Sie benötigten immer die Einsichtenbücher

von Marco E.

Hallo Rüdiger, ich muss noch ein paar Zeilen loswerden, weil ich nicht wirklich jemanden hab, mit dem ich über die Sachen reden kann, beziehungsweise sich keiner interessiert. Zu meiner Person: Ich bin verheiratet und habe drei Kinder. Meine Familie hat schon so einiges wegen mir durchgemacht und hat mir trotzdem treu zur Seite gestanden. Letztes Jahr habe ich angefangen, in meinem Leben aufzuräumen (wie ich es schon so oft angefangen hatte). Aber diesmal wollte ich es richtig machen, habe mir einen Job besorgt und meiner kriminellen Vergangenheit den Rücken gekehrt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte sich eigentlich alles zum Besten. Es war alles super, Job lief, eine Super-Frau, tolle Kinder - aber da war diese Leere.

Und dann wollte ich die Leere füllen und wie ein Wunder standen die "Jehovas Zeugen" vor der Hütte. Ich vereinbarte einen Termin und sie sind gekommen. Nach zwei Stunden Bibelverse aufschlagen und Fragen beantworten war ich positiv überrascht, dass ich nach einem neuen Termin gefragt wurde! Naja, langer Rede kurzer Sinn - ich war beeindruckt von der netten, freundlichen Art, die Sie mir entgegenbrachten. Wir trafen uns regelmäßig und die Gespräche wurden auch immer privater. So lernten Sie mich immer besser kennen, aber ich wusste nichts über sie.

Meine Frau meinte immer: "Die sind zu nett, die wollen irgendwas". Es gab auch teilweise Streit wegen der Zeugen. Ich hatte es bis dahin immer nur mit Gaunern, Verbrechern usw. zu tun. Mein ganzes Leben lang. Und jetzt kommen da die netten Leute und bringen mir die Bibel, Literatur usw. alles umsonst. Und das soll jetzt auch wieder schlecht sein? Das wollte ich nicht glauben.

Um das abzukürzen: Ich studierte wie ein Wilder die Heilige Schrift, traf mich mit anderen Christen, hielt nächtelange Gespräche mit Anhängern des Islam usw., wurde zwar nicht gern gesehen, aber was wollten sie schon machen, ich bin schon eine "überzeugende Erscheinung" - hahaha. Naja, ich ging nun aber auch schon brav in die Versammlungen und hatte meine Frau im Schlepptau und manchmal auch die Kinder.

Aber wie das so ist, wird das Licht bei einem "wahrhaftig Suchenden" immer heller und ich habe ziemlich schnell begriffen, dass die einzelnen Personen gar keinen Schimmer haben von dem, was sie da quatschen. Es sind Puppen ohne eine eigene Meinung. Wenn ich einen Bibelvers nannte und mit ihnen darüber sprechen wollte, benötigten sie immer die "Einsichtenbücher". Ich habe mittlerweile so ziemlich alle Lehrbücher der Wachtturm-Sekte von ihnen erhalten, um mir zu antworten.

Als ich anfing, sie nach ihrer eigenen Meinung zu fragen, kam nur geistige Leere und die verschiedensten Ausreden. Von da an merkte ich, dass da was nicht stimmt, und hab unabhängig in der Schrift geforscht. Ich machte mir ein eigenes Bild und es kam zu geistigen Konfrontationen im Bibelstudium. Auf die Frage "Was mit mir los sei" zitierte ich Luther "... alleine die Schrift muss mich überzeugen ... usw.

Da wünschten Sie mir noch "Jehovas Segen" (mit knirschenden Zähnen) hahaha. Als ich dann aber nicht mehr die Versammlung besuchte und beim letzten Bibelstudium mich zum "Herrn Jesus Christus" bekannte, war alles aus. Ich habe mir ehrlich sehr viel Mühe gemacht, sie anhand ihrer eigenen Literatur "WAS LEHRT DIE BIBEL wirklich?" festzunageln. Habe es auch mit Hilfe des "Herrn" geschafft. Jetzt meldet sich keiner mehr. Das frustet mich, weil ich muss das rauslassen und jetzt hat keiner mehr den Mut herzukommen.

Wir hatten bis Dato eigentlich ein freundschaftliches (wahrscheinlich nur "Schein"-)Verhältnis. Das Studium war letzte Woche Donnerstag, seit dem kein Zeichen, keine Beantwortung meiner Sms. Das macht mich traurig, wütend, aber bestärkt mich auch in meiner (bisher nur kleinen) Erkenntnis der Schrift. Letzte Woche bin ich auch auf Deine Seite gestoßen und kann Deine Meinung nur teilen, und nicht weil ich von Dir beeinflusst wurde, sondern weil ich MEIN Verständnis der Bibel in Deinen Worten wiedererkannt habe. Ich würde mich freuen, wenn ich öfter mal schreiben dürfte, um mich mit Dir auszutauschen!

Gruß

Marco


Kommentare
01
Hallo Marco,

ich sehe das so, dass Du genau in dem Moment des Bekenntnisses zu Jesus das Wirken seines Geistes in Deinem Leben erlaubt hast. Ein Aspekt dieses Wirkens des Heiligen Geistes ist der intuitive Wunsch, für Jehovas Zeugen als Anstoß zum Nachdenken da sein zu wollen. Dies verwehren sie Dir. Sie können es sich nicht erlauben, von einem, der durch Jesus bewegt ist, belehren bzw. provozieren zu lassen. Einen Menschen, der sich zu Jesus bekennt, scheuen sie sehr.

Deine persönlichen Kandidaten kannst Du nun nicht mehr erreichen, doch kannst Du übers Internet viele erreichen.

Was mir grad durch den Sinn geht, das ist das von uns total unabhängige Wirken des Geistes Christi. Du erkennst in meinen Artikeln wieder, was Du von Jesus selbst weißt. Genau das ist die Leitung des Heiligen Geistes. Niemand von uns hat es nötig, sich in einer Organisation gleichschalten zu lassen. Wir haben Jesus. :-)

Grüße,

Rüdiger [16.10.2011]

PS: Ich muss mich korrigieren. Das Wirken des Geistes war schon vor dem Bekenntnis da. Aber das Bekenntnis zu Jesus durchbricht Mauern. So habe ich es erlebt.
02
Lieber Marco,

es freut mich von ganzem Herzen für Dich, dass Dein Verstand Dir Warnsignale gesendet - und Du sie auch verstanden hast. Wärst Du auf diesen Wahnsinn reingefallen, hättest Du die Leere für den Rest Deines Lebens spüren müssen.

Jetzt hast Du Jesus die Tür in Dein Herz geöffnet und wie Du schreibst, liebst Du eine wunderbare Frau und bist stolzer Vater. Welch glücklicher Mann musst Du sein.

Alles Gute für Dich! Der Herr sei mit Dir!

G.H. [19.10.2011]
03
Hallo Rüdiger,

als aller erstes herzlichen Dank an G.H. und du hast recht. Ich bin gesegnet mit einer ganz tollen Familie und stolz drauf.

Nun Rüdiger, wieder einmal musste ich am eigenen Leib erfahren, wie die Jehovas Zeugen so drauf sind. Zuerst 2 Wochen nicht gemeldet, (was bei unserer angeblich freundschaftlichen Beziehung nicht typisch war) und dann mit einem unschuldigem Gesicht auf einmal vor mir stehen und nach den Einsichtenbüchern fragen, die er gerade bräuchte. Natürlich hab ich sie ihm gegeben, sind ja seine. Tief in mir drin hatte ich das Bedürfnis, ihn zur Rede zu stellen, aber ich war nicht alleine und wollte ihn nicht vor meinem Besuch damit konfrontieren. Ich glaube du kannst mich verstehen, Rüdiger. Ich hatte wirklich gedacht, in ihm einen echten Freund gefunden zu haben. In den zehn Monaten, wo wir "studiert" haben (oder vielmehr ich studiert habe), entwickelte sich ein enges Verhältnis zu mir und meiner Familie (wobei ich mit Entäuschung in meinem Herzen glaube, dass es alles nur zur Strategie gehört, um die Menschen zu gewinnen). Naja, jedenfalls war ich froh, dass er mich fragte, ob wir uns nochmal treffen würden und ob ich es mir vorstellen könnte, in dem Buch "Was Lehrt Die Bibel wirklich" weiterzumachen.

Als Antwort gab ich ihm, dass wir erst noch was zu klären hätten in Bezug auf Jesus Christus, und fragte ihn, ob er alleine kommen würde (was er in letzter Zeit nicht mehr gemacht hatte). Darauf bekam ich keine direkte Antwort, aber die Frage, ob ich so fair sein würde, meine Fragen schon preiszugeben, so dass die Chance da wäre, sich darauf vorzubereiten. Liebe Leser, ich hatte nie und habe auch heute nichts zu verbergen und natürlich kann sich jeder vorbereiten, wenn der Grundstein für den Glauben die Heilige Schrift ist, dürfte man eigentlich immer nur auf einen Nenner kommen. OK, Termin am Montag den 24.10.11 19:00 Uhr stand fest. Sie sind zu zweit gekommen, waren vorbereitet, ich auch, (hab mir mit Word Pad einen Vier-Seiten-Bericht mit den Aussagen des Herrn Jesus Christus zusammengestellt, (aus verschiedenen Bibelübersetzungen), und ausgedruckt).

Wie immer freundliche Begrüßung, Gerede über das Alltägliche und das übliche Gebet zu Jehova (von dem ich mich enthielt). Nun wollte ich meine biblischen Beweise über die Stellung Jesu vortragen, mit dem wirklichen GLAUBEN daran die beiden zum Nachdenken zu bewegen, da ging es schon los. Schlag mal ... auf und lies mal vor, wenn du möchtest, und dann hier lies mal ... usw. Als ich irgenwann mal das Wort an mich gerissen hatte und den Dialog zwischen Jesus und Philippus in Johannes 14 erwähnte (nur eines von vielen Beispielen), kam es durch meine "Uneinsichtigkeit" und durch die Schuppen vor meinen Augen usw. zu kleinen hitzigen Diskussionen. Ich wurde noch mit den dümmsten Versinnbildlichungen vollgetextet und noch andernen "Lügengeschichten", die ich hier alle nacheinander preisgeben werde. Aber auf einmal zeigten sie ihr wahres Gesicht, indem sie mir mit dem "ewigen Tod" drohten. Und immer wieder betonten sie, ein Christ benötigt die Gemeinschaft, alleine könnte er nicht bestehen, und ich konterte, dass ich nicht alleine bin, sondern JESUS CHRISTUS habe usw.

Anhand eines Beispiels offenbarten sie mir, dass wenn irgendwas noch nicht im Wachtturm durchgenommen wäre, müsste man sich auch keine Gedanken darüber machen (oder so ähnlich, den genauen Wortlaut bekomme ich nicht mehr zusammen). Und Sie würden auf keinen Fall mit mir die Bibel auseinanderpflücken, sondern ich sollte mal einfach ihnen vertrauen, beziehungsweise Jehova und dem Treuen Verständigen Sklaven. Und wenn man nicht einsichtig ist, sie zitierten noch einen Bibelvers, würden sich nur unnütze Streitgespräche entwickeln, und dann wäre es besser, das Studium zu beenden. Also Fakt ist, solche Menschen sind völlig geblendet und es ist kein Rankommen, was ich persönlich sehr schade finde. Ich wollte lediglich, dass sie sich die Bibel mal genauer ansehen und mir ihre eigene Meinung zu den Bibeltexten schildern, aber keine Chance. Einen Tag später (ich hatte mit meiner Frau gesprochen) entschied ich mich, die Treffen zu beenden. Wie und was dabei herauskam, schreibe ich euch beim nächsten Mal. Ich will mich noch bei Rüdiger bedanken, der diese Seite ins Leben gerufen hat und ich hier meine eigenen Erfahrungen mit einbringen darf. DANKE

Marco E. [27.10.2011]
04
Hallo Marco,

die Vorgehensweise der Zeugen Jehovas ist an sich gut zu verstehen. Sie entwickeln im Laufe ihres langjährigen Predigtdienstes ein untrügliches Gespür dafür, ob jemand an Jesus hängt oder ob er für Jehova zu gewinnen ist. Sie wissen genau, dass ein Mensch, der zu Jesus Ja gesagt hat, für sie auf ewig verloren ist und dass keine Chance besteht, diesen Menschen in ihre Welt-Religion hineinzuziehen, selbst wenn dieser Christ durch ihre Theorien ins Nachdenken gerät. Auch ich hatte eine Phase, in der ich ausgiebig die Thesen der Wachtturm-Gesellschaft durchdachte und mich fragte, ob nicht doch etwas daran stimmen könnte. Das war ein wochenlanger Kampf und ich muss im Nachhinein sagen, dieser Kampf war aus meiner Sicht am Rand des Abgrunds, aber aus jetziger Sicht nie gefährlich, denn Jesus führt seine Leute auch auf solchen Wegen.

Das wissen Jehovas Zeugen aus Erfahrung und sie erkennen (mit innerer Abscheu), wenn ein Mensch zu Jesus gehört. Im Zuge der Ökonomie ihres Predigtdienstes müssen sie dann eine Wachtturm-gemäße Entscheidung fällen, denn mit Liebe können sie nicht operieren. Gegenbeispiel ist meine Freundschaft zu einer Zeugin Jehovas, die von mir mein Leben lang - wenn wir so lange noch Kontakt haben - Zeugnis von Jesus erhält. Da gibt es keine Ökonomie, kein rationales Vorgehen, keine Einschränkungen zugunsten der Zweckmäßigkeit. Dass mein Zeugnisgeben nicht wirklich ökonomisch geplant ist, ist dabei nicht mein Problem, sondern Jesus macht das Beste daraus. (Zum Beispiel durch diese Webseite, die ja eigentlich nur das verarbeitet, was ich mit meiner Freundin ausfechte.)

Die Einsamkeit der Zeugen Jehovas ist grenzenlos in ihrem Predigtdienst. An diesem Brief kannst Du ein bisschen erkennen, in welcher bedrückenden Lage sich Jehovas Zeugen befinden.

Rüdiger [27.10.2011]
05
Ich danke allen Briefeschreibern dieser Seite und denke, ich habe etwas über die Zeugen Johovas gelernt. Könnt ihr mir erklären, wie es zu der Sekte (?) "Zeugen Jehovas" gekommen ist? Ich benötige aber auch noch dringend Hilfe zum Umgang mit den Zeugen Jehovas, denn einer meiner Söhne hat eine Tochter aus einer Familie Zeugen Jehovas geheiratet. Nun weiß ich, dass die ZJ kein Weihnachten feiern und auch Geburtstage nicht gefeiert werden. Warum Weihnachten nicht gefeiert wird, habe ich durch eure Diskussion erfahren. Aber warum keine Geburtstage? Wir haben immer das Weihnachtsfest gefeiert, obwohl wir das nur aus Tradition feierten. Und ich denke noch sehr gern an die Weihnachten, als alle unsere Kinder noch klein waren. Und in diesem Jahr darf (?) unser frisch verheirateter Sohn keinen Weihnachtsbaum aufstellen, weil es angeblich keinen Platz in der Stube dafür gibt. Gut, er wußte, worauf er sich mit dieser Heirat einläßt, aber sind die ZJ wirklich so egoistisch? Angeblich hat mein Sohn seiner Frau schon gesagt, dass, falls sie einmal ein Kind haben werden und dieses schwer krank wird, alles zur Rettung - wirklich alles - getan werden wird. In nächster Zeit werden mich die Schwiegereltern meines Sohnes und seine Ehefrau (ein sehr nettes Frauchn) besuchen kommen und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich habe die Schwiegereltern schon vor der Hochzeit unserer Kinder kennen gelernt. Es sind wirklich nette, höfliche und zuvorkommende Leute, genauso meine Schwiegertochter. Für eure Ratschläge bin ich sehr dankbar.

GMH [10.12.2011]
06
Zeugen Jehovas sind ja keine Marsmenschen. Insofern habe ich jetzt keine Idee, was Dir zu raten wäre, außer dem, was jedem Menschen zu raten ist, nämlich Jesus ernstzunehmen. Ansonsten würde ich sagen: Sei neugierig und offen. Und bleib ehrlich.

Echte Christen sind eher nicht von dieser Welt - sie gehören zum Reich Christi. Dennoch erscheinen sie gegenüber ihren Mitmenschen ganz normal. Die Abgehobenheit der jehovaistischen Nachahmer ist künstlich und entspricht nicht dem, was Jesus seinen Jüngern vermacht. Kann ganz spannend sein, Zeugen Jehovas in der Familie zu erleben.

Schöne Grüße,

Rüdiger [10.12.2011]
07
Hallo lieber GMH: Du fragst nach Rat, wie man mit den Zeugen Jehovas als angeheiratete Verwandtschaft umgehen sollte? Keine einfache Angelegenheit, aber ich schreibe Dir mal als ehemaliger Zeuge, was mir zu diesem Thema ad hoc wichtig erscheint.

Eine gute Nachricht wäre die, dass Dein "ungläubiger" Sohn von der Zeugenfamilie als Schwiegersohn akzeptiert worden ist. Gut, weil es ein Indiz dafür sein könnte, dass es sich nicht um "Hardliner", also 110%ige Wachtturmanhänger handelt, die ihre Tochter mit Sicherheit dazu angehalten hätten, nur "im Herrn zu heiraten". Das bedeutet nach ihrer Auffassung, dass es sich um einen "Bruder", am besten einen theokratisch gefestigten Zeugen, handeln muss. Ein anderer Mann kommt für diese Leute nicht als Mann ihrer Tochter infrage. Soweit, so gut!

In meiner mehr als zehnjährigen Erfahrung als Zeuge im In- und Ausland habe ich viele Mitläufer kennengelernt, die dabei bleiben, weil sie sonst zu viel aufgeben müssten und die nicht alles, was ihnen vom Wachtturm vorgegeben wird, auch so annehmen und ihr Leben danach ausrichten.

Aber Vorsicht! Es gibt auch Fanatiker, die ihre dogmatische Haltung hinter einem freundlichen Gesicht und lieben Worten sehr gut verstecken können. Da es Euch aber in erster Linie um einen friedlich-freundlichen Ablauf Eures Familientreffens gehen dürfte und auch sollte, würde ich an Deiner Stelle keine Kontroverse vom Zaun brechen, sondern mich eher passiv verhalten.

Umgekehrt werden sie es sein, die sich als Missionare, auch wenn sie nur Mitläufer sind, betätigen wollen. Sie werden sich bemühen, sich als glückliche Familie, einheitlich im Glauben verbunden und gefestigt, darzustellen. Stichwort: Geistiges Paradies und nur bei den Zeugen zu finden! Man nennt dies im theokratischen Fachjargon "Überzeugen durch Vorbild und Beispiel"!

An Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, ob sie Dir zuprosten und die Gläser aneinander klingen lassen, wirst Du merken, mit wem Du es zu tun hast. Ein echter Zeuge würde niemals so anstoßen, da dies als eine heidnische Sitte angesehen wird, die dazu dienen soll, die bösen Geister auszutreiben.

Ja und dann erst der leidige Geburtstag, der auch in Zeugenfamilien zu deren Leidwesen jedes Jahr wiederkommt und den ihr doch sicher auch mit Eurem Sohn, der Schwiegertochter und vor allem später, auch den Kindern feiern wollt. Worauf ich an Eurer Stelle auch bestehen würde.

Die Zeugen werden damit kommen, dass in der Bibel Geburtstage nur im negativen Kontext erwähnt werden. Daraus schließen sie, dass Geburtstagsfeiern von Gott nicht gewollt seien und sie daher auch auf das Feiern verzichten würden. Eine in sich unlogische und wenig stichhaltige Argumentation, auf die ich aber aus Platzgründen an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte.

Wenn Du kontern willst, könntest Du in aller Unschuld die Frage stellen, ob Hiob von Gott als rechtschaffender Mann anerkannt worden ist. Eine Frage, die sie mit Sicherheit mit "Ja" beantworten werden. Und jetzt kommt der KO: "Und warum hat er dann mit seinen Kindern ungerügt durch Gott jahrelang deren Geburtstag feiern dürfen (Hiob 1:4)?" Darauf sind die Zeugen nicht gefasst und Du darfst auch nicht mit einer Antwort rechnen.

Auf diese Weise könnte man alle ihre verqueren Lehren auf den Prüfstand der Bibel stellen und widerlegen. Aber das sollte man, um des Familienfriedens willen, besser vermeiden und sich so etwas lieber für eine passende Gelegenheit aufheben.

Ich wünsche Dir für alle Fälle Gottes Segen und die Portion Weisheit, die Du brauchen wirst, um alles zu einem guten Ergebnis zu führen. Soll heißen, die Zeugen zum Nachdenken zu bringen. Mehr kannst Du zunächst wohl kaum erwarten.

Mit lieben Grüßen

Will Cook [02.01.2012]
08
schöne Ausführungen, die den Nagel auf den Kopf treffen.

Bei den Zeugen werden einige wach. Sie tauschen sich im Internet aus. Da geht was ab: www.Bruderinfo.de oder digidatanet.de, gleiche Seite.

Man sieht dort, dass der "treue Sklave" seine Herrschaft verliert und die Zuwendung zu Christus erfolgt. Das wird der Wachtturm Verlag schmerzlich erfahren, weil immer mehr dort mitlesen und -schreiben.

Und immer mehr bleiben von den Versammlungen fern, stellen alle Lehren infrage, auch die der 144.000, die angeblich NUR in den Himmel kommen.

wohlan denn ...

Frank [18.03.2012]
09
Hoffen wir, dass sie nicht nur den Versammlungen fernbleiben, sondern dass sie die vielen christlichen Gemeinden aufsuchen, zu deren Vernichtung die Wachtturm-Gesellschaft eigentlich angetreten ist. Sicherlich richtet sich der Vernichtungswille der Jehovaisten ganz ursprünglich auf den Katholizismus, den auch Christen als falsche Religion identifizieren, doch sollten Jehovas Zeugen sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass sie zutiefst in die Irre geführt wurden. Daher ist es sehr unsinnig, sich weiterhin auf die eigene Logik zu verlassen. Aus dem Wachtturm-Labyrinth kommt man aus eigener Kraft nicht heraus. Um eine biblische Orientierung zu erhalten, die nicht unter menschlicher Kritik zusammenbrechen kann, muss der Mensch zu Jesus gehen. Nur er ist größer als die Mächte der Welt. Nur er ist der, der sich uns als Mensch zeigte und von dem behauptet wird, er sei Gott. Nur er hat die Kraft, Irregeleitete aus dem Irrtum und aus menschlichem Denken zu erlösen.

Es ist nichts damit gewonnen, dass ein freimaurerischer Verlag Pleite geht. Gewonnen ist erst ein Mensch, wenn er erkennt, durch diesen Verlag von Jesus entfernt worden zu sein.

Dies gilt auch für Katholiken, die die Falschheit der Eucharistie erkennen: Wendet euch nicht irgend jemandem zu, sondern bedenkt, dass Jesus der einzige ist, auf den hingewiesen wurde durch den Namen JHWH: Ich werde sein, der ich sein werde.

Rüdiger [18.03.2012]

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Erstellungsdatum: 16.10.2011 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten