Was der fanatische Katholizismus anrichten kann, hat die Geschichte ausgiebig gezeigt. Dass der fanatische Katholik aber auch ungewollt Gutes tut, ist weniger bekannt. Es gibt mindestens einen fanatischen Katholiken, der auf dieser Webseite massiv Einwände formuliert hat. Unter den Decknamen Peter, Klaus, Paul und Siegfried traten hier Katholiken auf, die die Eucharistie und die Gottesmutter verteidigen wollten. Sämtliche Dikussionen gingen zugunsten der Bibel und gegen den Katholizismus aus. Die Eucharistie ist widerlegt und die neueste Sensation ist der Beweis, dass die Gottesmutter der Katholischen Kirche satanisch sein muss!
Die starken Worte des Siegfried, des Verteidigers der Gottesmutter, gipfelten unter anderem in der Aussage:
Für uns nahm ER Maria zur Mutter, damit auch wir sie zur Mutter nehmen.
Die Redegewandheit dieses Marienanbeters lässt entweder auf ein Wunderkind oder auf einen in der katholischen Theologie studierten Menschen schließen. Auf dem Gebiet der katholischen Theologie ausgebildete Leute werden entweder zu Blendern, die das verlogene Spiel aus Machtbewusstsein mitspielen, oder sie werden zu echten Fanatikern, die sich natürlich butterweich geben müssen, damit ihr Fanatismus nicht so leicht entdeckt wird. Unser Siegfried hat sich jedenfalls mächtig ins Zeug gelegt. Leider konnte er nicht ahnen, dass er mir Mini-Christen den Weg ebnen würde, eine ähnlich krasse Entdeckung zu machen wie Martin Luther.
Ich verfüge über keine Ausbildung, sondern nur über den Glauben an Jesus Christus und ich verfüge über das Vertrauen, dass er sein Wort wahr macht und uns in alle Wahrheit einführt. Wo Luther noch den konventionellen Weg des theologischen Experten gehen musste, um die Katholische Kirche ihrer Lüge zu überführen, kann ich mich heute ganz auf dem Ruhekissen des Glaubens an Jesus ausruhen und doch mindestens ebenso viel bewirken wie Luther.
Einziges Hindernis ist die Sättigung der Menschen mit Informationen. Heute würden 90 Thesen an die Kirchentür genagelt nichts mehr bewirken. Heute muss die Wahrheit von Mensch zu Mensch überspringen, ohne dass Fürsten oder Landesherren ganzen Völkerschaften den Glauben vorschreiben. Dafür haben wir aber (noch) das Internet und ich lade sehr dazu ein, die hier folgende, fast banale Erkenntnis sowohl persönlich wie auch über das Internet weiterzutragen.
Wenden wir uns der gewagten These des Siegfried zu, Jesus habe für uns Maria als Mutter angenommen, damit auch wir Maria als Mutter annähmen. Eine solche Aussage besticht durch ihre frei fliegende Logik, die völlig losgelöst von der Bibel alle Grenzen überschreiten zu können scheint und gleichzeitig die Gutheit Jesu, das weiche und liebe, planvolle Vorgehen unseres Herrn betont. Nichts wäre mir lieber als auf solch eine These einzugehen, wenn ich auch nur den Hauch einer Bestätigung in der Bibel finden würde. Doch Jesus selbst ist für mich der Maßstab. Außer ihm kann man niemandem trauen. Er entscheidet, wie, wann und wo menschliches Denken erlaubt ist und wo nicht. So ist der edelste Gedanke ungültig und als Lüge einzustufen, wenn Jesus es weder durch sein Wort noch durch sich selbst bestätigt.
Im selben Moment, als ich den betreffenden Kommentar Siegfrieds bearbeitete, war mir klar, dass Jesus Maria nicht als seine Mutter angenommen hatte, sondern dass Jesus Maria als Mutter abgegeben hatte. Am Kreuz hängend, wenige Sekunden vor seinem Tod sprach er seinen Willen aus, dass er nicht mehr der Sohn der Maria ist. Er beendete die verwandtschaftliche Beziehung zwischen sich und Maria mit einer klaren Anweisung, die Maria und der betreffende Jünger ohne Widerworte annahmen.
Johannes 19,26-27 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Ab dieser Sekunde kann niemand auf dieser Welt mehr davon sprechen, dass Maria die Mutter Jesu sei - nur die große Lügnerin. Ab dieser Sekunde kann erst recht niemand die Lehre vertreten, es gäbe eine Gottesmutter namens Maria - nur die Katholische Kirche, die in der Welt die meisten Morde und Greueltaten überhaupt auf dem Gewissen hat. Ab dieser Sekunde ist für alle Welt klar, dass Gott keine Mutter hat. Doch wieso haben die Reformatoren bis heute nicht gesehen, dass mit aller Klarheit Gott selbst dem Marienkult den totalen Knock-Out verpasst hat?

Der Altar belegt den Willen des Katholizismus, den biblischen Zusammenhang für seine Interessen zu verdrehen. Die bewusste Weglassung des Jüngers, an die diese Worte gerichtet sind, entlarvt Papst und Katholiken komplett.