Wachtturm-Lügen-Aufklärung Nr. 397

Zeuge Jehovas in Düsseldorf

Religion mit Schlips und Kragen

Seit einiger Zeit hat das Thema Zeugen Jehovas einen spürbaren Niedergang. Nicht nur der Kindesmissbrauch der weltweiten Bruderschaft hat dazu beigetragen, dass Jehovas Zeugen weniger als Religion angesehen werden als eine Organisation, die Kinderschänder schützt. Auch der fundierte Vorwurf des Serienmordes durch den Einsatz eines Menschenblutverbotes, das es gar nicht gibt, scheint auf die Menschen aufklärerisch zu wirken. Die Nachfrage der Menschen bzw. die Verführbarkeit der Menschen scheint tatsächlich nachzulassen, denn die Reihen der Wachtturm-Verkündiger werden immer dünner. Das betrifft sowohl die Qualität als auch die Quantität.

Es gibt einen Rückgang der Anzahl und es gibt einen Rückgang des Niveaus unter Jehovas Zeugen. Die standhaften Durchhalter des Verkündens des Jehova-Königreiches, die heute das Heft in der Hand haben, rekrutiert sich aus einer Klientel, die schon immer leicht als die Gruppe der bedeutungslosen Mitläufer erkennbar war. Tonangebende, initiative, den Blick des Passanten auf sich ziehende Zeugen Jehovas sind rar geworden. An ihre Stelle treten diejenigen, die bisher immer in der zweiten Reihe standen. Sie haben jetzt die Chance, den aussichtslosen Krieg endlich in der jetzt ihnen zugewachsenen Verantwortung fortzusetzen.

So stellt sich mir jedenfalls die Gesamtsituation dar. Doch darf das durchaus nicht zu dem Schluss führen, die Wachtturm-Gesellschaft könne damit nicht umgehen. Die Wachtturm-Gesellschaft hat schon immer solche Phasen erlebt und ist daran gewöhnt. Business as usual ist die bleibende Devise (hier gibt es niemals neues Licht).

Gestern und heute war ich in Düsseldorf und Jehovas Zeugen nicht. Nur ein einziger Zeuge Jehovas konnte gesichtet werden und das Erlebnis war merkwürdig. Der Mann stand versteckt neben einer Litfaßsäule und bekam einen Anfall von Scheu, wie einer, der plötzlich feststellt, splitternackt zu sein. Hinter mir lachten die Menschen gellend auf, als sie meine Schilder lasen und der Zeuge Jehovas wusste noch nicht einmal mehr, in welche Himmelsrichtung er schauen sollte, um vielleicht doch einen Ausweg zu finden.

Nach wenigen Sekunden ging der Mann weg und stellte sich an der nächsten Ecke wieder auf. So hatte er wenigstens die kreischend lachenden Passanten abgeschüttelt. Er schaute mich von seinem neuen Standplatz aus an wie ein Schmuggler mit durchsichtigen Koffern. Das war ein wirklich merkwürdiges Erlebnis. Der Mann war geistig nicht dazu in der Lage, die angesagte Tragweite gedanklich zu begreifen, doch er reagierte vom Kleinhirn her. Das ganze hatte wirklich etwas von der Szenerie Fliege und Fliegenklatsche. Die Fliege wird schneller, aber sie ahnt irgendwie, dass sie keine großen Chancen hat.

Der heutige Aufklärungseinsatz in Düsseldorf hatte eine ganz neue "Qualität". Es ging nicht mehr um die Konfrontation eines manipulierten Lügners mit der Wahrheit, sondern um die einfache vegetative Wechselwirkung zwischen Kleinhirn mit Schlips und Kragen und einer Religion. Der Level ist bei Jehovas Zeugen in letzter Zeit sehr tief gesunken. Wenn die Leute wegbleiben, nimmt man, was man kriegen kann. Schließlich sind alle Zeugen Jehovas Facharbeiter für Verkündigung des Königreiches Jehovas. Das Fachwissen gibt es gratis. Man muss nur länger als drei Jahre zu allem Ja-und-amen-Sagen lernen, dann bekommt man sein Zertifikat. Der Rest ergibt sich aus dem Psychodruck, der in der Wachtturm-Literatur und den Zusammenkünften erzeugt wird.

Aaaah! Und dann steht plötzlich so einer vor dir mit logischen Aussagen auf Schildern und verdirbt dir die Show!

Der arme Mann begann dann vor dem Hauptbahnhof Düsseldorf ein Gespräch mit einem Müllmann. "Sie machen ja auch jeden Tag dasselbe! Immer dasselbe!" Der Gipfel dieses Gesprächs war, nachdem der Müllmann endlich zuhörte: "Die sind alle blöd! Und der da, der gehört dazu!"

Das Verhalten des Müllmanns war weise. Er machte den Deckel seiner Mülltonne nicht zu, sondern erlaubte einem herzueilenden Türken, seinen Müll mit beiden Händen beizufügen und so gewann das Ganze noch so etwas wie Idylle. Die Idylle am Düsseldorfer Hauptbahnhof! Und ich durfte sie erleben.

Der Sinn des Lebens derer, die schon länger hier leben, ist das Nichterkennen der Wachtturm-Gesellschaft als Mord.Org und der Sinn des Lebens derer, die noch nicht so lange hier leben, ist das Kopftuch-Tragen und das Hinschauen ohne zu verstehen. Es ist aussichtslos!

Aber das Hemd des Zeugen Jehovas war schön weiß mit blauen Streifen.

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Erstellungsdatum: 03.05.2018 ♦ DruckversionLinks auf andere InternetseitenDatenschutzerklärungInhaltKontaktImpressum
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