Neue Kirche gründen

Das Internet ist voll von religiös motivierten Seiten. Viele verfallen dem offenen Spiritismus, viele machen auf Privatreligion, einige bemühen sich ehrlich um Jesus Christus. Kürzlich las ich einige Beiträge, unter denen einer hervorstach, weil er humorvoll bemerkte: Wir sollten einen neue Kirche oder Gemeinschaft gründen. Diese Idee blitzt auch in unseren Kreisen als Witz auf, wenn auch selten, so doch immer wieder einmal. Deshalb möchte ich hier zu diesem Gedanken Stellung beziehen.

Für die Bindung eines Menschen an meine auf der Antichrist-Wachtturm geäußerten Gedanken übernehme ich jede Verantwortung. Denn ich habe immer und zu jeder Sekunde in der Verantwortung gegenüber Jesus Christus geschrieben. Die Antichrist-Wachtturm ist nach meiner Einschätzung tatsächlich eine kleine Kanonenkugel in die Eingeweide der Wachtturm-Lehre und gegen das Grauen, das durch Privatreligionen und Spiritismus kommt.

Doch kann und darf niemals eine Situation eintreten, dass diese Webseite etwas initiiert, das mehr ist als die ursprüngliche Intention. Wir verbreiten keine neue Lehre, keine neuen Erkenntnisse, keine neuen Ideen und erst recht nicht neue Wege! Wir berufen uns auf Jesus Christus, der in vielen Gemeinden und Kirchen verherrlicht wird. Dort ist Raum und Zeit, um in der Gemeinschaft mit anderen Christen Erfahrungen zu machen, die auf der Antichrist-Wachtturm angerissen worden sind.

In den bestehenden tatsächlich christlichen Gemeinschaften findet seit Martin Luther die Erkenntnis Jesu Christi statt. Jeder Neue, der diesen Gemeinschaften beitritt oder an ihnen teilnimmt und sich unbefangen und unter der Führung des Heiligen Geistes einbringt, ist nicht nur auf dem richtigen Weg, sondern kann für diese Gemeinschaften eine wichtige Bereicherung sein. Bei Gott gibt es keine Hierarchie nach menschlichen Maßstäben. Es ist nach dem Evangelium Jesu jederzeit möglich, dass der Kleinste die Obersten zurechtweist unter der Wirkung des Heiligen Geistes.

Jesus war zu seiner Erdenzeit immer gegen den Mainstream. Christen sind in ihrer Zeit immer gegen den Zeitgeist. Kirche und christliche Gemeinde ist immer gegen die Welt der schnellen Entscheidungen und gegen modezentrierte Gedanken und Impulse. Christen, die Jesus anhängen (muss man ja hinzufügen, um sich gegenüber "Christen" abzugrenzen, die einem Jehova huldigen), wissen um ihren Hirten und kennen seine Stimme. Sie finden immer die richtige Gemeinschaft und haben es nicht nötig, neue Kirchen zu gründen, weil es genug gute und echte Gemeinschaften gibt, die sich Jesus hingeben.

Die weltweite Internet-Vernetzung derer, die wirklich nach Jesus suchen, birgt die Möglichkeit, dass sie sich im Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten so zu Hause fühlen, dass sie über die bestehenden Gemeinschaften von Christen hinweg eine virtuelle Gemeinschaft aufbauen. Das ist richtig und gut. Aber die Christen vor Ort, das sind die mit den komischen Frisuren und den Hornbrillen und den Pickeln, die mit dem schlechten Gebiss und diesen manchmal total beknackten Anzügen und Kleidern, das sind die mit dem eklig übertriebenen Lippenstift und die, die immer so komisch zur Seite gucken, wenn man sich irgendwo hinsetzt, das sind die mit dem festen Lebensgebäude, das sind die, die so normal sind und angewiesen wie du auf Liebe und Anerkennung, diese Christen vor Ort, sicher in vielen Dingen irrend, immer wieder Versuchungen ausgesetzt und falsche Entscheidungen treffend, Fehler machende, auch oft bedrückte Personen, mit Sorgen bestückt und nicht immer mit dem Keep-Smiling ausgestattet, diese Christen vor Ort - sind deine wahren Brüder und Schwestern!

Sie stehen im Auftrag Jesu bereit, um das auszufüllen, was dir im Internet fehlt. Es ist die Belastung der menschlichen Normalität. Es ist die Ernüchterung vom Rausch des theoretischen Austauschs mit Menschen auf virtuellem Weg. Sie holen dich zurück auf den Teppich des blanken Glaubens an Jesus Christus. Sie sind der Spiegel des Willens Gottes, der brutal entschieden hat, dass wir nicht durch Wissen, sondern durch Glauben an den Namen Jesu gerettet werden sollen.

Gepriesen sei der Herr Jesus Christus, dass er alles so eingerichtet hat, wie er es eingerichtet hat. Ich folge seinem Ruf und seiner Liebe und treffe unweigerlich auf meine Brüder und Schwestern. Das Internet ist gut als Zeitung, als Anzeige, als Werbung, als Aufklärung, als Plattform für gute wissenschaftliche Arbeit. Aber wer Jesus nachfolgen will, kommt irgendwann und irgendwie an seinen Brüdern und Schwestern im wirklichen Leben nicht vorbei.

Das ist der Wille Gottes, dass dir die Omma Ute aus Dingsdorf mit ihrem Sauerkraut auf Schweinebraten klarmacht, dass christliche Gemeinschaft auch ohne Internet und im praktischen Leben möglich und nötig ist. Das Leben sind nicht hochtrabende Weisheiten. Das Leben sind die von Jesus Geretteten.

Gepriesen sei der Herr Jesus Christus.


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Erstellungsdatum: 05.11.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten