Vater der Ewigkeit

Die Zeugen Jehovas argumentieren mit aller Kraft diesen Jesus herunter zu einem Werkzeug Gottes, das nicht der Mittelpunkt der Anbetung sein darf. Jesus ist bei den Zeugen Jehovas zwar noch so eine Art unverzichtbares Nebenelement, doch nimmt er bei ihnen nicht die Position ein, die Gott für Jesus als zentralen Dreh- und Angelpunkt vorgesehen hat. Gottes Wirken und Wollen hat nach der Lehre der Zeugen Jehovas also nicht das Ziel, die Welt in Jesus Christus zu retten, sondern Jesus ist für sie nur eine Art Dosenöffner, den Gott benutzt und danach zur Seite legt.

Zu dem gewollt herbei zu zwingenden Zweck der dezentralisierten Rolle Jesu benutzt die Wachtturm-Gesellschaft seit ihrem Bestehen in der jetzigen Form tausende Mittel der Ablenkung und halbherzigen Wertschätzung. Zwar darf Jesus noch so eine Art Vorbild sein. Aber bei aller Liebe! Er ist doch nur einer von uns. Er ist der Oberzeuge Jehovas, der Vorläufer der guten Taten, der vollkommene Adam und das Musterbeispiel des fortwährenden Predigtdienstes. Er dient in der Wachtturm-Theologie nur den Interessen dieser Religionsgemeinschaft, die sich mit äußerster Anstrengung des Gutseins die Gunst jenes Jehova erschmeicheln muss.

Um Jesus nur als einen Untergott darzustellen, dichtet die Wachtturm-Gesellschaft Jesus einen Anfang zu und die Zeugen Jehovas glauben ihr. Diese Zeugen bezeugen einen Gott, der Jesus auf die Erde geschickt hat und selbst daheim geblieben ist. Diese Zeugen behaupten einen Jesus, der sich als gehorsames Instrument zur Verfügung gestellt hat, damit der Gott der Wachtturm-Gesellschaft in Ruhe auf seinem Heimatplaneten sitzen bleiben und die Menschen von der rettenden Vernunftstheorie des Predigtdienstes überzeugen konnte. Dieser Gott der Zeugen Jehovas trägt einen von Menschen erfundenen Namen und lässt Menschen mit seinen Geboten auf Operationstischen sterben.

Der zentrale Angriff der Wachtturm-Gesellschaft auf Jesus ist die These, Jesus habe als erstes geschaffenes Wesen einen Anfang und sei deswegen endlich. Zwar steht in der Bibel mannigfaltig und äußert eindeutig, dass Jesus ewig ist, die Wachtturm-Gesellschaft glaubt aber zu wissen, dass er endlich sei. Jesus habe - so die Lehrmeinung des treuen und verständigen Sklaven - zumindest am vorderen Ende seiner Existenz ein Ende. Dies wird von diesem großen Irrlehrer und falschen Propheten aus dem Wort vom erstgezeugten Sohn herausdestilliert.

Überlegen wir aber, dass dieser Bibel-Sonderversteher auch behauptet, die Menschen würden mit ihrem leiblichen Tod zu 100 Prozent vergehen und aus der Erinnerung Gottes (Gräber = Gedächtnisgrüfte) zwecks Auferstehung neu und gleichzeitig alt (so wie der Mensch war, als er starb) erschaffen, dann merken wir, wie pauschal falsch die Wachtturm-Gesellschaft mit den Begriffen Ewigkeit und Endlichkeit umgeht. Der endliche Mensch hat nach der "Theologie" der Zeugen Jehovas zwei Anfänge und ein offenes Ende. Jesus hat nach dieser menschengemachten Patchwork-Theologie einen Anfang, gilt aber als ewig, weil sein Ende nicht stattfindet.

Demnach soll nach der Vorstellung des treuen und verständigen Sklaven aus dem amerikanischen Zeitungsverlag Ewigkeit vorliegen, auch wenn diese Ewigkeit einen Anfang hat. Damit vermischt diese durch Werksgerechtigkeit selbst gerecht gesprochene Religionsgemeinschaft die Begriffe Zeit und Ewigkeit und kann mit dieser Begriffsverwirrung eine Konstruktion aufbauen, die die Rettung des Menschen in einem erfundenen Gottesnamen findet und Jesus als Hanswurst abtut. Der Gott, der in Jesus Mensch wurde, um uns durch seine unendliche (ewige) Gnade zu retten, muss für solche Leute unbedingt aus den Herzen der Menschen entfernt werden. Deswegen muss die Sprache der Menschen und die Bedeutung der Worte so verdreht werden, dass sich eine "Vernunft" aufbauen lässt, die nur ein Ziel hat: Die Einführung eines Ersatzgottes namens Jehova und die Herabstufung dessen, der für uns Mensch wurde und das Leiden der absoluten Gottesferne für uns am Kreuz erlitt. (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!)

Was ist Ewigkeit?

Entgegen der mit viel Propaganda bei einigen Menschen durchgesetzten Sicht der Wachtturm-Gesellschaft ist Ewigkeit nicht endlich! Ewigkeit kann weder Anfang noch Ende haben und keine Zeitpunkte, keine Zeiteinteilungen oder dergleichen. Ewigkeit ist Zeitlosigkeit und damit ein ganz anderes Sein als das, was wir Menschen in unserer Zeitlichkeit empfinden und erleben. Ewigkeit ist eine völlig andere Art des Daseins und kann mit menschlichen Maßstäben überhaupt nicht eingeschätzt werden. Ewigkeit kann man als Mensch nur grundsätzlich erdenken und mit äußerster Vorsicht formulieren. - Aber diese Vorsicht in der Formulierung findet man beim treuen und verständigen Sklaven aus Brooklyn nicht.

Ewigkeit kann keine Zeiteinheiten haben. Zwar hilft es unserer menschlichen Vorstellung, sich die Ewigkeit mit unendlich vielen Zeiteinheiten zu denken. Doch ist die Zeit und mit ihr jede Zeiteinteilung aus der Natur der Ewigkeit ausgeschlossen. Wenn die Ewigkeit ewig ist, dann sind nämlich alle noch so kurzen, in der Ewigkeit gedachten Zeiteinheiten ebenfalls ewig. Selbst die einzelne in der Ewigkeit fiktiv angenommene Sekunde muss ewig sein, denn sie ist Teil der Ewigkeit. Sie kann nicht begrenzt sein, denn sie ist in diesem anderen Sein, das ewig ist, anders, eben ewig. Eine fiktiv angenommene Sekunde der Ewigkeit kann nur der selben Natur sein wie die Ewigkeit selbst. Sie ist ewig.

Eine Vorstellung, die der Ewigkeit einen Anfang setzt, vermischt zwei Seinsformen auf unlogische, unsinnige Weise. Eine Ewigkeit mit einem Anfang kann es nicht geben, denn eine zeitgemessene Ewigkeit kann es nicht geben. Ewigkeit ist von Zeit in absoluter Weise unabhängig - genau wie Gott von menschlichem Denken vollkommen frei ist. Hierin können wir noch einmal nachvollziehen, was Gott in Jesus wirklich für uns getan hat! Er hat sich aus seiner absoluten Freiheit selbst gelöst und ist in die zeitliche Gefangenschaft unserer Existenzform gegangen, damit wir im Glauben an seine Erlösung gerettet werden können.

Die üble Nachrede der Wachtturm-Gesellschaft, die der Existenz Jesu einen Anfang unterstellt, hat einen zielgerichteten Sinn. Es ist das schmutzige Ansinnen des treuen und verständigen Sklaven, die Zeugen Jehovas an einen Ersatzgott zu binden, dessen Phantasiename von katholischen Mönchen im 13. Jahrhundert aus dem Tetragramm willkürlich vokalisiert wurde. Der Sinn und das Ziel dieser Wachtturm-Strategie ist nichts anderes als die Verhinderung der Rettung in Jesus Christus. Der Name Jesu, welcher der einzige Name ist, in dem je ein Mensch gerettet werden kann, soll nach der willkürlichen Logik der Wachtturm-Gesellschaft ersetzt werden durch einen Decknamen, in dem die Menschen vom Willen Gottes abgelenkt werden. Der Wille Gottes soll nach Wachtturmstatuten mit Füßen getreten werden, indem die Erlösung in Jesus Christus unwichtig gemacht wird.

Jesus wird in der Bibel schon lange vor seinem irdischen Erscheinen Vater der Ewigkeit genannt! Wie krass muss eine Theologie die Selbstherrlichkeit Satans widerspiegeln, um diesem Jesus im fleischlichen Denken der Zeugen Jehovas die Ewigkeit hinterrücks abzusprechen! Mit unglaublicher Frechheit menschlicher Argumentation wird von der Wachtturm-Gesellschaft ein Bild entworfen, das sich allein in der Vermischung und in der Durcheinanderwerfung ehemals klarer Begriffe begründet. Ewigkeit wird in der Wachtturm-Lehre mit Zeit vermischt und in dieser absurden Form zur Grundlage der falschen Sicht auf Jesus Christus gemacht.

Und die Zeugen Jehovas sind derartig in diese menschliche Konstruktion verliebt, dass sie niemals mehr zu Jesus finden können, denn sie glauben diesem falschen Propheten, dass Jesus nicht Gott sei. Diese üble, gottlose Schandtat hat die Wachtturm-Gesellschaft mit vielen Religionen der Welt gemeinsam und sie nimmt so an der Gottlosigkeit der Welt vollen Anteil. Sie macht die Menschen mit ihrem Tatsachen verdrehenden Wein der Schande besoffen und erfüllt so den Willen dessen, der alle Religionen der Welt führt.

Wer sich jedoch auf Jesus einlässt, wird keine Religion bei ihm antreffen und keine Kirche, die sich staatlich oder sonstwie organisatorisch einbinden lässt in die Welt. Wer sich auf Jesus einlässt und sich ihm anvertraut, findet auf der ganzen Welt Brüder und Schwestern. Doch ist es ihm nicht beschieden, sich heilstechnisch einer irdischen Gemeinschaft zugehörig zu denken, denn keine irdische Organisation kann die wahre Kirche sein. Die wahre Kirche kann nur die Gemeinschaft derer sein, die zu Jesus gehören.

So bleibt die Tatsache bestehen, dass alle Macht und Befugnis, die von Vereinen wie der Katholischen Kirche und der Wachtturm-Gesellschaft ausgehen, nur menschliche Fehlentwicklungen des Glaubens sein können. Sie sind allesamt dem Verderben preisgegeben. Sie binden sich nicht an Jesus, sondern propagieren ihre eigenen seeligmachenden Eigenheiten, Entwürfe und Phantasien (Blutfrage, Marien-Vergötterung, Eucharistie). Sie wälzen sich in heidnischen Vorstellungen und Riten und beschmutzen Gott mit menschlicher Logik. Sie herrschen über Gott wie schamanische Priester. Sie üben Gewalt aus über die Menschen und haben alle zusammen nur ein einziges Ziel: den Weg der Menschen zum Vater der Ewigkeit zu versperren.


Kommentare

01
Diese Vereine und menschlichen Hilfskonstrukte, die für sich selbst die alleinige Verwaltung der Interessen Gottes auf Erden beanspruchen, sind vom Menschensohn, vom in Christus Jesus herabgestiegenen Gott, im Plural als die Kinder des Satans, des Lügners und Verleumders, des ersten Totschlägers, gekennzeichnet worden. Er hat sie als Gesamtheit beurteilt, als Mob oder Meute, würde man heute sagen, die die Heiligen um seines Namens willen verfolgen und verstoßen. Sie werden euch herausjagen, verfolgen, an Gerichte ausliefern und töten, so sagte Jesus. Und er wußte es im Voraus, denn er ist Gott. Aber er ist Heiland für alle die, die seine Gnade ergreifen, die seine Ewigvaterschaft wie kleine Kinder aufsaugen, die seine Blicke wortlos erwidern können, weil sie wissen, daß ihre Hoffnung sich erfüllen wird in ihm. Und das für alle Ewigkeit!

Amen.

Rudolf [29.09.2008]
02
Hallo,

warum liegt der WTG so viel daran, Jesus zu degradieren und aus dem "Zentrum der Macht" zu verbannen?

Eine Erklärung hierfür ist nicht ganz so leicht abzuarbeiten. Aber ich will es versuchen.

Die WTG ist in ihrer Konstitution und ihrer Auslegung der Heiligen Schrift absolut antichristlich. Sie hat zum Durchsetzen und Legitimieren ihrer wirren Freimaurer-Lehre und -Methodik eine Gottheit konstruiert und über Jesus installiert, die all die Werke und Prophezeiungen der WTG legalisiert und rechtfertigt. Diese Gottheit nennt sich kurz und knapp "Jehova". Doch hat sie mit Jesus nichts gemein. Jesus ist die personifizierte Liebe, der universelle Gott und ein Teil der Dreifaltigkeit. Doch all das und die Lehren, die er in der Bibel festhalten ließ, stehen der machthungrigen und satanischen WTG bei der Erfüllung ihrer absolut weltlichen und materialistischen Ziele im Weg. Darum wird Jesus in der Bibelübersetzung und Auslegung der Zeugen Jehovas einfach gebeugt. Man macht ihn zum tatsächlichen Sohn, einem "letzten Adam" oder "dem größten Mensch, der je lebte", aber man lässt ihn nicht sein, was er ist: GOTT. Er ist Überengel und Erfüllungsgehilfe für "die Rechtfertigung des Namens Jehovas und der Wiederherstellung seiner Souveränität" wie es die WTG so banal ausführt. Doch ist das so? Nein, die WTG lässt sich stichhaltig anhand ihrer Taten, die der Weltöffentlichkeit außerhalb der "Christenversammlung" bekannt sind, als eine der größten Teile des Systems der "falschen Religion" bzw. "der Hure Babylon" entlarven. Sie ist Mitglied des wilden Tieres gewesen (der UNO), bis es aufflog. Sie hat nicht unwesentliche Beteiligungen an einem amerikanischen Rüstungskonzern (der Randcom Corp.), zu deren Anteilen sie angeblich ohne eigenes Zutun gekommen ist (2 Brüder hätten ihre Aktienpakete an die WTG überschrieben und es wäre nicht aufgefallen, dass es sich dabei um Beteiligungen an einem Rüstungskonzern handelte ...) und sie ist Mitglied in der weltweiten Sektenökumene CESNUR, in der man mit allen anderen Welt-Sekten, die Rang und Namen haben (inkl. Scientology), an einem Tisch sitzt und die eigenen Interessen nach den Gesetzen des jeweiligen Landes durchboxt. Oder ist es die Tatsache, dass die WTG Jahr für Jahr ihre materiellen Werte immens vermehrt und den Anhängern suggeriert, sie müssten noch mehr spenden? Doch warum? Damit der Präsident der WTG regelmäßig der firmeneigenen Flugbereitschaft im firmeneigenen Jet zum Angeln nach Alaska oder Kanada fliegen kann? Oder dass die WTG Immobilien kaufen, umbauen und verkaufen kann, um noch mehr Geld zu machen?

Jesus hat all diese Dinge angeprangert und ist wegen solcher Geschäftstaktik sogar im Tempel gewesen und hat dort alles links gemacht. Doch der Messiaskonzern WTG verkündet sich als den treuen und verständigen Sklaven, den Kanal Gottes, der geistige Speise zur rechten Zeit gibt. Doch wie ist es damit bestellt. Ein sehr plastisches Beispiel sind die vielen "Weltuntergänge", die die Zeugen Jehovas verkündet haben. Doch es passierte nichts. Was sagte man dann? Man rechtfertigte sich damit, dass das Licht langsam heller werden würde. Durch die Blume musste man eingestehen, dass die Inspiration wohl doch nur den Prophetren in alter Zeit vorbehalten sei oder der Papiertiger Jehova den Sklaven an der Nase rumgeführt hätte. Man bezichtigte seinen eigenen Gott der Lüge oder, wenn das nicht ging und passte, dann waren es die "Brüder, die sich hinreißen ließen, nicht auf Jehova zu warten". Aber sagte man, dass man selbst etwas in die umgeschriebene Bibel reingedeutet hatte, was nicht passte? Nein, denn die WTG ist ja unfehlbar und absolut kritikimmun. Naja, all das spricht nicht für die Auslebung der Lehren Jesu oder für die Akzeptanz der christlichen Grundwerte.

Pinky [30.09.2008]

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Erstellungsdatum: 28.09.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten