Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 201

Jehovas Zeugen lassen mich verhaften

Jehovas Zeugen mögen keine Fotos.

Sehr geehrter Herr Polizeibeamter,

Ihre Intervention war korrekt und flößte mir keine Angst ein wie in Speyer. Dafür danke ich Ihnen vorab. Hier kommt nun meine Stellungnahme, die Sie innerhalb einer Woche von mir erwarten. Ich hoffe, dass Sie die Stellungnahme in Form einer Internetseite akzeptieren. Falls nicht, bin ich gerne bereit, die Seite für Sie auszudrucken und Ihnen als Fax zukommen zu lassen.

Diese Seite wird garantiert über Jahre im Internet stehen, falls nicht Jehovas Zeugen einen Weg finden, meinen Server oder mich zu beseitigen. Insofern hat diese Seite einen echten Dokumentencharakter und auch wenn Sie sie nicht sofort ausdrucken, wird sie Ihnen als Dokument noch lange zur Verfügung stehen. Immerhin hängt ja ein rechtliches Verfahren damit zusammen. Für diesen Fall garantiere ich jahrelangen Bestand des Dokuments.

Der Hergang des Geschehens

Jehovas Zeugen gehen im Auftrag eines Zeitungsverlages als unbezahlte Mitarbeiter an die Öffentlichkeit und verlassen in diesem Moment ihren Status als Privatperson. Getreu der Maxime der Wachtturm-Gesellschaft werden Jehovas Zeugen möglichst falsch informiert, so auch über ihre Rechte und Pflichten. Man suggeriert diesen Menschen, dass sie bei ihrer Anbetungsausübung (Wachtturm-Werbefeldzug) das Recht hätten, nicht fotografiert zu werden. Doch der definitiv bestehende Status der in der Öffentlichkeit werbenden Zeugen Jehovas ist nicht privater Natur. Dennoch hält die Wachtturm-Gesellschaft als ihre Herrin in diesen Menschen die Illusion aufrecht, man sei auch im Predigtdienst ganz privat unterwegs.

Dies führt zu dem Missverständnis, dass jede Lüge ohne Dokumentation erlaubt ist, wenn man Zeuge Jehovas ist. Jehovas Zeugen haben auf diese Weise nicht nur ein absurdes Elitegefühl, sondern sie bilden sich auch ein, jede Art von Kritik oder Dokumentation ihrer Taten als illegal bei der Polizei melden zu können. So traten zum Beispiel Polizisten in Bruchsal auf, die mir erzählen wollten, ich dürfe eine bestimmte Lautstärke nicht überschreiten. Auf meine Frage hin, wie laut das denn sei, antwortete der Polizist: "Ich bin kein Messgerät!"

Die Instrumentalisierung der Staatsgewalt ist eine der leichtesten Übungen der Wachtturm-Gesellschaft und der Zeugen Jehovas. Stundenlang lassen sie sich - wie an den in diese Seite integrierten Fotos erkennbar (Bilder anklicken, dann rechte Pfeiltaste) - fotografieren, um nach Willkür plötzlich auf mich los zu gehen. Und dieser Zeuge Jehovas heute hat dann auch noch die Behauptung aufgestellt, ich wäre ihn körperlich angegangen. Doch bin ich ihm nur entgegen gegangen und habe ihm ins Gesicht gesagt: "Wenn Jehovas Zeugen fotografiert werden, schämen sie sich ihres Gottes!" Dieser Zeuge Jehovas ging tatsächlich in die Knie, aber das war nicht die Wirkung irgendeines körperlichen Einflusses. Ich staunte selber über die Wirkung meiner Worte, aber ich habe diesen Mann nicht berührt.

Nach diesem Vorkommnis traf ich den Mann, den ich benutzt hatte als einen, der mich angeblich als Mitglied der Sekte der Extremhutträger verfolgte. Wir hatten ein nettes Gespräch und ich lud ihn dazu ein, das Bild auf der Webseite mal anzusehen, das ihn zeigt. Während wir uns unterhielten, kam der durch ein Foto beleidigte Zeuge Jehovas vorbei. Später sollte ich diesen Mann wiedersehen, der mich von Ihnen verhaften ließ. Sie werden jetzt sicherlich sagen, das sei keine Verhaftung gewesen. Doch aus meiner Sicht kann ich Ihnen sagen, es war eine. Wenn Du im Machtbereich der Polizei verschwindest, ist es nicht sicher, ob Du auch wieder herauskommst. So tief sind wir in Deutschland gesunken. Da gibt es zum Beispiel den Schwarzen, der mal eben auf seiner Matratze in Polizeigewahrsam verbrannte. Jedenfalls hatte ich Angst. Der sehr breit gebaute Kollege von Ihnen, der sich irgendwelches Werkzeug umschnallte, während Sie auf mich zugingen, flößte mir nicht Ehrfurcht ein, sondern nackte Angst. Ich betete. Und ging dann nach Ihrer Aufforderung, Ihnen auf die Wache zu folgen, mit erhobenen Schildern bis in die Polizeiwache. Ein Glück stellte sich dann heraus, dass Sie ein ganz normaler Mensch sind. Ein Glück und vielen Dank. Ich habe in den letzten Jahren diverse merkwürdige Erlebnisse gehabt, in denen der polizeiliche Druck teilweise aus Unwissen, teilweise aus Parteilichkeit entstand. Das war so oder so nicht schön. Eher alarmierend, was im Rechtsstaat Deutschland alles möglich ist. Daher war die heutige Vernehmung wegen eines Fotos eher wohltuend.

Die Wachtturm-Gesellschaft scheint die Maxime ausgegeben zu haben, sich als Zeuge Jehovas von mir ruhig fotografieren zu lassen, weil ja bekannt ist, dass auf meiner Webseite kein einziger Zeuge erkennbar abgebildet wird, und weil der Vorwurf der Jehova-Scham den Zeugen Jehovas wehtut. Diese Jehova-Scham entlarvt sie. Gleichzeitig frage ich mich, warum die Wachtturm-Gesellschaft steif und fest dabei bleibt, dass Jehovas Zeugen nicht fotografiert werden dürfen. Da scheint es unterschiedliche Strömungen in der Strategie der Wachtturm-Gesellschaft zu geben, und die Zeugen Jehovas sind sehr unterschiedlich informiert. Unterm Strich bleibt aber bestehen, dass über den widersprüchlichen Instruktionen der Wachtturm-Gesellschaft das Recht besteht, zu journalistischen Zwecken Fotos zu machen. Erst eine "unrechtmäßige" Veröffentlichung könnte dazu führen, dass Sie als Staatsgewalt und die Wachtturm-Gesellschaft als Herrin der Nichtfotografierbaren einschreiten könnten. Es gibt also keinen Anlass, die Allüren eines sich als Privatmann wähnenden öffentlichen nicht bezahlten Mitarbeiters der Sektenführung mit polizeilichem Einsatz zu belohnen.

Wer sich neben einen Wachtturm-Trolli stellt, sollte ein Schild aufstellen: "Fotografieren verboten!", wenn er nicht fotografiert werden will. Ansonsten sollte er sich lieber als Privatmann ohne Wachtturm-Trolli in der Fußgängerzone aufhalten oder ganz zu Hause bleiben. Sobald die Menschheitselite von Wachtturm-Gesellschafts Gnaden öffentlich auftritt, hat sie ihren Anspruch auf private Rechte verwirkt. Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, um von anderen Menschen wahrgenommen zu werden, ist eine Person der Öffentlichkeit. So werden wir niemals einen Politiker in der Öffentlichkeit erblicken, der für seine Partei Wahlkampf macht und gleichzeitig verbietet, dass er fotografiert wird. Kein Zirkuselefant, der in vollem Ornament durch die Straßen geht, wird von seinem Elefantenführer vor Fotos geschützt, die jemand macht. Ob zu privaten oder zu journalistischen Zwecken. Jehovas Zeugen missbrauchen die Polizei und den Rechtsstaat, um einerseits wie Zirkuselefanten aufzutreten, andererseits aber den vollen Schutz eines Privatmannes zu genießen.

Sofern Mister Unfotografierbar wirklich seine Anzeige durchziehen will, soll er dies ruhig tun. Je mehr Öffentlichkeit dabei entsteht, desto besser. Und ich bin mir sicher, dass er derjenige sein wird, der dann möglicherweise vor laufender Kamera den Aktenordner vor sein Gesicht hält. Nicht ich. Irgendwo ist eine Grenze! Wo die nackte Lüge beginnt, muss die journalistische Reportage dieser Dinge möglich sein. Wieviele Nationen gibt es noch, in denen das möglich ist?

PS: Und als ich dem unfotografierbaren Zeugen Jehovas zurief, mein Name ist Rüdiger Hentschel, rief er zurück: Das weiß ich! Diese Leute sind komplett informiert. Hat der Mann meinen Namen bei Ihnen angegeben, als er mich anzeigte? Das hätte ich gerne einmal gewusst.

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Erstellungsdatum: 30.10.2015 ♦ DruckversionLinks auf andere InternetseitenDatenschutzerklärungInhaltKontaktImpressum
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