Zeugen Jehovas
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Hallo,

hier wollte ich euch einmal über das Rasurergebnis berichten, zu der Rasur, die letzten Freitag und gestern im Rasierschaumsaal stattgefunden hat. (31.10.2008 und 04.11.2008)

Es war ja ausgemacht, dass wir die theologischen Differenzen diskutieren und ich Antworten auf meine Fragen bekomme. Am Freitag war man ja noch recht optimistisch, dass wir alle "Differenzen" beseitigen können und einen Konsens finden. Gestern, zu der ersten fröhlichen Rasur-Runde erschienen zwei Bartträger. Einer von denen war am Freitag schon dabei, der andere war mir neu. Er stellte sich nicht mal vor, sondern saß gelangweilt mit meinem Rasiermesserbrief auf dem Barbierstuhl im kleinen Salon. Naja, der andere Bartträger meinte, wir sollten erst mal in aller Ruhe den Rasiermesserbrief Zeile für Zeile besprechen. Das wäre ja das Naheliegendste. Also, gesagt, getan! Der eine Bartträger nahm dann seinen rot angemalten Rasiermesserbrief heraus, seine Studien-Falsch-Übersetzung sowie die Uneinsichtigen Bücher zur Hand. Zu meiner Verwunderung aber auch einen Ordner mit seitenweise Internetausdrucken von Aussteigerforen - teilweise mit und ohne meine Beteiligung - sowie einen Ausdruck der Wikipedia.de über den Namen Jehova (Zitat Bartträger: "Ich habe ja auch Internet zu Hause!"). Der erste Hinweis der Bartträger war der, dass man doch bitte alles erst ganz lese und dann versuche zu kritisieren, denn sonst hätte man das jetzt bekannte Ergebnis, dass es nur haltlose Polemik von nicht umsonst abgesonderten Bartträgeruntergebenen wäre. Aber gut. Es ging los. Erste Überraschung: Meine Unterlagen sind plötzlich alle aufgetaucht ... sehen durfte ich sie aber nicht. Man wusste aber, wann ich meinen freien Willen ersäuft habe, wie viele Stunden ich Leute drangsaliert und was ich sonst noch so alles als Barbier vom Mond rasiert habe. Das war sehr schön, bis ich 98 dann langsam auf dem Rasierschaum ausrutschte ... und 2000 dann gänzlich im Rasierschaum lag.

Dann ging es weiter. Die Bartträger fingen an, neuen Rasierschaum zu mischen. Es ging los: Der Rasierschaumblasen-Name Jehova. Wie könne ich annehmen, dass ausgerechnet auf den Seiten der Ausgerutschten oder Abgeseiften etwas brauchbares zu finden wäre? Es würde sich ja so verhalten: z. B. das Evangelium des Matthäus. Es wurde seiner Zeit in Hebräisch verfasst. Matthäus wird doch wohl gewusst haben, wie er JHWH schreibt, wenn er es gebraucht (er stand ja unter dem Einfluss des Rasierschaum). Die griechischen Abschriften, in denen kyrios steht, sind ja erst viel später geschrieben worden und somit verfälscht (lt. Studien-Un-Bibel). Es muss ja "Jehova" heißen. Denn Jesus sei schließlich von Freund Blase nur der Sohn. Der Werkmeister. Der Erstgeborene. Laut Joh. 1:1 EIN Gott. Zwar nicht DER Gott. Aber doch EIN Gott. Obwohl es dann aber heißt, dass Jehova keine anderen Götter außer sich selbst anerkannt hätte. Dann gingen wir die angeführten Bibelstellen durch. Es ist ja ganz deutlich, dass, wenn Jesaja z. B. von Jehova spricht (z. B. als er bei Abraham war, 1. Mose 18), dann war er ja NATÜRLICH nicht da, denn kein Mensch hat je Gott gesehen. Nicht mal Abraham. Er hat zwar nach dem Bibelbericht in Form von 3 Mann mit ihm geredet, aber er war nicht da ... so ging das Rasieren dann weiter. Man wollte sich ja nicht schneiden und hat darum sein präpariertes Rasiermesser mit den Wachtturm-Zargen verwendet.

Dann haben die Bartträger ja in dem Brief den Absatz vorliegen gehabt, dass die "Gesellschaft" einen Fehler macht, wenn sie von 2 Jehova spricht. Au weia. "Die Gesellschaft macht keine Fehler!" [Pause] [böse Blicke] Es steht ja auch so in allen anderen Übersetzungen. Außerdem will man sich nicht anmaßen "etwas von den inspirierten Äußerungen hinwegzunehmen oder dazuzugeben", denn das wäre ja nach Offenbarung eine Totsünde. Na gut. Also, das Kapitel wurde als Mysterium für "dass es noch nicht genug Licht" in Form von Rasierschaum gibt, abgelegt.

Darauf folgte dann die Betrachtung des heiß geliebten Oberbartträgers Russell. Was hätte ich mir nur dabei gedacht? Er hat ja bei allen Rasierschaumproduzenten, bei denen er war (Mormonen, Adventisten, Spiritisten, Freimaurer!!!!), nur die positiven Lehren, die mit der Heiligen Schrift vereinbar waren, aufgenommen, um so im Lichte der Führung durch den Heiligen Rasierschaum - die Kraft der heiligen Seifenblase Jehova - in DIE Wahrheit zusammengeführt. Und da gab es viele Irrtümer und Anläufe - bis endlich das Rezept für den einzig wahren Rasierschaum fertig war. Man arbeitet noch bis heute daran. Aber man hat alle alten Rezepturen immer in den Beipackzetteln und Rezeptbüchern revidiert und erklärt, warum man die alten Schaumdosen nicht mehr verwenden kann oder Pickel von den neuen bekommt. Und einen Pakt mit dem eigentlichen Rasierschaumerfinder in den roten Hosen? Oh nein, das wird nur so gerne dem Marktführer angedichtet. Aber das ist falsch. Man hat ja das Rasierschaumrezept und ist dabei, es für die Ewigkeit zu patentieren! Dann heißt es bald: Nie wieder Rasieren! Du kannst für immer ohne rasieren leben! Ist das nicht eine tolle Vorstellung? Aber es ist doch ein Unding, dass man einen Rasierschaumforscher (damals ja noch kein Zeuge des Rasierschaums), der die Jonadabben erkannte, die große Volksmenge und ihre irdische Rasierproblematik klärte und der zu denen gehört, die in Ermangelung ihres Bartes samt Körpers keinen Rasierschaum mehr brauchen. Wie kann man einen solchen Bartträger so anschwärzen - zumal er sich nicht mehr wehren kann und unrasiert unter seiner Pyramide mit der Kreuz-Krone verschimmelt? Die wurde übrigens abgeschafft, als man neue Zutaten für das Rasierschaumrezept bekam, die besagen, Jesus sei an einem Pfahl gestorben und nicht am Kreuz! Die Pyramide, die 7 Welten, der Zeitplan der Nationen - all das hat man aus den Rezeptbüchern mit neuen Rasierschaumtypen revidiert. Man ist aktuell und zeitgemäß. Man hat nicht nur Sensitiv, nein auch Gel, Classic oder eben was für die empfindliche Hirnhaut. - Auch hier fand man zu meinen kritischen Fragen keine befriedigenden Antworten.

Da zog ich mein Rasiermesser und schob etwas Schaum beiseite, als es um die Rasierschaumersparnisse und die unrasierten illustren Fratzen in den Illustrationen der Rasierschaumrezeptbüchern und den Beipackzetteln ging! Da hab ich sie wohl stark an der Kehle geschnitten. Da kam eine plötzliche Kehrtwende in unser Gespräch, die ich sehr bedenklich fand: Aufgrund meiner rasierschaumfeindlichen Haltung wird sich jetzt ein Rasierschaumkomitee aus drei unrasierten Bartträgern mit mir befassen, die darüber zu entscheiden hätten, ob ich denn weiter an dem einzig wahren Rasierschaum mitwirken dürfe oder unrasiert zum Feuer- und Schwefelsee baden gehen soll. Mein Einwand, dass wir hier doch meine Unverträglichkeitsbescheinigung und meinen Ausstieg aus der Testgruppe aufgrund der Allergietestergebnisse auf deren Rasierschaum betrachten, die bereits im Juni an die Rasierschaumexperten in 3-facher Ausfertigung an die Testlabore gesendet wurden und aufzeigen, dass ich an deren Rasierschaum gar nicht mehr mitmischen will und es auch nicht mehr benutze, hatte keinen Einfluss auf die haarige Auffassung der Bartträger, ich sei noch Mitglied bei ihnen und müsse nun entsorgt werden.

Langer Rede kurzer Sinn: Jetzt will man mir den Rasierschaum nicht mehr geben, den ich schon seit Jahren gar nicht mehr benutze. Es ist sehr spannend im Seifenimperium ...

Der Barbier vom Mond


Kommentare
01
***UPDATE***UPDATE***UPDATE***

Also, es sieht jetzt so aus, dass am 11.11. die erste Anhörung mit dem Rasierschaumkomitee sein soll. Mir werden folgende Punkte "vorgeworfen":

  • Kontakt zu Abgeseiften oder Rasierten
  • Infragestellen der Autorität des Sklaven
  • "satanisieren" der Organisation und des Namens Jehova
  • Polemisieren klarer biblischer TATSACHEN
  • Unruhestiftung in den Versammlungen Rasierhausen 1 & 2
  • Hervorrufen von Spaltungen
Diese Punkte sollen am kommenden Dienstag besprochen werden. I. d. R. sind es weit weniger Vergehen, die bei einer solchen Rasierschaumparty abrasiert werden, daher rechne ich damit, dass es eine weitere Patry geben wird. Danach sucht man im Rasierschaumrezept nach einem Mittel, nach einer Strafe für den Trockenrasierer.

... to be continued!

Barbier vom Mond [06.11.2008]
02
Am 11.11.?

Mensch, vielleicht machen die einen Karnevalscherz mit dir, die Pappnasen. Wird aber nicht um 11 Uhr 11 sein, richtig? Da kippen die einen hinter die Binde.......;-) :-)

Antifasching-Fan [10.11.2008]
03
Und als er einmal googelte, da fand er etwas, das ihm zu denken gab. Eigentlich müsste jetzt aber mal der Armin, der Pikl, gegen diese bösen Suchmaschinen vorgehen. Die satanisieren ja alles und jedes. Sogar die Zeugen Jehovas, die Jesus Christus nur für den größten Menschen halten, den es je gab!
Verwandte Suchvorgänge: Zeugen Jehovas
Rüdiger Hentschel [10.11.2008]
04
Ergebnis des Gesprächs vom 11.11.2008:

Also, es war wieder eine gesellige Runde von 3 Bartträgern und mir, dem Rasierten. Die Begrüßung war schon sehr merkwürdig und zugleich bedenklich:

"Willkommen Bruder Barbier vom Mond. Schön, dass du es einrichten konntest, zu kommen, um wieder deinen Platz am Tisch Jehovas zu finden!"

Da musste ich erst mal schlucken, denn mit so viel Rasierschaum hatte ich ja nun wirklich nicht gerechnet. Doch das war noch nicht das Ende der Überraschungen:

"Lieber Bruder, wir haben dein Anliegen bezüglich deines uns übersandten Schreibens geprüft und sehen keine Veranlassung, deiner Bitte Folge zu leisten. Vielmehr scheinst du im Moment deine Gedanken an eine Verblendung durch Satan zu zerstreuen. Doch dem kann mit einer Betrachtung biblischer Publikationen abgeholfen werden. Daher bieten wir dir an, dass wir uns zukünftig einmal in der Woche treffen und eine Publikation betrachten, die dir hilft, wieder fest in der Wahrheit zu stehen! Was meinst du?"

"Nun, vorab möchte ich ein paar Dinge klarstellen: Ihr seid nicht meine Brüder! Ihr dient Satan, ich diene Jesus. Darum sind wir schon mal keine Brüder. So, und nun wollt ihr mir sagen, dass ihr meinen Austritt nicht anerkennen wollt und zudem als absolute Krönung eurer selbstverliebten Dreistigkeit mir auch noch ein Studium anbietet bzw. aufdrängt? Da habt ihr die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht!"

"Mein lieber Bruder!"

"Ich bin nicht dein Bruder, hab ich doch gerade erklärt warum!!!"

"Mein lieber Mitstreiter ..."

"Bin ich auch nicht und ich verbitte mir solche Zweideutigkeiten ab sofort!"

"... wir wissen, dass nicht du es bist, der da spricht und solche opportunistischen Sachverhalte darlegt. Du musst wieder ein persönliches Verhältnis zu Jehova Gott aufbauen und wir, als Hüter der Herde, möchten dir helfen, die Freude an der Wahrheit wiederzufinden. Dazu gehört aber auch der regelmäßige Besuch der Zusammenkünfte. Dort hast du wieder die Möglichkeit, Zugang zur Organisation und vor allem zu Jehova zu bekommen."

"Hört hier eigentlich einer zu? Ich verzichte darauf, dieser satanischen Freimaurerloge weiter anzugehören. Ich will hier raus. Ich habe euch vor über 3 Monaten meinen Austritt verbindlich erklärt. Da steht jetzt nichts zur Disposition!"

"Das sagtest du bereits, aber wir wissen, dass du es nicht so meinst. Wir wollen dir nur ein Wiederaufnahmeverfahren ersparen."

"Ok, das ganze hier ist sinnlos! Ich preise unseren Herren Jesus Christus und gehe jetzt! Bemüht euch nicht, den Weg kenne ich ..."

Nun bin ich nach wie vor - entgegen meinem Willen - immer noch Mitglied in dieser satanischen Organisation! Ist das nicht heftig?

Barbier vom Mond [12.11.2008]
05
Bruder, triff dich bitte nicht mehr mit diesen.

Sie wollen dich und deinen Status ausnutzen, damit sie sagen können: Wir schließen so schnell niemanden aus und schon gar nicht wegen anderen Glaubensteilen.

"Seht doch, liebe Gerichtsbarkeit (zur Erringung der Körperschaften ...), selbst so einen Verwirrten schließen wir nicht aus ..."

Was für ein perverses Spiel.

Nimm deinen Rechtsanwalt und lasse dir die Bestätigung deines Austrittes unter Androhung einer einstweiligen Verfügung zwangsweise einziehen.

Grüße!

Rudolf [12.11.2008]
06
Hallo Rudolf, hallo Barbier vom Mond,

allein die Vorstellung, eine Kirche oder eine Gemeinde würde mir den Austritt verwehren, ist für mich eine Horrorvision. Dieses Verhalten gibt es noch nicht einmal in den kaputtesten Vereinen oder Clubs. Dieses Verhalten gibts eher in Kreisen, wo niemand lebendig herauskommen kann.

Eine Kündigung erst gar nicht zur Kenntnis zu nehmen und danach, wenn man sie als solche anerkennen musste, den Vollzug zu verweigern, ist nicht theokratisch, sondern nur noch autokratisch. Es ist das würdelose Verhalten von Leuten, deren Herr ein Jehova ist, dessen Eigenschaften in keiner Weise mit denen des biblischen Gottes übereinstimmen.

Welches Ziel verfolgen diese Zeugen Jehovas mit einem solchen Verhalten? Soll eine neue Lügenwelle losgetreten werden, damit man über den Barbier vom Mond erneut einen großen Eimer üble Nachrede ausschütten kann? Soll durch ein neu aufgelegtes Chaos die Lügenschichte des Wachtturm-Anwalts Armin Pikl zugeschüttet werden?

Diese Seite ist seit 7 Tagen online und die Wachtturm-Gesellschaft beobachtet den gesamten Web-Auftritt aufs Genaueste. Daher ist anzunehmen, dass die Annahmeverweigerung des Austritts des Barbiers vom Mond eine bestimmte Zielrichtung haben muss. Was wollen die Verwalter des größten religiösen Irrtums damit bewerkstelligen?

Wenn sie wie wahre Christen "den unteren Weg gehen" wollten, ist ihnen das gründlich misslungen. Sie haben wieder einmal gezeigt, dass sie die Unberechenbarkeit und Willkür ihrer Organisation weitertragen und mit Vergnügen am Menschen vollziehen. Sie zelebrieren eine Machtausübung, die man in christlichen Kreisen nicht finden kann. Sie verhalten sich wie unwürdige, unberechenbare, unzuverlässige Diktatoren und nennen ihren zweitobersten Werkmeister einen treuen und verständigen Sklaven. Sie lieben die Willkür und die Missachtung der Entscheidungen anderer.

Und sie wissen, dass die Demokratie und der Rechtsstaat ihrer Lüge aus theokratischer Quelle unterlegen sind. Sie treten an, um ihrer eingebildeten Macht Taten folgen zu lassen. Gott schütze uns vor diesen Herren der Willkür!

Rüdiger Hentschel [12.11.2008]
07
Update:

Nachdem ich mit Selters und Berlin ein ernstes Telefongespräch geführt habe, warum denn meine Austrittserklärung nicht angenommen worden ist und man jetzt versucht, mich wieder auf Kurs zu bringen. Nach einem sich schnell hochschaukelnden Gespräch habe ich denen einen Hang zum satanistischen Handeln attestiert, sie als Teufelsanbeter und Satansprediger bezeichnet und das gab dann die Veranlassung, dass man jetzt ernsthaft ein Ausschlussverfahren einleiten will, denn ich bereue meine Äußerungen ja nicht. Ich habe darauf diesem unterbelichteten Satanskult gesagt, dass ich ja bereits meinen Abgang schriftlich eingereicht habe und ich mich jetzt im nachhinein nicht exkommunizieren lassen werde. Vorsorglich habe ich jetzt die Sache einem sehr erstaunten Anwalt übergeben ...

Wir werden sehen.

Der Barbier vom Mond [18.11.2008]

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Erstellungsdatum: 05.11.2008 ♦ DruckversionLinks auf andere Internetseiten