Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 17

Bruchsal am 15. September 2012 in der Fußgängerzone

Zeugen Jehovas auf der Flucht

Eigentlich wollte ich schon vor den Jehovas Zeugen in Bruchsal in der Fußgängerzone sein und mich auf ihrem Platz aufstellen. Sicher wäre ich gewichen, wenn sie dann gekommen wären. Doch alles kam anders. In Bruchsal war heute irgendein besonderer Tag und die Fußgängerzone war viel voller als üblich. Daher mussten wohl auch Jehovas Zeugen früher aufstehen, damit ihnen ihr Ausstellungsraum nicht verloren ging. Oder sie hatten sich schon so etwas gedacht, dass sie sehr pünktlich sein mussten, denn eine Woche zuvor waren sie schon ziemlich angenervt darüber, dass ich schon vor dem Aufbau ihres Bücherstandes da war und sofort bei ihrer Ankunft das Pappschild hochhielt.

Der Eindruck, den Jehovas Zeugen in der Konfrontation mit ihren eigenen Fakten herstellen wollen, ist das Pfeifen im Wald. Sie vermitteln dem Betrachter das Gefühl, ihre Welt sei so schön und in Ordnung, dass jemandem, der ihre Irrlehren kennt, ganz komisch wird. Aber diese Heile-Welt-Szenerie ist nur geheuchelt. Sie wissen ziemlich genau um den Ernst ihrer Lage und sie wissen genau, dass sie wegen ihrer Lieben und wegen dem großen Sozialverband, auf den sie angewiesen sind, nicht einfach ihr Dasein umkrempeln können. So gern, wie mancher von ihnen es auch angesichts der neuen Fakten tun würde.

Sich der gewohnten Propaganda der Zeugen Jehovas in den Weg zu stellen, erfordert nicht viel Mut oder Kraft. Einige Minuten lang klopft das Herz ein bisschen höher, aber das ist ein seltsam schönes Gefühl. Und wenn die Menschen alle am Bücherstand der Zeugen Jehovas vorbeigehen, aber einen selbst ansprechen und mehr wissen wollen und dann im Gespräch der Segen Jesu spürbar wird, dann ist das Ganze ein einziges großes Fest. Weihnachten und Geburtstag kann man dagegen vergessen.

Ein junger Zeuge Jehovas mit Bärtchen schäkerte mit den Damen, las aber nebenbei meine Tafel und nickte anerkennend. Der Text lautete in diesem Moment: Jehovas Zeugen erhalten immer wieder neues Licht. Lichtbringer = Luzifer! Dieser klaren Feststellung gegenüber konnte er sich nicht verschließen, er rettete sich aber sofort wieder zurück in den Sozialverband, der ihn so schön trug und in dem er so schön mit den attraktiven Frauen schäkern konnte. Er war ja auch selbst sehr ansehnlich und attraktiv.

So rann die Zeit dahin und ich sah kaum einen Effekt in meiner Handlung. Ich betete um Gnade und Hilfe für mich und die Zeugen Jehovas. Einige Passanten sprachen mich direkt an und ließen sich erklären, was die Aussage überhaupt sollte: Jehovas Zeugen propagieren die Vernichtung der Christenheit. Es war ein wunderschönes Gefühl, nach dem erklärenden Gespräch festzustellen, dass die Zeugen Jehovas alles recht deutlich mitgehört hatten.

Nebenbei ist festzustellen, dass in der Bruchsaler Versammlung der Zeugen Jehovas sogar Haustiere erlaubt sind. Nicht nur, dass einige Männer ein Bärtchen tragen dürfen, sondern die dazugehörigen Frauen waren teilweise mit süßen Schoßhündchen unterwegs. Ein fataler Fehler ist passiert! A fatal error occured! Da hat wohl die Erziehung der Wachtturm-Gesellschaft zur Selbstaufopferung nicht so viel gefruchtet.

Die Tochter oder Enkelin eines Hauptakteurs der Zeugen Jehovas (vielleicht 16 Jahre alt - sie hatte auch ein Hündchen an der Leine) konnte ihre Augen von meinem Pappschild "Jehovas Zeugen propagieren die Vernichtung der Christenheit" kaum lassen. Man konnte ihr ansehen, dass sie noch Raum hatte, eigene Gedanken zu denken. Das müssen die anderen Zeugen wohl auch gemerkt haben, denn sie bauten ihren Bücherstand fluchtartig ab, als ich gegen 12 Uhr für zehn Minuten weg war, um ein Heringsbrötchen zu essen.

Ein Katholik sprach mich ziemlich am Anfang der Aktion an. Wir hatten schon vor acht Wochen miteinander geredet. Er verteilt Literatur, die sich gegen Abtreibung richtet. Wir haben eine herzliche Verbindung schon nach zwei Treffen. Beim Abschied gab ich ihm die Hand und im Wegdrehen sah ich mit einem Auge, wie er zum Abschied noch eine Bekreuzigung andeutete. Lieber Katholik, ich kann den Papst zwischen Jesus und mir nicht aushalten. Ich kann nur einen Herrn haben. Sein Name ist Jesus.

Als ich mit dem Matjes-Brötchen wieder in Richtung Zeugen-Jehovas-Bücherstand ging, kam mir ein Zeuge Jehovas im Stechschritt entgegen und ich realisierte erst später, dass er fluchtartig auf dem Nach-Hause-Weg war. Später ging ich zu meinem Motorrad und traf auf ein Zeugen-Jehovas-Ehepaar, das relativ hastig die Utensilien des Büchertisches im Auto verstaute. Ich sagte im Vorbeigehen: "Viel zu früh!" Er antwortete scharf: "Awasss!"

Danach fuhr ich nach Speyer, doch dort fand eine städtisch organisierte Käse-und-Wein-Anprangerungsfete statt, in der Jehovas Zeugen nicht gelitten waren. Unterm Strich lässt sich erkennen, dass die gute, nicht schädliche Verunsicherung der Zeugen Jehovas tatsächlich gegenwärtig ist. Die einfache Benennung der antichristlichen Wachtturmdoktrin in der Öffentlichkeit reicht aus, um ihnen den Teppich unter den Füßen in Falten zu legen. Ich hoffe inständig, dass sie nicht nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg ins Nachdenken kommen, sondern dass sie ihr Leben lang diese Dinge nicht vergessen. Und dazu habe ich allen Grund. Die menschliche Psyche (Seele) ist nicht zu hundert Prozent durch eine irdische Organisation beeinflussbar. Es bleibt immer ein Rest, der bei aller "theokratischer Gewissenschulung" offen bleibt für Gott, der für uns Mensch wurde. Die Fassade, die Zeugen Jehovas vor sich her tragen, ist eine Sache, die andere Sache ist ihr menschliches Gewissen, das für Jesus immer ansprechbar bleibt. Ich bin froh und dankbar, dass ich diesen Dienst tun darf.


Kommentare

01
Das finde ich gut ich hatte mal ähnliches vor. Lukas 21:8 zu propagieren. Ich finde auch Plakate gut um aufzuklären. Die Frage ist wie weit man gehen darf!

Peter D. [18.08.2013]
Hallo Peter, es kann Dir niemand verbieten, ein Blatt Papier hochzuhalten. Und solange Du niemanden haust :-), kann auch niemand meckern. [RH]

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