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38 Kommentare online

Depressionen

von E. F.

Depressionen - und die wechselnden Ansichten der Wachtturm-Gesellschaft

Ende des Jahres 1991 wurde in der Schweiz im Rahmen einer Königreichsdienstschule, veranstaltet vom dortigen Zweigbüro der Wachtturm-Gesellschaft im Auftrag der leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen und durchgeführt für Älteste, vom Leiter des damaligen Zweigkomitees unter anderem ein Vortrag über Depressionen und die Art der Behandlung durch die Ältesten in den Versammlungen gehalten. (In Deutschland gab es damals in den entsprechenden Schulungen andere Themen).

Während zuvor immer eine gewisse Skepsis, wenn nicht sogar Misstrauen, gegenüber Psychotherapeuten an der Tagesordnung war, hörte man hier plötzlich neue Töne. Man gab zu, dass es unter Jehovas Zeugen zahlreiche an Depressionen leidende Menschen gab; es war bekannt, dass in psychosomatischen Kliniken ständig Patienten zu finden sind, die sich zu Jehovas Zeugen bekennen. Man führte als Grund an, dass die Religion der Zeugen besonders auf Menschen anziehend wirke, die bereits unter Depressionen leiden.

Das mag sein; aber es ist nur ein Teil der Realität. Denn man sollte annehmen, dass die am Anfang dargebotene Nestwärme und vor allem das behauptete geistige Paradies zumindest keine Verschlimmerung depressiver Zustände bewirken dürften. Dennoch ist das der Fall; wenn die Nestwärme nach der Taufe durch die Anforderungen der Religion ersetzt oder zumindest verdrängt werden, steigern sich die Depressionen wieder, und es werden auch zahlreiche Menschen depressiv, die es vorher nie waren. Insoweit ist dieses geistige Paradies eine sehr bedenkliche Sache - wenn man es nicht nur als ein Placebo, als ein Trostpflästerchen für in ihren Erwartungen enttäuschte Gemüter betrachten will.

Die Schulungsveranstaltung

Es wurde den Ältesten gesagt, dass sie, wenn bei jemandem eine Depression länger als 5 Tage anhalten würde, dieser Person dringend nahelegen sollten, zu einem Arzt oder Therapeuten zu gehen. Sie selbst als Älteste seien keine Fachleute, hätten keine fachliche Kompetenz und sollten sich daher von medizinischen oder anderen Behandlungsratschlägen völlig zurückhalten. Dieser - vernünftige - Rat wurde sehr ausführlich begründet und - wie bei allen Vorträgen üblich, selbst wenn das Gegenteil gesagt worden wäre - mit Beifall bedacht. In schriftlicher Form habe ich jedoch diesen Vortrag in keiner Publikation gesehen. Er war eine Weisung an Älteste.

17 Jahre später

Inzwischen sind 17 Jahre vergangen, und man ist schon lange von der sachlichen und begründeten Ansicht von 1991 abgerückt. Als ich vorige Woche mit einem Ältesten über das Thema sprach, sagte mir dieser, dass die neuen Anweisungen auf Grund schlechter Erfahrungen (Verlassen der Organisation) ganz anders lauten würden. Auf keinen Fall solle man zu einem Besuch bei Ärzten oder Therapeuten ermuntern oder auffordern, auch wenn deren Inanspruchnahme nicht verboten ist.

Die Gründe: Man habe festgestellt, dass diese Leute sehr häufig die Religion als Ursache für die Depressionen bezeichnen würden. Als ich einwandte, dass es doch auch gläubige Ärzte und Therapeuten gäbe, die ihre Patienten auf christlicher Grundlage berieten, wurde diese Möglichkeit abgelehnt mit der Begründung, dass auch diese in der Religion der Zeugen Jehovas die Ursache für die vermehrten Depressionen sähen. Tatsächlich sind auch Fälle bekannt, in denen Menschen nach ihrer Trennung von den Zeugen Jehovas ihre Depressionen verloren oder davon geheilt wurden.

Ich fragte, was denn die Ältesten im Fall von Depressionen nun tun sollten, denn ihre Inkompetenz sei ja immer noch gegeben. Die Antwort war, dass sie angewiesen seien (oder dass man empfohlen habe), die Erkrankten auf Themen über Depressionen in der Zeitschrift "Erwachet" hinzuweisen, in denen gute Ratschläge gegeben würden. Da aber auch die Schreiber von diesen Artikeln keine Fachleute sein dürften, sondern ihre Artikel von anderer Seite erhielten oder sie auf Grund anderer Quellen zusammenstellten, ist das eine eigenartige Behandlungsmethode.

Eine Art Therapie in Selbstbedienung, eine Art Selbstbehandlung durch kranke Menschen. Die Ergebnisse - oder Nicht-Ergebnisse - kann man sich vorstellen. Aber es zeigt wieder einmal, dass die leitende Körperschaft ihre Autorität über die Menschen für wichtiger ansieht als deren fachgerechte Behandlung zu ihrer Gesundung, und dass sie nicht bereit ist, die ursächlichen Quellen für Depressionen in ihrer eigenen Organisation bzw. in ihren den Menschen auferlegten Lasten zu suchen.

Das Rezept "mehr Studium, mehr Zusammenkunftsbesuch, mehr Predigtdienst" - also in Wirklichkeit Erhöhung der Lasten - wird auch hier als Allheilmittel empfohlen. Aber bekanntlich heilt ein Rezept, das für alles gut sein soll, in aller Regel gar nichts; es verschlimmert nur noch. Kein Wunder, wenn dann ein Kreisaufseher anlässlich seines Besuchs meinte, die Zeugen müssten doch die glücklichsten Menschen sein; statt dessen hätten sie alle graue, freudlose Gesichter. Ja, da sind eben viele depressive Menschen, viele, die es auf Grund der neuen Einstellung der Organisation nicht einmal zugeben möchten, daß sie unter Depressionen leiden. (Wie elegant kann man das alles verpacken in vegetative Dystonie). Doch die Realität ist: viel mehr Gejammer als Lust, viele Griesgrämige, Kummervolle, Klagende, Murrende, Undankbare, Freudlose, keine Geisteschristen, sondern Regelchristen, Gesetzeschristen, die sich gegenseitig beobachten und kritisieren. Aber das stört nicht die großen Geister in Brooklyn. Wenn die Tatsachen ihren Theorien nicht entsprechen, um so schlimmer für die Tatsachen!


Kommentare

01
Hallo Leute,

11 Jahre lang war ich eine getaufte Zeugin Jehovas. Ich war stets ein lebensfroher Mensch, mit enormem Tatendrang, bis ich vor einigen Jahren an einer Depression erkrankte. Leider ist es wirklich so, wie ihr es in diesem Bericht schildert, dass Älteste einem raten, noch mehr im Werke des Herrn zu tun, aber keine Ahnung haben, was sie bei den Betroffenen damit anrichten. Jeder, der unter dieser Krankhheit leidet, weiß selbst, was er tun könnte, hat aber für nichts mehr die Kraft.

Älteste, die dir in einem solchen Zustand raten, noch mehr zu tun, tragen dazu bei, sich noch schlechter zu fühlen. Sehr liebevolle Hirten. Der Knackpunkt aber war, als ein Ältester zu mir sagte, dass ich als Zeugin Jehovas gar keine Depression haben dürfte. Das hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen. Nach drei Jahre langer Krankheit habe ich mich entschlossen, aus der Gemeinschaft auszutreten, mit dem Ergebnis, dass ich in kürzester Zeit gesund geworden bin.

Solange Du bei den Z.J. brav deinen Stundenzettel abgibst und dich in den Versammlungen einbringst, ist alles in rechter Ordnung, aber wehe du kannst nicht so wie du eigentlich gerne möchtest. Dann bist du unten durch.

Du kannst Sünden begehen, so viele du willst, solange du sie bereust, aber depressiv darfst du auf keinen Fall sein.

Ich schäme mich, ein Teil einer solchen Organisation gewesen zu sein.

angelina [20.12.2009]
02
es gibt keinen grund sich zu schämen ...

aber 1000 gründe Dir zu gratulieren!

ich selbst hatte nur relativ flüchtigen (naja ...) kontakt zu ZJ, aber so viel weiss ich, dies "Organisation" ist das letzte was die Welt jemals gebraucht hat!

albert [20.02.2010]
03
auch ich war fast 25 Jahre ZJ. Auch ich kann das so wiedergeben, wie es schon geschildert wurde. Auch ich hatte jahrelang Depressionen und es wurde heruntergespielt und mir wurde gesagt, eine Zeugin, deren Mann Ältester ist, darf keine Depression haben.

Bei uns in der Versammlung hatten fast alle Depressionen, nur wollte es keiner wahr haben. Ich habe den Schritt gewagt und bin ausgetreten, jetzt geht es mir viel besser, denn ich lebe mein Leben und lerne wieder Freude zu haben und mich zu entfalten. Es geht mir ohne die JZ viel besser.

Jaklin [31.03.2010]
04
ich habe auch depressionen. xD aber wisst ihr was, ich geh zu nem Therapeuten und ich trete sicher nicht aus. Mein Dad hatte Depressionen, und er is nach einem Jahr Kur in Wangen Im allgäu wieder gesund gewesen. Ich frage mich, wie ihr das hier alles Glauben könntet. vorallem immer diese "Dämonen" die einfach Lichtflecke beim Fotografieren sind.

xD

ich versteh nicht, wie ausgeschlossene und andere so dumm sein können.

also

in diesem Sinne

euch frohes schaffen

(ich bin seit 2 jahren getauft) (17)

Zeugin Jehovas!!!! [05.04.2010]
05
Hallo Zeugin;

schön dass Du den Weg hierher gefunden hast!

Tja, die Wachtturm Abbildungen. Die Bilder sind ja gezeichnet. Es können keine Reflektionen sein. Wenn Du mal Grafiker beobachtest, die untersuchen jedes Pixel. In amerikanischen Foren finden dazu interessante Diskussionen statt, die Dämonen haben eine lange Tradition in Euren Druckerzeugnissen. Früher wurden die ganz offen und leicht erkennbar eingefügt.

Zu den Depressionen. Sei froh, dass Du keine Bluterin bist, dann hätten Sie Dich verbluten lassen. Oder dass Du nie eine Blutkonserve brauchst.

Und sei froh, dass Du die Bibel ignorierst: Er starb für unsere Schuld und Krankheit! Und was sollen wir mit Kranken machen? Beten! Macht ihr das? Du, unsere Gemeinde bietet einmal die Woche Gebet für Kranke an, auch für un- und anders Gläubige, schau mal vorbei ;-) - dann kannst auch Jesus heute kennenlernen.

Teetrinker [06.04.2010]
06
Mit 15 getauft und mit 17 schon Depressionen ...

Kind, du wirst noch viel lernen müssen im Leben, vielleicht mußt (willst) du durch dieses tiefe Tal gehen. Ohne Jesus Christus als deinen Herrn wirst du elende zu Grunde gehen. Das steht definitiv fest. Es steht so in der Heiligen Schrift!

Meine Frau, eine sogenannte "in der Wahrheit Aufgewachsene" hat den Absprung mit Mitte Dreißig geschafft, mit 16 getauft, Jesus Christus sei dank, ohne Depressionen, aber mit Zorn im Bauch, sie kann endlich wieder Mensch sein. Kein Zombie mehr, keine Elite des Teufels mehr ...

Ihr fühlt euch den anderen Menschen überlegen, nicht? Ihr verachtet die Christen im allgemeinen, Ihr malt euch aus, wie es sein wird, in den Häusern der in Harmagedon Getöteten zu leben, genüßlich beschreibt ihr eure ausgeschmückten Horrorvisionen in euren Büchern, lies einfach mal in etwas älterer Literatur nach, keine Angst, auch altes Licht leuchtet noch ...

Kind, sieh zu, daß du so schnell wie möglich von da wegkommst! Und bitte den Herrn Jesus um Zugang!

Rudolf [06.04.2010]
07
lol xD ehrlich, das zu lesen macht spaß :D ihr verdreht die Wahrheit.

Zu den Blutkonserven:

Nicht nur wir lassen uns kein Blut geben.

Ausserdem, ihr haltet euch ja für so schlau, würdet ihr auch mal fakten anschaun, zum beispiel in der Bibel, dann müsstet ihr hier nicht so ne scheiße hinschreiben. Ich bin der Ansicht, das ich auch ohne Blutkonserven leben kann, wenn ich mal wieder operiert werde. nur mal so, es gibt etliche Ärzte, die Nicht in unserer Religion sind, und die sagen, das es besser ist, kein Blut zu geben.

Wir fühlen uns den Menschen nicht überlegen, wir verachten die Christen auch nicht, wir malen uns auch nicht aus, wie es sein wird in deren Häuser zu leben. Ich persönlich bin traurig, das so viele der "Christen" vorurteile von uns haben, wirklich! Ausserdem hab ich die Hoffnung, das wen ich ins Paradies komme, dann beim Aufbau des Paradieses helfen zu können. Und glaubt mir, ich täte nichts lieber, als die Häuser abzureissen und neue Häuser zu bauen. lol

Und das ältere Licht, wer sagt den, das wir uns früher nicht getäuscht haben. Brd. Rutherford hat auch noch Geburtstag und Weihnachten gefeiert, bis er bemerkt hat, das das nicht in ordnung ist. Es wurde aus dem Heidnischen übernommen.

Ich ignoriere die Bibel nicht. Ich bin froh, das Jesus für uns gestorben ist, denn nur deswegen habe ich die Hoffnung, einmal ewig im Paradies leben zu können. Und nun viel spaß dabei, meine Aussage ausseinander zu nehmen.

:P

Zeugin Jehovas!!! [06.04.2010]
08
Komisch, dass so viele Zeugen Jehovas rechtschreib-technisch genau gleich sind. Irgendwie habe ich das Gefühl, Du bist nicht 17 und Du bist ein Dauerschreiber, den ich schon mehrfach wegen purer Blödsinnigkeit ausgesperrt habe.

Wie kannst Du denn Jesu Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Du noch nicht einmal mit ihm reden darfst? Postkarte geht nicht. Telefon geht nicht. Telegramm geht nicht. Email geht nicht. Wie macht Ihr Zeugen Jehovas das? Lasst Ihr einen Ballon steigen mit einer Grußkarte: Herr Jesus, rette mich? Nein. Das ist Euch ja auch verboten. Wie kannst Du darüber froh sein, dass Jesus für uns gestorben ist, wenn der Kontakt zu ihm Euch allen als Sünde erscheint?

Jehova angeblich Gott ist es, der den Kontakt zu Jesus zur Sünde macht.

Rüdiger [06.04.2010]
09
wer sagt, das Der Kontakt zu jesus verboten ist? In der Bibel heißt es: Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Zu deutsch Wen wir beten sagen wir z.B. In Jesu Namen, Amen Durch Jesus unseren Erlöser, Amen.., Und ich bin wirklich erst 17. Viele auf kur haben zu mir gesagt, ich hör mich an wie ne 30 Jährige xD das find ich lustig :D Und der Kontakt zu jesus is nicht verboten. JEsus ist der Sohn von Jehova. Der Erstgeborne. Wir kehren JEsus ganz sicher nicht unter den Tisch :) lg

Zeugin Jehovas!!! [06.04.2010]
10
Hoffentlich ist dir noch zu helfen.

Es wurde in den Medien schon oft berichtet, dass die ZJ Blutkonserven ablehnen. Viele sind diesbezüglich verstorben - eine junge Mutter etc. usw. usw. Mache dich schlau, auch dich kann es treffen.

Jesus wird in eurer Literatur schamlos verhöhnt. Ihr könnt euch keine Christen nennen, ihr seid etwas ganz anders. Mir ist keine Kirche bekannt, die Jesus so deformiert.

Du bist noch jung, angeblich 17 Jahre. Sicherlich kannst du noch nicht die Boshaftigkeit der Wachtturmgesellschaft durchschauen. Jesus wird dir helfen, wenn du nur bittest.

Siegfried [06.04.2010]
11
Ich war eine Zeugin Jehovas. Das ist die größte Sünde, die da begangen wird. Da spielen die ZJ gute Menschen, aber sie sind die schlechte Gesellschaft, die ich erlebt habe. Sie reden von Moral, aber die Moral der ZJ ist bedrückend und lügenhaft.

Du kannst als Mensch ein sehr schlechter Mensch sein, aber solange du kurze oder lange Röckchen, Krawatte und Anzug anhast und gehst von Haus zu Haus und den Menschen Lügen erzählst, die gar nicht stimmen ... die Bruder und Schwester zu Ehebruch zwingen und und und ...

Ich will nicht alles schreiben, was ich dort gesehen und erlebt habe. Aber Leute! Macht die Augen auf und verzichtet auf diese schlechte Gesellschaft, weil die verdirbt euch und stürzt euch ins Unglück! Wenn du nicht von Haus zu Haus gehst oder nicht machst, was die wollen, dann erzählen sie Sch..... über dich. Sie wollen alles entscheiden über dich und du mußt ruhig bleiben.

Du kannst Sünden begehen, so viel du willst, solange du sie bereust, und sagst, dass ist nicht meine Schuld. Dann bist du Pionierin und ein Ältester.

Ich schäme mich, ein Teil einer solchen Organisation gewesen zu sein.

Nadin [03.05.2010]

P.S.: JZ behaupten, dass sie gut sind und sie machen alles richtig. Aber wenn sie Sch.... bauen, dann sagen die sie: Wir sind alle Menschen und machen Fehler, da muß mann nur lachen :-))))))))) wie unverschämt die sind. Sie sind einfach doppelmoralisch. Haltet euch fern von diese Sekten!
12
Jeder kann und darf sich seine eigene Meinung bilden und entscheiden was er möchte. Zur Zeit gerate ich mit einigen Sachen in Unstimmigkeiten und denk viel nach, will natürlich diesen Glauben nicht aufgeben, aber komme mit den vielen Verpflichtungen, die man ja als Zeuge hat, einfach nich klar und habe deshalb stets Schuldgefühle. In der Versammlung fühle ich mich nicht zugehörig und habe das auch schon angesprochen, dann heißt es, mehr tun in den Dienst und Kontakte.

Ich merke immer wieder, dass ich anders bin und mit einigen Aussagen und Ansichten nich klar komm und dass sie damit ein Problem haben.

Wenn ich nich zu den Zusammenkünften gehe, rufen sie an und wünschen mir gute Besserung, weil man ja nur aus Krankheit fehlen darf, ich hatte mal gesagt, dass ich aus anderen Gründen nich da war und dass sie das nix anginge, das fanden sie nicht komisch, dann habe ich Bescheid zu sagen, sie würden sich sonst Sorgen machen. Also ich habe immer mehr das Gefühl, ich werde kontrolliert.

Aber ich muß sagen, ich glaube an die Schöpfung und an Jehova, nur diese Menschen, die uns führen - habe schon viel mitbekommen und frage mich oft, wie Menschen, die sündig sind, andere sündige Menschen führen wollen, und es wurden immer wieder Fehler gemacht ...

nette [27.05.2010]
13
Liebe Nette,

diese Art der Kontrolle kenne ich als damaliger Zeuge Jehovas nur zu gut. Ich liebe Gott heute immer noch, obwohl ich kein Zeuge Jehovas mehr bin. Ich habe erkannt, dass die Wachtturmgesellschaft der Falsche Prophet ist, und habe ihnen den Rücken zugekehrt. Sollen wir einer Religionsgemeinschaft mehr gehorchen als Gott?

Ernst02 [27.05.2010]
14
Hallo nette,

allein schon die Illusion, man könne durch Fleiß und Ausdauer Gott näher kommen, das ist so fleischlich und dumm, dass man es kaum aushalten kann. Jesus will nur ein ehrliches Ja. Danach pflanzt er seine Kraft in unser Herz und wir tun nie wieder etwas aus Pflichtgefühl gegenüber Gott, sondern aus seiner Kraft. Das ist ein ganz anderes Leben. Nicht unproblematisch, aber um Welten schöner und erfüllender.

Menschen als Führer müssen versagen, selbst wenn sie noch so oft behaupten, der Kanal Gottes zu sein. Deswegen sagt Jesus auch: Kommet her zu mir!

Rüdiger [27.05.2010]

P.S.: Hinzufügen muss ich, dass auch unter der Führung Jesu oft genug Durststrecken vorkommen, in denen man denkt, man täte nichts. Aber das ist sein Ding, nicht unsere Verantwortung. Wer auf Jesus vertraut, wird auch von ihm eingesetzt. Oft ohne dass man's selber merkt. Sein Wort vom sanften Joch und der leichten Last ist durch und durch wahr.
15
Auch ich habe schon aus Unwissenheit, Depressionen bei meiner Frau ausgelöst, ich kann mich als Schizoide Persöhnlichkeitsstörung nicht in die Lage meiner Frau hineinversetzen. Leben seit 14 Jahren getrennt von 17 Jahren. Meine Frau zieht sich zurück, aber ist Scheidung wirklich die beste Lösung. Bevor ich Zeuge Jehovas wurde, war ich ein Aussenseiter niemand wollte mit mir etwas zu tun haben, selbst die Priester der Neuapostolischen Kirche haben von sich gegeben, wie lange müssen wir dieses Asoziale Pack (Beim Heimweg dachten niemand hört sie mehr) noch besuchen weil ich nicht in der Lage war mich in der Kirche zu konzentrieren.

Ich hatte Alpträume wegen Probleme auf der Arbeit und Schule. Nur Erniedrigungen musste ich mir anhören.

Nachdem ich vor 18 Jahren zu Jehovas Zeugen gewechselt bin, gab es zuerst einen Aufwärtsschwung, so das ich meine Frau kennenlernen konnte auch Zeugin Jehovas. Später fingen die Probleme wieder an, meine Frau fühlte sich ständig missverstanden von mir. Aber die Ältesten Haben mir nie Vorwürfe gemacht, was meine Frau gekränkt hat so das sie in Depressionen gefallen ist. Heute verstehe ich die Ursache: Unbedachte Äusserungen.

Die Vorgehensweise der Neuapostolischen Kirche hätte keinen von uns beiden geholfen. Gekränkte Eitelkeiten von seiten meiner Frau hätte zur Scheidung geführt, während ich der Böse wäre mit dem man nichts zu tun haben will. So schafft man Feinde und führt zu Kriminalität, während die Vorgehensweise der Ältesten zu einer besserung geführt hat.

Bei den Zeugen Jehovas wird niemand Diskriminiert, jeder wird gleich behandelt, es sei denn irgend jemand möchte nicht gleich behandelt werden sondern besser. Und es kostet halt mal ein bisschen Zeit, von heute auf Morgen wird kein Paradies entstehen.

Thorsten N. [05.07.2010]
16
Wenn Du Deine Hoffnung auf die Ältesten der Zeugen Jehovas setzt, befindest Du Dich in den Händen von Menschen. Nicht in der Hand Gottes. Diese Menschen sind durch Irrlehre umgedrehte und in Menschenführung gedrillte Nett-Menschen. Aber sie haben keine Ahnung von der Kraft Gottes.

Rüdiger [06.07.2010]
17
Bin mal wieder auf dieser Seite gelandet und hab eure Komments gelesen ... irgendwie befinde ich mich in einem tiefen Tal wo ich zu denen aufschaue die glücklich mit ihrem Leben sind ... und frage mich wann wird es mir mal wieder so gehen. diese Freude habe ich verloren ... ich habe für mich entschieden herauszufinden was mir gut tut, nachdem man jahrelang dem gleichen Schema folgt is es schwierig davon abzuweichen und sich selbst mal zu überprüfen was man erwartet und möchte. ich habe meine Gebietskarte abgegeben und mich entlastet und lass mir keine Schuldgefühle einreden. Ich glaube das unser Gott voller Liebe ist und sieht was wir tun können, ich fände es viel wichtiger durch Taten zu glänzen die wirklich notwendig sind die kostbare Zeit unseren Kindern zu widmen oder alten hilfsbedürftigen Menschen oder denen helfen die kraftlos sind. Wir beten einen liebevollen Gott an der uns nur zu gut kennt ... ich kann mir nich vorstellen das er will das wir stundenlang in den Dienst gehen aber unsere eigenen Brüder vernachlässigen oder Verwandte oder Nahestehende ... tut euer Äußerstes ist für den einen sehr wenig für den andern sein Maximum so wird es immer sein.

Was mich noch stört is das es besonders alleinerziehende sehr schwer haben auch wg Kontakte ... man paßt nich ins Koncept ... statt Einladungen oder wenn welche erfolgten dann um mich oder die Kinder auszuhorchen ... unter Liebe verstehe ich den Kindern zeigen das sie dazu gehören ... leider wird gelehrt tut dies seid dies aber Taten sprechen Bände ... möchte dazusagen das ich auch kein einfacher Mensch bin und meinen Kindern freies Denken und Entscheidungen überlasse. momentan is es alles andere als leicht diesen Weg zu gehn ... ich glaube an das Gute und bin guter Hoffnung denn irgendwie muß es weitergehen ... es heist wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist ... und vertraue auf Jehova, ich bin gespannt was kommt ... bis dann

nette [22.07.2010]
18
Hallo nette, den Gott, den Ihr anbetet, gibt es nicht. Leider. Dieser Name ist nie in der Bibel aufgetaucht, bis endlich katholische Mönche ihn hineingedichtet haben. Und die Vertreterin dieses Gottes ist eine freimaurerische Organisation (Neue-Welt-Konzept). Und der Okkultismus in den Illustrationen der Wachtturmgesellschaft signalisiert überdeutlich, aus welcher Richtung diese angeblich wahre Religion kommt.

Kehr um! Komm zu Jesus. Bei ihm findest Du Erlösung, Freiheit und Werke, die aus seiner Kraft kommen. Er ist das Leben. Und die Wahrheit.

Rüdiger [22.07.2010]
19
Hallo nette,

stehe weiterhin auf der Seite deiner Kinder, glaube weiterhin an das Gute und habe Hoffnung aber vertraue auf Jesus. So kommst du aus deinem tiefen Tal und mußt nicht mehr zu denen aufschauen, die glücklich sind. Jesus allein schenkt das wahre Glück und eben die Kraft, dass du dir das Glück bewahren kannst. Mit Jesus kommst du aus jedem Tief heraus. Jesus hilft dir, er spricht zu dir in deinem Herzen. Mit der Zeit schenkt er dir Gewissheit. Laß dir und deinen Kindern das Leben nicht von einer WTG nehmen.

Doris [23.07.2010]
20
@nette

Jesus hat uns aufgeteilt in seiner Gemeinde, dazu mehr in 1. Kor. 12, 12ff, aber hier ein kleiner Ausschnitt ab Vers 14-19:

Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. So aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein? Und so das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? So er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. So aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?

Jesus gebraucht Menschen gemäß ihres Talentes, um für den Aufbau des Reiches Gottes tätig zu werden. Ganz im Gegensatz sind die einseitigen Zeugen Jehovas, die nur ein "Glied" in der Gemeinde kennen. Alle sind gleich, es gibt keine Speziallisten in bestimmten Gebieten, sondern sie werden, ob sie es wollen oder nicht, dazu getrimmt, gleich zu sein, damit man sie von der Mehrheit unterscheiden kann, was auch in der Tat von den Zeugen Jehovas stolz zur Schau gestellt wird.

Doch genau da bildet sich der Konflikt mit der Bibel und dem was Jesus tut. Es kann einfach kein Leib entstehen aus nur einem Glied! Und das ist auch unter anderem der Grund, wieso Zeugen Jehovas Depressionen bekommen, weil ALLE das gleiche tun MÜSSEN, ob sie jetzt wollen oder nicht, ob sie bessere Ideen haben oder nicht, ob sie andere Talente haben oder nicht. Die WTG ist Gesetz und daran MUSS man sich halten.

Doch wo Depressionen sind, da muss ein Tröster sein. Welchen die ZJ leider nicht haben. Jesus gibt diesen Tröster, der uns im Leben stärkt und fördert, Jehova hingegen bietet eine nette Versammlung oder "Heftchen" zur kleinen Unterstützung!

Jesus will, dass wir uns unterscheiden in unseren Taten, denn so verherrlichen wir ihn und seine Unbegrenztheit. Jesus gibt dir, was du brauchst, um nach vorne zu kommen. Jesus hilft dir, dein Hobby zum Beruf zu machen und gleichzeitig auch das Reich Gottes mit ihm aufzubauen. Er kann das, was keiner kann. Er lässt uns nicht sinken, sondern er erhöht uns ständig.

Kurz: Es gibt keine Grenze bei Jesus!

Gottes reichen Segen

Krysto [23.07.2010]
21
ich kenne keinen arzt der sich blut nehmen lässt bei einer op.

schlaumeier [28.07.2010]
22
Da kann ich auch ein Lied von singen.

Mit 20 kam ich durch einen Arbeitskollegen zu der Psychosekte. Man hofierte mich und ich fühlte mich anerkannt. Ich machte so rasant Fortschritte, dass ich nach anderthalb Jahren getauft wurde. Damals lernte ich meine spätere Ehefrau kennen, ebenfalls eine Zeugin. Was ich nie verstanden habe, die Ältesten warnten mich, weil sie in einem geteilten Haus wohnte, das sei kein geeigneter Umgang, ich solle mein Augenmerk auf Paulus richten, der ehelos blieb. Jehova und die Verkündigung des Königreichs müsse an erster Stelle stehen.

Heute weiß ich weshalb, sie hätten mich gern als Pionier gesehen. Das gibt was her, eine Versammlung mit einem Pionier.

Es kam wie es kommen mußte, ich geriet in einen Gewissenskonflikt, wir liebten uns, aber sollten wir wirklich heiraten? Ich wurde depressiv und weil ich mit meiner Zukünftigen darüber sprach, bekam sie ebenfalls Depressionen.

Oft saßen wir Hand in Hand zusammen und weinten wie die Kinder. Nach einer Weile sagte ich ihr, Schluß, wir heiraten, wir gehen zugrunde so. Schlagartig hörten die Depressionen auf. Unsere Liebe war stärker. Trotzdem, solange ich in dieser Sekte gefangen war, ich hatte immer ein schlechtes Gewissen.

Die Ältesten akteptierten das notgedrungen, wir waren ja sehr gute Klinkenputzer mit ca. 40 - 50 Stunden pro Monat, da drückt man ein Auge zu.

Wir haben Kinder und lebten 7 Jahre in der Wahrheit (ich hasse dieses Wort) bis es langsam und stetig begann, daß ich ich mich immer wieder fragte, warum immer und immer das Selbe? Langer Rede kurzer Sinn, ich verlor die Lust an der ganzen Sache. Meine Frau war entsetzt und abends, im Bett, begann sie, natürlich mit bedecktem Kopf, laut zu beten. Nach ein paar Tagen bat ich sie, damit aufzuhören, weil mich das in solch einen Konflikt stürzte, dass ich nicht mehr ein noch aus wußte. Ich wurde depressiv, ich hing im Nichts, ich konnnte nicht zurück, aber ich wollte auch nicht weg. Ich tat, was man niemals tun sollte, ich begann zu trinken, ich wurde zum Alkoholiker.

Nach ein paar Monaten des Saufens bekam ich wirklich einen lichten Moment und ich mußte aufhören, ich wußte das. Und ich hörte auf. Wer schon mal einen trockenen Entzug gemacht hat, weiß wie gefährlich und hart das ist. Tagelang lag ich flach und fühlte mich so elend. Was tat meine Frau? Sie saß mit verhülltem Kopf an unserm Bett und betete und betete laut, bis ich es nicht mehr aushielt und sie anschrie, hau endlich ab und lass mich mit dem Gesülze in Ruhe.

Von da an war unsere Ehe nur noch eine Farce. Aber ich hielt durch und wurde trocken. Ich war stolz auf mich selbst und das nahm mir meine Depressionen.

Ich trennte mich von meiner Frau, weil ich das ewige, "du hast den Satan in dir, komm zur Versammlung, die Ältesten können dir helfen, jetzt wohne ich auch in einem geteilten Haus, was sollen die Brüder denken, du bist ein schlechtes Vorbild für die Kinder, du beeinflußt sie negativ, willst du, daß sie in Harmagedon sterben" nicht mehr aushielt.

Heute stehe ich vor einem Scherbenhaufen, warte auf meinen Scheidungstermin. Meine Kinder ignorieren mich. Aber ich habe Jesus gefunden, er gab mir Hoffnung und Zuversicht und eine liebe afrikanische Freundin, die mich hier besuchte. Wenn ich geschieden bin, werden wir heiraten. Sie hat Jesus Christus in ihrem Herz wie ich und wir werden in Afrika wohnen, in Botswana wo sie her kommt.

Resumee:

Satan liebt es Existenzen zu zerstören, besonders wenn sie seiner Organisation den Rücken kehren. Jesus aber wird jedem, der in anruft, helfen und unterstützen, denn Jesus ist Gott und Gott ist vollkommene Liebe.

Allmächtiger Gott Herr Jesus, ich danke dir.

Amen

Dirk [20.09.2010]
23
Hallo Nette, genau was du am 27.05.2010 beschrieben hast, habe ich auch durchgemacht. Das Gefühl einsam und allein zu sein und nicht dazuzugehören. Ich war damals in Kassel/West und habe viel nachgedacht und für mich habe ich in dem ganzen keinen wirklichen Sinn gesehen. Glaube ist eine Sache, aber in dieser Aufopferung sehe ich überhaupt keinen logischen Sinn!

Mit freundlichem Gruß EXZJ [25.09.2010]
24
Hallo Nette,

ich grüße dich mit den Worten Jesu Christi, der sagt:

Matthäus 11,28 Kommet her zu MIR, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ICH werde euch Ruhe geben.

Als ich etwa 19 Jahre war, da hatte ich an einem Abend einen heftigen Streit mit meiner Mutter. Es war schon sehr spät und ich ging unzufrieden und unglücklich in mein Bett. Da lag ich in meinem Bett und war mit meinem Leben insgesamt unzufrieden und tief unglücklich. Aus irgend einem Grund las ich die Bibel, und zufällig schlug ich Matt. 11,28 auf, dort standen die wunderbaren Worte, die mein Leben komplett veränderten: Kommet her zu MIR, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ICH werde euch Ruhe geben.

Ich fing an Jesus anzubeten und klagte ihm mein Leid. Ich fragte ihn wo er nun wäre? Plötzlich überkam mich ein warmes unbeschreibliches Gefühl voller Freude und Ruhe, und Zufriedenheit machte sich in mir breit. Es war so stark und intensiv, dass mir Freudentränen liefen. Das war mir fremd, denn ich weinte nie! In dem Moment fing ich an, Jesus zu danken, dass er sein Wort gehalten hat. Meine Freude war so groß, dass ich mitten in der Nacht meine Mutti weckte und mich bei ihr entschuldigte. Bis dahin hatte ich mich nie bei meiner Mutter entschuldigt. Sie war so erstaunt und berührt, dass sie mich umarmte. Ich ging zufrieden ins Bett und habe schön und tief geschlafen. Als ich am nächsten Tag aufwachte, merkte ich, dass ich anders war. Alles was mir wichtig war, war aufeinmal unwichtig. Alles was mich vorher bedrückte, war wie weggeblasen. Ich war voller Freude, die ich mit Worten nicht erklären kann. Ich wusste nur, dass sich meine Maßstäbe über Nacht komplett geändert haben. Später las ich in der Bibel:

Philipper 4,6-7 Sorget nichts! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!

Da war mir auf einmal alles klar:
  1. Ich habe meine Sorgen Jesus gegeben.
  2. Er hat mir einen Frieden gegeben, der den Verstand übersteigt.
  3. Er hat meinen Sinn und mein Herz verändert.
Da wurde mir klar: Jesus Lebt! Ich bin ihm in seinem Wort begegnet. Seit dem lebe ich mit meinem Jesus. Er ist mein Guter Hirte. Auch wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn Jesus ist bei mir; SEIN Stecken und SEIN Stab, sie trösten mich. Ich liebe ihn!

Ich wünsche dir, dass du dem guten Hirten Jesus begegnest, denn er ist das Leben, und nur er kann dich frei machen.

Ich wünsche dir Gottes Segen, Nette.

Jasu [25.09.2010] @ EXZJ: Ich wohne auch in Kassel, wenn du willst, dann kannst du mich anschreiben: Spieledede@web.de

Dir wünsche ich auch Gottes Segen.
25
Hallo "Schlaumeier" (Beitrag -- 21), mehr meier als schlau. Zeigt doch Deine Bemerkung, daß Du nicht verstanden hast. Oder ---- ich will mal annehmen..... zu schnell geschrieben --- Kopf einschalten vergessen.

Es ging nicht darum, daß Ärzte sich vor der OP kein Blut abnehmen lassen, sondern, daß das Leben sich nicht zwangsläufig mit Blut in jedem Fall erhalten läßt. Mach Dich bitte mit den Neuesten Publikationen des Ärzte-Komiteès vertraut. Denk drüber nach u. dann veröffentlich bitte fundiertes Wissen : zum Beispiel der Aufschlüsselung der Blutkonserve : - die wir mit gutem Gewissen nehmen können !!

Adele [28.12.2010]
26
Mit gutem Wachtturmgewissen.

Rüdiger [01.06.2011]
27
Zitat: "Mit gutem Wachtturmgewissen."

Tja, gut ist es wenn man ein 'gutes Gewissen' hat. Sich selbst gegenüber, dem Nächsten, ja gegenüber Gott selbst.

Ich bin 'Klinsch Threapeutischer Seelsorger' und führe Gespräche mit Menschen die einerseits Glauben haben, aber andererseits schwere psychische Probleme haben. Dabei habe festgestellt, dass nicht die 'Zugehörigkeit' einer 'bestimmten christlichen Ausrichtung / Kirche / Gemeinde' ausschlaggebend sind, sondern mehrere Faktoren.

Nun lese ich hier das Obige. Ich kann dazu nur sagen: Die Ältestenschaft der Zeugen Jehovas, noch die 'Gesellschaft' gehören zu 'fachlich medizinischen Fakultät' sodass diese wirklich bei einer psychischen Erkrankung 'therapeutische Erfolge' nicht wirklich gegeben sind. Diese kann man such nicht 'voraussetzen', da eben diese Ältestenschaft in Fragen der 'Psychischen Erkrankungen' und dessen Möglichkeiten erfolgreicher Therapie ganz einfach nicht 'ausgebildet' sind. - Sollte man daher von vornherein davon ausgehen dass eine Gemeinschaft von Christen mit 'Pastoren', Priestern', 'Älteste' über diese Qualifikation verfügen kann? Nein, darin liegt nicht ihre Aufgabe!

Ja, man kann rasch Zusammenhänge finden, die mit der/einer Zugehörigkeit einer 'bestimmten Ausrichtung' und Gemeindeleben und 'Ursachen einer psychischen Störung'. Aber das trifft gemäß meinen Erfahrungen auf alle Gemeinschaften zu, wenn diese an Mitgliederzahl kleiner sind, als die etablierten Volkskirchen.
Die Schulmedizin geht richtigerweise davon aus, dass eine ecclesiogene Neurose völlig unabhängig von der Denomination stattfindet und damit unabhängig von Mitgliederzahlen ist. Wahrscheinlich ist in kleineren Gemeinschaften die Wahrnehmung geschärft, so dass der Einzelfall stärker zutage tritt. Doch haben die psychischen Belastungen der Wachtturm-Doktrin eine Qualität, die nicht mit schulmedizinischen Mitteln erfasst werden kann. Die direkte (Ver-)Führung zu Thesen, die nicht in der Bibel begründet sind, erfordern eine psychische Höchstleistung in Sachen Disziplin und Selbstverleugnung. Dieser simple Zusammenhang fällt nicht unter die schulmedizinische Erfassung, denn hier befinden wir uns schon tief im für alle Menschen leicht erkennbaren Alltagserfahrungsbereich. [RH]
Häufig sind es nicht allein die 'Lehrinhalte', sondern meistens die 'Zwischenmenschlichen Beziehungen' in Freikirchen oder Sondergemeinschaften. Würde ich 'Gegenrechnungen' machen, auf 'wie viele Menschen die im Glauben stehen' psychische Störungen haben und dann einen Bezug zu ihren Gemeinschaften machen, so kommen im Durchschnitt die großen Kirchen schlechter weg, als die Freikirchen oder Sondergemeinschaften.

Auch Christen in Freikirchen haben auffällig viele Mitglieder mit erheblich schweren psychischen Störungen, meistens 'Angst'! Angst vor 'Gott' und 'dem Teufel', vor der 'Endzeit' ect ect.

Sicherlich, hier auf diesem Forum dreht es sich um die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Aber thematisch (psychische Erkrankung im Zusammenhang Glauben), könnten hier mit gleicher Intensität auch ganz andere Gemeinschaften behandelt werden!
Das ist oberflächlich betrachtet richtig. Doch die Parallelstellungen ergeben sich genau aus dem Aspekt, den die Wachtturmgesellschaft zuspitzt. Es handelt sich um den künstlichen, unechten Glauben, der auf Menschenkraft und Menschenverhalten fußt. So etwas kann in allen Gemeinden wachsen und seine negativen Wirkungen entfalten. Doch ist die Wachtturm-Doktrin explizit genau auf die Unechtheit angelegt. Bei ihr handelt es sich nachweisbar um eine reine Überzeugung und ist in keiner Weise als Glaube einzustufen. Die Entgleisung des Glaubens (Vertrauen) weg in die Überzeugung verursacht den sozialen Druck, der Menschen niedermacht. Dieser soziale Druck ist bei der Wachtturmgesellschaft das Kerngeschäft, bei christlichen Gemeinden Unfall. [RH]
Nehme ich die Zeugen Jehovas in Schutz? Nein, aber ich 'vergleiche'. Und im Vergleich stehen die Zeugen Jehovas nicht 'schlechter' dar, als eben andere Gemeinschaften.
Allerdings übersehen Sie die Gesunden unter Jehovas Zeugen, die unter einem äußerst hohen Mobbing-Druck stehen und nur mit äußerster Anstrengung den Status eines Kranken vermeiden können. Diese Fälle müssen Sie außer Acht lassen und können daher nicht beurteilen, inwieweit die psychische Belastung bei Jehovas Zeugen höher ist als in anderen Gemeinschaften. [RH]
Wie gesagt, ich bin Seelsorger, arbeite mit psychisch erkrankten Gläubigen. Meine Erfahrung, auch mit zahlreichen Mitgliedern der Zeugen Jehovas' ist es in allererste Linie den 'Christenmenschen' als Bruder 'meines Herrn Jesus Christus' zu sehen - ihn zu 'verstehen'. Sich mit den Betroffenen über die Dinge Gottes zu sprechen:

'Wie sind Sie zu Gott gekommen?'

'Lesen Sie in der Bibel - Was gefällt ihnen am besten?'

'Haben Sie eine Lieblingsübersetzung / in welcher Übersetzung lesen Sie Gottes Wort?'

'Was bedeutet Ihnen Ihr Glauben?'

'Gibt es Menschen in Ihrer Gemeinde mit denen Sie enger befreundet sind?'

'Was gefällt Ihnen in Ihrer Gemeinde?'

...

Erst dann komme ich zum 'Kern der Krise'

'Was stört Sie an Ihrer Gemeinde?'

'Glauben Sie Sie haben eine schwere Sünde begangen?'

'Glauben Sie das Gott 'vergibt?'

...

Ich zähle hier mal nicht alle Fragen auf. Was ich damit aber sagen möchte ist das es für Christen die unter psychischen Erkrankungen leiden, Christus derjenige ist, der 'versteht' und niemanden seine/ihre psychische Erkrankung zum Anlass nimmt seine Geschwister 'zu verurteilen', sondern gerade da sehr nahe ist.
An diesem Punkt laufen Jehovas Zeugen ins Leere, denn ihnen ist der Kontakt zu Jesus verboten. Sie haben einen speziellen Menschen vernichtenden Gott, der nur auf den richtigen Moment wartet, um seiner WT-Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen. Der Gott der Bibel hingegen, Jesus Christus, hat die volle Gerechtigkeit lieber gegen sich selbst gewendet. Das wissen Jehovas Zeugen nicht und sind deshalb in einer vorprogrammierten Untergangserwartung gefangen. Allein hieran sollte leicht erkennbar sein, welcher Unterschied zwischen Jehovas Zeugen und Christen besteht.

Bekannt ist, dass gerade schwächere Zeugen Jehovas massiv von den Ältesten und der Versammlung im Ganzen unter Druck gesetzt werden. Die Wachtturm-Religion ist eine reine Leistungsreligion, in der sich weniger gut funktionierende Teilnehmer nicht halten können. Das Mobbing, das schon in der Lehre begründet liegt, wird vielleicht eher als Selbstverständlichkeit hingenommen, doch verursacht es bei vielen ungeachtet dieser Sachlage Schäden. In diesem latenten Dauerstress ist der Zeuge Jehovas substanziell auf die Akzeptanz seiner Überzeugungsgenossen angewiesen, so dass er sich noch mehr auf sie einstellen und sich selbst verleugnen muss. Da ist kein Gott, der den Verbleib in der Gemeinschaft bewirken könnte! [RH]
Bei den Zeugen Jehovas steht 'Jehova' im Mittelpunkt des Glaubens. Wäre es wirklich angebracht einen Menschen mit dieser 'Grundüberzeugung' in die Richtung zu bringen die Zeugen Jehovas zu verlassen? Dann ist auch verantwortlich für die 'Folgen'. Viele derjenigen die ich begleitet habe, hatten nachdem sie diese Gemeinschaften verlassen weiteres erhebliches Leid: 'Das Gefühl von Gott gerichtet zu sein'.
Mit der Droge geht es dem Süchtigen gut. Warum sollte man einen solchen Menschen von der Quelle seiner guten Gefühle trennen? Wer so etwas tut, der muss auch die Folgen verantworten: Dem Süchtigen geht es nicht gut und er zieht ein langes Gesicht.

Mit einer solchen Argumentation werden Sie vielleicht einige Wogen glätten können, aber wirkliche Hilfe ist das nicht. [RH]
Sicher, viele die schwere psychische Probleme im Zusammenhang ihrer Religionsgemeinschaft hatten, konnte der Zustand der Störung zwar 'stabilisiert' werden, aber die meisten verloren ihren glauben an Gott dem Vater und Jesus Christus.
Genau darauf ist die WTG-Lehre angelegt: entweder innerhalb dieser Religion nicht mit Jesus Kontakt aufnehmen können oder außerhalb dieser Religion den Glauben an Gott ganz verlieren. Diese zwei Optionen sind den Zeugen Jehovas beschieden. Keine von beiden ist besser als die andere. Die letztere zu vermeiden, indem man den Zeugen Jehovas zurück in den brennenden Stall schickt, ist krank. [RH]
War, oder ist es das wert, wenn man 'Geschwister' die psychisch krank sind veranlasst ihre Glaubensrichtung zu verlassen? Einige fanden neue Gemeinschaften in dem sie sich aufgehoben fühlen, doch die meisten verlassen den Glauben an Gott und Jesus Christus ganz.

Ich sehe meine Aufgabe darin nicht nur den Betroffenen im Seelsorge zu begleiten, sondern auch darin ihren Glauben zu bewahren!
Das ist fürwahr gottlos. Glaube, was du willst, Hauptsache, du funktionierst irgendwie! Wenn das heilsame Medizin sein soll, dann schütze uns Gott vor den Ärzten. [RH]
Ob 'Rüdiger' 'Mit gutem Wachtturmgewissen' wirklich sein Gewissen gegenüber sich selbst, dem Nächsten oder Gott 'rein dasteht' überlasse ich gern Jesus Christus selbst, der sagt: 'Richte nicht, damit Du nicht gerichtet wirst' - Christus ist das 'Gericht'!
Jesus sagt in Johannes 12,47: "Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette." Wie kommen Sie darauf, dass Jesus das Gericht sei? - Nebenbei: Ich habe kein Wachtturmgewissen. Ich bin Christ und habe Kontakt zu Jesus. [RH]
Christen, die Christus ihr Leben übergeben haben, sollten immer den Nächsten 'ein Bruder' sein!
Meinem Nächsten kann ich nur Nächster sein. Wenn er ein Bruder ist, dann bin ich ihm Bruder. Aber ansonsten kann ich ihm nicht Bruder sein, denn dazu gehören immer zwei. Hier erkennen wir an einer kleinen Formulierung schon sehr klar, wie falsch Ihre Therapie ist, denn sie spielt den Menschen etwas vor, was gar nicht der Fall ist. Sie sind Ihrem Nächsten so oder so ein Bruder. Damit verwischen Sie grundlegende Gegebenheiten und führen die Menschen in eine noch tiefere Verwirrung. Jeder weiß, dass es niemanden gibt, der ein Bruder dessen sein kann, der keinen Bruder hat. Das heben Sie für Ihr Ideal auf und glauben, dass Sie medizinisch unterwegs sind. [RH]
Und diejenigen die da sagen 'Jehova ist der Herr' sei gesagt: Ist Jehova etwa parteiisch?

Michael [22.11.2011]
28
Michael, Sie erheben einen fachlich professionellen Anspruch und sind kaum in der Lage, einen Satz richtig zu Ende zu schreiben oder die einzelnen Satzteile miteinander zu verbinden. Ihre Logik ist diesem Umstand ganz ähnlich. Sie haben sehr viel vor, bringen aber nicht ein Stück konsequent zum Ergebnis. Bevor Sie Seelsorge betreiben, sollten Sie noch einiges an sich selbst reparieren lassen und wissen, wer diese Reparaturen durchführt. Jesus scheint nicht Ihr Arzt zu sein. Daher bleibt Ihr Bemühen ganz menschliches Tun. Das ist die Grundintention der Wachtturm-Lehre. Mit dem Bemühen, das auf halber Strecke stecken bleibt, entsprechen Sie sehr genau der halbseidenen Wachtturm-Lehre.

Und der Jehova der Wachtturmgesellschaft ist parteiisch. Das ist millionenfach schriftlich belegter Fakt.

Rüdiger [22.11.2011]
29
Hi Michael;

psychische Störungen kommen sicherlich in allen Kirchen und Gruppen vor, das ist richtig. Die Kirchen sind ja die einzigen, die offene Türen für psychisch Kranke haben. Zu uns (Freikirche) kommen Menschen mit den extremsten Erfahrungen. Die Frage ist doch, wie geht eine Gruppe/Kirche damit um? In unserer Freikirche haben wir 2 Psychologinnen für Beratung. Seelsorger werden geschult. (Trotzdem haben wir erheblichen Nachholbedarf.)

Findest Du etwas ähnliches bei der Wachtturmgesellschaft? Oder in einem "weltlichen" Verein?

Die Wachtturmgesellschaft baut ihre ganze Theologie auf Angst. Keine christliche Kirche tut das. Hier auf den Seiten findest Du viele Zeugnisse, wie Menschen- und Gott-verachtend die WTG ist.

Gruss,

Teetrinker [22.11.2011]
30
Hallo Rüdiger, mein Anliegen war es in erster Linie hier Erfahrungen aus zu tauschen, neue Dinge kennen zu lernen. Dabei eben auch in kurzen Umrissen meine Arbeit /Tätigkeit vorzustellen. Sicherlich ist ein 'Therapiekonzept' nicht mit theologischen Inhalten so ausgestattet, wie verschiedene Formen christlicher Ideologien und Lehrinhalte. Ja Sie haben recht, Wissenschaft und christlicher Glaube gehen schwerlich 'eine Verbindung' ein.
Entschuldigung, wenn ich mich direkt wieder einmische. Christliche Ideologien sind nur Ideologien und landen damit in der Schublade Hitler, Stalin und Wallstreet. Jesus hat mit Ideologie nichts zu tun. Die Wachtturmlehre ist eine Ideologie. Jesus ist keine Ideologie, noch nicht einmal eine Religion. [RH]
Sie schreiben: »Sie haben sehr viel vor, bringen aber nicht ein Stück konsequent zum Ergebnis. Bevor Sie Seelsorge betreiben, sollten Sie noch einiges an sich selbst reparieren lassen und wissen, wer diese Reparaturen durchführt. Jesus scheint nicht Ihr Arzt zu sein.«

Das ist sehr persönlich nicht wahr?
Ja, das gebe ich zu. Aber wenn einer ein gewisses Maß an Authorität und Professionalität für sich beansprucht und gleichzeitig seine Texte quasi nur gegen die Wand spuckt, dann passt da etwas nicht ganz zusammen. Zumal Sie sich mit einer Thematik beschäftigen und darin Ihre Stimme wichtig machen, die mehr Einfühlung erfordert als reine Empirie. [RH]
Wenn aber solche Äußerungen Mass tragend sind, denke das ich hier eher verkehrt bin. An einem Austausch dieser Art bin ich nicht interessiert. Tatsächlich, Sie geben mir Rat, den Sie sich eher selbst geben sollten.
Diesen Rat gebe ich mir täglich und befolge ihn auch. Meine Schwächen und Fehler repariert nur einer. Das ist Jesus. [RH]
es wäre nicht verkehrt wenn Sie Ihre Art überdenken würden. Was Sie allerdings bewegt haben das ich eher hier den Eindruck gewonnen habe, dass die Liebe zu Gott und Jesus Christus auch in die verkehrte Richtung gehen/führen kann.

Michael [22.11.2011]
31
"die Liebe zu Gott und Jesus Christus" ist eine Formulierung, die nur Jehovas Zeugen oder Wachtturm-Geschädigte drauf haben, denn sie sind an die Leugnung gewöhnt, dass Jesus Gott ist. Sie müssen immer in der Mehrzahl reden: Gott und Jesus.

Rüdiger [22.11.2011]

P.S.: Mich regt es auf, wenn Menschen Floskeln drauf haben, deren Wahrheitsgehalt und Wirkung sie nicht überprüft haben.
32
Hallo Teetrinker,

Sie schreiben: in unserer Freikirche haben wir 2 Psychologinnen für Beratung. Seelsorger werden geschult. (Trotzdem haben wir erheblichen Nachholbedarf.)

Das finde ich sehr gut! Ich würde mich gern mit Ihren beiden Glaubensgeschwister austauschen. Ich hätte da ein sehr großes Interesse.

Sie schreiben: »Findest Du etwas ähnliches bei der Wachtturmgesellschaft? Oder in einem "weltlichen" Verein? Die Wachtturmgesellschaft baut ihre ganze Theologie auf Angst. Keine christliche Kirche tut das.«

Da sind meine Erfahrungen durch die Jahre lange Erfahrungen in den Psychiatrischen Kliniken doch ganz unterschiedlich. Auf jeden Fall haben Sie da recht, wenn darauf aufmerksam machen das die Zeugen Jehovas in dieser Richtung weder eine 'Seelsorge' noch 'psychologisches Verständnis' besitzen.

Ich setze mich schon seit ein paar Jahren gerade mit diesen Thema auseinander. Ich sehe bei den Zeugen Jehovas keinerlei Ansätze in dieser Richtung, was meine Arbeit sehr erschwert. Ich habe die meisten Jahre in psychiatrischen Einrichtungen gearbeitet, weniger in Gemeinden. In einem Seminar habe ich Seelsorger aus verschiedenen Kirchengemeinschaften kennen gelernt. Jeder hatte andere Ansätze und Schwerpunkte. Leider bin ich meistens der einzige aus dem Bereich Psychiatrie, deshalb vielen Dank Ihre Worte.

Michael [22.11.2011]
33
Hallo Rüdiger, hätte jetzt gar nicht gedacht das die Beiträge so schnell veröffentlicht werden. Tatsache ist das ich mich fast gar nicht in Foren aufhalte, auch nicht auf Facebook.

Und auch was das Thema Religion betrifft, gestern das 'erste Mal'. Ich bin auf der Suche nach Antworten. Sie haben recht, mir fehlen tatsächlich folgendes, Sie schreiben: »Sie haben sehr viel vor, bringen aber nicht ein Stück konsequent zum Ergebnis.«

Ich forsche gerade nach 'diesen Dingen - suche Antworten'. Bitte stören Sie sich nicht an 'Formulierungen' wie ' "die Liebe zu Gott und Jesus Christus". Die Liebe zu Gott ist ja 'die Liebe zu Jesus Christus'. Auch sprechen Sie das Wort 'Ideologien' an. Ja, vielleicht haben Sie da recht, wenn Sie da 'Politik' ansprechen.

Sie sagen: P.S.: Mich regt es auf, wenn Menschen Floskeln drauf haben, deren Wahrheitsgehalt und Wirkung sie nicht überprüft haben.

Das trifft allerdings nur dann zu, wenn sämtliche 'Wirkungen' ausgelotet werden. Was ich gut finde, dass Sie den Dialog / Gespräch mit mir nicht abbrechen.

Wenn man ein Forum mit bestimmten Inhalt führt, u.u. moderiert, dann stößt man unweigerlich auch auf Meinungen und Grundhaltungen, die man nicht miteinander teilt. Das trifft auch auf das Thema Religion und Glauben zu.

Ich gehe einmal kurz, besser interpretiere Ihren Satz: »"die Liebe zu Gott und Jesus Christus" ist eine Formulierung, die nur Jehovas Zeugen oder Wachtturm-Geschädigte drauf haben, denn sie sind an die Leugnung gewöhnt, dass Jesus Gott ist.«

Hm, gehe ich in der Annahme aus, dass Sie mal ein Zeuge Jehovas waren? Nun gehöre ich nicht zu den 'Zeugen Jehova / Wachtturm-Geschädigten.' Ein wunder Punkt also bei Ihnen (?) Das tut mir leid, wenn ich da negative Assoziationen hervor gerufen habe. Das war nicht meine Absicht.

Ich arbeite mit Menschen die einen Glauben haben, nicht aber mit 'ihrer Kirchenzugehörigkeit', was die hauptsächliche Aufgabe meiner Arbeit ist. Das ist der Bereich Psychiatrie. Hinzu kommt der Schwerpunkt das ich dabei noch in allererster Linie mit Menschen arbeite, die eine erhebliche Persönlichkeitsstörung haben und gläubige Menschen sind. Schwerpunkt u.a. 'Emotionelle Persönlichkeitsstörung Typ Borderline'.

Dabei erforsche ich den/einen Zusammenhang zwischen dem Krankheitsbild und 'Religion'. Also ein Thema das über das Thema Depression hier hinaus geht. tatsächlich haben mich sog. 'Älteste' der Zeugen Jehovas gerade auf dieses Thema angesprochen. Es gab in der Gemeinde gleich mehrere Betroffene. Seitdem forsche ich nach Zusammenhänge zwischen Ursachen der BPS und Mitgliedschaft christlichen Gemeinschaften und Sondergemeinschaften.

Mir geht es dabei weniger um 'theologische Schwerpunkte', sondern um die 'Mechanismen'. Es kann sein das ich zu sehr 'fachlich' bin, als evangelistisch. Aber das ist mein Auftrag den Jesus mir aufgetragen hat!

Michael [23.11.2011]
34
Es wird gern aus jedem Gedanken und aus jeder Intention eine eigene professionelle Instanz geschnitzt. Vielfach treten dann die Eigenheiten der Macher über das eigentliche Problem hinweg in den Vordergrund. Seelsorge ist Seelsorge und nicht Beratung, Therapie oder wissenschaftliche Forschung. Seelsorge ist christlich und bleibt christlich. Wer das auf Papst, Allah, Jehova und Co. erweitert, hat verloren, denn er betreibt nur eine Privatwissenschaft, aber nicht Seelsorge.

Das ist das, was ich Ihnen mitgeben kann. Ansonsten prüfen Sie einfach den Gehalt dieser Webseite und lernen eventuell daraus.

Rüdiger [23.11.2011]
35
Hallo Rüdiger, Sie schreiben: Wer das auf Papst, Allah, Jehova und Co. erweitert, hat verloren, denn er betreibt nur eine Privatwissenschaft, aber nicht Seelsorge.

Ja, da haben Sie nicht so ganz unrecht. Aber wie Sie aus dem Beitrag von 'Teetrinker' vielleicht entnehmen können, gibt es in 'Teetrinker' gleich zwei Psychologen, Zitat: ' in unserer Freikirche haben wir 2 Psychologinnen für Beratung. Seelsorger werden geschult. (Trotzdem haben wir erheblichen Nachholbedarf.)'

Und da überschneiden zwei professionelle Aufgaben. Es wird mit Sicherheit in der Gemeinde darauf auch geachtet werden, wie ein 'Betroffener' begleitet wird. Man kann also davon ausgehen, dass hier Psychologen und Seelsorger zusammenwirken.

Ja, ich habe hier einige interessante Themen gefunden, mit denen ich auch arbeiten, bzw verwerten kann. U.a. bin ich auch auf eine Site gestoßen 'Zeugen Jehovas SOS. Dort habe ich einen Bericht gefunden, der ähnliche Beobachtungen gemacht wie ich.

Ich bedanke mich bei Ihnen für das recht kurze Gespräch. Gottes Segen,

Michael [23.11.2011]
36
Hallo Rüdiger, ich möchte mich noch einmal bei Ihnen melden. Ich bin sehr sehr dankbar für diese Homepage! Bislang habe ich die 'Zeugen Jehovas' als 'Sondergemeinschaft' als 'christlich', 'verschroben' akzeptiert. Das hat sich grundlegend geändert.

Weniger die Beiträge, sondern die Bilderfolge mit dämonischen Fratzen und Darstellungen erschrecken mich maßlos! Ich kannte bislang drei Bilder, aber ich bin da von 'Zufall', besser 'Hindrehung' ausgegangen. Haarfrisuren auf dem Kopf gestellt bei der Frisur einer Darstellung Jesu ... Falten in Kleidern ... eine Fratze einer geöffneten Hand der Darstellung in einem Buch, die die 'Offenbarung' erklärt ... die Bilder werden immer mehr! Von 'Zufall' kann da keine Rede mehr sein. Ich bin zu tiefst erschüttert! Diese Informationen wird meine 'Arbeit' in der 'inneren Absicht' verändern!

Wie gesagt, vielen Dank und der Segen Christi möge diese Homepage und Ihre Arbeit hier weiterhin ein Teil unserer christlichen Mission und Aufgabe bleiben!

Tja, fällt mir nur dazu ein: 'Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen'!

Jeder Zeuge Jehovas der diese Homepage besucht, sollte sich diese Bilder genau ansehen!

Danke für diese Homepage!

In christlicher Verbundenheit,

Michael [24.11.2011]
37
Danke, Michael. Es freut mich, durch Information dazu beitragen zu können, dass die Problematik Wachtturmgesellschaft etwas differenzierter gesehen wird. Die versteckten Fakten innerhalb dieser sich christlich nennenden Gruppe sind bisher kaum (oder nur einseitig) auffällig gewesen. Hoffen wir, dass so viel wie möglich davon ans Tageslicht kommt, damit immer weniger Menschen auf die Wachtturmgesellschaft hereinfallen.

Rüdiger [24.11.2011]

P.S.: Um noch tiefer in den Abgrund der Lüge zu schauen: Drei altertümliche Römer schauen sich eine neuzeitliche Bibel an und sind ganz erstaunt.
38
Hi Michael;

hier ist ein Link von christlicher Psychologie

www.ignis.de

Es gibt einige weitere Organisationen. Ich möchte betonen, dass, nach meiner Meinung, die Theologie der WTG psychische Erkrankungen begünstigt. Es gibt da eine schwedische Studie. Empfehlen kann ich auch die Bücher/Kommentare der Ex-Zeugen Jehovas, z.B. Will Cook "Religion ohne Gnade - ein Bericht aus dem Leben eines Zeugen Jehovas" (preiswert als Ebook bei lulu.com).

Auch wenn wir "Freikirchler" manchmal Mist machen (aus Ihrer Sicht), kümmern wir uns noch um "austherapierte" Fälle, die keine Hilfe durch die Mediziner mehr bekommen. Im letzten Jahr konnte ich 2 Suchtkranke vermitteln, die keine Therapie von der Krankenkasse mehr bekamen. Gefreut hat mich der Besuch eines Mannes, der 20 Jahre kein Wort mehr geredet hat und in einer Klinik ist. Nach einigen Gottesdienstbesuchen begann er wieder zu reden.

Grüsse,

Teetrinker [24.11.2011]


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