Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 16

Bruchsal am 08. September 2012

Unauffällig, langweilig, oberflächlich

Der Server www.antichrist-wachtturm.de war heute Morgen down. Ich konnte ihn über die Administrationsoberfläche wieder starten. Mein erster Gedanke war: Wollen sie die Samstagmorgen-Routine möglicherweise verhindern, indem sie mich mit dem Bewusstsein belasten, dass meine Seite nicht mehr läuft? (Nachmittags war der Server sogar komplett abgeschaltet. Ich musste den Provider anschreiben, damit der den Server wieder aktivierte. So etwas habe ich noch nie erlebt bei einem großen Provider.)

08.09.2012 Bruchsal - Heute war ich etwas früher dran, um den Aufbau des Bücherstandes zu begleiten und um Jehovas Zeugen von Anfang an mit dem Pappschild "Jehovas Zeugen propagieren die Vernichtung der Christenheit" zu konfrontieren. Etliche unbeteiligt erscheinende Passanten machten vor dem Aufbau des Bücherstandes den Eindruck, im Vorfeld die Lage zu checken. Einer von ihnen fiel besonders auf. Er hatte ein weißes Hemd an und trug einen Schlips, der an eine tote schwarze Schlange erinnerte. Er schritt die Querstraße zur Kaiserstraße ab, auf der der Bücherstand üblicherweise steht. Mit einer jungen Frau zusammen schaffte er dann das Bücherstand-Material heran.

Der Betreiber des Telekommunikationsladens vertrieb mich kurz nach 10 Uhr von dem Bereich vor seinem Shop. Er drohte mit der Polizei und ich stimmte ihm zu, die Polizei zu holen. Doch was tat ich Schlimmes? Ich hielt ein Schriftstück hoch wie es die Zeugen Jehovas an vielen Orten der Bundesrepublik tun. Der Shop-Besitzer war nicht zu besänftigen und verschwand in seinem Geschäft, um die Polizei zu rufen. Ich ging nach ein paar Minuten in seinen Laden, um mit ihm zu sprechen. Ich wollte ihm sagen, dass ich auf die andere Straßenseite gehen wollte. Er war nicht auffindbar. So stellte ich mich auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Direkt neben dem Stand der Zeugen Jehovas.

Während der folgenden zwei Stunden ignorierten mich diese Leute aufs Feinste. Es muss psychisch sehr anstrengend sein, selbst beim direkten Hinschauen durch eine Person permanent hindurch zu schauen. Wenn sich eine Person im selben Raum befindet, die augenscheinlich etwas im (Papp-)Schilde führt und letztlich einem auf die Nerven geht, hält das ein Normalmensch sicherlich einige Minuten lang aus, diese Person gnadenlos zu ignorieren. Doch die Perfektion, mit der diese Leute die Demonstration ihrer Irrlehre ignorierten, war für sie mit Sicherheit sehr anstrengend. Geradezu unmenschlich extrem.

Der Mann mit dem Schlangenschlips redete in einem fort. Mit schnarrender Stimme gab er die kompletten zwei Stunden lang Belanglosigkeiten von sich, ohne auch nur ein Wort über seine Überzeugung zu verlieren. Er erzählte dies und das und seine Mitstreiter mussten wohl ziemlich viel Geduld aufbringen, um einerseits mich mit dem Pappschild und dann auch noch sein Geschwätz zu ertragen. (Man bedenke, dass die Wachtturm-Gesellschaft den Predigtdienst der Zeugen Jehovas als die einzig wahre Anbetung einstuft.) Der Erfolg des Bücherstandes der Zeugen Jehovas bestand allein darin, mich zu ignorieren und all die Menschen zu ignorieren, die mit mir sprachen und die sehr deutlich ihr Interesse und ihre Zustimmung ausdrückten. Bis zu dem Vorgang, dass dieser Mann ganz zum Schluss milde lächelnd in einem Abstand von weniger als einem Meter an mir vorbeiging, ohne mich eines Blickes zu würdigen, hielten Jehovas Zeugen ihre verordnete Taktik der strikten Ignoranz durch. Jedoch gab es keinen einzigen Menschen, der sich für Jehova interessiert hätte. Selbst die vier oder fünf Zeugen Jehovas, die mit der Zeit an dem Bücherstand auftauchten, hatten keine besseren Themen zu besprechen als den Klatsch aus den letzten Tagen.

Ein etwa zehnjähriger Junge stellte sich vor mir auf und las mein Schild: "Jehovas Zeugen propagieren die Vernichtung der Christenheit". In diesem Moment sprach mich ein Mann von hinten rechts kommend an und sagte: "Mein Sohn und ich haben lange über Sie gesprochen. Gute Sache!" Viele kamen heute auf mich zu und unterhielten sich mit mir. Jemand fotografierte mich, um auf Facebook die Sache zu verbreiten. Eine Lehrerin machte Fotos, um sie im Unterricht zu verwenden. Das war besonders interessant, weil in der Literatur der Zeugen Jehovas oft berichtet wird, dass irgendwelche Lehrer ihre Hefte im Unterricht in religiösen Fragen verwenden würden. Dies erlebte ich quasi live und staune darüber, dass Jesus Punkt für Punkt die Propaganda der Wachtturm-Gesellschaft bloßstellt. Und das nur aufgrund der Benennung klarer Fakten im Bekenntnis zu Jesus.

Eine Frau fragte mich, zu welcher Gemeinschaft ich gehören würde. Ich sagte: Ich gehöre zu Jesus. Sie: Ja dann ist alles in Ordnung. An den vielen wildfremden Menschen, die sich über die Irrlehren der Wachtturm-Gesellschaft informieren, müssten die Zeugen Jehovas erkennen, dass das billige Pappschild mit Wahrheit mehr bewirkt als die bunte Literatur und die Slogans der Wachtturm-Gesellschaft.

Die Ignoranz der Zeugen Jehovas hat der Wachtturm-Gesellschaft nicht nur nichts genützt, sondern die Zeugen Jehovas haben einen traurigen, ausgemergelten Eindruck hinterlassen. Wenn die Freude an der Lehre und die Freude an der Wahrheit sich darin erschöpft, andere Menschen einfach nur zu ignorieren, fällt ein unangenehmes Licht auf diese Leute. Sie schaden sich selbst, weil sie mit Fakten nicht umgehen können und weil sie die Konfrontation nur noch vermeiden. Die kritische Resonanz aus der Normalbevölkerung war jedoch so groß, dass mein zwangsweiser Verzicht auf die Auseinandersetzung mit den Zeugen Jehovas mehr als ausgeglichen wurde. Ob die Menschen diese Schwingungen spüren? Jedenfalls gab es an diesem Tag auffällig viele, die sich offen und unverblümt äußerten. Dazu gehörten auch viele, die nur lächelnd vorbeigingen und mich grüßten.

Die Wachtturm-Gesellschaft hat noch keine Strategie gefunden, mit jemandem umzugehen, der ehrlich die Fakten auf den Tisch legt. Ihr Büchertisch-Programm kann sie auch nicht so einfach aufgeben, weil sie dann mit einem Gesichtsverlust rechnen muss. In der Konfrontation liegt der Sieg klar auf der Seite Jesu, dem Gesandten Gottes, zu dem wir Kontakt haben sollen. Er schlägt die Propaganda der Zeugen Jehovas so einfach und deutlich, dass ihnen von Anfang an die andauernde Beklemmung anzusehen ist, auch wenn sie darin geschult sind, diese zu überspielen.

Die zwei heutigen Abschaltungen meines Servers, auf dem die www.antichrist-wachtturm.de liegt, sind ein Indiz dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft schon ziemlich heftig unter der Verkündigung der Wahrheit leidet. Die Vernichtung der Christenheit ist ein fester Bestandteil der Wachtturmlehre. Die Offenlegung der Antichristlichkeit der Zeugen Jehovas ist für den Sklaven unerträglich, solange er den Empfänger dieser Informationen nicht manipulieren kann. Die Wachtturm-Gesellschaft lehrt Dinge, die in ihrer Tragweite schlimmer sind als das animistische Opferritual. Deshalb müssen Jehovas Zeugen mit jedem Interessierten ein jahrelanges Bibelstudium durchführen, damit dieser die heidnische, gottlose Wirkung ihrer Lehren nicht bemerken. Interessierte müssen gleichgeschaltet und im Denken blockiert werden, damit sie die Lehren der Wachtturm-Gesellschaft aufnehmen können, ohne die christlich geschminkte Mutter der muslimischen Gottergebenheit sofort zu verlassen.


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