Warum kann der Vater, nicht auch gleichzeitig Sohn sein?

von Ernst02

Warum kann der Vater nicht auch gleichzeitig Sohn sein?

Die Wachtturm-Gesellschaft schreibt selbst in dem Buch "Komm Jehova doch näher" im Kapitel 1 (Seiten 9 - 10) folgendes dazu:

8 Als Antwort erklärte Jehova die Bedeutung seines Namens. Er sagte zu Moses: "Ich werde mich erweisen, als was ich mich erweisen werde" (2. Mose 3:14). In vielen Bibelübersetzungen heißt es an dieser Stelle: "Ich bin, der ich bin." Die genauere Wiedergabe in der Neuen-Welt-Übersetzung zeigt dagegen, dass Gott nicht lediglich seine eigene Existenz bekräftigte. Vielmehr teilte er Moses - und im Grunde uns allen - mit, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Jehova würde sich als das "erweisen" oder zu dem werden, was immer notwendig wäre, um seine Verheißungen wahr zu machen. In der Übersetzung von J. B. Rotherham lautet die Textstelle treffend: "Ich will werden, was immer mir gefällt." Ein Hebraist erklärt diese Formulierung wie folgt: "Wie die Lage auch immer aussieht, welcher Bedarf auch immer besteht ..., Gott wird zur Rettung 'werden'."

Weiter wird eine schöne Veranschaulichung gegeben:

10 Ein Beispiel: Eltern wissen nur zu gut, wie vielseitig und anpassungsfähig sie im Umgang mit ihren Kindern sein müssen. Im Verlauf eines einzigen Tages wird von einer Mutter manchmal verlangt, Krankenschwester, Köchin, Lehrerin, Erzieherin, Richterin und noch etliches mehr zu sein.

Man sollte folgendes bedenken: Wenn man glaubt, dass Jesus nur der Werkmeister Jahwes war, wie kann dann gesagt werden, das Jesus Christus in sein Eigentum gekommen ist, wenn er nicht selbst der Schöpfer aller Dinge ist?

Johannes 1,11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

In Sacharja 11,12 sagt JHWH: "Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, lasst es bleiben! Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silberschekel."

Matthäus 27, 3-10 Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt wurde, reute es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Ältesten zurück und sagte: Ich habe gesündigt, denn ich habe schuldloses Blut überliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon und ging hin und erhängte sich. Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht erlaubt, sie in den Tempelschatz zu werfen, weil es Blutgeld ist. Sie hielten aber Rat und kauften dafür den Acker des Töpfers zum Begräbnis für die Fremden. Deswegen ist jener Acker Blutacker genannt worden bis auf den heutigen Tag. Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia geredet ist, der spricht: "Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Preis des Geschätzten, den man geschätzt hatte seitens der Söhne Israels, und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie mir der Herr befohlen hat."

In Sacharja 11,12 sagt JHWH über sich selbst: "Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, lasst es bleiben! Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silberschekel." (Hier spricht JHWH prophetisch über sich [wichtig!!! siehe auch Sacharja 12,10 im Vergleich mit Johannes 19,37], dreißig Silberstücke bekam Judas für den Verrat an Jesus.)

Sacharja setzte das Drama fort, indem er symbolisch darstellte, wie (JHWH = Jesus) jene fragte, deren persönlicher Hirte er sein wollte, was er ihnen wert war. Als spöttische Geste boten die Führer 30 Silberlinge, was die Entschädigung für einen vom Ochsen getöteten Sklaven betrug (vgl. 2. Mo 21,32). Das ist genau die Summe, die Judas Iskariot für seinen Verrat am guten Hirten erhielt (Mt 26,14-16).

Die 30 Silberlinge sind ein prophetischer Fingerzeig auf die Identität Jesu. JHWH und Jesus haben in den Augen der Führer Israels den selben Preis. Der Preis entspricht der Entschädigung für einen durch ein Rindvieh getöteten Sklaven.

Ein Rindvieh muss geführt werden

Johannes 19,19-21 Pilạtus schrieb auch einen Titel und brachte ihn am Marterpfahl an. Es stand geschrieben: "Jesus, der Nazarẹner, der König der Juden". Daher lasen viele von den Juden diesen Titel, weil die Stätte, wo Jesus an den Pfahl gebracht wurde, nahe bei der Stadt war; und er war auf hebräisch, auf lateinisch [und] auf griechisch geschrieben. Die Oberpriester der Juden aber sagten zu Pilạtus: "Schreibe nicht: 'Der König der Juden', sondern daß er gesagt hat: 'Ich bin König der Juden.'" (Neue-Welt-Übersetzung)

An dem Pfahl (Kreuz) stand in Latein und Hebräisch auf diesem Schild geschrieben:

  • In Latein: Iesvs Nazarenvs Rex Ivdaeorvm (INRI)
  • In Hebräisch: Jeshua Hanozri Wemelech Hajehudim (JHWH)

Da kann man erst einmal verstehen, warum die Juden zu Pilạtus sagten: "Schreibe nicht: 'Der König der Juden', sondern daß er gesagt hat: 'Ich bin König der Juden.'" Mit anderen Worten sagten sie also: "schreibe nicht, er ist JHWH, sondern: er hat von sich gesagt, er sei JHWH".


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Erstellungsdatum: 11.04.2010 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten