Ihre WTG-eigene Bibelübersetzung gehört zu den besten Bibelübersetzungen überhaupt

von Eddie

Diese Behauptung ist natürlich kein Dogma im Sinne der Theologie, jedoch eine Aussage, die im weitesten als solches bezeichnet werden kann, in anderer Hinsicht.

Als ZJ liest und studiert man grundsätzlich mit der WTG-eigenen Heiligen Schrift. Generell stünde dem nichts entgegen, wenn man nicht wüsste, dass die Neue-Welt-Übersetzung, wie sie offiziell bezeichnet wird, gar manches Mal hingebogen wird in ihren Ausführungen. Ein Zeuge Jehovas der Feld-Wald- und Wiesenzugehörigkeit, also ein „Otto Normal Verbraucher“ dieser Glaubensgemeinschaft, hat davon keine Ahnung, dass dem so ist. Selbst Älteste stehen in der Regel genauso unwissend dieser Tatsache gegenüber.

Seitens der WTG wird natürlich andersherum argumentiert. Von dort aus gilt die Prämissen,

a) unsere Übersetzung ist wortgetreu und genau (was häufig sogar stimmt, aber eben nicht immer),

b) sie ist in moderner und somit verständiger Sprache geschrieben (von einigen „geschraubten“ Formulierungen einmal abgesehen, die dann doch etwas holprig sind) und

c) was das Aller-aller-Wichtigste ist (aus WTG-Sicht), der Name „Jehovas“ wird durch Wiedereinfügung im Gegensatz zu den meisten anderen Übersetzungen geehrt.

Sehen wir uns diese Statements einmal genauer an.

„Die Neue-Welt-Übersetzung ist wortgetreu und genau“: Generell kann gesagt werden, ja, das ist richtig, solange die eigentlichen Aussagen der HS mit denen der offiziellen Lehren der WTG übereinstimmen. Kommt es zu Unstimmigkeiten, wird gebogen. Gebogen dahingehend, dass Formulierungen kreiert werden, die mit den Lehren der WTG eins zu sein scheinen. Ein gravierendes Beispiel dazu wurde bereits unter Dogma 6 gezeigt. Ein „und in den Häusern“ wurde zu einem „von Haus zu Haus“ umfunktioniert, weil das der WTG-Doktrin, dass ihre Schäflein einen Von-Haus-zu-Haus-Dienst zu absolvieren haben, sehr viel näher kommt. Man besorgt sich dadurch „Beweise“, dass die eigene Lehre richtig ist. Oder das bereits oben in Dogma 3 erwähnte „Husarenstück“ mit der Beugung von „brachen das Brot“ zu „nahmen ihre Mahlzeiten ein“ dito. Man könnte noch mehrere solche Beispiele nennen, in denen einfach „umkonfiguriert“ wurde. Wie bereits weiter oben erwähnt, bringt Ray Franz in seinen Büchern etliche solche Beispiele, die das hier belegen. Mit ein Grund dafür, warum es den ZJ verboten ist, solche Bücher zu lesen. Würden sie ihrer Gesellschaft doch hinter die Schliche kommen.

„Sie ist in moderner und somit in verständlicher Sprache geschrieben“. Das sind heute viele Übersetzungen. Wenn man natürlich die NWÜ mit einer alten Alioli-Bibel aus dem vergangenen Jahrhundert vergleicht oder mit einer alten Luther-Übersetzung aus Urzeiten, ist klar, wer hier und heute „Sieger“ ist. Legt man jedoch moderne Übersetzungen – und ich rede hier nicht von der viel umstrittenen „Volx-Bibel“ – daneben, dann sieht die Sache ganz anders aus.

„Der Name Jehova wurde eingefügt“. Dann ist es nämlich eher so, dass im Gesamtbild gar manch andere Übersetzung, wie z.B. die Schlachter, weitaus besser dasteht, obgleich oder weil [RH] sie den Namen Jehovas nicht im Repertoire hat, wie die NWÜ, die in Übereifer den Namen Gottes, der eigentlich sogar eher Jahwe ist denn Jehova, auch an den Stellen propagiert, wo er im Original nicht steht. Vor allem im Neuen Testament, wo immer nur von Kyrion zu lesen ist, also Herr und nicht Jahwe, oder gleich gar Jesus gemeint wird mit diesem Ausdruck. Die NWÜ gibt zwar im Anhang einige Argumente wieder, die ihre Lehre untermauern sollen, was aber nichts daran ändert, dass ihre Argumente eine ziemliche Flickschusterei ergeben, die hoch gekünstelt zusammengeschustert wurde.

Da übrigens die WTG das Kreuz als heidnisches Symbol betrachtet, wird in gleicher Bibel, ebenso im Anhang, das Bild eines Crux Simplex gezeigt, eines Marterpfahls, an welchem ein Verurteilter hingerichtet wird, mit einem „Beweis dafür“, dass ihre Lehre stimmt und somit kein „richtiges“ Kreuz, ein Crux Duplex, zur Hinrichtung Jesu verwendet wurde. Leider wird dabei unterschlagen, dass in gleichem Buch, aus welchem diese Darstellung entnommen wurde, bereits ein paar Seiten weiter auch ein solches abgebildet wurde, mit einer Hinrichtung eines „Täters“. Man sollte halt wissen, dass beide Versionen von Hinrichtungen „aktenkundig“ sind und zur Disposition standen und nicht nur eine. Außerdem: Was macht es für einen Unterschied, wie Christus gestorben ist (in welcher Haltung): Hände links und rechts vom Körper oder oberhalb seines Hauptes. Wichtig ist: Er vergoss sein Blut für uns Menschen.

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Erstellungsdatum: 29.06.2019 ♦ DruckversionLinks auf andere InternetseitenDatenschutzerklärungInhaltKontaktImpressum
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