Die Frau und das Tier (Teil 1)

Der Wortlaut:

Vor ungefähr 2500 Jahren gab Gott dem Propheten Daniel eine Vision von vier seltsamen Tieren. Diese Tiere stellen die vier Weltreiche der Menschheitsgeschichte dar. Babylon, Medopersien, Griechenland und das Römische Reich. Diese Vision Daniels beschreibt zahlreiche Einzelheiten dieser Weltreiche so genau, dass Kritiker behaupteten, die Prophetien seien im Nachhinein geschrieben worden. Lange Zeit versuchten sie, dies zu beweisen. Jedoch ohne Erfolg.

Wir wollen uns nur mit dem vierten Tier beschäftigen. Als Symbol für das Römische Reich beinhaltete es Elemente der vorangegangenen Weltreiche. Aber es war furchtbarer, schrecklicher und außergewöhnlich stark. Und es hatte große eiserne Zähne, es fraß die damaligen Welten und zermalmte alle, die sich gegen es auflehnten. Die Geschichte zeigt, dass das Römische Reich diese und die anderen Einzelheiten der Prophetie Daniels erfüllte.

Fast 700 Jahre nach Daniel wurden dem Apostel Johannes um 95 nach Christus drei weitere Visionen über dieses schreckliche vierte Tier gegeben. Diese Prophetien finden wir im Buch der Offenbarung, Kapitel 12, 13 und 17. Zu dieser Zeit waren die drei Weltreiche, welche durch die ersten drei Tiere repräsentiert wurden, genauso aufgestiegen und zerfallen, wie Daniel es vorausgesagt hatte. Inzwischen war das vierte Tier, das römische Tier, zum Höhepunkt seiner Macht gelangt. Auch dieses Reich sollte zerfallen. Aber im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern, und genau wie die Bibel es vorausgesagt hatte, wurde es nicht durch eine nachfolgende Macht erobert. Es sollte kein fünftes Weltreich entstehen, um seinen Platz einzunehmen. Stattdessen prophezeit die Heilige Schrift, dass das Römische Reich mit noch größerer Macht wiederbelebt werden wird, um vor der Wiederkunft Christi die ganze Erde zu beherrschen.

Etliche Bibelstellen weisen darauf hin. Die 10 Hörner des vierten Tieres symbolisieren 10 Könige, die auftreten werden. Da das Römische Reich in der Vergangenheit niemals aus 10 Königen bestand, wissen wir, dass dieses vierte Weltreich global wiederbelebt werden muss und sich in 10 regionale Regierungen aufteilen wird, die der Herrschaft des Antichristen unterstehen. Erst dann wird Jesus Christus zurückkehren, um den Antichristen zu vernichten. Danach wird er seine tausendjährige Herrschaft über die Erde in Jerusalem aufrichten. Im 2. Thessalonicherbrief heißt es: "... dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt. Der Böse aber wird in der Macht Satans auftreten mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern." (2. Thessalonicher 2, 8-9)

Die Kapitel 12 bis 14 des Propheten Sacharja sagen diese Ereignisse sehr deutlich voraus. Ebenso Daniel: Ein Stein - das ist Christus - brach ohne Zutun von Menschenhänden herunter und zermalmte das Bild, welches wie Streu auf der Sommertenne wurde und der Wind verwehte sie, so dass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg - dem Reich Christi -, so dass er die ganze Welt füllte. (Daniel 2, 34-35)

Wann wird dies geschehen? Der Vers 44 erklärt: "Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird. (Daniel 2, 44)

Das Weltreich des Antichristen, das wiederbelebte Römische Reich mit seinen zehn Herrschern, muss zuerst aufsteigen, dann wird Christus es zerstören, um sein eigenes Reich aufzurichten. Interessanterweise ist die Welt schon heute durch den Club of Rome in zehn Regionen unterteilt. Diese Aufteilung wird im Bank- und Computerwesen bereits allgemein anerkannt. Der Apostel Johannes sah dieses vierte Tier drei Mal. Zuerst als roten Drachen, der versuchte, Israel zu vernichten. "Und siehe, ein großer roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen. Und es wurde hinausgeworfen der große rote Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt. (Offenbarung 12, 3, 9)

In Kapitel 13 erscheint dieses schreckliche Tier erneut und repräsentiert das wiederbelebte Römische Reich, dessen tödliche Wunde geheilt worden war. Und seinen Herrscher, den Antichristen, den alle auf der Erde anbeten werden. Bemerkenswerterweise gibt ihm der Drache seine Kraft, seinen Thron und große Macht. Der rote Drache also, welcher Satan darstellt, baut sein eigenes Reich und benutzt dazu den Antichristen.

Prophetie, der Blick in die Zukunft

Viele Wahrsager behaupten, diese Fähigkeit zu haben, versagen jedoch jämmerlich. Genau so wenig finden wir erfüllte Prophetie im Koran, den Hindu-Vedas, der Bagovadschita, den Sprüchen Konfuzius, Buddhas oder Mohammeds, dem Buch Mormon oder in den Schriften von Mary Baker Edding. Nur die Bibel sagt uns verlässlich die Zukunft voraus. Etwa 30% des Wortes Gottes ist prophetisch, mit detaillierten Voraussagen, denen die Geschichte einer hundertprozentigen Erfüllung gegenübersteht.

Diese Aussagen sind nicht etwa in vieldeutige Sprache wie bei Nostradamus gehüllt, sondern klarer Darstellung von welterschütternden und -verändernden Ereignissen, und das Hunderte oder Tausende von Jahren, bevor sie eintrafen. So prophezeit die Bibel, dass die Juden in alle Welt zerstreut würden. Und so gibt es heute tatsächlich in jedem Land jüdische Menschen. Dass die Juden gehasst, verfolgt und gemordet würden wie kein anderes Volk. Der Wahn des Antisemitismus ist ein Phänomen, das sich nur auf die Juden bezieht, genau wie es die Bibel vorausgesagt hat. Aber die Bibel prophezeite auch, dass die Juden trotz einer 2500-jährigen Zerstreuung und aller Versuche, sie mit anderen Völkern zu vermischen oder sie auszulöschen, weiterhin als eigenständiges Volk bestehen werden. Auch sollten sie in den letzten Tagen in ihr Land zurückgeführt werden.

Und genau so geschah es 1948 mit der Staatsgründung Israels. Noch erstaunlicher ist die Voraussage der Bibel, dass Jerusalem zum Schlüssel des Weltfriedens und zum Taumelbecher und Mühlstein am Hals der Nationen werden würde. Und genau wie prophezeit ist Jerusalem heute das Hauptproblem der Vereinten Nationen. Die Welt blickt ängstlich auf diese kleine Stadt, weil von dort jeden Augenblick der nächste Weltkrieg ausbrechen könnte. Die nicht zu verleugnende Erfüllung dieser und das Eintreffen anderer Prophetien sind der unumstößliche Beweis dafür, dass Gott existiert und sich durch die Bibel der Menschheit offenbart.

Ebenso bezieht sich die Prophetie der Bibel auf den Messias Israels. Es gibt keine Prophetien über Buddha, Mohammed, Zorastrus, Konfuzius, Joseph Smith oder irgend einen anderen Religionsgründer. Doch es gibt über 300 Voraussagen über den jüdischen Messias. Dass er in Bethlehem geboren würde, ein Nachkomme König Davids war, dass er Wunder vollbringen und die Heiden besiegen würde, dass er auf einem Esel nach Jerusalem reiten und als Messias empfangen würde und dass dies am 6. April 32 geschah, der Tag, welcher heute als Palmsonntag gefeiert wird, und dass er genau vier Tage später gekreuzigt werden würde, nachdem er für 30 Silberstücke verraten worden war. Diese Hinrichtungsmethode war zu dem Zeitpunkt, als jene Prophetie im Psalm 22 beschrieben wurde, noch völlig unbekannt. Und dass er drei Tage später von den Toten auferstehen würde, ein erstaunliches Ereignis, welches das Christentum von jeder Religion unterscheidet und wofür es unumstößliche Beweise gibt.

Dies sind nur einige wenige Prophetien aus der großen Zahl der detaillierten Voraussagen über den Messias, die auf so eindeutige Weise im Leben und Sterben und in der Auferstehung Jesu Christi erfüllt wurden. Folglich kann niemand aufrichtig leugnen, dass er der verheißene Erlöser ist. Und die Bibel sagt auch, dass dieser Jesus wiederkommen wird. Die hundertprozentige und zeitgenaue Erfüllung der Prophetien sagen uns zu, dass auch die noch ausstehenden Voraussagen eintreffen werden.


Kommentare
01
Die Bibel so alt wie sie ist, bleibt immer aktuell. Jede Zeile ist, was heute ist. Was man von keinem anderen Buch sagen kann.

Wilfried B. [12.08.2009]
02
Da haben Sie Recht, Wilfried, und jedes Mal, wenn man reinschaut, entdeckt man Neues, bisher unverständliches nun verständlich.

Rudolf [12.08.2009]

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Erstellungsdatum: 16.04.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten