Der Wachtturm propagiert, dass es Götzendienst sei, Jesus anzubeten. Und der Wachtturm behauptet, dass auch die Urchristen wie heute die Zeugen Jehovas Jesus nicht angebetet hätten. Denn nach der Lehre des Wachtturm hätten sie ja dann Götzendienst betrieben. Alle Bibelstellen, die darauf hinweisen, dass sich jemand im Gebet an Jesus wendet, werden vom Wachtturm anders ausgelegt oder einfach weggelassen. Sogar Offenbarung 5, 12 bis 14, wo geschrieben steht, dass das Lamm in absolut gleicher Weise wie der, der auf dem Thron sitzt, angebetet wird, versucht der Wachtturm durch strikte Falschauslegung zu leugnen. Diese Bibelstellen finden sich in der Wachtturmliteratur niemals als Ganzes, sondern immer nur zerstückelt und in einen falschen Zusammenhang gebettet.
Alles Streben des Wachtturm läuft darauf hinaus, Jesus nur als den größten Zeugen Jehovas und den größten Menschen hinzustellen. Der Mittelpunkt dieser These ist, dass er angeblich nie seine eigene Anbetung wollte und dass dementsprechend die ersten Christen ihn auch nicht angebetet hätten. Völlig ausgeblendet wird die Tatsache, dass Jesus klar auf seine eigene Verherrlichung hingewiesen hat. (Joh 12,23: Jesus aber antwortet ihnen und spricht: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde.)
Ein interessantes Dokument für den Grund der Hinrichtung Jesu!
Im Talmud lesen wir: "Am Freitag und Vorabend des Passah hängte man Jesus (Yeshu von Nazareth) und der Ausrufer ging vierzig Tage vor ihm aus: »Er geht hinaus, um gesteinigt zu werden, weil er gezaubert hat und Israel zum Götzendienst verleitet und verführt hat. Jeder, der etwas zu seiner Entlastung weiß, komme und bringe es für ihn vor.« Aber sie fanden für ihn keine Entlastung und hängten ihn am Freitag und Vorabend des Passah."
Damit ist der geschichtliche Beweis gegeben, dass sich die Thesen des Wachtturm mit den Ansichten des Judentums darin auffällig decken, Jesus als Grund zum Götzendienst anzusehen. Wie für die Juden der offizielle religiöse Grund zur Hinrichtung Jesu die Verführung zum Götzendienst war, ist heute genau dies der Grund für die Zeugen Jehovas, mit Jesus nicht zu reden und ihn nicht anzubeten. Die Lehre der Wachtturmgesellschaft übernimmt die Schuldzuweisungen der damaligen religiösen Obrigkeit der Juden, um noch heute mit jedem gewonnenen Zeugen Jehovas Jesus erneut zu kreuzigen.
Mit nichts auf der Welt lässt sich besser darstellen, Jesus in voller Gänze zu verdammen, als durch die Übernahme des Todesurteils derer, die ihn kreuzigten. Die Abwendung der Zeugen Jehovas von Jesus, der Gott ist, steht im Mittelpunkt der gesamten Ausrichtung der Wachtturmlehre. Deswegen kann der WTG-Jehova nicht Gott sein, der WTG-Jehova ist nicht der Vater Jesu Christi.
Die erschreckende Übereinstimmung des WTG-Jehova, des Ersatzgottes jener Gesellschaft, die Jesus aus dem selben Grund verpönt wie die, die ihn gekreuzigt haben, mit dem Jehova-Begriff der Freimaurer besteht in der Entfernung des Christus, der Gott ist. Damit reiht sich die Wachtturmgesellschaft ein in den bunten Haufen der menschlichen Vereinigungen, die Jesus als Gott beseitigen wollen. Die Wachtturmgesellschaft geht den selben Weg wie alle anderen menschlichen Organisationen auch. Sie will die vollkommen gültige Rettung allein im Glauben an Jesus als nicht existent und nicht wirksam hinstellen.
Zeugin Jehovas, wenn du einmal von Gott gefragt werden wirst, warum du nie Jesus in dein Leben eingelassen hast, reicht es nicht aus, mit den Schultern zu zucken und zu sagen: "Ich habe treudoof der Wachtturmgesellschaft geglaubt."
Du hast die Verantwortung, alles zu prüfen. Auch wenn dir der Wachtturm das verbietet. Nein! Gerade weil es dir der Wachtturm verbietet!