Wer Jesus quasi nur als Telefonapparat ansieht und durch ihn zu Gott beten will, wie man zum Beispiel im Namen und auf Rechnung einer Firma telefoniert, der denkt zu kurz. Jesus ist nicht die technische Komponente der Anbetung, sondern er ist das Ziel der Anbetung. Dieses Ziel der Anbetung deckt sich mit dem Vater, der kein Gebet annimmt, wenn es nicht in und durch Jesus Christus adressiert ist.
Um uns Menschen dieses klar zu machen, spricht Jesus davon, dass Anbetung nur im Geist und in der Wahrheit möglich ist. Und als Gipfel der Erkenntnis und Klarheit bringt er den Satz, den sich nur Gott selbst erlauben darf: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Mit dieser Behauptung sprengt er alle menschliche Vorstellungskraft und fokussiert alle Anbetung, also alles Gott Verehrende - auf sich! Wie logisch erscheint es da, dass den damaligen Juden dieser Jesus als Gotteslästerer erscheinen musste? Wie deutlich wird uns, dass Jesus an unserem Kleinglauben scheitern muss?
Unser Kleinglaube wägt ab zwischen Dingen, die plausibel erscheinen, und solchen, die uns entgegenschreien, dass sie unmöglich wahr sein können. In die letztere Kategorie gehört die Rettung durch Jesus Christus. Es ist so unwahrscheinlich und viel zu großzügig in unseren Augen, dass Gott sich in Jesus zu uns herablässt, um seine eigene Gerechtigkeit zu erfüllen, indem er sich für uns opfert. Es ist ein viel zu großes und unnatürliches Geschenk. Es ist so groß und phantastisch, dass wir automatisch zu der Annahme gedrängt werden: Das kann nicht vernünftig sein.
Wenn wir nun ein Angebot haben, dass einen hohen Preis verlangt, und daneben ein Angebot, dass umsonst ist, können und müssen wir wenigstens die Rahmenbedingungen prüfen, um uns darüber zu vergewissern, wer was anbietet und welchen Sinn dieses Angebot hat. Jesus bietet uns das Leben umsonst. Die Wachtturmgesellschaft bietet uns das Leben durch viele tausend Stunden Arbeit und viele Tausend Euro Spende. Das Angebot der Wachtturmgesellschaft erscheint dem vernünftigen Bürger plausibel und annehmbar. Das Angebot Jesu erscheint so unwahrscheinlich, dass es in den Augen eines modernen Menschen eher unmöglich ist.
Die Zeugen Jehovas beten Jehova an. Dieser Name wurde von Menschen erfunden und ist einer der unwahrscheinlichsten Vokalisationen des Tetragramms in der Bibel. Diese Vokalisation ist definitiv die abwegigste, weil die Vokale des Wortes adonai rückwärts in das Tetragramm eingeflossen sind. Diese Umkehrung der Vokale des Wortes adonai sollte es unmöglich machen, sie als Teil des Namens zu sehen. Das ganze diente nur dazu, den Vorleser daran zu hindern, das Tetragramm - wie auch immer - auszusprechen.
Der Name Jesus ist vom Heiligen Geist vorgegeben worden. Maria hat den ausdrücklichen und in der Bibel dokumentierten Befehl erhalten, diesen versprochenen Sohn Jesus zu nennen. Da gibt es keine Grauzonen und keine Unsicherheitsfaktoren! Der Name Jesus ist vom Geist Gottes, der den Sohn in Maria schuf, eiskalt und glasklar vorgegeben worden. Der Befehl erging an Maria, diesen Menschen, den sie gebären sollte, Jesus zu nennen.
Allein dieses klare Qualitätsmerkmal des Namens Jesu, von dem auch noch in der Bibel behauptet wird, er sei der einzige Name, in dem wir gerettet werden müssen, katapultiert die Alternative der Anbetung ins absolute Nirwana des unendlichen Nichts. Der Name Jehova als rein menschliche Schöpfung aus dem Tetragramm und den Vokalen des Wortes adonai ist im Gegensatz zum Namen Jesus ohne biblische tatsächliche Wurzel und ohne den ausdrücklichen Willen Gottes. Der Name Jehova ist deshalb gottlos und kann nur als Verdränger des Namens Jesus funktionieren.
Wie konnte es passieren, dass Generationen um Generationen von intelligenten Bibelforschern die simple Wahrheit übergehen und übersehen konnten, dass Jesus die Wahrheit ist und Anbetung nur in ihm stattfinden kann? Es gibt nur eine mögliche Erklärung:
Charles Taze Russell hat versucht, die Bibel mit dem menschlichen Hirn zu verstehen. Er ging davon aus, dass allein das Studium der Bibel uns Gott erschließbar machen würde. Er setzte seine Hoffnung auf den eigenen Verstand. Dies propagiert die Wachtturmgesellschaft heute noch und sagt den Zeugen Jehovas, dass sie geistig wachsen müssen. Doch die Bibel spricht eine ganz andere Sprache. Sie spricht von geistlichem Wachstum und bewegt sich als "Gesamtkunstwerk" immer an der Grenze des menschlichen Verstehens.
Fakt ist, dass uns ohne den Heiligen Geist die Bibel wenigstens als Gottes Gedanken verschlossen bleibt. Erst wenn wir das Glaubens-Ja zu Jesus ausgesprochen haben, erkennen wir, was die Bibel uns wirklich sagt. Dazu brauchen wir dann auch keine besondere Technik der Bibellese mehr, sondern können schon aus einem Wort aus dem Munde Jesu Tragweiten erschließen, die der normal-fleischliche Mensch niemals erblicken kann.
Durch die Anwendung menschlicher Studien- und Entscheidungstechniken hat die Wachtturmgesellschaft versucht, die Bibel für uns "nutzbar und nützlich" zu machen. Sie scheitert jeden Tag an diesem Plan. Sie missachtet, dass Gott entschieden hat, dass wir im Glauben an diesen Jesus Christus das Heil und die Wahrheit erlangen. Sie missachtet, dass erst der Geist und die Wahrheit in der Person Christi uns das aufschließen kann, was kein Mensch je gesehen hat.
Die Kraft und die Gnade Gottes sind so groß, dass sie alle menschliche Vorstellungskraft übersteigen. Wir dürfen niemals dem Wahn verfallen, die Bibel aus eigener Einsicht heraus verstehen zu können. Wir dürfen niemals denken, wir könnten Gott quasi auf die Schliche kommen, indem wir sein Wort analysieren. Denn der Wille Gottes ist, dass nur denen das Heil zuteil wird, die sich wie Kinder an Jesus binden und sagen: Herr, wirke du!
Wenn dies geschieht, dass wir uns im Glauben an Jesus Christus an Gott wenden, beten wir ihn in Geist und Wahrheit an. Wir sagen "Herr Jesus" und Gott hört uns. Wir beten das Lamm und den, der auf dem Thron sitzt, an (Offenbarung 5, 13/14) und erfahren seine Güte in Fülle und Vollkommenheit. Diese Vollkommenheit ist uns geschenkt und wird uns einst davor schützen, in der Gegenwart Gottes an unseren Sünden zu vergehen.
Oh Herr, gieße Ströme des lebendigen Wassers aus, oh Herr, über uns!