Das Dogma des Fegefeuers ist ein weiteres Greuel. Das Zweite Vatikanum besagt, dass, obwohl Christus litt, unsere ewige Strafe zu tragen, wir dennoch persönlich leiden müssen, um die zeitliche Strafe für unsere Sünden zu sühnen. "Sünden müssen durch die Leiden, Nöte und Trübsale dieses Lebens gesühnt werden ... oder im nächsten Leben durch Feuer, Qualen oder reinigende Strafen ... Im Fegefeuer werden die Seelen derer, die im Wohlwollen Gottes und wahrer Buße starben, nach dem Tod von ihren Sünden und Unterlassungen gereinigt und zwar mit Strafen, die ihre Schuld abwischen sollen."
Doch Petrus schreibt, dass Christus einmal für die Sünden gelitten hat, er, der Gerechte, für uns, die Ungerechten. "Denn auch Christus hat einmal für die Sünden geliten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte ..." nicht ins Fegefeuer. Es gibt noch einen weiteren Widerspruch: Obwohl die Katholische Kirche sagt, dass wir persönlich für unsere Sünden leiden müssen, behauptet sie auch, dass wir es nicht brauchen. Messen und Rosenkränze können auch nach dem Tod für eine Person gesagt werden, um ihre Zeit im Fegefeuer zu verkürzen. Die, welche bei ihrem Tod das baune Skapulier der Madonna von St. Carmel tragen und gewisse andere Voraussetzungen erfüllen, werden am Samstag nach ihrem Tod von ihr selbst in den Himmel geholt. Sie selbst müssen also nicht leiden. Das Opfer Jesu am Kreuz war dazu nicht ausreichend, aber seine so genannte Wiederholung in der Messe bringt die Seele in den Himmel, wenn dies nur oft genug getan wird.
Auch können gute Katholiken ihre Leiden anbieten, um eine Seele aus dem Fegefeuer zu holen. Pater Piel trug 40 Jahre lang die Stigmata, um die Strafen für die Sünder der Welt zu tragen, damit Seelen aus dem Fegefeuer befreit würden. Über diese so genannten Heiligen schreibt das Zweite Vatikanum: "Sie trugen ihre Kreuze, um Sühnung für ihre Sünden und die Sünden anderer zu bewirken. Sie waren überzeugt, dass sie (durch ihr Leiden) ihren Brüdern helfen konnten, von Gott die Errettung zu erlangen." Dies leugnet wiederum, dass das Opfer Christi am Kreuz ausreichend ist.
Jahrhundertelang wurde für die Befreiung vom Fegefeuer Geld bezahlt. Diese Handlung bedrückte schließlich das Gewissen Martin Luthers und löste die Reformation aus. Jeder kennt die unbeliebten Verkaufsstrategien des Dominikanermönches Tetzel, der vom Papst Leo X beauftragt wurde, für Rom ein Vermögen einzutreiben. "Sobald die Münze im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt." Dies war nichts neues. Rom hatte seit Jahrhunderten Menschen das Heil verkauft. Die Päpste veröffentlichten Listen mit Preisen über jegliche Verbrechen, von Inzest über Piraterie bis hin zum Mord, für welche die Kirche Absolution von diesen Taten aussprechen würde. Ein Diener zum Beispiel, der des Mordes schuldig ist, konnte für 20 Kronen losgesprochen werden. Die gesalbten Übeltäter, wie sie genannt wurden, konnten nach Erhalt ihrer Absolution nicht mehr durch die weltliche Obrigkeit belangt werden, weil die Kirche uneingeschränkt herrschte.
Hier sehen wir ein weiteres Greuel, welches den Kelch der Frau füllt. Das Verkaufen von Eintrittskarten in den Himmel, welche die Menschen letztendlich in die Hölle führen. Ähnliche Praktiken gibt es in der Katholischen Kirche noch heute. So gibt es Messkarten, welche bei Beerdigungsinstituten erhältlich sind. Man trägt seinen Namen sowie den des Verstorbenen ein. Gegen eine Spende legt der Priester die Karte auf den Altar, während er die Messe liest. Dies soll angeblich für den Verstorbenen die Leidenszeit im Fegefeuer verringern. Natürlich garantiert die Kirche nicht, um wie viel das Leid verkürzt wird oder wie viele Messen gelesen werden müssen, bevor sich die Pforten des Himmels öffnen. Entsprechend werden mehrere Messkarten gekauft, in der Hoffnung, dass es irgendwann ausreicht.
Vor Kurzem starb der Vater eines Freundes, welcher mir erzählte, dass bei der Beerdigung für 2000 US-$ Messkarten gekauft wurden. Nun behaupten einige Katholiken, dass sie nicht an Ablässe glauben. Doch das Zweite Vatikanum erklärt: "Die Kirche lehrt und gebietet, dass der Gebrauch von Ablässen in der Kirche verbleiben soll - eine Handlung, die für Christen sehr nützlich ist und durch die Autorität der Heiligen Konzile bestätigt wurde. Und sie verdammt mit Anathema solche, welche behaupten, Ablässe seien nutzlos oder sagen, die Kirche habe nicht die Vollmacht, solche Ablässe auszustellen." Es gibt 20 komplexe Regelungen, die das Erstellen von Ablässen bestimmen. Regel 17 erklärt, dass das Tragen von Kruzifixen, Rosenkränzen, Skapulieren oder Medallions einen teilweisen Ablass bewirken kann. "Wenn der Gegenstand der Verehrung jedoch vom Papst oder einem Bischof gesegnet wurde, kann der Gläubige, der ihn mit Hingabe trägt, am Festtag der Apostel Petrus und Paulus ein Plenar (völligen Ablass) erlangen." Dies ist ein weiteres Greuel, das den goldenen Becher füllt.
Was für ein Gott macht sein Wohlwollen davon abhängig, ob ein Priester oder Bischof irgend ein Kruzifix oder ein Medaillon segnet oder ob es am Festtag von Petrus oder Paulus getragen wird? Wie kann dies einen Nutzen bringen, den die Leiden Christi nicht bewirken konnten?
Die Frau wird die Mutter der Huren genannt. Neben geistlicher Hurerei hat die Katholische Kirche auch Millionen von wirklichen Huren hervorgebracht. Unzählige Priester, Bischöfe, Kardinäle und Päpste im so genannten Zölibat hatten durch die Jahrhunderte hindurch ihre Geliebten. Es gab Päpste, welche die Söhne von augenscheinlich im Zölibat lebenden Päpsten waren. Papst Sylverius wurde vom Papst Hormisdas gezeugt und Papst Johannes XI von Papst Sergius III. Die Liste der Bastarde, die über die Kirche herrschten, beinhaltet Papst Bonefacius I, Papst Galasius, Papst Agapitus, Papst Theodor, Papst Adrian IV und andere. Kein Wunder, dass Papst Pius II, der selbst uneheliche Kinder zeugte, sagte, Rom wäre die einzige Stadt, die von Bastarden beherrscht wird. Jahrhundertelang scherzte man, dass in Rom mehr Prostituierte als in jeder anderen Stadt seien, weil sie die meisten Priester im Zölibat enthalte.
Die sexuellen Ausschweifungen so genannter zölibater Priester und Nonnen dringen in letzter Zeit immer stärker an die Oberfläche. Der Erzbischof von Wien musste zurücktreten, nachdem er wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt worden war. Ebenso der Bischof von (???), nachdem er eingestand, eine Affäre mit einer Frau gehabt zu haben, die ein Kind von ihm erwartet. Dem Rücktritt des irischen Premierministers und dem Zusammenbruch seiner Regierung gingen die Enthüllungen von sexuellen Kindesmissbrauch durch Priester voraus, welcher 40 Jahre lang von katholischen Regierungsbeamten und der Kirche verschleiert wurde. Auf der ganzen Welt sterben homosexuelle Priester an AIDS. Es wird geschätzt, dass an manchen katholischen Seminaren bis zu 70 Prozent der Priester praktizierende Homosexuelle sind. Die Katholische Kirche hat in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren ca. 1 Milliarde für inoffizielle Unterhaltszahlung aufwenden müssen, um die sexuellen Vergehen des Klerus abzudecken. Die Erzdiözese von Milwalki befindet sich in ernsten finanziellen Schwierigkeiten aufgrund von Zahlungen für die sexuellen Affären ihrer Priester. Die Erzdiözese von Santa Fee in New Mexico steht kurz vor dem Ruin aufgrund von Gerichtsklagen gegen ihre Priester wegen sexuellen Missbrauchs. Loyds of London und andere Versicherungsgesellschaften weigern sich, den Schaden zu übernehmen, weil die Diözese versucht hat, diese Affären zu verschleiern.
Ich besitze einen fast 5 Zentimeter dicken Ordner mit Zeitungsartikeln über sexuelle Vergehen durch katholische Geistliche in den letzten 2 Jahren. Dies heißt nicht, dass katholische Priester und Nonnen zügelloser als die Durchschnittsbürger sind. Wahrscheinlich hatten sie ursprüngich höhere Ideale, aber ihnen wurde das unbiblische Gebot des Zölibats auferlegt, eine Bürde, die unerträglich werden kann.