Die Frau und das Tier (Teil 4)

Das Geheimnis der Eucharistie

Der Wortlaut:

Könnte dies die Sicht der Bibel über das Opfer der Heiligen Messe sein, welche den Mittelpunkt des Katholizismus bildet? Dies war die Überzeugung von Hunderttausenden Christen durch die Geschichte hindurch, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, weil sie sich weigerten, am Opfer der Heiligen Messe teilzunehmen. Für sie war es das größte vorstellbare Greuel. Warum?

Weil die Katholische Kirche behauptet, dass es das beständige Opfer des Leibes und Blutes Christi ist, welches immer wiederholt wird. Die Bibel hingegen sagt eindeutig, dass das Opfer Christi am Kreuz vollkommen war und niemals wiederholt werden muss. Der Katholizismus behauptet, dass die Aussage Jesu beim letzten Abendmahl "dies ist mein Leib und dies ist mein Blut" wörtlich zu nehmen ist. Mit diesen Worten seien das Brot und der Wein, die er in den Händen hielt, zu seinem wirklichen Körper und Blut geworden. Wenn der Priester heute die gleichen Worte spricht, würden Brot und Wein wiederum zum Leib und Blut Christi, welche endlos auf den katholischen Altären geopfert werden. Dieses Opfer sei genau so real wie das Opfer Christi am Kreuz. Doch niemand nimmt es wörtlich, wenn Christus sagt: "Ich bin die Tür, ich bin das Licht der Welt, ich bin der gute Hirte" oder wenn er seine Jünger als Schafe bezeichnet.

Als er Brot und Wein als seinen Leib und sein Blut bezeichnete, benutzte er wie auch an anderen Stellen eindeutig eine Bildsprache. Das Brot, welches er mit seinem physischen Körper in seinen Händen hielt, konnte unmöglich sein Leib sein. Noch viel weniger können Millionen von kleinen Hostien jede einzeln für sich gleichzeitig die Seele, Persönlichkeit und Gottheit Jesu in ihrer Ganzheit beinhalten, wie die Katholische Kirche behauptet. Dies ist keine wörtliche Auslegung, sondern Mystik. Diese Mystik zeigt sich im Wort "Geheimnis" auf der Stirn der Frau.

Doch es gibt noch einen weiteren ernsthaften Irrtum. Das Zweite Vatikanische Konzil erklärt: "Unser Erlöser hat beim letzten Abendmahl ... das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt." Das Konzil von Trient stimmt überein, dass Christus beim letzten Abendmahl Gott, dem Vater, seinen eigenen Leib und sein Blut in Form von Brot und Wein opferte. Demnach wäre Christus beim letzten Abendmahl für die Sünden der ganzen Welt geopfert worden, noch bevor er ans Kreuz ging. Eine unhaltbare Lehre. Genaugenommen hätte er sich somit überhaut nicht kreuzigen lassen brauchen, wenn Katholische Priester durch ihre Vollmacht wirklich Brot und Wein in den Leib und das Blut verwandeln und als Sühnopfer auf ihren Altären darbringen können.

Das Pocket Catholic Dictionary schreibt: "Die Messe ist ein wahrhaftiges Sühnopfer, durch welches Gott milde gestimmt wird. Durch dieses Opfer verheißt er Gnade und vergibt Übertretungen und Sünden, sogar Todsünden." Das Konzil von Trient erklärt: "Was das große Geheimnis der Eucharistie betrifft ... so ist es das einzige und wahrhaftige Opfer."

Damit würde das Kreuz nicht mehr benötigt.

Natürlich lehrt der Katholizismus die Wichtigkeit des Kreuzes. Dennoch wird das Kreuz auf die gleiche Stufe wie die Messe gestellt, indem gesagt wird, dass das Opfer Christi am Kreuz nur durch die Wiederholung der Messe wirksam wird, und auch das nur teilweise mit jeder erneuten Messe. Es bedarf also vieler wiederholter Messen, um eine Seele in den Himmel zu bringen. Ja sogar der Papst selbt kann nicht sagen, wie viele Messen hierzu nötig sind.

Das Pocket Catholic Dictionary erklärt: "Letztendlich ist die Mess der von Gott erwählte Weg, um den Sieg von Golgatha umzusetzen. Christus erwarb der Welt alle Gnaden, die zur Errettung und Heiligung nötig sind. Aber dieser Segen seit Golgatha beständig stückweise übertragen und dies in erster Linie durch die Messe." Der Priester ist unentbehrlich, weil er durch seine Vollmacht die Elemente von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandelt. Je öfter das Opfer dargebracht wird, umso mehr Gnade wird vermittelt. Mit anderen Worten: Das Opfer Jesu ist nicht abgeschlossen, sondern durch die Messe immer noch im Gange. Das Zweite Vatikanum sagt: "Durch das Opfer der Messe wird unser Herr vergegenwärtigt ... Die Messe ist ... ein Opfer, in welchem das Opfer des Kreuzes fortgesetzt wird."

Das Pocket Catholic Dictionary erklärt, dass sich Christus in der Messe "genau so selbst opfert, wie er es auf Golgatha tat." Was meinte Christus dann, als er am Kreuz ausrief: "Es ist vollbracht!" Im Gegensatz zu den alttestamentlichen Opfern, die wie die Messe jeden Tag wiederholt werden mussten und deshalb niemals Sünde wegnehmen konnten, erklärt die Bibel: "Dieser hat ein Opfer für Sünden dargebracht und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes ... Denn mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die heheiligt wurden. Wo aber Vergebung der Sünden ist, gibt es kein Opfer mehr für Sünden." Es besteht ein großer Unterschie zwischen dem Christus der Bibel und dem Christus des Katholizismus, der immer noch geopfert wird und beständig leidet.

Um dies zu beschwichtigen, erklärt das Zweite Vatikanum, dass "Christus in der Messe das Opfer, welches am Kreuz gebracht wurde, auf unblutige Weise fortführt". Aber die Bibel sagt uns: Ohne Blutvergießen geschieht keine Sündenvergebung. Ein unblutiges Opfer ohne wirkliches Leiden Christi kann also keine Sünden hinwegnehmen. Doch in der Messe wird das versucht. Die Katholische Kirche erklärt, das Christus nicht wieder und wieder geopfert wird, sondern sein Tod am Kreuz repräsentiert oder vergegenwärtigt wird. Eine solche Aussage ist sinnlos.

Ein Ereignis, das in der Vergangenheit vollendet wurde, kann nicht vergegenwärtigt werden. Außerdem: Wenn das vergangene Ereignis sein Ziel erreicht hat, gibt es keinen Grund, es in der Gegenwart fortführen zu wollen. Auch wenn das möglich wäre. Wenn zum Beispiel ein Wohltäter die Schulden eines anderen bezahlt, dann ist diese Schuld für immer beglichen. Von einer Repräsentation, einem Nachspielen oder Fortzsetzung der Zahlung zu sprechen, wäre Unsinn. Diese Schuld wurde durch eine in der Vergangenheit ausgeführte und abgeschlossene Handlung bezahlt. Man kann wohl mit Dankbarkeit der Zahlung bedenken, aber eine Erneuerung der Zahlung wäre sinnlos, da es keine Schuld mehr gibt, die noch bezahlt werden müsste.

So ist es auch mit der Bezahlung unserer Sünden durch den Kreuzestod Christi. Als er starb, rief er aus: "Es ist vollbracht!" Ein griechischer Ausdruck, der besagt, dass eine Schuld vollkommen getilgt ist. Dennoch sagt der Neue Kathechismus der Katholischen Kirche: "Als Opfer wird die Eucharistie auch zur Vergebung der Sünden der Lebenden und Toten dargebracht und um von Gott geistliche und zeitliche Wohltaten zu erlangen." Dies ist, als ob man versucht, weitere Raten einer Schuld zu bezahlen, die bereits völlig getilgt wurde. Damit leugnet die Messe, dass die Bezahlung für unsere Sünden, die Christus am Kreuz gebracht hat, hinreichend und vollständig ist. Die Katholische Kirche behauptet, durch ihre Rituale das zu erreichen, was Christus bereits vollbracht hat.

Auf der ersten Seite des Zweiten Vatikanums lesen wir: "In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, vollzieht sich das Werk unserer Erlösung." Doch die Bibel sagt uns, dass unsere Erlösung bereits vollbracht wurde. Hebräer 9 Vers 12 versichert uns, dass Christus "... durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen (ist) und (uns) eine ewige Erlösung erworben hat." Sowohl Epheser 1,7 wie auch Kolosser 1,14 erklären: "In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden ..."

Um das Werk der Erlösung fortzusetzen, behauptet der katholische Priester, das Wunder der Transsubstanziation zu vollbringen, also Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi zu verwandeln, doch, wie behauptet wird, unter dem Anschein, weiterhin Brot und Wein zu sein. Dies wird als großes Wunder angesehen, obwohl die Hostie und der Wein ihren usprünglichen Geschmack und ihr Aussehen behalten. In der Bibel finden wir diese Art von Wundern jedoch nicht. Gab Christus etwa jemals einem Blinden das Augenlicht unter dem Anschein, dass er blind blieb? Weckte er jemals einen Toten auf unter dem Anschein, dass er weiterhin tot sei? In so einem Fall wäre es kein Unglaube, sondern gesunder Menschenverstand gewesen, dieses so genannte Wunder abzulehnen. Nehmen wir einmal an, die Verwandlung von Wasser zu Wein durch Jesus bei der Hochzeit zu Khana wäre ein solches Wunder gewesen. Ein Diener schenkt dem Speisemeister den verwandelten Wein ein. Dieser ruft aus: "Ich habe nach Wein gefragt! Das ist Wasser!" Der Diener entgegnet: "Herr, es ist Wein!" Zornig schreit der Speisemeister: "Es sieht aus wie Wasser, es schmeckt wie Wasser, es ist Wasser!" "Dir fehlt der Glaube", besteht der Diener. "Dies ist ein Wunder! Jesus hat Wasser in Wein verwandelt!" Aber unter dem Anschein, dass es Wasser bleibt. Die Antwort des Speisemeisters wäre: "Das ist kein Wunder, das ist Schwindel." Und Recht hätte er. So verhält es sich mit der Transubstanziation. Das Dogma des Fegefeuers ist ein weiteres Greuel.


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Erstellungsdatum: 19.04.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten