Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst

Wer im Auftrag des Herrn unterwegs ist

Jemand der sich Jesus Christus auf Gedeih und Verderb anvertraut, macht großartige Erfahrungen. Diese Erfahrungen kann der Christ, wenn auch selten, immer wieder einmal als Zeugnis weitergeben. Doch diese Momente sind nicht von dem Christen abhängig. Er selbst kann nicht dafür sorgen, dass sein Bericht auf Glauben stößt. Daher ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, dass der Weg in Jesus Christus niemals aus eigenem Antrieb und aus eigener Motivation heraus gangbar ist. Allein Jesus Christus entscheidet und wer ihm dienen will, macht den maximalen Fehler, wenn er für sich selbst eine besondere Weihung oder eine besondere Segnung beansprucht.

Matthäus 16,24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

Jeder Christ, und sei er noch so demütig, kommt immer wieder in die Versuchung, aus dem Dienst für Jesus ein eigenes Programm zu machen. Wenn er in diese Falle tappt, geht es ihm noch eine Zeit lang gut, bis die Angelegenheit ihm wundersamerweise zwischen den Fingern verrinnt. In dieser Phase hat der Christ zwei Möglichkeiten:

  1. Aufgrund der verspürten Verluste verkrampfen und mit gefletschten Zähnen weitermachen
  2. Das Erschrecken nutzen und sich selbst zurücknehmen

Die Chance 2 ergreift der erfahrene und der unerfahrene Christ. Der unerfahrene Christ rechnet gar nicht mit der eigenen Kraft und ist dadurch automatisch auf Jesus angewiesen. Der erfahrene Christ hat sich schon länger innerlich immer wieder dazu aufgerufen, nichts aus eigenem Antrieb zu machen. Er weiß, dass die Kraft, die ihn immer hielt und ihm half, von ganz allein wieder in sein Leben und Tun einkehrt. Es ist ein wesentliches Merkmal für das Wirken des Heiligen Geistes, dass der betroffene Mensch sehr still und zufrieden wird und sein christliches Ego und seine christlichen Wünsche ganz hinten anstellt.

Markus 8,34 Und er rief die Volksmenge samt seinen Jüngern zu sich und sprach zu ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!

Niemals kann ein Christ für die Ansprüche einer Organisation Dienste tun und gleichzeitig annehmen, auf diese Weise unter dem Heiligen Geist zu stehen. Ebenso kann ein Christ nicht seinen eigenen Vorstellungen und Ansprüchen gemäß für Jesus arbeiten wollen. Die Erkenntnis, dass wir niemals uns selbst und unsere Vorstellungen verwirklichen dürfen, wenn wir im Auftrag des Herrn unterwegs sind, ist eine der wichtigsten Schritte in der Nachfolge Jesu.

Lukas 9,23 Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

Was ist Selbstverleugnung?

Viele Christen glauben, dass sie immer und immer und jeden Tag und in jeder Minute mit gesenktem Blick und mit mildem Lächeln jede Zumutung über sich ergehen lassen müssen, um Jesu Forderung nach Selbstverleugnung zu erfüllen. Doch genau an diesem Punkt greift die Selbstverwirklichung noch perfider, weil sie sich versteckt und ein Mäntelchen der Demut trägt, die um Beachtung bettelt. Ein Mensch kann die psychische Leistung einer durchgehenden Selbstverleugnung gar nicht erbringen. So realistisch müssen wir sein. Es mag aber sein, dass ihm eine dauerhafte Demut geschenkt wird, aber er kann diese niemals aus eigener Kraft erbringen. Alles was ein verchristlichtes Wesen hat, kann nicht wirklich christlich sein. In anderen Worten: Ein Christ ist niemals christlich getüncht. Denn die christliche Tünche blättert nur ab und hat keinen Halt.

Mönche und Nonnen und ihr aufgetragenes kultisches Benehmen sind ein Beispiel für eine selbstgemachte Christenfassade. Unter den in der Öffentlichkeit sichtbaren Christen gibt es Christenfassaden in allen Farben und Schattierungen. Eine erwähnenswerte Christenfassade ist die der milde lächelnden Zeugen Jehovas. Das Spiel mit christlich erscheinenden Attitüden wird ihnen in Lehrgängen beigebracht. Aber auch echten Christen kann es passieren, dass sie ihre eigenen Ansprüche als den Willen des Herrn Jesus ansehen und so die Selbstverleugnung nur an sich selbst adressieren und Selbstverwirklichung daraus machen. Dann rutschen auch die echten Christen ins Fahrwasser derer, die nur zum Schein Jesus nachfolgen.

Sich selbst Verleugnen ist Warten auf Jesus

Jede menschliche Eigenaktivität ist nur Theater. Gerade dieses Theater erfordert es, sich selbst und anderen immer wieder zu beweisen, man befinde sich in der Nachfolge Christi. Da werden die Hände fromm gefaltet, der Blick demütig gesenkt, aber auch mit Schneid und klarem Blick die Nachricht verbreitet, man habe den Auftrag von Jesus. Das kann sich soweit versteifen, dass kein Raum mehr für Einsicht besteht. Selbstüberhebung ist die Folge und andere werden als Versager oder Schlimmeres bezeichnet.

Wer kann auf Jesus warten? Wer kann es aushalten, wenn längere Zeit gar nichts passiert und der innere Ruf verstummt ist? Wer kann es verkraften, das laut rufende Schweigen in sich selbst als das zu akzeptieren, was es ist? Wir alle sind in einer solchen Situation versucht, umso fester die gewohnte Linie als Maßstab hinzustellen und sich am besten mit Beton und Dübeln darin zu verbohren. Doch dann haben wir den Halt in Christus vertauscht mit dem Halt durch eine eigene Konstruktion, die wir uns in bestem Wissen und Gewissen selbst gebaut haben.

Doch das beste Wissen und Gewissen kann nur menschlich sein. Es gilt nur in dieser Welt, nicht bei Jesus. Das einzige, was bei Jesus zählt, hat er klar ausgesprochen und seine Worte klingen nach: Wenn jemand ihm nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge ihm nach!

Einer der Hauptaspekte des Kreuzes in der Nachfolge Christi ist das Ertragen von Unsicherheit und unaufgeräumten Situationen. Gewohntes nicht überbewerten, das Gefühl der Leere ertragen, sich selbst nicht so wichtig nehmen und erkennen, dass man ohne ihn nichts tun kann. Das bedeutet, die Selbstverleugnung setzt genau da ein, wo der innere Friede nur noch durch Eigeninitiative aufrecht zu erhalten wäre. Hier die innere Unsicherheit und den inneren Aufruhr nicht zuzulassen, sondern nach guter alter christlicher Tradition durch Kraftanstrengung und Verkrampfung niederzukämpfen, ist der falsche Weg, der aus der Selbstverleugnung Selbstverwirklichung macht.

Denn alles Tun aus eigener Einsicht und eigenem Trachten ist Selbstverwirklichung. Selbstverleugnung dagegen ist das stille Warten auf den Herrn Jesus Christus auch dann, wenn die Frage, warum es nicht wie gewohnt weitergeht, unerträglich erscheint. Dagegen ergreift der christliche Mensch gern das vermeintliche Heilmittel der forschen Weitermach-Anspannung, die nebenbei bemerkt das Hauptthema der Wachtturm-Literatur ist. Diese forsche Weitermach-Anspannung verstellt dann auch prompt den Blick und verdunkelt Herz und Hirn. Man ist ja so schön geborgen im eigenen wilden Bestreben. Dass aber eigenes Bestreben bei Jesus nichts gilt, geht unter und taucht nicht mehr auf. So liegen im Christenherzen Selbstverwirklichung und Selbstverleugnung so nah beieinander, dass wiederum das Warten auf Jesus angesagt ist. Denn niemand kann sich selbst aufklären über den Willen des Herrn Jesus, sondern nur Jesus kann einen darüber unterrichten. Und solange von Jesus nichts zu kommen scheint, müssen wir auf ihn und seine Anweisungen warten. Es hat keinen Sinn, unsere eigenen Vorstellungen und Wünsche ersatzweise ein- und umzusetzen. Vor allem entspricht dies auch nicht der klaren Ansage Jesu: Verleugne dich selbst!

So kann christliches Tun und Machen durchaus auch zu einem Hohn für Jesus werden. Dies geschieht leider oft, ohne dass man es merkt. Selbst Hinweise von anderen Christen können einen abgefahrenen, sich selbst verwirklichenden Christen nicht mehr aufhalten. Erst wenn der gute Hirte das Schaf wieder einfängt, ist eine Umkehr in dieser Sache möglich. Denn auch hier sind eigene Anstrengungen wiederum nicht nur kontraproduktiv, sondern auch schädlich. Das Erkennen Jesu kann niemals aus unserer Kraft kommen. Wir bekommen es aufgrund unserer Herzenshinwendung zu ihm. Aber eben niemals aus eigener Kraft oder Einsicht. Da hilft kein Taschenrechner, keine Tablette und kein Brecheisen. Auch hier ist das Warten auf ihn oberste Christenpflicht.

Das Gutmenschenprogramm

Die moderne Politik und eine verlogene Wissenschaft (Gender Mainstreaming) führen genau alles das im Schilde, was den Menschen von Jesus unabhängig machen soll. Wie der Christ, der lieber auf sich selbst hört als auf Jesus, nur sich selbst bedient, wird das große Gutmenschenprogramm in unserer Gesellschaft aufgestellt. Es handelt sich um die grünlinks-katholisch geprägte Ersatzreligion. Katholische, grüne und linke Gutmenschen kämpfen verbissen um das Gutsein. Sie tun das inzwischen schon mit Schlaginstrumenten, Brandsätzen und schon seit sehr langer Zeit durch strukturelle Gewalt. Wer sich dem Gutmenschentum nicht unterwirft, verliert den Job, bekommt das Auto angezündet oder das Haus mit Jauche und Farbe verschandelt. Wer sich dem Gutmenschentum wie ARD und ZDF und Youtube unterwirft, kann mit großzügiger Gewinnmaximierung rechnen.

Das Gutmenschentum ist gekennzeichnet von der Verwirklichung des menschlich moralischen Ego. Nicht die Selbstverleugnung findet statt, sondern nur die Verwirklichung eigener Maßstäbe und Utopien. Wenn diese Selbstverwirklichung dann ein paar Stunden oder ein paar Euro Aufwand bedeutet, dann kann man sich schön das Zertifikat einrahmen, auf dem steht:

... hat das Kreuz auf sich genommen ...

Doch um welches Kreuz handelt es sich hier? Ist das Kreuz Christi dazu da, sich selbst zu beweihräuchern? Das großartige Leiden der Grünen, Linken und Katholiken ist reine Selbstbeweihräucherung. Und ein Christ, der nicht auf Jesus wartet und lieber sein eigenes Ding durchzieht, beweihräuchert sich selbst.

Leider macht die Sünde, die ein selbstbeweihräuchernder Mensch tut, nicht Halt vor anderen Menschen. Andere Menschen werden massiv unter Druck gesetzt, so dass heute schon Zustände herrschen, die stark an die Straßenkämpfe vor der Hitlerzeit erinnern. Aber auch in christlichen Kreisen üben die Mächtigen von oben herab Macht und Gewalt aus, um andere Menschen zu etwas zu zwingen. Und im kleinsten christlichen Kreis kommt dieses Druckmachen auch an. Selbst dort, wo das gemeinsame Warten auf Jesus angesagt wäre, werden Unterstellungen und Vorwürfe laut, die alles zerstören.

Nachfolge

Wer Jesus nachfolgen will, lernt ein paar Dinge:

  • Ein Christ übt niemals Gewalt über seinen Nächsten aus. Auch nicht die Gewalt, die er als von Jesus kommend empfindet. Zeugen Jehovas üben permanent Gewalt über andere Zeugen Jehovas aus. Das mag oft nett aussehen, aber diese Gewaltanwendung ist perfekt getarnt.
  • Ohne Jesus kann der Christ nichts tun. Das wird von vielen Christen vergessen oder sogar verleugnet. Aber selbst wenn diese Einsicht vorhanden ist, fallen viele Christen in unklaren Phasen ungewollt in menschlich bedingte Handlungen und verlieren dadurch noch stärker den Blick auf Jesus. Dies ist der typisch christliche Irrtum und der am häufigsten anzutreffende Fehler, den ein Christ machen kann. Folgen davon sind zum Beispiel Aktivismus und Pfadfinder-Denken. Viele Missionen sind auf diesem Irrtum begründet und verschlingen sinnlos Spendengelder.
  • Der Christ ist bereit, sein Kreuz auf sich zu nehmen. Leider verwechseln Christen dabei oft das wirkliche Kreuz mit dem selbst gebastelten, selbst zurecht gelegten Kreuz. Hier gehen sie dann konform mit den Grünen und Linken und mit dem Katholizismus, der ja perfekt die Selbstquälerei kultiviert hat. Die vollkommene Übereinstimmung zwischen dem falschen Kreuz und der Selbstquälerei des Katholizismus ist erstaunlich! Erwähnenswert bleibt die Vorliebe der Grünen und Linken, anderen und nicht sich selbst das erfundene Kreuz aufzuerlegen. Aber selbst das schaffen Christen auch. Sie fordern mit blinder Macht etwas von ihren Mitchristen. Die innere Verwandtschaft zwischen allen Religionen ist frappierend. Man verwirklicht sich selbst in ihnen. Und nur sich selbst.
  • Ein Christ kann nur glauben. Sämtliche Religionen sind davon gekennzeichnet, dass der Glaube durch Überzeugung ersetzt wird. In der Überzeugung finden kein Zweifel und kein Hinterfragen statt. Jehovas Zeugen und der Katholizismus sind Paradebeispiele für die allen Glauben verdrängende Überzeugung. Der gute Katholik praktiziert. Dass ein Christ, der auf Jesus baut, immer wieder seinem Kreuz gemäß auf Grundeis schleift, ist tabu. Nein, man muss abheben und mit Gewalt sein eigenes Ding machen! Das ist nur Religion. Kein Glaube.
  • Ein Christ ist mit Gott versöhnt. Der Christ ist von Gott voll und ganz angenommen und dennoch hat der Christ den großartigen Spielraum, Irrtum auf Irrtum zu bauen und dadurch so etwas wie den Turm zu Babel zu errichten. Der Christ, der an Jesus gebunden ist, wird aber in diesem Irrtum nicht untergehen, denn sein Hirte ist Gott, der Allmächtige, Jesus Christus. Die Rückkehr in seine Arme geschieht sogar ganz unspektakulär und ohne Krawall, denn die Vergebung unserer Sünden ist viel mehr als wir uns vorstellen können.

Zeugnis auf der Straße geben

Wenn mich jemand fragt, zu welcher Organisation ich denn gehöre, dass ich diese Warnschilder vor den Zeugen Jehovas hochhalte, antworte ich: "Einer Organisation gehöre ich nicht an. Ich vermute, es könnte Jesus sein, der dahintersteckt." Den Reim muss sich der Fragesteller dann selbst machen. Ich kann ja nicht antworten, ich sei im Auftrag des Herrn unterwegs. Denn dann hätte ich aus Überzeugung und nicht aus Glauben geredet. Diese Überzeugung habe ich nicht und ich kann keinen Anspruch darauf erheben, ich selbst könne entscheiden, ob ich dem Herrn Jesus diene oder nicht. Wenn ich diese Entscheidung (sogar nur für mich selbst) treffe, dann wird aus Glauben Überzeugung und ich befinde mich schlagartig im Zeugen Jehovas-Modus.

Heilung und Vergebung

Im Gegensatz zu den Religionsgutmenschen jeder Farbe und Schattierung hat der Christ bei allen Fehlern, die er macht, immer die Chance zur Umkehr. Und das ist untertrieben! Denn es ist nicht nur die Chance zur Umkehr, sondern die von Gott selbst gegebene Garantie der Heilung und Vergebung. Die Umkehr des Christen ist nur eine mikroskopisch kleine Minisequenz in diesem Vorgang, den Jesus für uns und in uns angestoßen hat. Sein Wirken ist unermesslich und seine Gnade unsagbar. Wer sind wir, dass wir ungnädig sein sollten?

Kommentare
01

Lieber Rüdiger,

dieser Text/Bericht ist so sensationell, genau den habe ich gebraucht und irgendwie von Dir erwartet nach der Sendepause. Danke, danke.

Ja, diese Zeugen werden an "Überzeugung" sterben. Aber dieser schöne Text wird ihnen hoffentlich klar machen, wo sie stehen! Du hast so schön erklärt, wie leicht doch "das Kreuz" ist, das wir tragen sollen, wenn Liebe und Aufrichtigkeit sowie Ruhe und Geduld das Motiv ist. Davon sind die Zeugen Jehovas ja weit entfernt. Sie müssen sich ständig irgendwie wehren oder verteidigen. Ich habe sogar den Eindruck, dass sie darauf warten, aggressiv werden zu können, damit sich ein Ventil öffnet, das dem ständigen Druck - auch dem, des besser und anders seins - Erleichterung verschafft. So verhält sich niemals ein Christ, das hat er gar nicht nötig!

Danke und liebe Grüße von Karin [07.02.2019]

02

Zeugen Jehovas können ihr eigenes Kreuz gar nicht auf sich nehmen, weil ihr altes Leben (sündige Natur) nicht mit gekreuzigt worden ist. Sein Kreuz auf sich nehmen können nur diejenigen, die mit Christus gestorben und zu neuem Leben erweckt worden sind.

Deshalb dienen Zeugen Jehovas noch der Sünde und können deshalb auch keine Vergebung erfahren. Das schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, ohne den Glauben an Jesus Christus und ohne Kreuz in seinen Sünden zu sterben.

Zeugen Jehovas müssen sich ständig selbst rechtfertigen, während ein Christ von Gott schon gerechtfertigt ist. Der Mensch kann sich vor Gottes Gericht nicht selbst verteidigen und von seiner Schuld freisprechen. Dazu brauchen wir unseren einzigen und allein wahren Fürsprecher Jesus Christus. Solange Zeugen Jehovas aber Jesus ablehnen und ihn mit Füßen treten, anstatt ihn anzunehmen und in ihr Herz zu lassen, können sie ihr sündiges Leben (alter Mensch) nicht in den Tod geben, kein neues Leben erhalten und auch ihr Kreuz nicht auf sich nehmen.

Das ist Gesetz und von Gott so festgelegt. Auf Sünde steht nun mal der Tod und ohne Vergebung gibt es kein Leben. Wer das nicht anerkennt und dieses einzige und einmalige Rettungsangebot verwirft, der zieht somit das tödliche Strafgericht Gottes auf sich, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Ich sehe schon den Todesengel über der Wachtturm-Gesellschaft schweben.

Es sieht demzufolge nicht gut aus für die Organisation der Zeugen Jehovas und für alle, die sich auf solche antichristlichen Irrlehren einlassen.

Jürgen [09.02.2019]

PS: Da fällt mir grade ein, die haben ja gar kein Kreuz.

03

Wegen der Selbstverleugnung habe ich mir noch ein paar Gedanken gemacht, die ich hier noch gerne einbringen möchte. Seltsamerweise hatte ich heute das Bedürfnis, die Geschichte von Jona, der von einem großen Fisch verschluckt wurde, nochmal zu lesen. Es ist unglaublich, was in dieser Geschichte alles drin steckt.

Da ergeht zunächst der Auftrag von Gott an Jona, nämlich, den Menschen in der Stadt Ninive zu predigen und ihnen das Strafgericht anzukündigen, dass über sie ergehen soll, weil sie fremden Göttern dienen. Die Reaktion von Jona darauf ist interessant, weil er sich überhaupt nicht darauf einlassen will und eigentlich genau das Gegenteil macht, was Gott von ihm verlangt.

Mit anderen Worten: „Jona will sein eigenes Ding durchziehen und erhebt ein Anrecht darauf.“

Wenn man nun das Verhalten von Jona mit dem Thema Selbstverleugnung in Verbindung bringt, kann man feststellen, dass Jona es eher vorzieht zu flüchten, als sich selbst zu verleugnen und Gott zu folgen. Dieses widerspenstige Auftreten gegenüber Gott zeigt mir, dass auch wir Christen dazu neigen, uns viel zu wichtig zu nehmen und lieber unsere eigenen Interessen voran treiben wollen, anstatt uns selbst zu verleugnen und auf Gott zu vertrauen. So sind wir Christen und das ist absolut realistisch. Christen sind nicht besser als der Rest der Welt, nur mit dem Unterschied, dass wir Glauben in Jesus Christus haben.

Als dann Gott das Strafgericht zurückzieht, weil Gott eine echte Reue und Umkehr bei den Menschen in Ninive gesehen hat, passt es dem Jona auch wieder nicht. Es heißt:

‭‭Jona‬ ‭4:1‬ Das aber missfiel Jona sehr, und er wurde zornig.

Machen wir Christen uns doch nichts vor, reagieren wir nicht such oft so wie Jona und versuchen unser eigenes Ding durch zu ziehen? Kneifen wir nicht auch, wenn es ernst wird? Basteln wir uns nicht auch unsere eigenen Strategien und sind dann sauer, wenn wir damit Schiffbruch erleiden?

Zum Glück kennt Jesus alle unsere Neigungen und Schwächen und er ermuntert uns und richtet uns immer wieder auf, so wie er es bei Jona getan hat, als er ihm einen Baum über Nacht hat wachsen lassen, um ihm Schatten zu geben gegen die pralle Sonne.

Jürgen [10.02.2019]

04

Hallo, Jürgen,

gerade habe ich Deinen Beitrag über die "Selbstverleugnung" gelesen und überlege, inwiefern Du damit Recht hast... So richtig weiß ich nicht, wie das real aussieht. Ich muss ja leben und Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen und irgendwie auch selbstbewusst auftreten, sonst werde ich untergebuttert...:-)! Das alles mache ich mit Jesu Hilfe, darum bitte ich ständig und ich glaube auch, diese Hilfe und den Beistand zu bekommen. Denke ich Deiner Meinung nach in die falsche Richtung? Ich muss doch meine Dinge durchziehen oder muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich allein entscheide, was gerade richtig ist? Hilf mir mal aus der Patsche, bitte...!

Übrigens: Die Zeugen Jehovas haben kein Kreuz! Wunderbar, das trifft es! Einmal im Sinne von Rückgrat, denn dann würden sie mal aufwachen; ein anderes Mal im Sinne der Ablehnung des Herrn Jesus. Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen.

Liebe Grüße von Karin [10.02.2019]

Hallo Karin, ich springe mal für Jürgen ein. Es geht bei der Selbstverleugnung nicht um unseren Alltag. Darin werden wir sicher auch geführt. Es geht aber viel mehr darum, mit der Leugnung des Eigenen dann rigoros ernst zu machen, wenn es darum geht, Jesus nach zu folgen. Wenn Du also ausziehst, für Jesus einen Drachen zu erschlagen, dann geht das niemals aus Dir und auch nicht mit Deinen Waffen und nicht mit Deiner Strategie und nicht mithilfe Deiner Intelligenz. Angenommen, Du hast schon drei Drachen erlegt und plötzlich geht es irgendwie nicht weiter. Das ist der Punkt, an dem die Selbstverleugnung zum Mittelpunkt wird. Der vierte Drache ist Dir dann nicht beschieden. Ganz einfach. Wir dürfen froh sein, wenn wir unsere Schuldigkeit tun durften. Darüber hinaus gibt es nichts. Nichts. Gar nichts. Sonst ziehen wir nur aus Gewohnheit unser Programm durch. Genau das ist nicht die Sache Jesu. Er will das nicht. Wie sollte das auch gehen? Wenn von ihm der Antrieb abgeschaltet wird und wir einfach weitermachen? Hat ein Auto einen Sinn, das nicht ausgeht, wenn man den Schlüssel umdreht? Kannst Du eine Küchenmaschine gebrauchen, die einfach immer weiterläuft und nicht abzuschalten ist? Die Selbstverleugnung bedeutet hier einfach Gehorsam. Unbedingter Gehorsam. Ein Trecker, den man nicht zum Stehen bringen kann, richtet viel Schaden an und auf den Grabsteinen steht dann: Vom Trecker überfahren! Wenn wir die Kraft Jesu genießen und auskosten wollen, müssen wir gerade dann gehorsam sein, wenn es darum geht, seiner Entscheidung nicht vorzugreifen. Ich habe das in einer Baptistengemeinde erlebt. Da griff ein sympathisch lispelnder Berufsschullehrer auf der Bühne in die Klampfe und machte aus der Gemeinde eine Art Arbeitskommune. Der hat die Gemeinde regelrecht zerstört. Denn wenn ein Mensch die Führung übernimmt, verabschiedet sich Jesus. [RH]

05

Hallo Karin, Rüdiger hat ja schon einiges dazu erläutert. Ich finde das Thema Selbstverleugnung wirklich wichtig, weil es im Leben eines jeden Christen eine übergeordnete Rolle spielen sollte. Selbstverleugnung heißt für mich in der letzten Konsequenz: „Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“

Ohne Jesus ist unser Leben sowieso nichts wert. Wenn ein Mensch sein Leben Jesus gegeben hat, dann hat er keinen Anspruch mehr auf sein altes Leben, weil das alte Leben (sündige Natur) mit Jesus am Kreuz gestorben ist. In Römer 6:6 heißt es:

wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, sodass wir der Sünde nicht mehr dienen

Dafür haben Christen ja ein neues Leben, aus Gott geboren, bekommen. Das alte Leben ist passé.

Deshalb bringt es auch nichts, wenn wir Christen uns wieder auf die verlassenen Pfade begeben, die uns einst von Christus getrennt haben. Es geht einfach darum, ein Leben aus Selbstbestimmung aufzugeben, um vollständig für Jesus Christus verfügbar zu sein.

Im Kontext der Selbstverleugnung sagt Jesus ja noch weiter: Matthäus‬ ‭16:25

Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.

Das bedeutet soviel wie: Wer ein Leben im Selbstbestimmung führt, wird kein Leben in Christius haben, aber wer sein selbst bestimmtes Leben aufgibt für Jesus, der wird es finden.

Jürgen [11.02.2019]

Hallo Jürgen, nicht um Dir zu widersprechen, sondern aus Erfahrung möchte ich etwas dagegen halten. Die Selbstverleugnung ist in dem Sinne gar keine Leistung. Das hört sich immer so schlimm an. Ach, diese verkniffenen Christen. Die müssen sich immer ganz klein machen. Nee! Das Gegenteil ist der Fall. (Du Lachsack bist ja das beste Beispiel dafür.) Die Selbstverleugnung, die Jesus fordert, bewirkt ja genau, dass man sich entspannen kann. Verkrampft den Jäger machen, das verlangt Jesus nicht von uns und er verbietet es uns sogar. Dass wir in Christus wie er mit dem Tod bestraft wurden, bewirkt ja echtes Leben, nämlich das in ihm. Wer könnte entspannter sein als der, der die Sünde und ihre Folgen durch Jesus los geworden ist. Erst wenn wir wieder aus uns heraus die Pferde anspannen, wird es gefährlich. Dann gehen wir unweigerlich unter. Es gibt einige Christen, die im Galopp dahin rasen und sich von Jesus nichts sagen lassen. Es gibt viele Christen, die im Schneckentempo in die Kirche gehen. Die lassen sich auch nichts sagen. Die sind so superschlau. Besser als die sind wir alle nicht. Und trotzdem erreicht es Jesus immer wieder, dass mal einer von uns auf ihn hört. Unterm Strich muss und möchte ich sagen, dass die Selbstverleugnung kein Produkt ist, das wir hervorbringen könnten. Ich habs erlebt, jetzt gerade. Als die Wachtturm-Gesellschaft ihr gut durchdachtes Programm durchgezogen hat, um mich fertig zu machen, war ich nach sicherlich einigen angespannten Tagen nur noch genussvoller Zuschauer. Denn ich konnte nicht nur nicht dagegen halten, sondern mir war klar, ich durfte es auch gar nicht. Äh, mal anders formuliert. Was klingt besser? Rüdiger hat die WTG ... - oder: Die WTG wurde von Jesus ... - Wir können nur auf ihn hoffen. Gerade dann, wenn diese Ersatzgottdiener ihre politischen Einflüsse geltend machen. Selbstverleugnung ist echter Segen. Wir sind ja nicht im Islam, wo die Unterwerfung grassiert. [RH]

06

Hallo Rüdiger, ja genau, mit der Entspanntheit sprichst du einen ganz wichtigen Punkt an. Viele Christen versuchen krampfhaft, irgend einer Sache gerecht zu werden, und verbiegen sich dabei bis zum geht nicht mehr. Das Leben in Christus ist völlig zwanglos und fordert uns nicht ständig auf, eine bestimmte vermeintlich von Gott gewollte Verhaltensweise an den Tag zu legen. Dazu gehören z.B. religiöse Rituale oder sonstige Anpassungsformen, die in unserer Gesellschaft verbreitet sind. Wir müssen uns nicht verstellen, um Gott zu gefallen, und wir brauchen auch keine Ersatzkonzepte, um Gott nahe zu sein. Wir haben alles in Jesus Christus.

Sich nicht selbst zu verleugnen ist Selbstbetrug und Selbstbetrug kann niemals von Gott kommen.

Jürgen [12.02.2019]

07

Hallo, Ihr Zwei, Rüdiger und Jürgen,

ich habe Probleme, Eure Beiträge und Antworten konkret zu verdauen! Es ist mir nicht verständlich, die Selbstverleugnung umzusetzen, denn ich kann in meinem Fall nicht auf die Hilfe Jesu warten, wenn mein Mann ins Krankenhaus muss und ich "die Pferde anspannen" muss! Da kann ich nicht die Hände in den Schoß legen und abwarten..., entspannen usw., da muss ich meiner Sache gerecht werden, oder? Wie würdet Ihr denn in meinem Fall verfahren? Ich hätte soviel Fragen an Euch, aber in welcher Form die Antworten wären, ist mir klar. Mir ist nicht klar, was es heißt, Jesus in mir und ich in Ihm...! Mir ist das abstrakt. Ich bete soviel, aber wohl nicht effektvoll genug. Ich habe Jesus mein Leben gegeben, jetzt muss ich wohl warten, was da kommt. Vielleicht bin ich ja noch sehr unreif mit meinen 80 Jahren...

Liebe Grüsse von der müden Karin [12.02.2019]

Hallo Karin, Deine Unreife haben wir alle. Jesus wurde einmal gefragt, ob er sich nicht in einem Rechtsstreit für jemanden einsetzen könne. Da wurde einer von seinem eigenen Bruder übers Ohr gehauen. Jesus sagte klar heraus, dass er für so einen Killefitz nicht gekommen ist. Das heißt, es gibt nicht den Christen, der in allem haarklein geführt wird. Ganz ganz vieles müssen und sollen und dürfen wir selbst entscheiden. Dadurch werden wir aber nicht herrisch oder selbstgerecht. - Unsere Selbstverleugnung, die wir in Jesus leben, merken wir zu 99 Prozent gar nicht. Vor allem im Alltag nicht. Wenn es aber um knallharte Klamotten geht, die Jesus anbetreffen, dann heißt die Anweisung: Zieht nicht euer eigenes Ding durch! Jesus ist kein Politiker oder Rebell, den man durch Kampagnen vorwärts bringen müsste. Wer sich selbst verleugnet, schützt sich selbst vorm schnellen Untergang. Wenn wir für uns selbst und andere erkennbar etwas tun, das augenscheinlich den Segen Jesu hat, dann geht das nur so lange, wie er - Jesus - den Knopf gedrückt hält. Das müssen wir kapieren: Wir können ohne ihn nichts tun. Mehr ist die Selbstverleugnung nicht. Das entspannt. Verzichten wir darauf, etwas aus eigener Kraft zu tun, erfüllen wir seine Forderung nach Selbstverleugnung. Wir müssen also nicht forsch und streng werden. Nicht vorschnell und rigoros. Nicht angespannt energisch sein und die Eloquenz eines Kokain-Aufgeputschten haben. Jesus ist die beste Droge der Welt. Er hat nur positive Nebenwirkungen. Er tilgt unsere Egoismen und gibt uns ein kritisches Gefühl dafür, wann wir andere in Besitz nehmen und überwältigen. Ein Christ überwältigt niemanden. Ein Christ hat kein Recht am anderen, ihm Vorschriften zu machen oder moralische Predigten zu halten. Ein Christ nimmt an. - Die Liebe glaubt alles. - Karin, ich verleihe Dir hiermit das Zertifikat, dass Du nichts über dieses Thema verstehen oder Dir aneignen musst. Denn Du verleugnest Dich selbst, so wie Jesus es will. Du kannst nichts dafür. Ich auch nicht. - Übrigens, der Youtube-Kanal ist wieder freigegeben. Lustig, oder? [RH]

08

Danke, lieber Rüdiger, ich habe es kapiert!

Ja, sach ma! Hat da jemand auch kapiert und den Kanal wieder frei gemacht? Es sieht so aus, als ob das hier gelesen wird. Prima!

Liebe Grüße und ein großes Dankeschön an Jesus Christus.

Karin [13.02.2019]

Fotos für Tablet oder Handy



Kommentar schreiben:
Name:   E-Mail: 

Ich habe die Neue-Welt-Datenschutzerklärung genauestens durchgelesen. Ich bin von der Neue-Welt-Datenschutzerklärung extrem begeistert. Ich darf die Verarbeitung und Speicherung meiner hier abgegebenen Daten sofort mit einer E-Mail an antichristwachtturm[at]gmail.com stoppen, wenn mir danach ist.

Wichtiger Hinweis: Die Felder für Name und E-Mail-Adresse sind keine Pflichtfelder.

Ihr Kommentar erscheint auf dieser Seite spätestens nach 24 Stunden.
Warum werden nicht alle Kommentare veröffentlicht?
Erstellungsdatum: 07.01.2009 ♦ DruckversionLinks auf andere InternetseitenDatenschutzerklärungInhaltKontaktImpressum
🔎 en