete Italiens, den so genannten Papststaaten. Papst Innocent III schaffte den römischen Senat ab und unterstellte die Verwaltung Roms direkt seiner Macht. Erst 1870 wurde Rom und die anderen vom Vatikan kontrollierten Gebiete von der Armee des neu geformten Staates Italiens eingenommen. Die Juden wurden aus ihrem erbärmichen Getto innerhalb Roms befreit und Papst Pius IX nahm Zuflucht im Vatikan, welcher seitdem den Hauptsitz der Römisch-Katholischen Kirche bildet. Heute gehört dem Vatikan etwa ein Drittel Roms und sein Einfluss wird überall in den Kirchen und Institutionen sichtbar, die sich über die Stadt mit den sieben Hügeln erstrecken. Diese Organisation bezeichnet sich selbst stolz als die Römisch-Katholische Kirche.

In einem Artikel aus der Zeitschrift "National Catholic Reporter" mit der Überschrift "Wo der Pontifex herrscht" liest man: Keine andere Stadt ist so mit religiöser Kultur durchwoben wie Rom mit dem Katholizismus. Über die Jahrhunderte entstand zweifelsohne eine Kultur des Papsttums. - Im Verlauf beschreibt der Artikel Denkmäler in Rom, die auf die Katholische Kirche hinweisen, und fasst zusammen: Alle Wege führen früher oder später entlang der "Via della Consilicione" zum Vatikan. Rom ist der geistliche Kreuzungspunkt der Welt.

Die Sunday Visitors Catholic Encyclopedia fügt hinzu: Demnach versteht man die zentrale Rolle Roms im heutigen Kirchenleben und die Bedeutung des Titels "Römisch-Katholische Kirche". Seit der Gründung der dortigen Kirche ist Rom der Mittelpunkt der gesamten Christenheit gewesen.

Dies ist die einzige Stadt der Welt, die auf sieben Hügeln erbaut als Babylon bekannt ist und die zweifelohne eine geistliche Einheit darstellt. Hat das geistliche Rom gegen die Beziehung zu Christus vestoßen, die es für sich in Anspruch nimmt, und ist es deshalb der geistlichen Unzucht schuldig? Jesus Christus sagt, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist und dass seine Knechte nicht kämpfen sollten. Im direkten Gegensatz hierzu kämpften die Päpste, die teilweise die größten militärischen Führer der Geschichte stellten, mit Armeen und Flotten im Namen Christi, um große Reiche aufzubauen. Ein konkurrenzloses Weltreich mit Besitztümern, Schätzen und politischem Einfluss, welches sehr wohl von dieser Welt ist. Immer wieder gingen sie Bündnisse mit Kaisern, Königen und Fürsten ein und begingen dadurch geistliche Hurerei.

Die Römisch-Katholische Kirche behauptet, die Braut Christi zu sein. Aber über die Jahrhunderte hinweg stieg sie mit gottlosen Herrschern ins Bett. In der jüngeren Vergangenheit kam es sogar zu Bündnissen mit Mussolini und Hitler. Der Vatikan verhalf Mussolini sprichwörtlich zur Macht. Papst Pius XI und seine Kardinäle priesen Mussolini als einen von Gott erwählten Mann und verboten den Katholiken, sich politisch gegen ihn zu stellen. Im Gegenzug unterzeichnete Mussolini 1929 ein Abkommen mit dem Vatikan, in dem der Katholizismus zur alleinigen Religion Italiens erklärt wurde. Der Vatikan erhielt 750.000.000 Lire in bar und eine Milliarde Staatsanleihen.


Kommentare
01
Zitat: "Die Römisch-Katholische Kirche behauptet, die Braut Christi zu sein. Aber über die Jahrhunderte hinweg stieg sie mit gottlosen Herrschern ins Bett."

Hab wieder nur ein bischen gelesen. Der eine Satz reicht mir schon wieder.

Das gibt es doch eigentlich gar nicht. Sie kennen ihre Vergangenheit, ihre üblen Taten. Sagen sie immer noch, sie sind die Braut Christi? Haben sie alle ihre üblen Taten bekannt, bereut, Buße dafür getan? Ich hoffe, das haben sie getan. Ansonsten wäre diese Heuchelei unfaßbar.

Satan kann Gottes Geist nicht aufhalten. Er flieht vor Gott und warum sollten die Menschen ihm folgen. Die Menschheit müßte normalerweise schon lange so weit sein, dass sie aus ihrer Vergangenheit lernen kann und Satan erkennen können.

Ich kann es immer gar nicht fassen, warum Menschen dem Geist Satans folgen. Geht mir nicht in den Kopf, außer vielleicht: Sie kennen die Freude nicht, die man bekommt, wenn man Satan wiedersteht.

Doris [24.07.2010]

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Erstellungsdatum: 16.04.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten