Wiederkunft Christi 1914

Christen haben zu allen Zeiten auf die Wiederkunft Christi gehofft und tun es heute noch. Sie sind eigentlich ziemlich phantastisch, diese Leute. Aber wer einmal Jesus kennengelernt hat, wird von dem Gedanken an seine Wiederkehr nicht mehr loskommen und wird dies auch nicht wollen. Die Hoffnung auf Jesus lebt auch von diesem Versprechen, das der Herr gab. Die Lebendigkeit des christlichen Glaubens zeigt sich gerade in dieser sich nicht stillen lassenden Hoffnung auf seine Wiederkunft.

Jehovas Zeugen bezeichnen sich selbst als Christen, haben aber diese Hoffnung auf die Wiederkunft Christi nicht. Für sie ist Jesus schon 1914 unsichtbar (und ohne Auswirkung) wiedergekehrt. Sie können nicht mehr darauf hoffen, dass Jesus wiederkommt, sondern sie können nur noch darauf hoffen, dass ein Vernichtungsinferno dazu führt, dass die Wachtturm-Gesellschaft die Herrschaft über die Welt gewinnt. Damit ist die Hoffnung auf den Herrn Jesus verloren. Sie wurde bei Jehovas Zeugen ersetzt durch die Hoffnung auf Harmagedon.

Die Tragweite dieses Austausches der Hoffnung auf Jesus durch die Hoffnung auf Harmagedon ist kaum in Worte zu fassen. Man realisiert die abgründige Verlorenheit der Zeugen Jehovas gar nicht richtig, solange man sich nicht vergegenwärtigt, was ihr System der Irrlehre in Wirklichkeit alles zerstört.

Der Zug ist für die Zeugen Jehovas schon abgefahren

Jemand strebt im großen Chaos zum Bahnsteig mit dem Gedanken, dass hier irgendwann ein Zug einfährt, mit dem er in eine bessere Umgebung fliehen kann. Alle Fahrpläne sind ungültig geworden und niemand weiß, wann dieser versprochene Zug kommen wird. Der Mann weiß nur, dass dieser Bahnsteig seine einzige Chance ist, aus dem Land des Verderbens zu entkommen. Dieser Mann eilt nun durch die Bahnhofsvorhalle, durch die verschmutzten, stinkenden Gleis-Unterführungen, findet den richtigen Aufgang, hastet die Treppe hinauf und sieht dort viele Menschen, die alle auf diesen Zug zu warten scheinen. Er schöpft Hoffnung, den richtigen Bahnsteig gefunden zu haben, sucht sich eine Stelle zum Warten aus und stellt sein Gepäck ab.

Neben ihm steht ein gut gekleideter Mann mit Aktentasche, glatt rasiert und für einen ganz normalen Arbeitstag vorbereitet. Der Mann spricht ihn auf den versprochenen Zug an. Der Glattrasierte reagiert erstaunt. Mit einer abwertenden Handbewegung sagt er: "Ach was! Dieser Zug ist doch schon lange durch!"

Das ist die Haltung und die verlorene Hoffnung der Zeugen Jehovas. Sie haben selbst keine Hoffnung mehr auf Jesus und sie versuchen, so vielen Menschen wie möglich diese Hoffnungslosigkeit aufzuerlegen. Dabei begehen sie nicht nur die Lüge und die Beleidigung, Jesus sei ohne Wirkung bereits wiedergekehrt. Sie behaupten nicht nur, dass er wertlos weil wirkungslos sei. Sondern sie behaupten frech, dass der große Hoffnungsfaktor der Christen 1914 bereits erfüllt wurde durch nichts, was jemand merken konnte. Sie erklären die christliche Hoffnung für sinnlos, für erfüllt durch nichts. Sie erklären Jesus zu einer nichtssagenden, nichtswirkenden, lautlosen Nichterscheinung, die niemand bemerkt hat.

Die Antichristlichkeit der Wachtturmlehre ist so vielschichtig und ausgeklügelt aufgebaut, dass die Annahme nicht weit ist, dass der Widersacher selbst an diesem System der Irrlehre mitgearbeitet hat.

Die Aussage, jemand sei unsichtbar erschienen, ist in sich selbst ein Widerspruch, wie ihn nur Jehovas Zeugen über Jesus verbreiten können. Stell dir vor, du kommst nach Hause und niemand bemerkt es. Das ist die antichristliche Anwendung auf die Wiederkunft Christi, wie sie Johannes im Bezug auf Jesu erstes Erscheinen schon beschreibt:

Johannes 1,11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Die Wachtturm-Version der Wiederkunft Christi lautet: Er kam 1914 in sein Eigentum und niemand hat etwas gemerkt.


Kommentare
01
Ich frage mich, ob ich die Aussage des Wachtturms vom 15. Juli 13, Seite 8, Abs. 18 und 19, richtig verstanden habe, wenn ich schlussfolgere, dass Jesus 1914 nicht gekommen ist und auch keinen Sklaven über die ganze Habe gesetzt hat sowie die Menschen auch nicht in Schafe und Böcke getrennt wurden.

Anonym [03.09.2013]
Hallo, ich habe die Absätze gelesen. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Leitende Körperschaft den theologischen Aufbau neu konstruiert. Du bist herzlich eingeladen, die Details genauer zu beschreiben. Dann mache ich daraus eine Seite. Du kannst anonym schreiben oder unter einem Pseudonym. Sende mir Deinen Text über das Kontaktformular. Wenn Dir etwas schwant, dann verfasse bitte einen Artikel. Ich veröffentliche ihn gerne. [RH]

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Erstellungsdatum: 01.03.2013 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten