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Jeder ZJ spricht davon, dass er "in der Wahrheit" ist, dass er "im Besitz der Wahrheit" ist (sprich: WTG-Lehre), dass die WTG als "Jehovas Organisation" "die Wahrheit" ist.

von Eddie

Wer oder was ist "Wahrheit"?

Es gibt viele "Wahrheiten". Es ist "Wahrheit", dass Deutschland zwei Weltkriege verloren hat. Es ist "Wahrheit", dass der FC Bayern München Rekordmeister im deutschen Fußball ist. Es ist "Wahrheit", dass es Mann und Frau gibt. Es ist "Wahrheit", dass Fische nicht im Trockenen auf Bäume klettern können und Wien die Hauptstadt von Österreich ist, genauso wie es "Wahrheit" ist, dass Volkswagen und Mercedes zwei Automarken sind.

Doch von welcher "Wahrheit" spricht die Bibel? Und von welcher "Wahrheit" die Zeugen Jehovas?

Schauen wir uns zunächst die ZJ an und vergleichen das dann mit der Heiligen Schrift.

Wenn ein ZJ (im Sinne der WTG) davon spricht, "in der Wahrheit zu sein", dann meint er das so, wie vorgehend in Dogma 4 beschrieben: Es gibt nur eine wahre Religion und wir haben diese bzw. wir sind in dieser. Was das bedeutet und warum das nicht möglich ist, wurde bereits gesagt.

Schauen wir uns dazu im Vergleich die HS an, denn auch dort wird der Begriff "Wahrheit" erläutert. Ganz deutlich geschieht dies im Johannesevangelium, Kapitel 14, dem Vers 6:

Jesus sprach zu ihm (= Thomas): "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben" (...)

(Neue Welt Übersetzung der WTG)

Jesus sagt hier ganz deutlich, dass er selbst die Wahrheit ist. Frage: Ist denn die WTG gleich Jesus Christus? Wäre das nicht Anmaßung, wenn sie das behaupten würde? Tut sie das aber nicht, wissentlich oder auch unwissentlich (was wir hoffen wollen!)?

Die WTG stellt hier ganz klar ein (falsches) Dogma auf. Zumindest lässt sie es von ihren Anhängern wohlwollend zu.

Die Wachtturm-Gesellschaft ist tatsächlich nach ihrer Ansicht der große Christus. Sie behauptet wirklich, die 144.000 seien mit Jesus zusammen der große Christus. Hier wird ein neuer Christus erfunden und der falsche Jesus der Wachtturm-Gesellschaft ist ein Teil davon. [RH]

In diesem Zusammenhang ist noch eine weitere Kuriosität innerhalb der WTG von Interesse: Das Thema "Gut geschultes Gewissen".

Das Gewissen muss gut geschult sein, heißt es stets landläufig innerhalb der WTG und seiner Mitglieder. Geschultes Gewissen? Wann und wo und wie kommt denn dieser Begriff denn in der Heiligen Schrift vor? Auch nur andeutungsweise? Nun, selbst nach langem Suchen muss man feststellen: Überhaupt nicht.

Warum verwendet denn dann die WTG, respektive heute die JW.org, diesen Begriff? Aus einem ganz einfachen Grund: Wenn einer ihrer (Mit-)Glieder, der "0-8-15"-ZJ, zu einer Sache eine andere Einstellung haben sollte, als es die vorgegebene Richtlinie der WTG anzeigt, sagen wir mal z. B. zum Thema Bluttransfusion, dieser "Otto-Normal-ZJ" also es durchaus mit seinem Gewissen vereinbaren könnte, eine solche zuzulassen, dann, so der Tenor der WTG, ist dessen Gewissen nicht richtig "geschult". "Eingestellt" könnte man das durchaus auch nennen und er müsste dann schlussfolglich sein Gewissen "auf Trab" bringen, sprich "schulen". Dreimal, lieber Leser, darfst Du jetzt raten, wie das zu geschehen hat.

Richtig! Entsprechende Artikel aus der Literatur der WTG werden mit dem Delinquenten durchgekaut, so lange, bis sein "Gewissen" dann auf Vordermann gebracht ist. Sollte diese Prozedur jedoch scheitern, erweist sich besagte Person als Rebell und gehört a) zur Rotte Korahs und b) "darf" dann auch letztendlich die Konsequenzen daraus ziehen: Im konkreten Ernstfall bis hin zum Ausschluss. Mit all seinen Folgen. Ob man eine solche Angelegenheit überhaupt noch als "Gewissen" bezeichnen kann und darf, ist die große, daraus resultierende Frage. Darum auch der Begriff "geschultes Gewissen". Eine einzige Farce, am Ende.

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