Die Streitfrage

von Unbekannt

Wenn man mit Jehovas Zeugen ins Gespräch kommt, wird man bald bemerken, dass ein wesentlicher Punkt ihres Glaubenslebens und ihrer Motivation zum Predigen die so genannte Streitfrage ist. Diese Streitfrage findet auch in den Schriften der Wachtturm-Gesellschaft wie im Wachtturm (WT) und in ihren anderen Publikationen immer wieder Erwähnung, so zum Beispiel im WT vom 01.12.2007 auf den Seiten 26-30. Es soll sich hier um eine Streitfrage zwischen Gott und seinem Widersacher, dem Teufel handeln.

Satan habe die Rechtmäßigkeit der Souveränität Gottes angezweifelt, ja bestritten, und Gott sei nun genötigt, seine Souveränität zu rechtfertigen oder rechtfertigen zu lassen. Die ganze Tätigkeit der Zeugen sei nun ausgerichtet auf diese Rechtfertigung Gottes und nur zweitrangig auf die Rettung von Menschen aus Sünde und Tod. Auch das Werk Jesu habe die gleichen Gründe und Ziele.

Was sagt die Bibel dem unbefangenen Leser?

Jeder gläubige Christ weiß und kennt die Aussagen der Schrift über die Gründe, warum Jesus von seinem Vater auf die Erde gesandt wurde: um uns Menschen aus Sünde und Tod zu befreien. Die Aussagen darüber in den Evangelien wie auch in den übrigen Schriften des Neuen Testaments sind zahlreich, vielfaltig und eindeutig. Als Beispiele seien nur angeführt: Johannes 1:29; 3:14-17; 3:36; 5:24; 6:40; 12:47; Römer 3:25; 1. Johannes 2:2 und viele andere mehr.

Ist das Thema der Rettung von Menschen wirklich nur zweitrangig, das Thema der Streitfrage in Verbindung mit Gottes Rechtfertigung erstrangig?

Gewiss, Jesus machte stets deutlich, dass er nur tut, wozu ihn der Vater beauftragt hat; er gab der Wahrheit über seinen Vater Zeugnis (zum Beispiel Johannes 5:19-20+30; 6:37-38; 8:28; 18:37). Doch verhielt er sich so, um die Streitfrage um die Souveränität Jehovas zu klären? Oder nicht viel eher weil sein Verhalten seinem Wesen nach der Liebe zu seinem Vater entsprach?

Während die Bibel so viel und so oft über den angeblich zweitrangigen Grund seines Kommens, nämlich über die Rettung der Menschen spricht, erwähnt sie die Streitfrage mit keinem Wort. Auch die Bibelkonkordanz der Zeugen Jehovas enthält nicht das Stichwort Streitfrage in diesem Sinne.

Dort werden nur 5 Texte angeführt über unnötige Streitfragen, die man meiden solle, doch kein Text über den angeblichen Hauptzweck des Kommens Jesu. Darum musste man andere Texte verbiegen, um sie auf diese konstruierte Streitfrage anzuwenden. Dazu später ein Beispiel.

Tatsächlich wurde von der Organisation der Zeugen Jehovas schon immer die Rettung von Menschen als zweitrangig angesehen. So heißt es zum Beispiel im Buch »Die Wahrheit wird euch frei machen«, Seite 271: "Christus Jesus setzte, als er auf Erden war, die Errettung menschlicher Geschöpfe nicht an die erste Stelle, noch war er darauf versessen, die Welt zu bekehren". Ich persönlich kann mich daran erinnern, dass man uns belehrte, die Rettung von Menschen sei nicht so wichtig wie die Rechtfertigung des Namens Jehovas.

Heute klingt dieser Standpunkt etwa so wie im Wachtturm vom 15.05.1995, Seite 20: "Schließlich enthüllten Lichtstrahlen, dass Jehovas Vorsatz nicht hauptsächlich darin besteht, Geschöpfe zu retten, sondern seine Souveränität zu rechtfertigen. Das wichtigste Thema der Bibel ist nicht das Lösegeld."

Die Rechtfertigung des Namens Jehovas war jahrzehntelang die wichtigste Lehre. Einige Zitate dazu:

  • Die Wahrheit wird euch freimachen, Seite 34:
    • ... die Rechtfertigung seines Namens Jehova naht
  • Gott bleibt wahrhaftig, 1. Auflage:
    • ... denn Jehova Gott wird ein für allemal seine universelle Oberhoheit und seinen heiligen Namen ... - gerechtfertigt haben (Seite 31)
    • Ein wichtiger Teil seines hohen Vorhabens ist somit die Rechtfertigung seines geschmähten und falsch dargestellten Namens (Seite 32)
    • Die wahre Kirche ist das Mittel, ... das Gott der Allmächtige dazu bestimmt hat, seinen Namen zu rechtfertigen (Seite 116)
    • All dies soll den Namen ... Jehovas rechtfertigen (Seite 136)
    • Da die Lehre von der Rechtfertigung des Namens Jehovas und seiner Oberhoheit die hervorragendste Lehre der Bibel ist, ... (Seite 160)
    • Die Rechtfertigung des Namens ... seines Vaters ist seine größte Freude ... (Seite 210)
    • ... den Namen ... des himmlischen Vaters gerechtfertigt zu sehen (Seite 240)
  • Gott bleibt wahrhaftig, 2. Auflage:
    • Ein wichtiger Teil seines erhabenen Vorhabens ist somit die Rechtfertigung seines geschmähten und falsch dargestellten Namens (Seite 31)
    • Da die Lehre von der Rechtfertigung des Namens Jehovas ... die hervorragendste Lehre der Bibel ist, ... (Seite 175)
    • ... zur ewigen Rechtfertigung seines Namens gereichen (Seite 193)
    • Er hat alles vorgesehen, was zu seiner rechtmäßigen Rechtfertigung ... notwendig ist (Seite 334)
  • Es ist erforderlich, unseren Wunsch, an dem Werk der Rechtfertigung des Namens Jehovas teilzunehmen, ... (km Juni 1973)
    • Wir sollen ihnen daher erkennen helfen, daß es ein wunderbares Vorrecht ist, an der Rechtfertigung des Namens Jehovas teilzuhaben (WT 01.07.1970, Seite 404)
    • Ist es nicht ein wunderbares Vorrecht, einen Anteil - wenn auch nur einen geringen - an der Rechtfertigung des Namens Jehovas zu haben? (WT 01.01.1975, Seite 26)
    • Behalte im Sinn, daß unser Ziel darin besteht, ... uns an der Rechtfertigung des großen und heiligen Namens Jehovas zu beteiligen (km Januar 1986)
    • Es ist erforderlich, unseren Wunsch, an dem Werk der Rechtfertigung des Namens Jehovas teilzunehmen, ... (km Juni 1973)

Die Rechtfertigung des Namens Jehovas im Mittelpunkt der Wachtturm-Doktrin, wichtiger als die Rettung von Menschen, hervorragendste Lehre der Bibel: jahrzehntelang in den Sinnen der Zeugen Jehovas fest eingeprägt. Doch dann, ganz plötzlich, im Wachtturm vom 15.05.1995, heißt es:

"Eine lange Zeit haben die Zeugen auch von der Rechtfertigung des Namens Jehovas gesprochen [Anm. d. A.: Wie milde und dezent ausgedrückt!]. Hatte aber Satan den Namen Jehovas in Frage gezogen? Hatte es irgendeiner seiner Handlanger getan, so als hätte Jehova nicht das Recht, diesen Namen zu tragen? Nein keineswegs. Nicht der Name Jehovas war in Frage gezogen und mußte gerechtfertigt werden. Deshalb ist in den neueren Publikationen der Watch Tower Society - nicht mehr von der Rechtfertigung - des Namens Jehovas die Rede, sondern von der Rechtfertigung der Souveränität Jehovas und der Heiligung des Namens."

Öfter mal was Neues, kann man da bloß sagen. Die hervorragendste Lehre der Bibel, wichtiger als die Rettung von Menschen, ist plötzlich gar nicht mehr hervorragend, wichtig oder auch nur notwendig und folglich auch nicht in der Bibel vorhanden, war sie nie! Si sieht die biblische Unterweisung aus, die Speise, die der Treue und Verständige Sklave austeilt.

Doch auch von der neu formulierten Streitfrage ist in der Bibel nichts zu finden und man kann abwarten, auch wenn es noch dauern wird, bis neue Lichtstrahlen auch diese Definition überflüssig machen. Wie wird Gott denn hier dargestellt? Wie ein Kind, das sich provozieren lässt, sich auf einen Streit einlässt? Als eine Person, die sich von ihrem Widersacher herausfordern und nötigen lässt, seine Macht und Souveränität zu beweisen und zu rechtfertigen?

Wer hätte je das Recht und die Macht, Gott so herauszufordern? Gott ist niemandem in irgend einer Weise Rechtfertigung schuldig. Die Lehre der Zeugen entehrt Gott, so empfinde ich es. Sie macht ihn manipulierbar durch seinen Widersacher. Man könnte dazu noch viel sagen. Weder Jesus noch die Apostel haben derartiges gelehrt. Wenn aber die Bibel eine solche Streitfrage nicht kennt, dann muss man eben geeignet erscheinende Texte umbiegen, um solche gegen Gott gerichteten Thesen zu stützen - zum Beispiel den Bericht über die dritte Versuchung Jesu nach Matthäus 4: 8-11.

Dort wurden Jesus die Königreiche der Welt angeboten, wenn er dem Teufel gegenüber einen Akt der Anbetung ausüben würde. Bitteschön, sagt der Sklave, hier geht es um Jehovas Souveränität, um die Streitfrage. Doch wenn ich die Forderung des Teufels lese und Jesu Antwort darauf, dann ging es nicht um die Souveränität Jehovas, sondern einzig und allein um die Frage der Anbetung. Lesen die Zeugen Jehovas das überhaupt nach, nachdem der Wachtturm vom 01.12.2007 das auf Seite 27 so ausgelegt hat?

Von Jesus wird gesagt - in Absatz 17 auf der gleichen Seite -, dass er treu war bis zum Tode. Richtig! Er verkündigte Gottes Reich, denn er ist dessen Repräsentant. Richtig! Er handelte stets und ausschließlich nach dem Willen des Vaters. Richtig! Gott hatte ja vor, durch und mit ihm alle Dinge wieder zusammenzubringen (Epheser l:7-10).

Jesus ist unser Sühnopfer und Hohepriester, wie der ganze Brief an die Hebräer zeigt. Das war und ist Gottes Wille und Gesetz. Aber doch nicht wegen einer Streitfrage, weil er sich vor Satan rechtfertigen müsste oder seine Macht und Souveränität begründen müsste, sondern allein nur, weil es sein Wille war und weil er, wie Johannes sagt, die Menschen liebt.

Doch der Wachtturm erkennt - Seite 28 oben -, dass Jesus nicht als Lehrer oder Wundertäter gekommen war, nicht einmal nur als Erlöser, sondern um der genannten Streitfrage willen. Als er sagte "Es ist vollbracht", dachte er laut Absatz 10 nicht an sein sündensühnendes Opfer, auch nicht an den vollbrachten Willen des Vaters hinsichtlich seines Opfergangs, denn "war er nicht vor allem auf die Erde gekommen, um die Streitfrage der Souveränität Jehovas zu klären?".

Seltsam: Über die Verlorenheit des Menschen und über die Rettung von Sündern hat Jesus so offen und so häufig gesprochen. Über die Streitfrage anscheinend so undeutlich, dass nur der Sklave mit Hilfe von Lichtstrahlen es überhaupt gemerkt hat. Nach diesem Wachtturm musste Jesus auf die Probe gestellt werden, um die Ehre Jehovas wiederherzustellen; darum sagt der Wachtturm auf Seite 30, Absatz 16 in Bezug auf die zu bekehrenden Menschen: "Wir müssen ihnen begreiflich machen, worum es eigentlich geht: um die Streitfrage".

Die Engel verkündeten bei Jesu Geburt eine große Freude und wir erfuhren von einer Guten Botschaft von Gottes Reich, einer Guten Botschaft über den Christus, einer Guten Botschaft der Rettung. Von einer Botschaft der Streitfrage weiß nur der Treue und Verständige Sklave, die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas.

Es geht wirklich um vieles in Gottes Wort: um Liebe zu ihm und zu seinem Sohn; um die Erfüllung all seiner Verheißungen in Christus, in dem sie ja alle zum Ja und zum Amen geworden sind (2. Korinther 1:20), um Sündenvergebung und Rettung von verlorenen Menschen, um Leben und um Gericht. Aber um eine Streitfrage, in der Gott sich vor dem Widersacher rechtfertigen muss? Das hat nur der Sklave gemerkt und durch ihn die von ihm Belehrten; alle anderen haben das noch nicht gemerkt. Ich auch nicht!

Mehr zur Wachtturmsonderlehre der Streitfrage


Kommentare

01
Ja, wenn das so ist, Unbekannter, dann wirft das ja auch ein schauerliches Licht auf die Methodik des Wachtturm. Dann sind ja alle in den Text eingesetzten Lernphrasen, alle diese automatischen Wiederholungen der Antworten nur eine Taktik, die Gefolgschaft geistig auf eine bestimmte Linie zu bringen. Dann ist es ja wirklich ausgeschlossen, dass es darum geht, die Zeugen Jehovas durch diese Lernphrasen irgend einer Rettung näher zu bringen. Bisher habe ich gedacht, den Zeugen solle damit das Werkzeug zur Selbsterlösung durch Bibelkenntnis gegeben werden. Aber scheinbar geht es noch nicht einmal darum! Scheinbar sollen die Menschen nur in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Was für eine Aussicht! Der Wachtturm als reines Manipulationsmittel. Tolle Wurst.

Rüdiger Hentschel [09.02.2008]
02
Hallo, gestern habe ich mal zur Abwechslung bei Walter Veith reingeschaut. Sehr interessant und aufschlussreich, wie er die Bestrebungen des Teufels beleuchtet, der ja bekanntlich der Herrscher dieser Welt ist. Betrachtet man nun die Bestrebungen der WTG, legt ihre Eingeweide frei (wie es bei den Wahrsagern und anderen Okkultisten so schön heißt), so ergibt sich ein abgerundetes Bild der globalen Bestrebungen der "Welt" oder des Teufels, alles zu tun, damit so wenig wie möglich Menschen je zu Jesus Christus fänden. Die WTG ist sicher eine der am besten versteckt agierenden Waffen des Satans, sie sammelt Suchende ein, die von ihren alten Religionsgemeinschaften enttäuscht worden sind. Die Doktrin dieser Gesellschaft tut dann das übrige, so dass auch die Kinder und Kindeskinder der Betroffenen meistens keine Chance haben, heil aus diesem Betrug herauszukommen. Diese tolle Wurst, die die Gesellschaft den Hörigen hingeworfen hat, hat sie "draußen bei den Hunden, wo ihr Geschrei groß sein wird" abgelegt, da wo keine Rettung mehr ist.

Rudolf [11.02.2008]
03
Die Streitfrage von der Rechtfertigung der Souveränität Jehovas und der Heiligung des Namens, wer warf diese Frage von Anbeginn auf? Es war Satan. So konnte er die Menschen verführen, wegführen von Gott.

Warum ist diese Frage bei den Zeugen Jehovas?

Weil Satan von dem wahren Namen Jesus (Jehoschua meist in der Kurzform Jeschua verwendet) ablenken will, so dass er die Menschen wieder in die Irre führen kann. Er soll der Meister der Täuschung sein. Warum will die Wachtturm-Gesellschaft Gott spielen, indem sie sagt, dass es um die Streitfrage geht, die jeden betrifft und vorhanden ist. Wer stellt denn jetzt, in unserer Zeit, die Souveränität Gottes in Frage.

Warum sollte es überhaupt eine Frage sein oder werden. Wer könnte wohl wagen, um sowas zu streiten. Die Wahrheit liegt bei Jesus.

Grüße Doris [18.05.2008]
04
Die Streitfrage ist eine Erfindung der Zeugen Jehovas. Gott hat den Vorwurf, dass er missachtet werde, immer an die Menschen gerichtet und nicht darauf abgestellt, dass er sich rechtfertigen oder auf eine Anschuldigung Satans antworten müsse. Die üble Nachrede, dass Gott sich rechtfertigen müsse, ist wachtturmtypisch und ein Zeichen dafür, dass die Zeugen Jehovas unter Satans Führung stehen. Denn Satan ist es, der den Eindruck erwecken möchte, dass Gott sich rechtfertigen muss. Denn jemand, der sich rechtfertigen muss, ist unvollkommen. Deshalb ist die Streitfrage schon selbst die üble Nachrede. Diese Streitfrage haben die Zeugen Jehovas selbst erfunden.

Gott hat sich nie bemüht, sich uns gegenüber zu rechtfertigen, sondern her hat immer nur versucht, uns Gutes zu tun. Aus dieser wahren Motivation Gottes heraus sind alle entsprechenden Stellen in der Bibel zu verstehen. Gott ist keinesfalls je in der Notlage gewesen, sich rechtfertigen zu müssen. Dennoch hat er sich für uns am Kreuz hinrichten lassen und hat uns damit gerechtfertigt.

Dagegen will Satan durch die Zeugen-Jehovas-Lehre lieber einen anderen Punkt ansprechen: Einer der sich rechtfertigen muss, dessen Rettungsopfer kann nicht wirklich retten. Darum hat er die Streitfrage erfunden.

Für Gott existiert diese Streitfrage nicht.

Rüdiger [18.05.2008]
05
PS: Zieht er [Satan] sich damit nicht selbst die Maske vom Gesicht?

Doris [18.05.2008]
06
Ja, das tut er. Aber er muss nichts befürchten, denn nur echte Christen können ihn als unmaskierten Satan erkennen. Zu seinen Zeugen Jehovas spricht er als treuer und verständiger Sklave und trifft bei ihnen auf die unbeirrte Annahme, die Studien seiner Auslegungen seien lebensrettend. Sie sind fleischlich Gesinnte und können die Geister nicht unterscheiden.

Rüdiger [18.05.2008]
07
P.PS: Warum können Zeugen Jehovas nicht diese Verblendung sehen, obwohl sie die Bibel in der Hand haben? Ist es, weil die Kinder, auch die in der Welt, von Anfang an gelernt bekommen, dass sie sich anderen Menschen unterwerfen müssen? Blinder Gehorsam. Beweist es denn nicht, dass nur in Jesus die Freiheit ist? Warum haben sie kein Verständnis für die Botschaft Jesu?

Grüße Doris [18.05.2008]
08
Richtig. Nur wer Jesus im Glauben annimmt, kann durch ihn zu einem geistlichen Menschen werden. Alle anderen sind fleischlich gesinnt und denken, sie müssten sich durch gute Werke retten. Wer diesen fleischlichen Status innehat, kann auch nichts geistliches erkennen. Deswegen sagt Jesus ja sehr deutlich: Selig, die geistig arm sind. - Denn nur die geistig Armen haben den Mut, im Glauben auf Jesus zu reagieren, ohne sich an ihre tollen Fähigkeiten zu klammern. - Doch der Glaube an ihn - Jesus - weist uns den Weg aus unserer fleischlichen Gefangenschaft. Menschliche Werke verlieren dann ihren Wert und wir begreifen ganz langsam: Nur er kann in uns Gutes tun. Alles, was wir aus uns selbst tun, bleibt fleischlich und damit vor Gott ohne Sinn.

Rüdiger [18.05.2008]
09
Hallo Zeugen Jehovas, so gesehen seid ihr nicht nur gottlos, sondern man muss doch wirklich sagen, euer Gott ist von Übel. Wer kann euch die Augen öffnen, das kann doch nur noch Jesus schaffen.

Doris [18.05.2008]
10
An die Wachtturm-Gesellschaft
Ihr seid Totschläger!!!
Ihr beraubt die Menschen ihres Lebens.
Fürchtet ihr nicht den wahren Gott?
Euer Gott lässt euch vor dem wahren Gott stehen als das, was ihr seid.
Euer Gott steht hinter euch.

Doris [18.05.2008]
11
Noch besser, Doris: Die Wahrheit ist in Jesus, weil er die Wahrheit ist. Dies ist genau so wenig zu erfassen mit menschlicher Logik wie die Tatsache der Unendlichkeit und Allmacht! Dies kann man nur glauben!

Viele Grüße, Rudolf [18.05.2008]
12
Hallo,

bei dem Thema "Streitfage" möchte ich etwas sagen:

Die WTG legt diese tatsächlich in der Bibel (1. Mose 1 & 2) befindliche Diskussion um eine "Souveränität" über die Erde und ihre Bewohner zur Erklärung aller Dinge, die heute überall in der Welt schief laufen, aus.

Im Groben heißt es, dass Gott deshalb so viel Leid zulässt. Aber er wäre ja nicht der Gott dieser Welt. (Man muss dazu wissen, dass die ZJ das Wort Welt nicht mit unserem Planten sondern mit dem gesellschaftlichen Umfeld in Verbindung bringen.) Und Satan ist nach WTG-Logik 1914 aus dem Himmel auf die Erde verbannt worden. Darum soll ja auch der 1. Weltkrieg ausgebrochen sein. Und Jesus hätte im Himmel die Herrschaft übernommen und angefangen das in Offenbarung verheißene Königreich zu errichten.

Satan ist zu "seiner Welt" verbannt worden, um so viele Menschen wie möglich von der wahren Anbetung abzubringen - bis zum Tag des Gerichts. Die Streitfrage, die die ZJ so gerne zum Schutz ihres Gottes Jehova anführen und warum er denn beleidigt und untätig im Himmel sitzt, kann man so ausformulieren, dass Satan in Frage gestellt hat, dass eine Theokratie (Gottesherrschaft) über die Menschen nicht von Vorteil für sie wäre. Er hat die ersten Menschen also verführt vom "Baum der Erkenntnis" die verbotene Frucht zu essen und so Gut & Böse selber zu unterscheiden und Gott überflüssig zu machen.

Und mit dieser Parabel sowie dem Notausgang, dass Jehova so bereitwillig seinen "Sohn" Jesus Christus als "Loskaufopfer" für diese "Erbsünde" gab, damit die armen ZJ wieder in ihr gepredigtes irdisches Paradies kommen, wird alles, was nicht wachtturmkonform ist, verteufelt und erklärt.

Betrachtet man jetzt aber mal die Verführung durch die Schlange aus dem Bibeltext in 1. Mose 3:1-7 : Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: "Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?" 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: "Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt. " 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: "Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse." 6 Demzufolge sah die Frau, daß der Baum gut war zur Speise und daß er etwas war, wonach die Augen Verlangen hatten, ja der Baum war begehrenswert zum Anschauen. So begann sie von seiner Frucht zu nehmen und zu essen. Danach gab sie davon auch ihrem Mann, als er bei ihr war, und er begann davon zu essen. 7 Dann wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren. Daher nähten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Lendenschurze.

Bösartig könnte man jetzt sein und sagen, außer dass sie damals die FKK-Kultur ablegten und ihr Schamgefühl entdeckten ist nichts passiert. Aber wollen wir mal nachsichtig sein.

Betrachtet man den Bibelbericht jetzt weiter und im Zusammenhang geht es wohl um den Ungehorsam gegenüber Gott. Aber Adam & Eva wurden für ihr Vergehen bestraft. Sie mußten Eden verlassen und wurden sterblich. Doch sie hatten Kinder. Kain & Abel. Und Abel war ja, wie vielleicht bekannt, ein gottgefälliger treuer Anbeter. Die "Streitfrage" wäre spätestens da zu klären gewesen. Kain auch verbannen, Adam und Eva segnet sowieso das Zeitliche und für Abel eine neue Flamme. Fertig ist der Lack. Satan und seine paar aufmüpfigen Engel ebenfalls beseitigt und das Paradies ist wieder da.

Aber nein, denn das wäre zu einfach. Also mißt man dieser Streitfrage so viel Bedeutung bei, um eben die WTG-Utopie zu verbreiten. Jedenfalls ist die Auslegung dieses Berichts nicht ganz schlüssig. Ich kann z. B. auch sagen, dass alle Menschen durch die Erbsünde so sind wie sie sind. Jesus ist für bzw. wegen die Erbsünde gestorben. Warum sollen dann auch nicht alle Menschen davon profitieren. Eine Ablehnung Gottes ist vielleicht ja auch eine Folge der Erbsünde ... jedenfalls ist das Ding mit der Streitfrage nicht ganz rund und nur in dem Glaubensgerüst der WTG zu finden. Aber das nur so am Rande!

Der Bekehrte aus Bayern [19.05.2008]
13
Hallo Der Bekehrte aus Bayern, als geistig Armer kann ich nur sagen, dass die Streitfrage Gott unterschieben soll, dass er sich irgend jemandem gegenüber zu rechtfertigen hätte. Das ist aber unmöglich, weil er vollkommen ist. Und in Jesus hat er genau das Gegenteil vollbracht. In Jesus hat er das ungerechtfertigte Urteil an sich vollstrecken lassen, damit wir leben können. Gott legt also nicht den geringsten Wert darauf, dass irgend einer Person etwas bewiesen wird, sondern er fordert ausschließlich Glauben von uns. Diese Glaubensforderung wollen die Zeugen Jehovas weghaben. Sie hassen den Glauben. Dafür baden sie sich in menschlichem Wissen und protzen vor sich selbst und vor anderen damit.

An Gott haben sie auf diese Weise keinen Anteil!

Grüße, Rüdiger [19.05.2008]
14
Wie E. F. (ich hab ihn mal Unbekannt genannt hier) oben ausführt, lehren die ZJ etwas anderes als das Evangelium vom Kreuztod Jesu. Das und nur das ist das wahre Evangelium, wie Paulus auch unter Inspiration niederschrieb und diejenigen verfluchte, die etwas anderes lehrten.

Für Zeugen Jehovas nochmal langsam: Paulus verfluchte unter Heiligem Geist all diejenigen, die ein Paradies als Gute Nachricht verkaufen, oder diejenigen, die die "Streitfrage" als Hauptbotschaft Jesu den Menschen verkaufen (ja, ihr verkauft unseren Herrn Jesus seit einem Jahrhundert, und das wortwörtlich im zweifachen Sinne!).

Gottes Liebe offenbart sich uns eben in dieser einen Bitte Jesu, an ihn zu glauben. Nicht mehr und aber auch nicht weniger ist das, was er will. Deshalb konnte er sagen: Mein Joch ist leicht zu tragen, wer mir folgen will, folge.

Doch da ZJ permanent lügen, Menschen betrügen, ihnen Gift verkaufen, Christen vernichtet sehen im ewigen Feuer, gegen den Heiligen Geist arbeiten, indem sie unter anderem auch solche Seiten hier zu vernichten versuchen, weil sie gestört werden in ihrem Tun, verfälschen sie eben auch das Evangelium!

Rudolf [19.05.2008]
15
Hallo,

ich denke, allein durch und mit diesem Behaupten der Streitfrage sind die ZJ gefangen. Denn sie sollen ja von ihrem Sklaven lernen: Ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse!

Ein Wort zu den Lügnern und Betrügern.

FLIEHT!!! Denn eure Stunde naht. Ihr kennt euch und wisst es ganz genau. Flieht und verkriecht euch und fangt das Jammern an.

Grüße Doris [23.05.2008]
16
Hallo Doris, ich glaube, es ist an der Zeit, Jesus ein Riesenkompliment zu machen. Ich sehe, dass er mit dir das selbe tut, was ich durch ihn erlebt habe. Das Denken wird geordneter und klarer, das Selbstbewusstsein gestärkt, Demut wird echt und bleibt nicht künstlich. Mit diesen Dingen wurde ich konfrontiert, als ich begann, Jesus persönlich ernst zu nehmen.

Rüdiger [24.05.2008]
17
"Da die Lehre von der Rechtfertigung des Namens Jehovas ... die hervorragendste Lehre der Bibel ist, ..."

Die Apostel hatten da wohl eine andere Ansicht:

2 Kor 4,5 Nicht wir sind der Mittelpunkt unserer Predigt, sondern Christus, der Herr! Wir sind nur eure Diener, aus Liebe zu Jesus.

Günter [24.09.2009]
18
Hallo Günter, habe ausgerechnet gestern noch eine Seite zu diesem Thema geschrieben: Die Rechtfertigung des Rechtes Gottes, über die Menschheit zu herrschen. Wenn man sich das mal vorstellt, dass die Lehre der Zeugen Jehovas tatsächlich dazu da sein soll, Gott zu rechtfertigen!!! Als wenn der Allmächtige eine Rechtfertigung bräuchte!!! Unglaublich, wie Menschen sich über Gegebenheiten hinwegsetzen können. Als wenn ein Gott, der eine Rechtfertigung braucht, überhaupt noch Gott wäre!

Rüdiger [24.09.2009]
19
dieser Artikel wurde plagiert, falls es euch interessiert:

www.digidatanet.de/?p=551

kolakaffeegeschmack [16.06.2011]
Wenn das zutrifft, sollten wir uns nur Sorgen machen, dass nicht wir es sind, die geklaut haben! Jedenfalls konnte ich auf den ersten Blick Deine Behauptung nicht als richtig erkennen. [RH]
20
Hallo,

sieh mal ein Blick, wann die Artikel geschrieben wurden ... alles frisch??

Selbst mit gutem Willen kann ich nicht von einem Plagiat sprechen, aber selbst wenn die etwas abgekupfert haben, dann sei es ihnen zur Auferbauung gegönnt ...

Gruß,

Teetrinker [17.06.2011]

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Erstellungsdatum: 09.02.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten