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Wachturm schreibt man eigentlich mit tt, viele schreiben Wachturm. Wachturm ist aber nicht richtig.
11 Kommentare online

Ein Blick ins Offenbarungsbuch

Zu Besuch bei meiner Freundin, die Zeugin Jehovas ist, sah ich das Offenbarungsbuch in Großdruckausgabe. Ich schlug es etwa in der Mitte auf und las einen kurzen Absatz, der mir die Sprache verschlug. Selbstverständlich versuchte ich, meiner Freundin klarzumachen, was für ein himmelschreiender Unsinn allein in diesem kleinen Absatz geschrieben stand. Doch schaltete sie in guter alter Zeugen-Jehovas-Manier sofort ihr Hirn auf Durchzug, so dass ich nur eine sehr geringe Chance hatte, mit meinen Bedenken bei ihr zu landen.

Mir ist es ein Rätsel, mit welcher Technik die Wachtturmgesellschaft ihre Leute dazu bringt, den offensichtlichen Unsinn des treuen und verständigen Sklaven zu glauben und alle Bedenken dagegen erst gar nicht anzuhören. Wie ein Wesen von einem anderen Stern verhält sich der brave Zeuge Jehovas und verschließt sich gegenüber allen berechtigten Bedenken und Einwänden, die die merkwürdigen Auslassungen der Brooklyner Zeitungsgesellschaft enthalten. Vielleicht ist es eine Entsprechung des Schweigegelübdes, das in anderen unbiblischen Religionen angewendet wird. Vielleicht ist es eine Entsprechung zur sexuellen Enthaltsamkeit, die Mönche und Priester sich selbst auferlegen, bis sie Kinder missbrauchen oder in anderer Hinsicht auffällig werden.

Auf jeden Fall ist es ein unnatürlicher Vorgang, ein abartiges Verhalten, das eine gewisse Grundgewissheit der eigenen Rein-Erhaltung produziert. Wie ein Kind, das von sich behaupten kann, noch niemals gelogen oder gestohlen zu haben, reserviert sich der Zeuge Jehovas mit diesem Verhalten eine gewisse Korrektheit im Verhalten, die er immer gegen die biblische Aussage von der Sündhaftigkeit aller Menschen hochhalten kann.

Als wenn Paulus alles umsonst geschrieben hätte, das darauf hindeutet, dass alle Menschen vor Gott versagt haben! Wie die katholische Kirche mit ihrer magischen Eucharistie-Handlung den Menschen die Einbildung vermittelt, man könne durch praktische Riten seine Sünden vor Gott tilgen, so lenken Religionen wie die der Wachtturmgesellschaft durch starres Festhalten an bestimmten, von anderen geforderten Verhaltensmustern davon ab, dass Gott selbst es ist, der aufgrund des Glaubens an Jesus Christus die Sünden nicht zurechnet.

Derjenige, der den Glauben an Jesus nicht gefunden hat, findet in diesen Ersatz-Riten einen Trost und eine Pseudo-Sündenvergebung, die ihn von der wirklichen Sündenvergebung ablenkt und abhält. Statt zu Jesus zu gehen und ihn vertrauensvoll zu bitten, werden Verhaltensmaßregeln erfunden und auf Gedeih und Verderb eingehalten, die die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus faktisch ersetzen. Das ist die perfekteste Methode, um Menschen von Jesus und vom ewigen Leben fernzuhalten. In allen kaputten Religionen dieser Welt finden wir den Mechanismus, der in der festen Bindung an bestimmte Riten die Einbildung des Menschen schürt, man sei ja so sehr auf die Vergebung dieses Jesus gar nicht angewiesen.

Der Unsinn aus dem Offenbarungsbuch

Während Johannes diesen starken Engel nachdenklich betrachtet, wird er von diesem selbst abgelenkt: "Und er [der Engel] schrie mit lauter Stimme, so als ob ein Löwe brüllt. Und als er schrie, erhoben die sieben Donner ihre eigenen Stimmen" (Offenbarung 10:3). Dieser laute Schrei erregt ziemlich sicher Johannes' Aufmerksamkeit und ist für ihn die Bestätigung, daß Jesus wirklich 'der Löwe aus dem Stamm Juda' ist (Offenbarung 5:5).
Offenbarungsbuch, Großdruckausgabe, Seite 393

Johannes betrachtet also diesen Engel nachdenklich. Niemand weiß, woher die Wachtturmgesellschaft diesen komischen Gedanken nimmt. Wie kann jemand auf den Gedanken kommen, ein Johannes, der eine solche Vision hat, wie der, der die Offenbarung geschrieben hat, könne angesichts der dort stattfindenden Ereignisse in Nachdenklichkeit verfallen!! Sicherlich kann jemand bei einem langweiligen Film oder einer inhaltlosen Vorlesung ins Nachdenken verfallen. Aber in einer so aufregenden Situation wie dieser des Johannes kann das nicht sein.

Worüber denkt Johannes nach? Beschaut er sich die Knie des Engels? Bestaunt er nachdenklich die Muskeln dieses starken Engels? Macht Johannes sich Gedanken über den Waschbrettbauch dieses Engels oder über die Bekleidung?

Und - oh Wunder! Johannes, der diesen Engel nachdenklich betrachtet, wird von diesem Engel selbst aus seiner geistigen Abwesenheit gerissen. Obwohl Johannes nachdenklich aufmerksam ist, wird er aus einer geistigen Abwesenheit, eben seiner Nachdenklichkeit gerissen. Und das auch noch von dem Objekt seiner Aufmerksamkeit selbst. Das ist ungefähr so hirnverbrannt, als wolle man von dem Zug nach Frankfurt in den Zug nach Frankfurt umsteigen. Das ist in etwa so daneben, als wolle man sich ein neues Auto kaufen und sich selbst ein Verkaufsangebot machen und dann auch noch zu sich selbst sagen: Okay. Das mach ich! Das Auto ist gekauft!

Das Gewäsch der Wachtturmschreiber ist dermaßen hohl, dass es in solchen Phasen schon die Treue der Zeugen Jehovas auf Herz und Nieren strapaziert, indem diese einen solchen Schwachsinn schlucken müssen, ohne darüber nachzudenken. Man liest das und blättert weiter. Das Denken ist abgeschaltet und der Zeuge schluckt nur noch, was er schlucken kann.

Der nächste Blödsinn besteht in dem Satzfragment: "Dieser laute Schrei erregt ziemlich sicher Johannes' Aufmerksamkeit". Als wenn Johannes unter Drogen stünde oder vom Fernsehen abgelenkt sei, wird hier vom treuen und verständigen Sklaven impliziert, Johannes Aufmerksamkeit müsse erst für den Engel geweckt werden. Und das, nachdem schon erwähnt wurde, dass Johannes den Engel nachdenklich betrachten würde. Was für ein geistiger Schleim wird hier ausgebreitet! Der treue und verständige Sklave schreibt nur um des Schreibens willen und kann sich sogar sicher sein, dass seine Gläubigen nicht ein Wort als den blanken Unsinn erkennen, der er nun einmal ist.

Als nächstes kommt der Höhepunkt der Schleimverspritzung, ein Erguss der kompletten Umnebelung des menschlichen Geistes: "Dieser laute Schrei ... ist für ihn die Bestätigung, daß Jesus wirklich 'der Löwe aus dem Stamm Juda' ist". Hier bringt es die Wachtturmgesellschaft fertig, die These einzuführen, dass durch Lautstärke Erkenntnis kommt. Die Lautstärke wird hier nach der Einsicht dieses Schreiber-Vereins aus Brooklyn zu einem Parameter der Erkenntnis! Johannes, der wohl die größte und heftigste Vision hatte, die jemals ein Mensch haben könnte, lernt hier angeblich etwas durch Lautstärke.

Wie müssen die Zeugen Jehovas von der Wachtturmgesellschaft ausgehöhlt worden sein, dass sie so einen himmelschreienden Unsinn schlucken. Sie schlucken diesen Unsinn ja nur. Begreifen können sie das alles nicht, sonst müssten sie vor Abscheu aufschreien ob der schwachsinnigen Ungereimtheiten des jeweiligen Textes!

Der treue und verständige Sklave hat seine Zeugen Jehovas durch Gehirnwäsche fest im Griff. Dieser teuflische Fesslungskünstler hat im Land Berlin schon den Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten. Wie stark wird sich die Niedermetzlung des Denkens noch durchsetzen, wenn schon Teile der deutschen Justiz von diesen Hirn-Entkernern eingelullt worden sind?

Liebe Richter! Ihr seid bestimmt ganz mies beraten worden. - Genau so verraten und verkauft sind die Zeugen Jehovas.


Kommentare

01
Erste Sahne! Alle Zeugen Jehovas sollten das lesen! Danke!

Mr. [05.01.2009]
02
Wie heißt es so schön: "Wer schreit, hat Unrecht".

Aber trotzdem, danke Rüdiger, für den hervorragenden Beitrag.

Freddy [06.01.2009]
03
Wenn man den Wachtturm liest, fällt auf, dass die Watchtower-Produzenten den Namen Jehova immer wieder mit dem Zusatz "Gott" versehen. Jehova Gott tat dies und das ... sie müssen diesem Namen immer wieder das Attribut "Gott" anhängen. Stell dir vor, du erzählst einem Arbeitskollegen, du fährst einen Opel Auto! Das ist doch nichts anderes als das Bekenntnis, dass niemand hinter der Marke Opel ein Auto vermuten würde. So müssen die Zeugen Jehovas immer wieder Jehova mit dem Hinweis "Gott" kennzeichnen.

Was für ein Armutszeugnis!

Rüdiger [15.03.2009]
04
@Rüdiger:

Schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist?

Weil die meisten beim Wort Jehova nicht an Gott denken, sondern an eine Erfindung der Zeugen Jehovas. Wobei die ZJ nicht die Einzigen sind, die glauben, dass Gottes Name Jehova ist.

Ein Armutszeugnis eher für alle, die das immer noch nicht begriffen haben, dass Jehova = Gott ist.

Lex [30.01.2010]
05
Ja, ich frage mich auch, warum die das einfach nicht begreifen! Nicht Jesus, der sogar durch den Namen Gottes (ich werde sein, der ich sein werde) angekündigt wurde, ist Gott, sondern eine lustige kreative Buchstabenmischung aus dem 12. oder 13. Jahrhundert ist Gott! Begreift das endlich, ihr Begriffsstutzigen! Es steht doch sogar immer extra dabei: Jehova Gott! Wie oft soll der Wachtturm das denn noch schreiben?

Rüdiger [30.01.2010]
06
Alter Falter, wie man sich so lange an nebensächlichen Formulierungen aufhängen kann. Dann war Johannes halt nicht nachdenklich, sondern konzentriert damit beschäftigt, die äusserst abstrakte Situation zu begreifen, damit er sie eben richtig verstehen, deuten und aufschreiben kann (er schreibt ja nur die bedeutungsschwangere Auflösung des wichtigsten Buches der Menschheit im Namen Gottes für die nächsten 2 Jahrtausende)! Johannes hat laut der Offenbarung solche Trips nicht gerade selten gemacht...vielleicht war er etwas routinierter im Umgang damit, als wir?
Da sieht man mal wieder, wozu diese phantasievollen Ausführungen der Wachtturmgesellschaft "gut" sind: Man muss sich eine Ausrede nach der anderen zusätzlich einfallen lassen, um die Wachtturm-Behauptungen noch einigermaßen stützen zu können.

"an nebensächlichen Formulierungen aufhängen"

Genau das ist das Hauptstilmittel der Wachtturmschreiber. Sie pumpen den Leser mit Abstrusitäten voll und schlussfolgern dann irgendwann aus hauchzarten, nebulösen Nicht-Fakten ihre besondere Antichrist-Theologie. Der Zeuge Jehovas bildet sich dann ein, alle Thesen der WTG seien höchst biblisch belegt. Dabei handelt es sich nur um mit "nebensächlichen Formulierungen" unterfütterte Unwahrheiten. [RH]
Wenn im besagten Buch so viel Schwachsinn steht, warum bringst du nicht ein paar mehr, und vor allem essenziellere Beispiele? Genau deswegen bin ich hier gelandet...weil ich echte Hinweise erhofft hatte.
Ich werde wegen Dir nicht den Lügenkeller der Wachtturmgesellschaft ausräumen. Mir ist lediglich wichtig, ein Beispiel gegeben zu haben für die irren Theorien der Jehovaisten und für ihre hinterlistigen Methoden. Mit ein bisschen klarem Verstand kann jeder Mensch die Lügen der Wachtturmgesellschaft aufdecken. [RH]
Bevor der Verdacht aufkommt...ich gehöre NICHT zum Verein der Zeugen, und habe dafür ganz eigene Gründe. Aber ich bin offen genug, um verschiedene Quellen erstmal anzuhören, um mir ein EIGENES Bild zu machen. So bin ich auch hier gelandet. Was hier jedoch substanzlos gehetzt wird, wirkt wie verbittertes Stammtischgerede.
Weit weg vom Stammtisch bist Du aber auch nicht. Während ich die tragenden Säulen der Wachtturmtheologie auf vielen Seiten dezidiert widerlegt habe, ergießt Du Dich hier in Ausreden ("vielleicht war er etwas routinierter") und legst Maßstäbe an, deren Erfüllung nicht geleistet werden kann. Dass diese Maßstäbe nicht erfüllt werden können, bewirkt die Wachtturmgesellschaft selbst, indem sie so nebulös und ideologisch schreibt, dass niemand mehr dem roten Faden folgen kann. [RH]
Enttäuschend...ich habe tatsächlich erwartet, mal stichhaltige Belege gegen die Bücher der ZJ zu finden.

Hackebart [24.03.2011]

PS.: Zum Namen Jehova..."eine lustige kreative Buchstabenmischung aus dem 12. oder 13. Jahrhundert" - auweiha - diskutier das mal mit nem Juden.
Es gibt und gab weltweit keinen Juden, der je das Wort Jehova für den Namen Gottes gehalten hätte. [RH]
(Pssst...Das Tetragramm wurde spätestens 840 v.Chr. auf der Mescha Stele außerbiblich belegt ;o))

Klar ist Jesus = Gott! Und dieser wurde vor fast 2000 Jahren von einem jüdischen Lynchmob hingerichtet - weil der mutmaßliche Erfinder des gesamten Kosmos diese Sackgasse eben nicht bedacht hat..."doh!" wird er sich gedacht haben.
Lieber geben sie sich offen als Gotteslästerer zu erkennen als zuzugeben, dass sie Jehovas Zeugen sind. [RH]
Würde mich nicht wundern, wenn als letzte Bestätigung, mein Beitrag gelöscht wird...haha.
07
Jehovas Zeugen gehören in Wahrheit nur einer politischen Vereinigung an, die das Ziel einer Neue-Welt-Regierung hat. Ein Erkennungszeichen ist ihr Von-Haus-zu-Haus-Gehen, das sie mit Parteikämpfern gemeinsam haben. Ein weiteres Erkennungszeichen sind ihre Ausführungen, denen niemand wirklich folgen kann und die dann später unter "Neuem Licht" verschwinden. Wie Merkel und Brüderle das Volk in Sachen Atomkraftwerke fortwährend anlügen, so lügt die Wachtturmgesellschaft. Es ist alles reine Politik unter dem religiösen Deckmäntelchen.

Das "Neue Licht" der Frau Dr. Merkel ist der Atom-Ausstieg - aber nur bis die Wahlen vorbei sind. Ähnlich dreist ändert die Wachtturmgesellschaft ihre Lehren.

Rüdiger [24.03.2011]
08
13 Jahre lang war ich bei den "Zeugen". Sie haben meine Jugend durch die erwähnte "Hirnwäsche" dermaßen beeinflusst, dass ich leider sehr lange gebraucht habe, um mich abzuwenden. Erst aus meiner jetzigen Perspektive kann ich erkennen, wie man dort eingeschränkt und manipuliert wurde. Es ist wahr, dass man sich an nebensächlichen Kleinigkeiten aufhalten musste. Aber durch die wöchentliche Welle von Eindrücken blieb keine Zeit für eigene Gedanken. Es macht mich nachdenklich, dass sich eine solche Masse von Menschen so beeinflussen lässt. Es wird Gedankengut behandelt, welches absolut nicht für junge Leute und deren Naivität geeignet ist. Nichts ist so present, wie der Teufel und alles was schlecht ist. Diese "Religionsgemeinschaft" (eigentlich ist es ja eine Sekte) hofft, alle Menschen in die gleiche "Form" pressen zu können und sie begreifen nicht, dass das menschliche Wesen viel zu individuell dafür ist. Es war das beste, was mir passieren konnte endlich die Augen zu öffnen. Auf alle Fälle kann ich bestätigen, dass die einen dazu bringen können, das eigene wertvolle Leben dafür zu "opfern", praktisch andere Menschen in den gleichen Teufelskreis zu befördern. Das musste ich alles mal loswerden.

Jessy [23.07.2011]
09
Hallo Jessy,

wir hatten hier für 10 Tage eine Dame zu Gast, die sich von Bahnhofsmission zu Bahnhofsmission durchschlägt und dabei ihre Würde nicht zu verlieren scheint. Auffällig an ihr war die negative Redensweise über andere und ihre religiöse Ader. Die Bibel hat sie nie gelesen, denn die wurde ja von Menschen geschrieben. Und Sünde kannte sie nicht und wollte auch nicht wissen, was das ist. Aber religiös ist sie durch und durch. Sie sammelt alles, was aus katholischen, esotherischen und ähnlichen Quellen stammt, vermischt es miteinander, gibt ihre eigene Weisheit dazu und sieht sich unterm Strich als Friedensengel. Mich als Christ lockte sie damit aus allen Reserven, bis ich mehrfach eine klare Abgrenzung vornahm.

Religiosität ist nichts, Jesus ist alles. Das habe ich auf diese Art noch einmal so krass erfahren, dass ich dies als Antwort bringe. Wenn Du der Irrlehre entronnen bist, hast Du nichts gewonnen, wenn Du nicht zu Jesus gefunden hast. Die menschliche Religiosität öffnet alle Türen und Tore, dass unirdische Gewalten einziehen können. Mit Religiosität gewinnt der Mensch nichts. Mit Jesus gewinnt er das Leben.

Bedenken wir, wozu die Wachtturmgesellschaft organisiert wurde! Sie lenkt ehrlich suchende Menschen von Jesus ab. Wer ihr entrinnt und dennoch nicht Jesus fragt, ob er lebt und was er will, der hat zwar vordergründig seine Ruhe gefunden, aber er steht vor Gott genauso da wie vorher.

Und du kannst ihnen immer wieder beweisen, dass ihre religiösen Thesen nur Schwachsinn sind, sie wollen es nicht sehen und hören. Sie sind so gefangen in ihrer Besonderheit, dass sie diese religiösen Krücken nicht wegwerfen wollen. Doch Jesus sagt zu dem Lahmen: Wirf deine Krücken weg und geh!

Rüdiger [24.07.2011]

P.S.: Dieses Beispiel soll zeigen, dass Jehovas Zeugen nur eine Spielart der Ablenkung von der Wahrheit sind. Neben ihnen gibt es massenweise mehr davon.

P.P.S.: Um die Sache abzurunden: Wenn wir unsere Würde aus religionistischen Bruchstücken zusammenbasteln, haben wir schon verhindert, dass wir unsere eigene Würde behalten können. Der einzige Weg, die eigene Würde in gottgefälliger Weise aufrecht zu erhalten, ist die Annahme der Würde, die Jesus schenkt. Er ist der einzige, der es versteht, uns zu "reparieren" (zu heilen), ohne uns unserer Würde zu berauben.
10
Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen. Ich kenne auch ein paar Ex-Zeugen Jehovas, die, nachdem sie diese Gemeinschaft verlassen hatten, erst mal in ein tiefes Loch der Selbstzweifel fielen. Da sie nun auf einmal sehr viel mehr freie Zeit zur Verfügung hatten, nutzen sie diese, um sich davon abzulenken, indem sie entweder alles nachzuholen begannen, was in der Sekte verpönt war - sie stürzten sich ins Nachtleben, fingen zu rauchen an, lebten ihre Sexualität aus, und dergleichen mehr - oder sie beschäftigten sich mit fernöstlicher Religion, Mystik, Esoterik und so weiter.

Sie wurden zu genau dem, wovor die Wachtturmreligion ihre Mitglieder immer wieder warnt. Ungewollt spielen sie aber so ihren ehemaligen Herren im Glauben genau in die Karten. Die Verantwortlichen der Brooklyn-Sekte können nun genüsslich ihren Schäfchen sagen: "Seht her! Das passiert mit euch, wenn ihr unsere Wahrheit verlasst."

Daher ist es von Rüdiger sehr gut formuliert, wenn er in gewisser Weise sagt, das die Ex-Zeugen ihren Ausstieg nicht als Freiheit von etwas - sondern als Freiheit für etwas ansehen sollten. Nämlich als ein Freisein für Jesus Christus.

Ich würde jeder(n) Aussteiger(in) empfehlen, sich etwas von der Selbstdisziplin zu erhalten, die sie oder er in der Sekte für z.B. Vorbereitungen für die Versammlung, Predigtdienst und anderen Aktivitäten hatte oder haben musste. Diese könnte sie (er) nun mit der Zeit, die er (sie) jetzt mehr zur Verfügung hat, nutzen, um beispielsweise weiterhin die Bibel (aber diesmal eine gute Übersetzung) ohne Wachtturm-Brille zu lesen. Oder mal in eine Freikirche oder evangelische Kirche den Gottesdienst unverbindlich besuchen gehen. Vielleicht wäre sie/er ja positiv überrascht, wenn sie/er feststellt, dass es auch dort echte, engagierte Christinnen und Christen gibt.

Aber auch auf Seiten wie diese gibt es jede Menge nützliche Hinweise und Tipps. Kopf hoch Jessy und alle anderen "Befreiten". Wenn Ihr wollt, könnt Ihr den Weg zu Jesus finden! Kommt her und seht. Es ist von Jesus alles vorbereitet worden. Jetzt liegt es an Euch.

Liebe Grüße,

Tomboy [24.07.2011]
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Ich war selber viele Jahre mit Zeugen Jehovas verbunden. Alles ist ein manipuliertes Denken der Wachturmgesellschaft, alles, was außerhalb der Versammlung ist, ist schlecht - die Welt. Auf jeden Fall sind alle Zeugen, die ich kenne, große Lügner. Sie lügen dir ins Gesicht, um ihre Organisation zu schützen.

Fazit: Eine perverse, verlogene und arrogante Religionsgemeinschaft!

Jürgen [27.02.2012]
Hallo Jürgen, diese Worte sind eher nur dazu geeignet, den Vorwurf der Hetze zu begründen. Deine Skizzierung ließe sich ertragen, wenn sie wenigstens ein konkretes Beispiel beinhalten würde. Was Du über die Zeugen Jehovas ablässt, ist zu pauschal und lässt sich ebenso gut auf die Katholische Kirche anwenden. Und große Lügner vor Gott sind wir alle, Jürgen. Sogar die Einbildung, wir gehörten noch zu den weniger großen Lügnern, ist in sich selbst schon wieder eine so große Lüge, dass wir zurückfallen in die Reihen derer, die wir beschuldigen. Damit will ich sagen, dass alle Menschen das Zeug dazu haben, das Allerschlimmste zu tun, und ich will sagen, dass nicht die einzelnen Täter anzuklagen sind. Diesen Job haben wir nicht und als Ankläger wären Du und ich am falschen Ort, denn wir beide sitzen wie alle Menschen auf der Anklagebank.

Ich kenne eine Zeugin Jehovas, die sehr ehrlich mit sich selbst und anderen umgeht, obwohl sie die Lügen der Wachtturm-Lehre aufrecht erhalten muss, um nicht aus dem Verein hinauszufliegen. Wenn Du behauptest, alle Zeugen Jehovas, die Du kennst, seien große Lügner, tust Du großes Unrecht, denn eine solche Anhäufung einer bestimmten Untugend ist sehr unwahrscheinlich, oder Du tust großes Unrecht, weil Du Dich nicht darum gekümmert hast, ob es noch andere Zeugen Jehovas gibt, die keine großen Lügner sind.

Wenn Du in einem Konflikt warst, in dem Du geschasst wurdest, wäre die Situation gegeben, die Deine Äußerung einigermaßen erklären könnte. Doch dann ist es völliger Humbug, eine solche pauschale Äußerung abzulassen. Dann solltest Du Dir die Mühe machen und die Sachlage schildern. Der Eindruck oder die Sichtweise, ein Mensch sei automatisch nicht unbedingt ein großer Lügner, wenn er kein Zeuge Jehovas wäre, ist falsch, unangemessen und gefährlich. Niemand kann und darf Jehovas Zeugen pauschal aburteilen, egal, welche üblen Erfahrungen er gemacht hat. Und wenn auf diesen Seiten bei einigen Lesern dieser Eindruck entsteht, entgegne ich, dass hier lediglich die Lehre des falschen Propheten aufgedeckt werden soll.

Du kannst, wenn Du Fakten benennst, dazu beitragen. [RH]


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© R. Hentschel ♦ Erstellungsdatum: 05.01.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten
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