Mit 17 Jahren sagte ich ein unwissendes Ja zu Jesus, weil mir klar geworden war, dass nur er mir Informationen geben konnte über sich. Und als ich das Angebot des Glaubens an Jesus begriff, nahm ich die Gelegenheit wahr und sagte zu Jesus, dass er die Führung in meinem Leben übernehmen solle, wenn er der wäre, für den er sich in der Bibel ausgab.
Ein bemerkenswerter Punkt auf der Strecke, die sich aus diesem Ja zu Jesus ergab, war die Erkenntnis, dass wenn ich überhaupt jemals etwas über Gott wissen könnte, dann nur durch ihn und nur aus seiner Hand. Die Fortsetzung von dieser Erkenntnis war konsequenterweise der Gedanke, dass ich nur die Informationen erhalten konnte, die er mir geben wollte. Daraus ergab sich wiederum: Wenn er mich liebt, dann gibt er mir nach meinem Bedarf.
Oft habe ich diese Erkenntnisse vergessen und mir meine eigenen Erkenntnisse über Gott zurechtgelegt, daran geglaubt, seinen Willen zu tun und auf dem Weg voranzugehen. Doch war ich aufgrund meiner eigenen Versuche, mir alles irgendwie zusammenzureimen, auf der falschen Fährte. In diesem an mir selbst orientierten Denken konnte der Herr mit mir nichts anfangen und er ließ mich meinen Weg gehen. Es kam zu vielen Ereignissen, deren Sinn auf Dauer nicht einsichtig waren. Dies waren die Konsequenzen meines glaubensmäßigen Selbsbetrugs.
Ich glaube, dass diese ganze Geltungsmaschinerie, dieses Denken, man müsse doch irgendwie dazu kommen, vor den Menschen etwas zu gelten, einer der Faktoren ist, die uns von Jesus weg auf den falschen Weg führen. Auch diese Einstellung, man müsse von Gott quasi instruiert werden und dann seinen Willen befolgen, führt unweigerlich in eine Sackgasse. Denn Jesus erlöst und befreit. Unter dieser Befreiung dienen wir ihm auch ohne eine konkrete Nachricht, was wir zu tun oder zu lassen hätten.
Der unmögliche Gedanke
Trotz meiner falschen Entscheidungen und meiner selbst konstruierten Glaubensvorstellungen wurde mir irgendwann klar, dass es einen Gedanken gibt, den sich ein Mensch nicht ausgedacht haben kann. Und selbst wenn es je einen Menschen gegeben haben sollte, der sich diesen Gedanken ausgedacht haben sollte, wäre dieser Gedanke allen Ideen und Philosophien der gesamten Menschheitsgeschichte dermaßen überlegen, dass es sich schon deshalb lohnen würde, diese Konstruktion als wahr anzunehmen und sich an sie zu klammern.
Es ist der Gedanke, dass Gott selbst in Jesus Mensch wurde und sich selbst für unsere Ungerechtigkeit bestrafen ließ. Wer kann sich so etwas ausdenken?! Selbst die phantasiebegabten Zeugen Jehovas, die sich die merkwürdigsten Gedanken aus den Fingern saugen, sind zu einem solchen Gedanken nicht fähig. Im Gegenteil! Sie bekämpfen diesen Gedanken, dass Gott sich selbst in diesem Jesus zeigte, mit aller Kraft und mit ungeheurem Geld- und Energieeinsatz.
Als meine eigenen Schlussfolgerungen betreffs des Glaubens mich in eine Art geistliche Leichenstarre geführt hatten, war dies der Gedanke, den ich nicht abweisen konnte. Wenn je ein Mensch eine gute Idee gehabt hatte, dann war es diese Idee von einem Gott, der für uns alle büßt. Und zwar nicht als machtvolle, alles leicht aushaltende Gottheit, sondern als ebenso schwacher Mensch wie du und ich. Sämtliche Religionen dieser Welt, eingeschlossen das Judentum, waren nicht in der Lage gewesen, einen solchen phantastischen Gedanken zu entwickeln. Alle Religionen dieser Welt waren darauf aus, dass der Mensch sich gegenüber Gott auf diese oder eine andere Art zu bewähren hätte. Keine Religion kam auf die Idee, dass Gott allein den Konflikt lösen würde und an diese Lösung keine Menschenleistung knüpfte, sondern nur den Glauben.
Und dieser Jesus lebt es einfach!
Absolut faszinierend ist unter diesem Blickwinkel, dass Jesus nicht wie ein Irrer mit dem großen Pappplakat umherging und seine Idee propagierte! Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass er wirklich der Mensch-gewordene Gott war. Denn jeder Mensch hätte mit dieser Idee gar nicht umgehen können. Niemand von uns Fleischklöpsen hätte je die Selbstbeherrschung aufbringen können, diese größte Idee, die die Menschheit je sah, geheim zu halten! Was für ein Hinweis. Dieser Jesus muss Gott sein, weil er diese einmalige Idee, die sich weder vor ihm noch nach ihm jemand ausgedacht hat, einfach geheim hielt. Er war Mensch und befolgte den Willen des Vaters. Er war Gott und ging in seinem Menschenleben vollkommen auf und machte von seinem Gottsein nur zu unserer bestmöglichen Belehrung Gebrauch. Er tat Wunder, nicht um sich selbst zu profilieren, sondern um uns bösartigen Kreaturen seine Liebe bekannt zu machen.
Bei aller Irrtümelei, die wir Christen begehen (wir sind ja nach unserer Bekehrung zu Jesus auch nur Menschen), bleibt in uns eine unerklärliche Kraft, die uns das mitteilt, was wir brauchen, um bei ihm zu bleiben. Wir sind mit einem einfachen Ja zu ihm in seiner Hand und können nicht mehr aus ihr herausgerissen werden.
Das einfache Ja zu Jesus steht gegen alle Religionen dieser Welt.
Weil Gott selbst der Initiator der Menschenrettung ist, weil nur er die Aktivität der Liebe innehat, können wir Menschen nicht aus unserer Kraft und Intelligenz zu ihm kommen. Doch nichts anderes als diese Irrlehre, man könne sich zu Gott hocharbeiten oder hochdenken, vertreten alle Religionen dieser Welt. Darin sind die Zeugen Jehovas Weltmeister, sich und anderen vorzumachen, man müsse nur die Bibel vorwärts und rückwärts lesen, um das eigene Überleben in der Menschheitsvernichtungsschlacht Harmagedon zu sichern. Doch Gott allein ist der Beginner und Vollender des Glaubens und kann uns kontaktieren. Wer diese Einladung Jesu nicht annimmt und lieber auf die eigenen Kräfte vertraut, der hat auf Sand gebaut und wird schon von einem halbleeren Glas Wasser hinweggeschwemmt.
Jesus Christus hat die Welt in nicht nachahmungsfähiger Weise beeinflusst und die gesamte Menschheit betroffen gemacht. Ob es Befürworter oder Feinde seines Seins sind, alle sind mit Jesus konfrontiert und müssen auf welche Weise auch immer eine Entscheidung treffen.
Wer schlägt ein gutes Geschäft aus?
Alle Religionen sind immer so vernünftig und plausibel. Aber sie faszinieren auch durch Konflikte und Widersprüche und paradoxe Gedanken. Dies alles ist aber nur ein müder Nachahmungsversuch Satans, um Jesus vor der Welt als einen von vielen darzustellen. Doch ist Jesus das Angebot Gottes, das alles andere je Dagewesene um Meilen schlägt. Nichts ist ein besseres Geschäft als zu Jesus Ja zu sagen und ihm das Vertrauen auszusprechen.
Witzig ist, dass alle, die das Angebot Jesu in den Wind schlagen, als die tollen Intelligenzler daherkommen. Sie geben sich supertolerant, haben alles Mögliche studiert, rauchen Pfeife, um andere zu beeindrucken, sind im Namen der alles und jeden rettenden Liebe unterwegs und tun mit jedem Wort, das sie sprechen, eine kleine Heldentat. Sie alle sind Ausdruck des Menschen, der es für Quatsch und Blödsinn hält, dass Gott über unseren Kopf hinweg etwas entscheiden könnte. Wo kommen wir denn hin, wenn wir Jesus etwas konkret fragen würden? Nein! Viel wichtiger sind unsere eigenen tollen Gedanken.
Und das, obwohl wir mit unseren eigenen Gedanken abends ins Bett gehen und wieder morgens aufstehen! Was für ein Schwachsinn des Menschen, dass er sich ausschließlich auf seine eigenen Gedanken verlassen will. Dabei gibt es so viel zu entdecken, wenn wir Gott zutrauen, dass er existiert und wenn wir Jesus persönlich danach fragen, was denn nun wirklich Sache ist.