Das Königreich Gottes - wer verkündigt es?

von "Unbekannt"

Wenn man mit Jehovas Zeugen über ihren Anspruch spricht, die einzig wahre Religion, die einzigen wahren Christen zu sein, dann wird unter verschiedenen Argumenten und Behauptungen fast immer eine Aussage zu finden sein: "Wir allein verkundigen das Königreich Gottes, das Reich, das auch Jesus schon verkündigt hat." Auch wenn diese Aussage in ihrer Beweiskraft an sich schon fragwürdig ist - würdig hinterfragt zu werden - möchte ich doch den Schwerpunkt der nachstehenden Ausführungen darauf legen, ob die Zeugen wirklich das Reich verkündigen, das Jesus wie ein Herold ausrief.

Jehovas Zeugen bringen, wie die bunten Abbildungen in ihren Veröffentlichungen immer wieder zeigen, den Menschen eine Botschaft von einem Reich des Friedens, der völligen Gesundheit, zahmer Tiere und unbeschwerter Freude, im Grunde eigentlich eine sehr materielle Botschaft. Ich will nicht sagen, dass bestimmte Aspekte davon nicht auch in den jüdischen Hoffnungen auf den Messias eingeschlossen waren, wie man zum Beispiel aus Jesaja, Kapitel 9, 11 und 65 ersehen kann. Doch was war der Inhalt der Verkündigung Jesu über das Reich?

Das Reich Gottes ist nahe

Die zentrale Botschaft Jesu lautete: "Das Reich Gottes ist nahe", oder "das Reich Gottes ist herbeigekommen". Dass diese Botschaft wesentlich war für Jesu Lehren, zeigen die Berichte. Das Wort »Reich Gottes« kommt in den griechischen Schriften 122 Mal vor; interessant dabei ist jedoch, dass 99 dieser Stellen in den drei Evangelien Matthäus, Markus und Lukas enthalten sind. In den anderen apostolischen Schriften wie der Apostelgeschichte und den Briefen, ja selbst im Evangelium nach Johannes spielt dieser Ausdruck keine große Rolle mehr. Dort tritt die »Gute Botschaft von Christus« in den Vordergrund.

Selbst in der von der Wachtturm-Gesellschaft herausgegebenen Bibel-Konkordanz erscheint der Ausdruck »Gute Botschaft vom Königreich« nur etwa 6 Mal, davon 5 Mal in Matthäus und Lukas, dagegen der Ausdruck »Gute Botschaft von Christus« fast dreimal so häufig, und das nach Jesu Himmelfahrt!

Daraus haben manche Theologen eine Lehränderung grundlegender christlicher Aussagen gemacht; sie sagen, dass die Naherwartung, die Christus gelehrt habe, sich nicht erfüllt habe und deshalb aufgegeben und von einer so genannten »Christologie« ersetzt worden sei. Ist das zutreffend? Lehrten die Apostel eine andere Botschaft, ein anderes Evangelium als Christus? Was war das Reich, das Christus ankündigte?

In der Vergangenheit haben manche Theologen im Reich Gottes das Zeitalter der Kirche gesehen; doch davon hat Jesus nicht gesprochen. Andere lehrten eine Art Reich der Herzen; sie sagten: Das Königreich ist inwendig in Euch - unter Missdeutung der Worte Jesu in Lukas 17:20-21 -, ein innerliches Königreich. Doch auch das war nicht die Botschaft Jesu.

Doch was brachte Jesus eigentlich den Juden seiner Zeit - und auch uns - mit seiner Botschaft vom Königreich Gottes? (Matthäus gebraucht oft den Ausdruck »Königreich der Himmel« oder »Himmelreich«, weil er nach damaliger jüdischer Sitte den Ausdruck »Gott« durch »Himmel« ersetzt.)

Jesus brachte ihnen Gott! Nicht dass die Juden Gott nicht aus ihrer Geschichte und aus seinem Wort gekannt hätten; aber Jesus machte ihnen Gott auf ganz neue Art bekannt (Johannes 1:18; 14:9). Er sprach mit einer für sie neuen Vollmacht (Matthäus 7:29; Johannes 7:46). Im Grunde verkündigte er ihnen einfach Gott! Gott ist lebendig, Gott ist da, Gott ist Wirklichkeit. Jesu Botschaft vom Reich stellt Gott in die Mitte, nicht das paradiesische Wohlergehen materiell gesinnter Menschen. Und dass Gott nahe ist! Gottes Stunde ist gekommen! Gott handelt jetzt! Es ist Entscheidungszeit!

Gewiss, die Juden erwarteten einen Messias und die Herrschaft Gottes - wenn auch mit falschen Vorstellungen. Das tun übrigens auch manche Personen, die sich Christen nennen. Doch betrachten wir die Aussagen Jesu über das Reich.


Kommentare

01
Die Sichtweise ist interessant - ohne Zweifel, aber damit kommen ich wieder zu der Frage, die mir noch keiner schlüssig beantworten konnte. Darum will ich meine mit dem "Königreich" eng verknüpfte Frage noch einmal ausführlich vorbringen:

Das Thema dreht sich eben um das irdische Paradies, das verheißene Königreich und Adam & Eva. Wie wir alle wissen, ist nach dem Schöpfungsbericht der Bibel Adam der erste Mensch und Eva seine Frau - also unsere Ur-Eltern. Sie lebten im Garten Eden, den sie mit Hilfe ihrer Nachkommen auf den ganzen Erdball ausbreiten sollten. Zudem waren sie vollkommen und sollten ewig leben. Dann kam es zu dem uns bekannten Zwischenfall der uns erst Sünde und Tot brachte.

Das an der Existenz von Adam auch für Jesus kein Zweifel bestand, zeigt die Tatsache, das er auch als "letzter Adam" in der Bibel beschrieben wird. Wenn Adam & Eva jetzt nur eine Metapher gewesen wären, warum wäre dann Jesus das letzte einer "Fabel"? Also basierend auf dem Ausgangspunkt, das Adam & Eva tatsächlich so wie in der Bibel beschrieben existierten und unter dem "Königreich" in einer frühen Periode lebten - mit allen Segnungen - warum sollten wir auf einmal dieses Vorrecht nicht mehr haben dürfen und als "Seele" oder so etwas in ein anderes "Königreich" auffahren oder sogar das Königreich in uns tragen? Jesus sagte im Vaterunser auch "... dein Reich komme ..." und warum sollten wir dann um etwas beten, was wir schon haben oder was wir erst nach dem Tod erlangen können? Und warum hat er dann, wenn die "Auferstehung" tatsächlich als Geist erfolgt, Lazarus und einige andere wieder in ihren sterblichen und sündigen Körper zurückgeholt, wenn sie doch bereits im Königreich waren? Um seine Macht zu zeigen? Ferner ist daraus auch offen, was in der Offenbarung nach dem Tag des Gerichts geschildert wird, nämlich die irdischen Segnungen (oder kommen die Tiere auch in den Zwischenhimmel???) dieses Königreiches. Wenn man darauf beruhend betrachtet, dass alle, die sterben, in den Himmel kommen bzw. zu Geistern werden, wie kann dann Jesus von einem dann anderen Himmel aus über sie regieren? Paralelluniversum? Und was ist die neue "Erde" und der neue "Himmel" aus der Offenbarung? Oder soll es da einen Unterhimmel geben? Und was ist dann die Auferstehung der Gerechten und Ungerechten, wenn man beim Tod doch als Seele weiterlebt? Warum gibt es erst dann eine Auferstehung? Wenn man das beantworten kann, hat man auch die Frage nach dem Königreich beantwortet - denke ich zumindest. Aber es dürfen gerne andere Thesen dazu eröffnet werden.

Ich für meinen Teil glaube fest daran, das Adam & Eva das große Los gezogen hatten und Eva, die blöde Kuh, dann alles wegen einer Frucht und einer Schlange, auf die sie gehört hat, zunichte gemacht hat. Darum finde ich es persönlich tatsächlich nicht unabwegig, dass das Königreich irdische Ausmaße annehmen wird - nur sind die "Zugangsvoraussetzungen" anders, als es die WTG gerne hätte. Aber wie bereits gesagt, überzeugt mich von was anderem oder legt euren Standpunkt dazu dar!

Danke

Der Bekehrte aus Bayern [08.01.2008]
02
Das Thema dreht sich eben nicht um Adam und Eva und es dreht sich bei Jesu Aussage nicht um das Erreichen eines irdischen Paradieses! Das hat er bestimmt nicht gesagt. Er sagte eindeutig: Schaut her: Ich, Mensch gewordener Gott, bin durch Gottes Willen hier in Fleisch und Blut zu Euch gekommen, fasst mich an, redet mit mir und hört auf mich! Kein Mensch kann Gott je sehen, ohne dass er stirbt. Gott hat das Königreich der Himmel deshalb direkt auf die Erde kommen lassen, d.h. Jesus Christus selbst als alleinigen Herrscher und Retter jedermanns, der an ihn glaubt!

Nur Jesus als Gott oder Gott gleich konnte das Königreich der Himmel so mit Recht und Wahrheit verkünden! Dass er als menschgewordener Sohn demütig seinem Vater in den Himmeln alle Ehre zuschrieb, ist mehr als verständig. Er öffnete damit den Juden seiner Zeit als Erstausgewählte die Hand, eben die des Menschensohn, denn Gott als Gott in den Himmeln hatte kein Jude gesehen oder es erwartet, ihn zu sehen. So tat ER seine Menschenhand auf!

Seine Jünger verkündigten zu Jesu Zeit ebenfalls das Königreich Gottes. Als Jesus zurück in die Himmel auffuhr, bestätigte er seinen Jüngern kurz vor seiner Himmelfahrt: (Apg.1;8) "Aber ihr werdet mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, und dieser Geist wird euch die Kraft geben, überall als meine Zeugen aufzutreten: In Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis ans äußerste Ende der Erde." Als Jesus wieder in den Himmeln bei Gott auf dem Thron zu seiner Rechten saß, verbreiteten seine Jünger, die Jesus bei sich wussten, die Gute Nachricht oder die Frohe Botschaft von Jesus und so konnte auch ein Paulus sagen: "Ich will nichts (anderes) als den gekreuzigten Jesus Christus wissen." Und dies ist wirklich eine frohe Botschaft für alle Christen, denn dies bedeutet Rettung in Christus!

Der Bekehrte aus Bayern. Lass Dich nicht zu viel von Deinem sicher beträchtlichem Wissen aus Zeugenzeit beeinflussen!! Du wirst ganz bestimmt nichts als den unseren gekreuzigten für uns gestorbenen Herrn Jesus wissen und kennen wollen und dafür bete ich zu Jesus für Dich, das glaube mir.

Unbekannt [08.01.2008]
03
Für mich ist die Frage, wie was wo wird, nicht so dringlich wie die Frage, wer mein Herr ist. Wenn ich einen vertrauenswürdigen Herrn habe, der sich im Hier und Jetzt schon als der Richtige zeigt, weiß ich, dass ich zur gegebenen Zeit auch erfahren werde, was nach diesem Hier und Jetzt stattfinden wird. Deswegen habe ich mich nie wirklich damit beschäftigt, was für eine Zukunft im Einzelnen uns erwartet.

Vielmehr halte ich die dezidierte Beschäftigung mit diesen Fragen für reine Beschäftigungstherapie, die die Menschen vom eigentlichen Thema, nämlich Jesus, ablenken soll. Es ist ja auch so faszinierend, sich von einem "immer mehr wissenden" Subjekt alles Mögliche darüber erzählen zu lassen.

Meine Alltagserfahrung mit Jesus ist: Ich bekomme die Erkenntnis, die ich benötige, zum richtigen Zeitpunkt durch ihn.

Rüdiger [08.01.2008]
04
Richtig, genau das sollten wir tun. Es ging hier, wie ich lese, lediglich um die Frage: Wer verkündet das Königreich, und Der Bekehrte aus Bayern meinte ja, man sollte den Zeugen mit seinen eigenen Waffen schlagen. Das kannst du nur mit Christi Hilfe, und da er das Wort ist, der Wortführer, der Logos, so hilft er dir bei der Entschlüsselung der Schrift und du kannst den Gegnern Gottes, dem Widersacher Christi mit dem Wort gut entgegnen, den Christus gut bezeugen und das wirst du ganz sicher brauchen, denn nicht mit dem Schwert kämpfen wir gegen unsichtbare Geistmächte!

Rudolf [08.01.2008]

PS: ... Erkenntnis ... zum richtigen Zeitpunkt durch ihn ... = ist genau so!
05
Hallo Der Bekehrte aus Bayern, jetzt begreife ich auch, warum dich diese Fragen so beschäftigen. Denn im Machwerk "Was lehrt die Bibel wirklich" verdreht die Wachtturm-Gesellschaft ganz gezielt die Fixpunkte (Ecksteine) des Glaubens. Unter anderem steht da: "Anbeter des wahren Gottes predigen Gottes Königreich als einzige Hoffnung für die Menschen". Wie kann man so eine Unwahrheit erfolgreich unters Volk streuen? Während Jesus noch sagt, das niemand zum Vater außer durch ihn kommt, entblödet sich die Wachtturm-Gesellschaft und verkauft das Königreich Gottes als diese Hoffnung, die nach der Bibel allein im Namen Jesu zu finden ist.

Was mir in diesem Machwerk auch auf Anhieb auffiel (obwohl ich nur die Bilder auf Dämonenmasken absuchen wollte), ist der Vergleich, dass Satan wie ein aufsässiger Schüler von Jehova die Gelegenheit bekommen haben soll, es besser zu machen als der Lehrer (Jehova). Das ist ja eine wunderbar schlichte Sichtweise. Geradezu einäugig! Denn wenn das so wäre, hätte nie ein Mensch die Wahlfreiheit gehabt, sich für Gott zu entscheiden. Dann wären die Menschen als Versuchsfeld Satans nur eine große Ansammlung von Versuchskaninchen. Extra bereitgestellt für den oberfrechen Schüler Satan. Was für eine Gott-verachtende Lehre! Aber so ist er, der Jehova der Wachtturm-Gesellschaft. Er macht Experimente. Vielleicht erklärt sich so auch das "Herumprobieren" der Wachtturm-Gesellschaft in Sachen Licht und neues Licht und noch neueres Licht.

Rüdiger [09.01.2008]
06
Hallo Leute,

also eure Kommentare sind gut, jedoch (man verzeiche mir das bitte) wieder keine Antwort, die mir wirklich hilft! Die Quintessenz, die ich daraus lese ist, dass es ja nicht so wichtig ist ein "Ziel" zu erreichen, sondern es reicht aus, zu wissen, wer mein Herr ist und fertig und mit dem Wissen so dahin zu leben!

Leider fehlt mir die Verknüpfung zum ursprünglichen "Projekt Mensch", das anfangs mit Adam & Eva eingeläutet wurde - und so brutal daneben ging, wie wir es heute selbst erfahren müssen und in der Bibel nachlesen können, wie es hätte sein sollen!

Vielleicht ist diese Hoffnung auf ein Paradies immer noch eine "Nachwirkung" der WTG-Lehre, doch wo ich die Bibel auschlage, kommt mir immer unweigerlich folgender Satz in den Sinn, den mir zumal ein ehemaliger Bruder mit auf den Weg gab: "Der Vorsatz Jehovas und die Rechtfertigung seines Namens ziehen sich wie ein rotes Band durch die gesamte Bibel!"

Betrachte ich mir nun die Schöpfungsgeschichte über Adam & Eva den Verlust der Segnungen dieses Vorsatzes sowie den Auslöser (Jesus selbst sagte, dass die ganze Welt in der Macht dessen liegt, der böse ist), lese dann wie Gott mit "seinem" Volk bzw. den treuen Anhängern verfahren ist, das letztlich Jesus Mensch wurde, um ein vollkommenes Opfer für die Erbsünde zu liefern und so eine "Rettungsvorkehrung" zu werden, um eben das Königreich wieder zu erlangen, wie er die Apostel anleitete, uns aufzuschreiben, wie wir für dieses Ziel konditioniert werden können und schließlich der Tag des Gerichts, der eben diesen Vorsatz wieder aktivieren soll, das alles ist - wenn man es aus bestimmten Blickwinkeln und Aspekten betrachtet, geb ich zu - ein fast schlüssiges Konzept. Leider taucht auch da die Frage auf, warum Gott, als er damals die Sintflut schickte, um die bösen Menschen und die Nephilim zu vernichten, nicht direkt da den "Neustart-Knopf" gedrückt hat ... Nein statt dessen schloss er einen "neuen Bund", der durch einen Regenbogen symbolisiert wurde und besagt, dass er die Welt nie mehr mit Wasser angreifen würde, sondern dass sie stattdessen fürs Feuer aufgespart ist ... Wie toll!

Naja, aber es gibt da ja auch wissenschaftliche Stützchen, die die These vom "ewigen Leben" untermauern. Der menschliche Körper ist theoretisch so konstruiert, dass er eigentlich nicht sterben bräuchte, sondern sich immer wieder erneuert und so für die Ewigkeit gemacht wäre - theoretisch. Die Bibel sagt außerdem, dass er [Gott] ihnen [uns] die unabsehbare Zeit ins Herz gelegt hat. Also warum haben wir dann "Todesangst" oder Angst vor dem Sterben generell? Warum trauern wir dann, wenn wir wissen müssten, dass es einem verstorbenen Menschen im "Königreich" besser gehen müsste als hier und haben dann Freudegefühle und Sehnsüchte, ebenfalls durch den Tot dahinzugelangen? Warum haben wir dann Angst vor dem Totenreich? Warum sucht die Medizin fieberhaft nach dem "ewigen Jungbrunnen" und dem ewigen Leben? Warum werden wir seit Jesu Opfer dann nicht direkt als "Geister" ins Königreich geboren, denn die Erbsünde ist ja seitdem quasi erledigt? ....

Und so könnte ich den Fragenkatalog beliebig fortführen, jedoch merke ich, dass eins so unschlüssig wie das andere ist! Aber warum? Die Bibel beschreibt Gott als einen Gott der Ordnung und sagt, dass sein Wort bestimmt nicht unerfüllt zu ihm zurückkehren wird. Also wie soll ich das jetzt nehmen? Soll ich die Bibel, wo es schlüssig ist, wörtlich nehmen und da, wo es mit dieser wörtlichen oder gewünschten "Auslegung" (Königreichsdefinition, Paradies, etc.) einen Konflikt gibt, einfach eine "nicht relevante oder für Menschen nicht verständliche" Symbolik geltend machen, um meine Ansichten nicht zu zerstören?

Ich weiß, dass ich Jesus gefunden habe - aber trotzdem habe ich massig Probleme, jetzt die Bibel (sein Wort) zu lesen und zu verstehen, dass ich bei Dingen, die mir früher als "Pippifax" erschienen, heute kapitulieren muss ... Ich weiß nicht mehr, was wahr ist und was nicht! Ich suche die Wahrheit, aber kann sie nicht finden. Mein altes "Glaubenskonzept" ist ein Scherbenhaufen und darauf jetzt ein Neues zu errichten, stellt mich vor Probleme, deren Ausmaß ich vorher nicht absehen konnte. Ich habe es als Riesen-Schritt betrachtet, Jesus als Gott anerkennen zu dürfen. Dass es schwer werden würde, dessen war ich mir bewusst, aber dass es auch so frustrierend sein würde, damit habe ich nicht gerechnet! Also seid bitte so gut und "fackelt" mich nicht gleich wieder als WTG-Propagandisten ab, wenn ich hier und da noch mal in Sphären vorstoße, die euch missfallen, aber ich muss mich selbst erst sortieren und meinen Glauben neu definieren. Darum bin ich froh, dass ich hier mit euch so intensiv diskutieren darf!

Der Bekehrte aus Bayern [09.01.2008]

PS: Rüdiger, was ist daran falsch, das Gottes Königreich (egal in welcher Form nun) die einzige Hoffnung der Menschheit ist? Gibt es denn noch andere Hoffnungen für die Menschen, die nichts mit Jesus zu tun haben und die ich noch nicht kenne?
07
Jesus ist die einzige Hoffnung. Aus ihm haben wir Rettung und Zugang zu Gott. Aus ihm haben wir auch Hoffnung auf ein Königreich, auf ein Zuhause beim Vater. Hoffnung auf einen Wohnort in unmittelbarer Nähe zu dem, der uns liebt. Alles kommt durch Jesus. Deswegen ist das Königreich selbst keine Hoffnung in dem Sinne. Sondern es ist nur Teil dessen, was wir in und durch Jesus erhoffen.

Jesus ist die Schnittstelle (Bildschirm, Maus, Tastatur). Die Komponenten des Rechners (Paradies, Ewigkeit) sind hier noch nicht wichtig. Die lernen wir erst später kennen. Dann, wenn es nötig ist.

Rüdiger [09.01.2008]
08
Genau so ist es! Die Frohe Botschaft, dass Jesus Rettung ist (denke an Paulus, der da sagte: Ich brauch nicht mehr zu wissen als den gekreuzigten Herrn) sollen wir verbreiten und bis ans Ende dieser Welt Jünger machen! Du kannst nicht die Belohnung vor die Gnade setzen, die nur die Gnade Jesu ist (NWÜ: unverdiente Güte) siehe 2. Kor. 12:9. Die WTG will, indem sie sagt, wir (die Zeugen und nur die Zeugen Jehovas) verkünden das Königreich Gottes, Jesus wieder beiseite schieben und die Belohnungsaussicht (die ja nur durch gute Werke zu erreichen sei!!!) als die Gute Nachricht von Jesus unserem Retter verkaufen!!! Damit wäre sie wieder alleiniger Heilsbringer. Siehst Du die Heimtücke, mit der sie uns unsere Hirne und Herzen verkleistern will? Wir wissen nur Jesus, unseren Herrn und Retter! Das soll uns genügen!

Rudolf [09.01.2008]

PS: Natürlich kann man sich freuen auf die Zeit nach der Rettung. Es gibt da viel zu spekulieren, aber zu viel oder überhaupt zu spekulieren ist gewiss nicht gesund und der Wille unseres Herrn. Hoffen ja, aber nicht ablenken lassen durch des Teufels Fallstricke. (Eines dieser Netze ist die WTG-Lehre, hüte Dich vor diesem Spinnen-Netz!
09
Gut, ich muss einfach nochmal:

Wie interpretiert ihr dann die Bibelstelle in Matthäus 5:5, wenn Jesus nicht ein Königreich gemeint hat, das über ein "irdischen Ableger" regieren wird?

Und wie Psalm 37:29 oder 2. Petrus 3:13?

So wie ihr das hier darstellt, ist es letztlich egal, ob man Jesus kennt oder nicht, denn man wird von ihm auf jeden Fall gerettet. Doch die "Komponenten" erst später zu erkennnen, halte ich für extrem riskant, zumal Jesus sie uns detailliert in der Bibel niederschreiben ließ. Einfach zu sagen, Jesus ist mein Herr - so wie es viele Anhänger der großen Kirche heute tun - und dann sein Wort jeden Tag bewusst zu brechen und seine Gebote zu missachten - damit ist es bestimmt auch nicht getan!

Und dazu gehört auch, zuerst das Königreich zu suchen und alle anderen Dinge werden uns hinzugefügt, das sagte Jesus selbst! Aber wie soll das jetzt genau gehen? Muss ich dazu eine Privatreligion installieren, in der ich mir aus allen Religionen die besten Stücke raussuche und neu kombiniere, oder soll ich Gottes Wort folgen? Würden dies alle tun, die sich heute Christ nennen, wären die Weltumstände ganz anders, doch es macht keiner! Also wo stehe ich? Wie kann ich eine "annehmbare Form der Anbetung" darreichen? Wie kann ich die Früchte des Geistes hervorbringen? Wie kann ich Zugang zum Königreich erhalten - egal wo es nun "stattfinden" wird?

Durch die Ablehnung der WTG-Lehre ist es zwar möglich, sich von einem geistigen Schrottplatz zu befreien - doch will ich nicht auf dem nächsten landen! Auf Jesus zu warten ist in mancher Situation nötig, doch ein Glaube ohne Werke ist tot! Doch wie belebe ich meinen Glauben bzw. wie kann ich ihn von so für mich fundamentalen Fragen wie eben dem Königreich separieren?

Der Bekehrte aus Bayern [09.01.2008]
10
Ohne Jesus können wir nichts tun. Weder nach einem Königreich trachten, noch es ergründen. Wenn du ne Gebrauchsanweisung willst, kann ich dir nicht wirklich helfen. Ich kann dir was aus meiner Erfahrung erzählen. Das wars dann aber auch schon. Deswegen ist es ja so wichtig, sich in Gemeinschaft zu begeben und in der Gemeinschaft mit seinen Geschwistern sich gegenseitig auszufragen und zu berichten.

Dann wirst du über deine jetzigen Pickel und Geschwüre schnell hinwegkommen. Aber bitte erwarte nicht, dass ich jetzt hier den Guru mach, der alles weiß. Geh in eine echte christliche Gemeinde. Das ist da, wo Jesus im Zentrum steht. Denn der Weg ins Königreich und auch das Trachten danach geht über ihn. Und nur über ihn.

Rüdiger [09.01.2008]
11
Jahre später: Das Königreich Gottes existiert schon auf Erden! Es hat mit Jesus begonnen. Überall da, wo Menschen sichtbar ihren Glauben leben - sie Einfluss nehmen und die Werte der Bibel vorleben, entsteht Reich Gottes - und es soll sich durch uns, die wir die Erlösung durch das Kreuz erlebt haben und somit in das Reich Gottes hineingeboren wurden, ausbreiten ... dazu leben wir auf dieser Erde ... dazu hat uns der Herr berufen!

Wir dürfen dem HERRN den Weg bereiten, mit ihm seine vollkommene Herrschaft auf Erden vorbereiten ... ihm ein Volk bereiten, das ihn erwartet und ihn liebt und kennt.

Jesus hat uns "Leben im Reich Gottes" vorgelebt und deshalb hat er uns ausgesandt und sagt: "Geht hinaus in alle Welt, macht Menschen zu Jüngern, heilt Kranke, befreit die, die in irgendwelchen Gefangenschaften, Abhängigkeiten etc. leben und weckt Tote auf ..." Das sind u.a. sichtbare Zeichen des bereits angebrochenen Königreichs Gottes.

Karin H. [14.09.2011]
12
Macht nicht aus dem Reich Gottes ein Weltverbesserungsprogramm. Das machen die Zeugen Jehovas. Doch das Reich ist nicht von dieser Welt und es wird nicht im Fleisch realisiert. Das Reich Gottes ist in Jesus, sicher hier schon in einer Vorschau sichtbar, aber es kann niemals ein weltpolitisches Konzept sein.

Rüdiger [14.09.2011]
13
hi Karin;

hast absolut Recht! Wo Gott (durch Jesus und den Heiligen Geist) regiert, gibt es sichtbare Veränderungen.

Gruss, Teetrinker [14.09.2011]
14
Hirnloses geschwafel! Da hat einer eindeutig gelesen und nix verstanden!

Anonym [04.03.2012]
15
Wer soll denn erfolgreich die Welt verbessern ?

Die UN ? Die Nato ?

Obama ? Oder Angie ?

Gem. Daniel 2:44 ist das Reich Christi ein weltpolitisches Konzept.

Die zahlreichen politischen Staaten dieser Welt werden nicht freiwillig ihre Souveränität an Christus abtreten.

Isabel [15.04.2012]
16
Judas Iskariot machte genau den selben Fehler. Er stufte Jesus als den größten Weltverbesserer ein, den er kannte, und versuchte, ihn durch Verrat mit der jüdischen Führung zusammen zu bringen. Doch Jesus stellte klar: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.

Die Illusion, die Nationen müssten ihre Souveränität an eine wie auch immer geartete Eine-Welt-Regierung abtreten, ist ein ganz grundlegender Gedanke der Freimaurerei. Auch hier lässt sich wieder die innere Verwandtschaft der Wachtturm-Gesellschaft mit der Freimaurerei erkennen. Und alles zusammen gipfelt in dem Ansinnen, Jesus politisch zu instrumentalisieren. So wie Judas Iskariot politische Fäden zu ziehen versuchte, möchte die Wachtturm-Gesellschaft eine Neue Welt errichten.

Dass Jesus jeden einzelnen Menschen rettet, verdrängt sie dabei und verbietet sogar den Kontakt zu Jesus. Wenn sie dies nicht tun würde, würde sie sofort alle Zeugen Jehovas verlieren. Denn wer Jesus annimmt, erkennt den Vater. Und flieht umgehend aus der Wachtturm-Gesellschaft.

Rüdiger [15.04.2012]
17
Hi Isabelle;

mir ist nicht so ganz klar, was Du sagen willst. Die Daniel-Stelle bezieht sich auf eine kommende Zeit.

Vor ein paar Wochen traf ich einen Häuptling der Massai. Sein Vater wurde Christ und las die Bibel. Das veränderte ihn - und das Dorf. Frauen wurden nicht mehr beschnitten, bekamen Rechte wie Männer, usw. usw. - von 500 Familien sind 350 Familien Christen.

Herrscht der Häuptling? Herrscht Christus?

Gott hat uns die Welt gegeben, damit wir Menschen "regieren" unter Christus.

Die Verweigerung der ZJ an dieser Verantwortung ist unbiblisch und falsch.

Christus wird eine Neue Welt schaffen. Aber nicht so, wie es die WTG wünscht. Bis dahin gilt:

1. Mose 1.26-28 Dann sagte Gott: "Jetzt wollen wir den Menschen machen, UNSER Ebenbild, das UNS ähnlich ist. Er soll über die ganze Erde verfügen: über die Tiere im Meer, am Himmel und auf der Erde." So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie. Er segnete sie und sprach: "Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!"

Gruss,

Teetrinker [17.04.2012]
18
Ich finde das sich jeder mal selber fragen sollte, Würde ich persöhnlich wie die Zeugen von Tür zu Tür von Haus zu haus gehen? Wenn man diese frage mit Nein beantworten muss. Dann ist man auch kein wahrer nachfolger Christi.
Die Fähigkeit, sich bis auf die Knochen für einen ausgedachten Gott zu blamieren und die Menschen von Jesus abzulenken, ist also ein Qualifikationskriterium für die Elite, die sich "Nachfolger Christi" nennen darf? Die Propaganda gegen Jesus ist also ein entscheidender Punkt, der Nachfolger Christi ausmacht? Die Unterbindung des Kontaktes zu Jesus ist also der wahre Kern eines echten Nachfolgers Christi? Das musst Du mir mal genauer erklären. [RH]
Die Christen des 1. JHD waren nähmlich solche Nachfolger Matt 28:19. Jeder der sich Christ nennt hat die Heilige Verpflichtung seinen nächsten dadrüber in kenntnis zu setzen ,das Gott eines Tages mal durch Jesus Christus eingreifen wird. Und alle Bösen Menschen vernichten wird.
Jesus ist gekommen, um die Sünder zu retten. Sünder sind böse Menschen. Was vertrittst Du hier für eine Lehre? Du sagst, dass alle Sünder (böse Menschen) vernichtet werden müssen? Das sagt Satan auch und freut sich drauf. Es ist sein sehnlichster Wunsch, das Ereignis Mensch ungeschehen zu machen. Doch Jesus ist gekommen, um die Sünder zu retten. Wie schaffst Du es, diese klare Aussage Jesu zu ignorieren? [RH]
Kann es vieleicht sein, das man nicht so sehr dadrüber nachgedacht hat was es bedeutet den nächsten so zu lieben wie sich selber. Jeder Mensch muss vor Gott laut Römer 14:12 Rächenschaft ablegen. Wie hat man sich das denn vorgesstellt.

Toni [21.10.2012]
Toni, folge erstmal Jesus nach, nicht einer irdischen Verlagsgesellschaft. Danach überlege Deine Aussagen neu. [RH]
19
Hallo Toni;

in der Bibel steht nirgendwo, dass wir von Haus zu Haus ziehen sollen. Im Gegenteil, das Vorbild Jesus hat es uns verboten. Weil es Jesus verboten hat, deswegen geht KEIN Christ von Haus zu Haus.

Lukas 10.7: Geht nicht von einem Haus zum andern.

Natürlich bekennen wir Jesus: wir halten Gottesdienste in der Stadt, laden ein, usw. Wir bekennen Jesus in unserem Haus (=Familie). Wir halten Treffen in den Häusern, sogar in Mietwohnungen. Und wenn wir eingeladen werden, machen wir gerne einen Besuch.

Gruss, Teetrinker [22.10.2012]
20
Hallo '''Teerinker,

Was ist das für ein Schwachsinn. Man sollte nicht Bibelstellen zitieren , wenn man ihren Sinn nicht versteht, Man kann nicht Bibelverse einzeln rausziehen, sondern muß den Sinn verstehen,was Jesus von seinen Nachfolgern erwartete, bis er wiederkommt.

Griß

Kaffeetrinker [03.12.2015]
Von Tür zu Tür, von Haus zu Haus - das heißt: Teppichverkäufer sein, Politiker im Wahlkampf, Hausierer, Versicherungsvertreter, Vertriebspersonal der Telekom und dergleichen. Das sind alles Leute, die ausschließlich für den eigenen Verdienst unterwegs sind. Das tun zum Beispiel auch die Zeugen Jehovas. Sie wollen sich das ewige Leben durch Hausieren verdienen. Das hat ihnen die Wachtturm-Gesellschaft eingeredet. Die Wachtturm-Gesellschaft verdient daran.

Die wortwörtliche Übersetzung heißt: Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um. Das heißt: Grast die Gegend nicht doppelt und dreifach ab, wenn eure ersten Gastgeber euch ablehnen. Jehovas Zeugen machen genau das Gegenteil. Sie hören niemals auf mit dem Hausieren, auch wenn sie abgelehnt werden.

Jesus erwartet, dass der Christ nur einen Herrn hat: Jesus Christus. Wer Jesus Christus hat, hat auch den Vater. Wovon das Herz voll ist, dessen fließt das Herz über. Kein Christ braucht sich darüber Sorgen zu machen, dass er zu wenig Zeugnis ablegt. Sind Menschen, die kein Zeugnis ablegen, Christen?

Man spürt Dir Deinen Hochmut ab. Soviel kann ich über Dich sagen, ohne die Unwahrheit zu sagen. [RH]
21
Hallo Kaffeetrinker;

die Urgemeinde traf sich in den Häusern, mussten sie auch, da sie aus den Synagogen vertrieben wurden und es keine Gemeinden oder ähnliches gab. Wir Christen treffen uns noch heute gerne in Häusern und sogar in Wohnungen. Und wir laden auch gerne dazu ein. Seltsamerweise steht das auch so in allen Urtexten und Bibeln, bis auf die WTG-Übersetzung.

Wir gehen nicht von Haus zu Haus, weil es Jesus verboten hat. Wir verkaufen nichts. Überleg mal, was die Wachtturmgesellschaft an Euch Vertretern verdient. (Auch wenn es nicht Deine Absicht ist und "nur" eine Spende erbettelt wird.)

Gruss

Teetrinker [23.03.2016]

PS: Sind Besuche in Wohnungen dann nicht "unbiblisch" nach Deinem Verständnis?

Fotos für Tablet oder Handy



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Erstellungsdatum: 08.01.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten